Fanale der Klimakrise

Warum machen sie wohl den erhöhten Druck im Bezug auf die Energiewende, aus Jux und Dollerei?

Das wird sehr schwer, solange Öl und Gas immer noch so billig sind. Und wenn eine Regierung dann noch einen „Tankrabatt“ finanziert, dann ist das extrem kontraproduktiv.

nein, das will keiner hören, dass wir bewaffnete Verteilungskämpfe bekommen, egal, was wir jetzt noch unternehmen.
Es will auch niemand hören, dass man bei Ceuta gesehen hat, wie das mit den Klimaflüchtlingen aussehen könnte (auch wenn es da nichts mit dem Klima zu tun hatte).
Die Vorstellung, dass wir unsere Grenzen mit Waffengewalt gegen Flüchtlinge schützen, ist halt nicht schön.
Oder dass wir irgendwann zB Getreidelieferungen per Schiff nach D mit Kriegsschiffen absichern und notfalls verteidigen müssen.
Oder oder oder.
Und wenn es dann soweit ist, kommt wieder die Fassungslosigkeit darüber, dass D so schlecht auf solche absehbaren Probleme vorbereitet ist.
Wie jetzt mit den Drohnen am Flughafen Leipzig. Wer hätte sowas ahnen können ?!?! :man_facepalming:

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Man kann natürlich auch in Sachen Klimawandel und Klimaschutz weiterhin Äpfel mit Birnen vergleichen.

Warum nicht? Hat das mal jemand gesagt und dafür Ärger bekommen?
Oder weshalb wird immer erzählt, es ginge bei der Aufrüstung um die Demokratie?

Hast Du mal versucht, das am Infostand zu verbreiten?

Und auch, dass die Aufrüstung nicht (nur) Teil der Abschreckung sondern auch der ganz realen Verteidigung unserer von uns beanspruchten Ressourcen dienen wird? (Klar, immer unter der Vorausetzung dass die Zukunft noch unbestimmt ist, und wir aktuell weder in einen Verteidigungskrieg noch in einen Ressourcenkrieg aktiv verwickelt sind) …

Da ich ja weder ein Aufrüstungs-Fan bin noch der Meinung, dass wir die Grenzen dicht machen sollten, habe ich das (noch) nicht getan.

Es würden sich aber vermutlich ganz neue Wählergruppen damit akquirieren lassen. :wink:

es fehlt den Leuten ein Motiv dafür, ihr Geld für Klimaeffekte auf der 5. Nachkommastelle zu opfern.

deswegen sind wirtschaftliche Vorteile durch Klimaschutzmaßnahmen wichtig.

Wenn wir auf das Globale-Dorf-Denken warten, können wir einpacken.

Und diese Vorteile gibt es ja!

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Das verstehe ich natürlich! Ich halte mich diesbezüglich mit aktiver Werbung für solche Maßnahmen ebenfalls sehr zurück.

Trotzdem habe ich in der Vergangenheit immer wieder in Gesprächen den Versuch gemacht, die zu erwartende Schrumpfung der natürlichen Ressouren und deren Folgen (steigende Aggressivität der vom tatsächlich existenziellem Verlust bedrohten) zu schildern, und über mögliche Lösungskonzepte zu diskutieren.

Das bedeutet gar nicht, über Aufrüstung und Krieg explizit zu sprechen - sondern nur, wie groß die Problemberge inzwischen geworden sind, und um wie viel schwieriger es im Vergleich zu vergangenen Zeiten es geworden ist, die exponentiellen Verläufe der Probleme mit ebenso exponentiellen Gegenmaßnahmen noch effizient zu bekämpfen, bevor die existenzielle Notlage weiter Teile der Erd(!)bevölkerung (als Folge der Klimakrise) zu existenzieller Gewalt führt.

Die jüngsten Vorfälle in der spanischen Exklave sind ein gutes Beispiel dafür, wobei das dieses Mal noch sehr gewaltfrei ablief. Wenn aber immer mehr vor der Entscheidung stehen, sich die notwendigen Ressourcen entweder mit Gewalt anzueignen, oder - alternativ - an Hunger und Durst zu sterben, dann könnte es sein, das am Ende die Gewalt eskaliert. Schon jetzt werden die meisten bewaffneten Konflikte wegen Ressourcen und nicht wegen religiöser oder weltanschaulicher Motive geführt - auch wenn diese beiden Aspekte immer offiziell als Ursache angegeben werden.

Was also, wenn diese Welle irgenwann demnächst auch das „wohlbehütete, reiche“ Europa miteinschließt?

An diesem Punkt wird es am Infostand dann regelmäßig „schwierig“ - keiner will deutliche gesetzliche Einschränkungen im Vorgriff auf die sich abzeichnende Verknappung - keiner will eine Eskalation von Gewalt. Aber die beiden Willensbekundungen passen nicht zu den zwei Seiten der Medaille in einem Umfeld sich verknappender elementarer Recourcen. Und viele, mit denen ich gesprochen habe, neigen dann nach meiner Erfahrung doch dazu, die eigenen Ressourcen zu „verteidigen“ :thinking:

Und diese Impuls aufgreifend landet man dann doch bei diversen Spielarten militärischen „Verteidigens“. Dabei ist die ganze Klaviatur (von kleineren Scharmützeln in einer spanischen Exklave bis hin zum globalen Atomkrieg) möglich.

Es geht also (für mich) weniger darum, militärische Lösungen als Präferenz grüner Politik „anzupreisen“ - sondern erst einmal darum, mögliche Szenarien aus der Klimakrise gemeinsam zu analysieren und mögliche Schlüsse daraus zu ziehen.

Richtig Ärger bekommen habe ich deswegen noch nicht - aber es gab schon KollegInnen an Infoständen, die verärgert darauf hingewiesen haben, das sei für das Anwerben von noch unentschlossenen Wählern eher kontraproduktiv. Ich hingegen vertrete eher die Auffassung, dass Aufklärung eben auch Teil einer Infoveranstaltung sei.

Und der Streit, der seinerzeit zu Austritt der sog. Fundies um Jutta Dietfurth in der Partei führte, zeigt, dass da durchaus Streit- und Ärgerpotential existiert…

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das ist diese dümmliche Art der Realitätsverweigerung, die ich meine.

Wer es für möglich hält, dass wir künftig unsere Grenzen und unsere Lebensmittel mit Gewalt verteidigen müssen, ist „Aufrüstungsfan“.

Also muss man sich mit diesem Szenario nicht beschäftigen, weil man ja kein „Aufrüstungsfan“ ist.

Deine Reaktion beweist meine Aussage:

Und dann fragst ausgerechnet Du in ähnlich dümmlicher Manier,

ja natürlich! Was denn sonst?!

Alles andere wäre im Wortsinne „unmenschlich“.

Für 99,9% der Menschen (und 100% aller sonstge Lebewesen) ist das eigene Überleben (und das der Familie) das Wichtigste. Wenn es einen Urtrieb gibt, dann ist es dieser.

Ja, wenn er das dann so machen will, was wäre er sonst?

Ich würde eher auch versuchen, auszuwandern, wenn es hier nicht mehr geht, bekomme dafür aber „Ärger“ mit @HarmsCar

@lawandorder halt dich doch einfach mal da raus, wenn Erwachsene sich unterhalten.

Klar - das wir es nie geben - das gibt das Konstrukt Mensch nicht her.

Deswegen ist auch

wahrscheinlich richtig, weil die konzertierte globale Aktion, die notwendig wäre (um nicht nur die 5te Nachkommastelle abzudecken), darauf aufbauen müsste, dass es nicht nur eine globale Einsicht geben müsste, etwas zu verändern, sondern auch dazu passende globale Verträge, an die sich alle halten, damit hinreichendes passiert. Das steht aber im eklatanten Widerspruch zum Bestreben, kurzfristige Gewinne langfristigen „Investitionen“ vorzuziehen.

Derzeit kommt es sozusagen zu „Gewinnmitnahmen“ zu Lasten künftiger Generationen.

Größtes Problem dabei könnte sein: viele könnten sich darin täuschen, dass sie nicht Teil der „nächsten Generation“ sind.

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wohin denn? wenn schon in Europa Verteilungskriege stattfinden, wo glaubst Du denn ist es dann besser?

sag mir Bescheid, wenn einer kommt

Worauf Du dich verlassen kannst :hugs:

(Aber natürlich nur auf der „Sachebene“! :thinking:

Im übrigen könnte sich das mit dem Auswandern schnell erübrigen, da die Bevölkerung in den Industrienationen erst ganz zuletzt betroffen sein werden - im Gegensatz zu beispielsweise den Afrikanern, die noch davon träumen können, ins reiche Europa auszuwandern, könnte es nach dem Niedergang der Industrienationen wenig bis gar keine Plätzchen mehr geben, die als Ausreiseziel noch erkenbare Vorteile bieten. So würde sich bei einem postnuklearen Winter der Nordhalbkugel (der jederzeit innerhalb eines Tages eintreten könnte) und den wenigen verbliebenen urbanen Orten in den Küstenregionen der Südhalbkugel kaum noch geeignete Auswanderungsplätzchen mehr geben…

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Es gibt noch Länder auf der Erde mit mehr Ressourcen, mehr Natur und weniger Menschen. Kanada ist zum Beispiel so ein Land.

Mein Ex-Freund aus der Jugendzeit hat also alles richtig gemacht. :grinning_face:

Er fühlt sich in Kanada pudelwohl.

Ich fühle mich in Deutschland auch pudelwohl und würde nur auswandern, wenn es in Deutschland nicht mehr gut ist.

Das wäre im Fall eines Atomkriegs, nicht im Rahmen des Klimawandels und der damit zusammenhängenden Verteilungskämpfe