…und wer sie nicht hat, ist blöd?
Oder was willst du uns damit sagen?
…und wer sie nicht hat, ist blöd?
Oder was willst du uns damit sagen?
Also, ich habe noch nie Angst vor einem „schwarzen Mann“, man sagt ja eigentlich heute dunkelhäutig, gehabt.
Mich musste man nicht „umherziehen“.
Im Gegenteil, ich bin mit dem Bewusstsein aufgewachsen, dass wir Menschen alle gleich sind, denn wir haben eigentlich alle das gleiche rote Blut.
Eigentlich steht das auch so in unserem Grundgesetz und auf die Einhaltung des Grundgesetzes habe ich in den 70er Jahren meinen Amtseid geleistet.
Und in diesen Jahren galt antifaschistisches Verhalten und Denken noch als stinknormal, auch bei der ganzen Bevölkerung.
Allein schon wegen des damals in Deutschland stattgefundenen Holocaust und den damaligen Nazis.
Bereits seit den 60er Jahren gab es viele ausländische Gastarbeiter, die schließlich Deutschland nach dem 2. Weltkrieg mit aufgebaut haben. Inzwischen haben sich diese inzwischen in 3. oder 4. Generation voll integriert.
Deutschland wurde tatsächlich bunter, nicht nur in der Arbeitswelt, sondern auch in der Kultur und im Gaststättenbereich.
Ich gehe gerne zum Chinesen, Italiener und esse gerne ab und an einen Döner.
Im Rahmen des Krieges in Syrien und aufgrund des in unserem Grundgesetz verankerten Asylrechts blieb Frau Merkel deshalb im Jahre 2015 nichts anderes übrig, als die Grenzen für diese Flüchtlinge zu öffnen.
Diese Flüchtlinge wurden damals auch an vielen Bahnhöfen freundlich von der deutschen Bevölkerung begrüßt und aufgenommen, soweit ich mich erinnere.
Eigentlich war ich immer stolz auf unser buntes und vielfältiges Deutschland.
Wer hat in Deutschland eigentlich noch reine arische Wurzeln?
Und jetzt frage ich @lawandorder , aus welcher Richtung kommen jetzt die wahren Umerziehungsversuche.
Nach dem zweiten Weltkrieg und mit dem Erlass unseres Grundgesetzes gab es jahrzehntelang ein freies und halbwegs vielfältiges Leben und jetzt versuchen auf einmal nationalistisch und faschistisch denkende Menschen dies mit Schüren von Ängsten und Lügen zu ändern. Auf einmal gibt es in Deutschland wieder erhöht zu Rassismus und Abneigungen gegen queere Menschen, teilweise sogar mit Gewalt.
Von welcher Seite kommt dies schließlich akut?
Ich ignoriere es nicht und ich weiß durchaus wofür ich kämpfe.
So richtig bunt und vielfältig habe ich es eigentlich nie empfunden. Ich habe ein Jahr in Kalifornien gelebt. Dort war es bunt und vielfältig, was mir grundsätzlich gut gefallen hat. Bei der Arbeit und im Freundeskreis gab es dann auch die Durchmischung.
Es gab aber in den Großstädten auch nationale Wohnviertel wie z.B. „Chinatown“. Das würde uns in Deutschland vermutlich nicht so gut gefallen, wenn z.B. die Türken ganze Stadtteile übernehmen würden und dort nach ihren eigenen Regeln leben.
In Düsseldorf ist man ziemlich stolz auf Little Tokyo. Wobei die Japaner letztendlich auch gekommen sind um uns hier die Arbeitsplätze wegzunehmen - und wir haben sie im Gegensatz zu den Türken nichtmal drum gebeten.
Wirklich?
Wie läuft das? Wohnen dort auch Deutsche?
die machen alles das was uns bei den Moslems so stört … reden in ihrer Sprache, kleiden sich landestypisch, errichten religiöse Stätten in ihrem eigenen Stil. Es gibt Geschäfte und Restaurants wo man mit Deutsch nicht weit kommt. Und weil man das bei Japanern irgendwie gut findet, feiert die gänze Stadt jedes Jahr den „Japan-Tag“ - mit 700.000 Besuchern obwohl die Japan-Community nichtmal 10.000 Einwohner hat.
Ich finde jede Art von nationalistischer Abschottung befremdlich, egal ob „Deutschtümelei“ oder das zusammenglucken anderer Nationalitäten.
In Kalifornien zum Beispiel wurde ich oft gefragt, ob ich andere Deutsche kennen lernen möchte, damit ich mich mehr „zu Hause“ fühle. Ich war ja aber gerade deshalb dort, weil ich mal von Deutschland eine Pause brauchte.
Da bist Du in einem anderen Land groß geworden als ich zu miener Judend hatte sich dies bei der „bayerischen Landbevölkerung“ so noch nicht durchgesetzt.
Auch hier hast Du „Glück“ gehabt - ich glaube allerdings nicht, dass sich das auf Deutschland als ganze Übertragen lässt. Ich habe da - ebenfalls wegen meiner persönlichen Erfahrungen - starke Zweifel. In den Generationen vor mir (Baujahr 65) gab es nach meiner Beobachtung viele, die strukturell noch auf Herrnmensch geeicht waren, und die auch für den „Langhaarigen“ 68ern nichts als Verachtung übrig hatten. Ich bin allerdings kein Soziologe, der dazu etwas in Bezug auf die Gesamtbevölkerung sagen könnte.
Sicherlich war - getrieben vom zunehmenden Wohlstand zwischen 55 und 78 - die Bereitschaft zur Toleranz gewachsen, da es immer einfacher ist, aus der „wohlsituierten Distanz“ Toleranz zu üben als unter schwierigen Bedingungen. Es könnte sein, dass diese Zeiten (gefühlt) bei vielen sich dem Ende entgegen neigt, und dann wieder alte Resentiments sich Bahn brechen. Aber auch hier bin ich wieder mal kein Soziologe.
Bist Du Dir da so sicher, dass sich da „auf einmal“ etwas geändert hat - ich kann mich noch gut daran erinnnern, wie Ende der 70er schon die ersten Rufe laut wurden, dass die Gastarbeiter „ihren Job doch getan hätten, und sie unsere Gastfreundschaft nicht zu sehr ausnutzen und statt dessen in ihre Heimatländer zurückkehren sollten“. Und auch die mediale Verschiebung der „Gefahr“ (übrigens entgegen jeglicher Statistik), die vermeintlich die Hauptbelastung in Bezug auf Kriminalität den „Randgruppen“ zuzuschieben begann, war doch offensichtlich. Die Bildzeitung war da wie immer ein deutlicher Indikator für diese Verscheibung. Auch heute noch frage ich mich (vor allem gesetzt, Du hättest Recht mit
, wieso die Bildzeitung über all die Jahre das am meisten gelesene Medium ist, wo es doch offensichtlich ist, dass dort nur „Unsinn“ (um es vorsichtig zu formulieren) steht. Wie kann es also sein, dass - vor dem Hintergrund Deines „flächendeckenden antifaschistischen Denkens“ - ein solches Medium über Jahrzehnte so erfolgreich sein kann?
die Angst vorm gelben Mann gibt es historisch gesehen bei uns nicht. die vor dem schwarzen mann schon, und die vor dem moslem, und die vor den türken sowieso. 1683 vor Wien.
wer meiner these widerspricht mag, erklären, wie denn sonst der erfolg der AfD zustande kommt.
Ich gebe zu, vor etlichen Jahren habe ich die Bild („Blöd“) auch ab und an mal gelesen, wenn mein Mann diese im Urlaub morgens nach dem Brötchenkauf mitbrachte.
Aber im Grunde nur zum Amüsieren, ganz nach dem Motto:
„Mann zerstückelt Opfer im Fleischwolf, Bild sprach zuerst mit der Frikadelle.“
(Sarkasmus)
Im Übrigen meide und verachte ich dieses Lügenblättchen, aber so einige sehen dies leider anders und glauben auch noch jeden „Sch…“.
Teil des AfD-Erfolgs ist auch, dass die Angst vor dem Russen insbesondere in Ostdeutschland weniger stark ausgeprägt ist, als es von den „Altparteien“ propagiert wird. Wer sich außenpolitisch für Versöhnung statt Eskalation mit Russland einsetzen möchte hat aktuell nur die Wahl zwischen AfD und BSW. Die „Vielfalt“ im politischen Raum ist bei manchen Themen sehr klein geworden, sodass es eine „Alternative“ recht leicht hat diejenigen Stimmen abzugreifen, die sich nicht in dem sehr engen Meinungskorridor sehen.
Tja, so war dies halt in der alten USA.
Die USA besteht im Grunde nur aus Einwanderern und ist eins der größten Einwanderungsländer, die Urbevölkerung wurde ja verdrängt.
Deshalb gibt es auch jetzt beispielsweise ganze Städte, Gemeinden und Wohnviertel mit deutschen Sitten, aber auch andere.
Das ist eigentlich ein ganz normales Verhalten, wenn Gleichgesinnte sich finden.
Meine Tochter war übrigens ein Jahr in Kanada und fand es auch furchtbar, wenn sie auf deutsch angesprochen wurde. Aber andersrum, vielleicht freuten sich die dort lebenden „Deutschstämmigen“ auch darüber, sich auch mal wieder mit anderen Menschen in der deutschen Sprache auszutauschen.
Im Übrigen finde ich es super, wenn Kinder zweisprachig aufgezogen werden.
Auch wenn es viele nicht sehen wollen, Deutschland hat sich inzwischen zu einem beliebten Einwanderungsland entwickelt und es braucht dringend entsprechende Gesetze, zumal es in Deutschland auch ein hoher Fachkräftemangel gibt.
Aber dies wollen einige nicht hören.
Auch das ist ein Grund, weswegen sich Regierungen zunehmend schwer tun, nicht „zu versagen“. die Fronten sind zu groß geworden, als das Kompromisse möglich wären.
Ich finde zwar die „gesellschaftliche Spaltung“ als „Kampfbegriff“ immer schwierig. Aber es könnte sein, dass darunter die Kompromissfindung deutlich leidet. Kompromisse sind aber das, was Politik braucht, um erfolgreich sein zu können.
Ich bin zwar kein Historiker, aber das könnt auch einer der Gründe für den Niedergang der Weimarer Republik gewesen sein.
Die muss dann wohl an dir vorbei gegangen sein.
Sei froh, dass du diese emotionale Last nicht auch noch mit dir herum tragen musst.
Ja, klar, ich habe mich auch „mal ausgetauscht“, aber ich habe darauf geachtet, dass ich, wenn Leute dabei waren, die kein Deutsch konnten, Englisch gesprochen habe, und ich habe mit den anderen Deutschen keine „community“ gegründet, zu der Nichtdeutsche keinen Zugang hatten.
Ja, vielleicht zersägtest Du ihn unabsichtlich. Das wiederum hätte sogar etwas Komödiantisches. ![]()
Was ich an der Stelle hier mal einbringen kann, dass vielen Bürgern die Flickschusterei von Politikern - dazu gehören auch Subventionen manchmal - auf dem Keks geht. Das erweckt oft den Eindruck, ständig müssten Fehler korrigiert werden und daher - ständig werden in der Politik Fehler gemacht.
Ich glaube jedoch, das geschieht auch, weil der Politik die klaren Kanten und Richtungen für politische Ziele fehlen, um vorausdenken und frühzeitig flexiblere Regelungen treffen zu können, die dann seltener oder nur wenig und dafür plausibler verständlich nachgebessert werden können.
Egal was @lawandorder schreibt, du musst dagegen halten.
Er beschreibt m. E. sehr gut was nach seiner Meinung nach viele Leute zur z.B. AFD zieht. Es sind die Leute, die sich bisher nicht getraut haben ihr Meinung offen zu sagen, weil sie kein Sammelbecken hatten wo ihre Einstellung akzeptiert und für gut gefunden wird. Diese Einstellungen gab es immer, auch wenn niemand die laut gesagt hat.
Und jetzt kommst du und willst deine eigene Einstellung und das was du in deiner Blase erlebt hast (jeder lebt irgendwie in seiner Blase) als Gegenargument anführen. Nach dem Motto: So wie meine Welt ausgesehen hat, so muss die ganze Welt ausgesehen haben. So ist es aber nicht.
Es erweckt nicht nur den Eindruck - das ist faktisch so - das eigentliche Problem ist, dass das inzwischen als Problem identifiziert wird.
In der Wissenschaft ist das längst trivial - jede Theorie (Erkenntnis) ist nur so lange gültig, bis eine bessere Theorie/tiefere Erkenntnis diese als fehlerhaft entlarvt (es ist also klar, dass all unser „Wissen“ nur den aktuellen Stand der Fehleinschätzung wiedergeben, und wir deswegen ständig weiterforschen und unsere fehlerhaften Theorien durch „weniger fehlerhafte“ korrigieren müssen).
Im Alltag ist das ebenfalls trivial (wenn man sich nur gut genug selbst beobachtet). Ständig erkennen wir, dass wir uns geirrt haben, und deswegen unsere Schüsse (und damit idealerweise auch unsere Verhaltensweisen) anpassen müssen, und - noch idealer - sogar anpassen wollen.
Auch hier haben wir eine zunehmende Projektion auf die Politik, keine Fehler (und schon gar nicht zu unseren Lasten) mache zu dürfen. Wohl nicht zuletzt, weil viele das Vertrauen in die Politik verloren haben, die dort gemachten Fehler würden nicht versehentlich gemacht (mit Bedarf für Korrekturen), sondern absichtlich aus reinem Klienteldenken.
Nun gibt es natürlich diesen Bad Case - aber warum daraus den Schluss ziehen, alle unser Parlamentarier betrieben nur noch Klientelpolitik? Hier sind wir wieder beim Niedergang des Vertrauens in die Politik.
Das mag dann auch der Grund sein, keine klare Kante mehr zu zeigen - zu groß ist die Angst, diese könnten, wenn sie nicht 1:1 (möglichst sofort) umgesetzt werden, ein weiteres „Argument“ dafür liefern, der Politik könne man nicht mehr vertrauen.
Es ist schwierig, die Frage zu beantworten, wie das verloren gegangene Vertrauen denn wieder gewonnen werden könnte, denn es ist eben nicht nur der Tatsache geschuldet, dass in der Vergangenheit von den politisch Handelnden ganz zweifellos Fehler gemacht wurden, sondern auch daran, dass die Fehlertoleranz deutlich abgenommen hat.
Es wird auch nicht zuletzt deswegen schwierig (seitens der Akteure), weil die zu ergreifenden Maßnahmen sehr langfristig angelegt sein müss(t)en. Gutes Beispiel ist hier wieder der Klimawandel.
Bremsweg: 1 Jhd.! Selbst wenn sich also die Politiker weltweit dazu entschließen würden, ab morgen nicht mehr CO2 in die Atmosphäre zu entlassen, als auch wieder von den Pflanzen aufgenommen werden kann, würde es 1 Jhd. dauern, bis die Meeresspiegel nicht weiter steigen und die Durchschnittstemperaturen sich auf ein neues, höheres Niveau eingependelt hätten (immer vorausgesetzt, es sind noch keine Kipppunkte überschritten).
So lange wird wohl selbst der geduldigste Wähler nicht warten können, bis er den „Erfolg“ selbst messen kann (überdies wäre diese Messung nicht zu seiner Zufriedenheit - und würde deswegen gar nicht als „Erfolg“ gewertet werden -, weil die Temperaturen sich wohl dauerhaft auf ein höheres Niveau einpendeln werden - bis zum spürbaren Rückgang wird es wohl noch länger dauern).
Es bleibt also dabei, dass das nur über Vertrauen geht, da der haptische Nachweis fehlt. Wieder die Frage: wo soll das herkommen - gerade, weil das haptische Erleben zunehmend fehlt?
Welche Einstellung meinst du, die man gut finden soll? Die Angst vor dem schwarzen Mann? Oder die Angst vor den Türken?
Diese beiden Ängste hat @lawandorder thematisiert.
Die Angst vor dem gelben Mann kannte er nicht, die kann man aber natürlich auch thematisieren, wie es z.B. Kaiser Wilhelm damals getan hat, wenn man Wikipedia glauben darf, hatte er Angst vor Buddha.
" Eine ähnliche Warnung stellt das bereits 1895 nach Skizzen des deutschen Kaisers Wilhelm II. von Hermann Knackfuß angefertigte Gemälde Völker Europas, wahret eure heiligsten Güter dar, auf dem ein auf einer düsteren Gewitterwolke aus dem Osten heranschwebender Buddha zu sehen ist, der von den Personifikationen der europäischen Nationen (Marianne, Germania, Italia, Britannia usw.) beobachtet wird."Quelle wurde bereits weiter oben verlinkt.
Auch im deutschen Städten gibt es Integration - für mich war meine türkische Arbeitskollegin immer Deutsche - und Segregation.
Das ist aber aus einer anderen Zeit als es den Döner noch nicht um die Ecke gab. Auch die Wiener Kaffeehaustradition würde von den Türken übernommen.
Im Ruhrgebiet gehören Menschen mit türkischen Wurzeln dazu, als ob es niemals anders gewesen war und schön dass das heute so ist. Das macht Deutschland reicher - ähnlich wie es der Schalker Kreisel tat. Wir sind das Alles - und daran wird sicherlich nicht jede Regierung scheitern.
Die Politiker sind oft doch schon die, die mal wieder resozialisiert werden sollten und nicht der dumme Wähler.
Meine Meinung ist wahrscheinlich konträr zu Deiner, aber dafür ist ja so ein Diskussionsforum da. ![]()