Fanale der Klimakrise

Genau. Und es hätte eine Vorbildfunktion. Wenn Deutschland, ein dicht besiedeltes hochindustrialisiertes Land in einer nicht allzu sonnigen Klimazone, es schaffen kann, dann zeigt das, dass andere Länder es auch schaffen können. Was funktioniert und einträglich ist, strahlt auf die ganze Welt aus. Das haben mittlerweile ja selbst die Chinesen begriffen, und die chinesische Führung ist ja nun so gar nicht das, was manche Leute mit dem hässlichen Wort „Gutmenschen“ bezeichnen. Die haben nur Macht, Profit und rücksichtslose Ausbeutung von Mensch und Natur im Sinn und investieren dennoch in Erneuerbare Energien. Es sind nur noch solche Ewiggestrigen wie Trump oder die AfD, die davon nichts wissen wollen - und die Fossil-Lobbyisten, die um die Amortisierung ihrer Dinosaurier-Industrie fürchten.

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Wer es genauer wissen will: hier eine Veröffentlichung über Chinas Energiepolitik:

Die Hormuskrise hat in diesem Jahr einen rebound für Kohle ausgelöst, der wurde durch die Erneuerbaren abgemildert.

Genau so ist es. Wir kommen nicht weiter.

Bisher haben spieltheoretische Untersuchungen deshalb die Chancen für mehr Zusammenarbeit beim Schutz des Weltklimas als eines besonderen öffentlichen Guts „eher pessimistisch eingeschätzt“, so Heitzig.

Nur hilft diese Analyse nichts. Sie ändert nichts. Niemand weiß, wie wir die überwiegende Mehrheit der Staaten zum Mitmachen überreden können. Paris hatte große Hoffnungen geweckt, liegt aber zur Zeit im (Hitze-) Koma.

Also müssen wir uns gegen die Folgen wappnen.

wenn sie denn zum richtigen Zeitpunkt verfügbar sind.

Die Chinesen bauen vor allem Kohlekraftwerke für die Zeiten wenn Sonne und Wind nicht reichen. In Diktaturen ist es eben leichter so etwas zu machen, da das einfach angeordnet werden kann

Doch, ich. Straße von Hormus und das rote Meer dauerhaft geschlossen halten und Russland so sanktionieren, dass die auch nichts mehr verkaufen können. Dann wird Öl und Gas so teuer, dass der Markt den Rest erledigt.:wink:

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Doch, ich auch - Askese und Leben wie im Kloster :innocent: :innocent: :innocent:

Ich fürchte, das eine ist so realistisch wie das andere. :thinking:

:woman_raising_hand:
Herr Lehrer, ich weiß was :smiley:

Wenn die CDU in Deutschland einen Baum pflanzt, und in der Sonne sind 50°C, unter dem Baum ist die Schattentemperatur, die immer in der Wettervorhersage genannt wird, sagen wir mal 36°C. Dann ist es an diesem Ort 14 K kälter. Das kann schon einen echt angenehmen Unterschied machen, besonders wenn mehrere Bäume zusammen stehen.

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nein, ich frage das, weil im Eingangspost so getan wird, als ob „konservative Politiker“ Schuld an

sind.

Das ist alles gut gemeint, aber es überhöht den deutschen Einfluss auf das Problem, weil man so der CDU eine auf den Deckel geben kann.
Politsch verständlich, menschlich nachvollziehbar (wir haben einen Sündenbock), und als Motivationsappell üblich.
Aber ehrlicherweise muss man doch sagen, dass es für das Klima keinen Unterschied gemacht hätte, wenn die Grünen die letzten Jahr alleine regiert hätten (allenfalls in der 7. Nachkommastelle).
Nochmal: das Ziel und der Wunsch sind richtig, aber mit diesem irrealen Anspruch an uns als Staat überheben wir uns und verabsolutieren das Problem:
CDU regiert => globaler Klimatod
Grün regiert => Klimarettung.
Das ist albern.

und wenn dann aus einer Mischung aus Verzweiflung und Überschwang solche Appelle dabei rauskommen, finde ich das bedenklich und kontraproduktiv

Das Klima lässt sich von unserer noch so lautstark proklamierten Entschlossenheit nicht beeindrucken.

0,1 Grad wenn D ab sofort keine Klimagase mehr produzieren würde, nehme ich an.

Das ist eine Hoffnung und eine unbewiesene Behauptung.
warum soll F oder Polen andere Klimapolitik machen, nur weil wir das tun?

Die CDU hatte bis vor Kurzem eine berühmte Klimakanzlerin. Niemand würde auch nur im Entferntesten auf die Idee, kommen, die CDU in irgendeiner Form mit dem Klimawandel in Verbindung zu bringen. :wink:

Nein, Deutschland kann natürlich nicht allein das Klima retten - oder zerstören :wink: Aber es kann beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle einnehmen und Vorbild für andere Länder sein - oder hinterher trödeln und den Anschluss an die Welt verlieren. Ich bin dann vielleicht doch zu hart mit der CDU/CSU ins Gericht gegangen, aber speziell Frau Reiche hat sich in Sachen Klimaschutz bislang ja nun wirklich nicht mit Ruhm bekleckert.

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Wir haben schon einen Klimaschutzeffekt. Der „worst case“ wurde nach unten korrigiert.

In seinem sechsten Berichtszyklus in den Jahren 2021 bis 2023 wurde noch häufig das so genannte SSP5-8.5‑Szenario zitiert – ein Szenario mit ungebremst weiter steigenden globalen Treibhausgasemissionen als Folge einer massiven Ausweitung der Nutzung fossiler Brennstoffe bis zum Jahr 2100. Dieses extreme Hochemissionsszenario mit einer globalen Erhitzung von etwa 3,3 bis 5,7 Grad Celsius bis Ende des Jahrhunderts kommt in einer im April 2026 veröffentlichten, maßgeblichen wissenschaftlichen Publikation nicht mehr vor.“ (Diskussion um Klimaszenario SSP5-8.5: Klimaschutz bleibt dringend | Umweltbundesamt)

Laut neuere wissenschaftlicher Erkenntnisse steuern wir Dank Klimaschutzmaßnahmen immerhin auf 2 Grad weniger zu:

„Die Welt steuere laut UN-Umweltprogramm immer noch auf rund 2,8 Grad globale Erwärmung bis 2100 zu, mit immer noch verheerenden Folgen, so das Umweltministerium.“ (Klima-Szenarien angepasst: Erderwärmung halb so wild? - WELT)

Das ist immer noch zu viel und entspricht nicht dem Pariser Abkommen.
Aber es hat sich eben schon was geändert, weil wir weniger fossile Energie verbrauchen. Ob das nun an den Kriegen und Ölpreisen liegt, sei dahingestellt. Aber wir haben inzwischen Alternativen zu Kohle, Gas und Öl.

Deutschland alleine kann am Klimawandel nichts ändern.
Trotzdem kann es für andere Länder ein nachahmenswertes Beispiel sein und war es auch schon. Zudem werden durch den Klimaschutzdruck in Deutschland neue Technologien entwickelt, was uns im Lande der Erfinder und Tüftler vielleicht wirtschaftlich weiterhelfen könnte. Benziautos sind ja out, die können wir nicht mehr exportieren.

Jetzt müsste Deutschland nur mal was ganz neues zur Stromspeicherung erfinden.

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Es geht China um Autrakie. Das ist vielleicht sogar die wichtigste Treibfeder überhaupt. Wie wichtig gerade hier die Unabhängigkeit vom Ausland ist, hat sich doch in den letzten Monatan ganz deutlich gezeigt. Erst kassiert Trump Venzuela und dann fängt er einen Krieg mit dem Iran an, der zu Blockage der Straße von Hormus führt. Dahinter stand auch die Absicht, China den Energiehahn zuzudrehen. Man sieht den großen Rivalen auf der Überholspur und will dessen weiteres wirtschaftliches und militärischen Erstarken bremsen .

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Ja, da habt Ihr schon recht. Es war schon immer so ! Genau das haben schon die griechischen Philosophen gewusst und genau deshalb festgestellt, dass jede Demokratie stets das Schicksal ereilt, zunächst in eine Oligarchie und dann in eine Diktatur zu mutieren.

Ich rede von den Wutbürgern, deren primäres Sammelbecken bei uns jetzt die AfD ist. In den USA ist das Sammelbecken der MAGA-Bewegung.

Ja, es geht um die vollständige Zerschlagung der bestehenden Strukturen, um dann eine rassisch homogenen, von Ungleichheiten befreiten idealen Volksstaat zu errichten. Das war die Ideologie der Nazis, aber dieses Denken beherrscht auch MAGA und treibt auch andere populistische Bewegungen an.

Wer sich auf Mallorca jetzt einen Ort zum Abkühlen sucht, muss lange suchen, denn sogar beim Schwimmen im Meer kommt man zum Schwitzen, denn an einer Messboje vor Mallorca wurde nun eine neue Rekordtemperatur von 33,02 Grad registriert.

Die Wassertemperaturen im Mittelmeer steigen stetig und erreichen Rekord-Werte.

Nicht nur das Mittelmeer, das Wattenmeer an der Nordsee heizt sich teilweise bis 40 Grad auf:

https://www.focus.de/wissen/wattenmeer-durch-hitze-bis-zu-40-grad-heiss-tiere-werden-im-sand-gekocht_230d1bc0-5200-4868-a86a-3f99e9510d73.html

Obwohl die Temperaturen dort sehr wechselhaft sind und eigentlich viel kühler sind.

Das WWF warnt vor Veränderungen des Wattenmeeres aufgrund des Klimawandels.

Das ganze Ökosystem der Weltmeere sind in Gefahr.

Hitzerekord in der Arktis:

PS. Anstatt ständig darüber zu diskutieren, wer was macht bzw. zu wenig, sollte man vielleicht mal mehr darüber aufklären welche tatsächliche Auswirkungen der Klimawandel hat.

Tatsache ist schließlich, dass der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten ist, durch Menschenhand beschleunigt wird und die ganze Welt sich in einer Klimakrise befindet.

Man kann quasi nur noch durch den sogenannten Klimaschutz den schnellen Klimawandel etwas drosseln, d.h. wir befinden uns in einer Klimakrise, die wir nicht mehr beenden können, aber durch gewisse Maßnahmen nur noch eindämmen können.

Klimaschutz heißt deshalb allerdings auch Menschenschutz! Dies haben offensichtlich so einige Menschen noch nicht begriffen.

Klimawandel – Ursachen und Folgen:

Klimawandel – Ursachen und Folgen - Welthungerhilfe .

Millionen von Menschen werden ihre Lebensgrundlage verlieren.

Naturkatastrophen:

Hunger:

Fluchtbewegung:

Der Klimawandel hat soziale, wirtschaftliche und ökologische Auswirkungen. Seine Folgen sind weltweit spürbar und werden durch die fossile Brennstoffindustrie verschärft.

10 Auswirkungen des Klimawandels:

10 effects of climate change | EquinorOut .

Für die KI-Freunde, was sagt die KI dazu:

Natur und Umwelt

  • Temperatur und Hitze: Häufigere und extremere Hitzewellen.
  • Wassermangel: Schmelzende Gletscher verringern langfristig wichtige Trinkwasserreserven.
  • Meeresspiegel: Küstenregionen geraten durch steigende Pegel unter Druck.
  • Ökosysteme: Versauerung der Ozeane und massives Artensterben.

Mensch und Gesellschaft

  • Gesundheit: Zunahme hitzebedingter Todesfälle und Ausbreitung neuer Krankheitserreger.
  • Ernährungssicherheit: Ernteausfälle durch Dürren und Überschwemmungen gefährden die globale Lebensmittelversorgung.
  • Migration: Regionen werden unbewohnbar, was zu Klimaflucht führt.

Bereits 3 Jahre alt, es ist ja nicht so, dass es erst jetzt bekannt ist:

Na ja, „Morgen wird die Welt noch nicht unter gehen“, deshalb müssen wir erstmal dafür sorgen, dass unsere Wirtschaft floriert. (Sarkasmus)

Manche Menschen werden es oder wollen es vermutlich erst verstehen, wenn sie persönlich betroffen sind, aber dann ist es offensichtlich zu spät.

Das Traurige ist, stattdessen werden auf der Welt lieber teilweise „raffgierige“ Kriege geführt und das Weltklima noch mehr geschädigt. :cry:

Die Frage ist, ob - und wen ja, dann wann - wir an den Punkt gelangen, wo das Argument, etwas für die Zukunft tun zu müssen, nicht mehr verfängt, da eine Zukunft nicht mehr stattfinden kann, wenn der Raubbau in der Gegenwart notwendig wird, um überhaupt zu überleben…

Es gibt bereits heute viele Regioen und Menschen, auf die das zutrifft. So kann man den landlosen Bauern im brasilianischen Regenwald schon lange nicht mehr ihre (illegalen) Brandrodungen wirklich verbieten, da sie darauf angewiesen sind, um selbst zu überleben - Wenn sie selbst nicht überleben, gibt es keine Nachkommen mehr, für die man eine Nachwelt erhalten müsste. Das ist dann schon direkt dran am eigenen konsequenten Astabsägen. Mit Klimaschutz stirbt man selbst - ohne Klimaschutz stirbt man evtl. auch aber auf jeden Fall die kommende(n) Generation(en)…

Wir sind hier in Europa, Nordamerika und China noch ein stückweit entfernt - die Klimadaten lassen aber darauf schließen, dass der Wandel, der dazu führen könnte, aber inszwischen bei uns bereits in Vorläufern auch angekommen ist.

Da es dazu kein sozialverträgliches Ableben gibt (Das gilt für die landlosen Bauern im Amazonas genauso wie für uns Europäer), wird es also auf kurz oder lang Verteilungs- und Versorgungskriege auch bei uns geben.

Wer will hier den (politischen) Aufklärer spielen - Freiwillige vor :ogre:

Tja, die Grünen machen dies bereits seit Jahren, zumindest versuchen sie es, werden aber totgeredet.

Eigentlich müsste jeder die Zeichen der Zeit auch selbst erkennen.
Es wird überall auf der Welt aufgerüstet, anstatt das Geld für Klimaschutzmaßnahmen auszugeben. Das spricht doch für sich.

Seit die sog. Fundies um Jutta Dietfurth die Grünen verließen, habe ich so etwas (zumindest in der gebotenen Deutlichkeit, die der momentane Zustand des Planeten und deren wissenschaftliche Prognosen für die nächsten 50-100 Jahre es erfordern würde) nicht mehr wirklich gehört.

Das Argument war und ist immer, man müsse die Leute „mitnehmen“ und nicht mit „Horrorszenarien abschrecken“.

Was hilft es, wenn die „Horrorszenarien“ wissenschaftlich zumindest naheliegen?

Ein Argument ist auch das von @lawandorder schon öfter beschriebene „Deutschland allein wird die Welt nicht retten“. Es fehlt dem Menschen hier das globale-Dorf-Denken… Ein Engagement also auch für Umwelt und Menschen, die weit von uns (familiär als auch räumlich als auch zeitlich) entfernt leben.

es fehlt eine haptische Wahrnehmung, dass der Planet - so riesig und schier unerschöpflich er auch scheint - ob der dauerhaften Mehrentnahme gegenüber der Regenerationsfähigkeit sich doch irgendwann so verändert, dass Lebensbedingungen entstehen, an die wir (nicht zuletzt auch als Menschen) nur sehr unzureichend angepasst sind.

Es dürfte also schwierig werden, bei Menschen, die derzeit mit der Angst vor dem Stauts quo-Verlust schon überfordert sind, noch mit Szenarien (so wahrscheinlich sie auch in den nächsten 50 Jahren sein werden) zu kommen, die nicht nur den Status Quo ssondern gar die eigene Existenz infrage stellen?

Siehst Du da wirklich viele Grüne, die sich diesbezüglich eindeutig äußern? Habe ich da ws verpasst?

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ich halte diese Herangehensweise gerade auch für „kleinere“ Staaten wie D für richtig.
Klimaschutzmaßnahmen dann forcieren, wenn sie auch wirtschaftlich sinnvoll sind.
Runterfahren, wenn sie viel Geld kosten.
Nachdem unser Beitrag für das Klima nicht entscheidend ist, macht es keinen Sinn, uns für 0,0001% Verbesserung wirtschaftlich selbst zu schädigen.

Hier eine Meldung dazu
Energiesystem, das Geld bringt: "Eine klug gemachte Energiewende spart 120 Milliarden Euro im Jahr" - n-tv.de>

Ein Modellprojekt mit drei Kommunen in Baden-Württemberg liefert den Beleg. Doch wer bezahlt den Umstieg? „Viele Kommunen können bestenfalls die laufenden Ausgaben decken und müssen priorisieren, was überhaupt gemacht wird“, sagt Hartmut Fischer, Projektleiter der Energy Watch Group, im Interview. „Deshalb haben wir ausschließlich rentable Lösungen erarbeitet.“ Die Ergebnisse sind beeindruckend: Ein sinnvoller Pfad für 100 Prozent erneuerbare Energien kann die jährlichen Energiekosten ihm zufolge um 75 Prozent und mehr senken. „Das Land Baden-Württemberg würde jedes Jahr etwa 15 Milliarden Euro einsparen“, sagt Fischer.

Idealerweise sollten wir bei jeder Klimaschutzmaßnahme belegen können, dass sie Geld bringt.
Dann kann man auch Klimawandelleugnern etwas entgegenhalten.
Und mit den Zusatzeinnahmen oder der Ersparnis kann man daran arbeiten, die Klimafolgen abzumildern.

D.h. nicht kopflos alles machen, was nach Klimaschutz klingt, sondern im Einzelfall klug entscheiden.