Weil ich niemandem zu nahe treten wollte.
Man kann es auch an zwei unterschiedlich intelligenten Menschen erklären.
Was ist schlecht an der folgenden Definition?
Weil ich niemandem zu nahe treten wollte.
Man kann es auch an zwei unterschiedlich intelligenten Menschen erklären.
Was ist schlecht an der folgenden Definition?
Ich fand mich intellektuell beleidigt ![]()
Die Wikidefinition ist nicht besser oder schlechter als alle anderen Definitionen, die ich bisher gelesen habe.
Sie definiert die Intelligenz als die kognitive Leistungsfähigkeit im Problemlösen. Jetzt habe ich den Begriff „Intelligenz“ durch den Begriff „Problemlösen“ ersetzt. Jetz muss ich nur noch definieren, was eine Problem und seine Lösung ist. Schaun wir in Wiki:
Problemlösen (Substantiv: Problemlösung) ist eine Schlüsselkompetenz von Personen, die darauf abzielt, erkannte Probleme durch intelligentes Handeln, durch bewusste Denkprozesse zu beseitigen.
Also zusammen: Intelligenz ist eine Fähigkeit irgend etwas (Problem) durch intelligentes Handeln (=Intelligenz) zu lösen.
Sieht mir schon sehr nach eine Zirkeldefinition (Tautologie) aus.
Oder einfach eine Konstruktion aus zwei lateinischen Wörtern.
Auf der Ebene des Gehirns kann man sie aber trotzdem beschreiben und vergleichen.
Man merkt es ja auch an sich selbst, ob man im Vergleich zu anderen bei gleicher Ausgangssituation schnell oder langsam oder gar nicht lernt und das Gelernte anwenden kann oder nicht.
Zum Vegleich zwischen KI und unserem organischen Nervensystem hatten wir im anderen Forum auch schon eine Menge geschrieben. Soll ich das heraus suchen und verlinken?
Danke, aber nicht nötig.
In der Form schon.
Das liegt daran, dass die Wiki-Definition von „Problemlösen“ nix taugt.
Ich würde zunächst ohne großes Forschen und Grübeln sagen, dass Intelligenz die Fähigkeit ist, Informationen zu suchen und sie dann so zu verknüpfen, dass sie helfen, ein Ziel zu erreichen.
Bei Dir heißt es „Problemlösen“, das meint mehr oder weniger dasselbe, wenn auch begrifflich etwas enger.
Die Wiki-Definition sagt nun, dass „Problemlösen“ eine „Kompetenz“ ist, und dann fängt der Zirkel an.
Richtigerweise ist „Problemlösen“ aber ein tatsächlicher Vorgang, keine Kompetenz (das wäre die Problemlösungskompetenz). Das Problem wird tatsächlich gelöst, eine Definition ist m.E. überflüssig.
Versteht man das so, gibt es keinen Zirkelschluss und die Intelligenz-Definition ist brauchbar.
Oder?
Das mag seinn, aber dann steht die Wiki-Definition von Intelligenz auf tönernen Füßen.
Du ersetzt also „Problem lösen“ durch „Ziel erreichen“. Das löst aber des Problem der Definition nicht.
Das ganze ist ein Spiel mit Worten, das die Fragen eher verschleiert als klärt. Wenn man versucht Intelligenz abstrakt zu definieren hat man die Wahl, die Definition so eng zu fassen, dass vieles, was man eigemtlich als intelligent bezeichnen würde, ausgeschlossen wird oder man fasst es soweit, dass alles darunter fällt.
Das Beste, was man machen kann, ist eine nicht-exklusive Aufzählung von intelligentem Verhalten.
man kann’s auch komplizierter machen als es ist.
Ob ich ein Ziel erreiche („5 kg abnehmen“), ist doch in der Realität feststellbar, das muss ich nicht definieren.
Wenn ich versuche, Dinge zu definieren, hinter denen keine abstrakte Ebene mehr liegt, scheitert die Definition, weil sie auf derselben Ebene stattfindet und deswegen in einer Tautologie endet.
Definiere „5 kg abnehmen“.
Die Körpermasse um 5000 g reduzieren? Tautologie.
Die Fähigkeit, Probleme zu lösen, ist für mich das wichtigste Ergebnis von Intelligenz. Dabei ist es unerheblich, auf welchem Wege die Lösung erfolgt. Frauen und Männer kommen bekanntlich auch häufig auf unterschiedlichen Wegen zum gleichen Ergebnis.
Spezialisierte KI für ganz bestimmte Problemstellungen wie Schach, Hautkrebserkennung etc. haben wir schon seit Jahren. Mit steigender Leistungsfähigkeit der Neurochips werden wir diese Speziallösungen irgendwann in einer einzigen KI bündeln können (sofern das überhaupt Sinn macht). Das würde sich schon ziemlich klug anfühlen.
Die nächste Stufe wäre dann eine KI, die auch völlig neuartige Probleme lösen kann, sofern irgendeine bekannte Analogie anwendbar ist.
Darum ging es doch gar nicht. Bitte noch mal genau lesen.
Diese Aussage verstehe ich wiederum nicht. Die Frage, zumindest für mich war doch, wie bzw ob man Intelligenz abstrakt, also nicht als eine notwendig unvollständige Auflistung, definieren kann. Ich versuche auch nicht eine konkretes Problem abstrakt zu definieren, das wäre Unsinn, sondern den Begriff Problem.
Wenn ich versuche, Intelligenz zu definieren über die die Fähigkeit Probleme zu lösen, muss ich doch auch definieren, was ich unter dem Begriff „Problem“ verstehe, und zwar auf einer abstrakten Ebene, sonst lande ich wieder bei einer konkreten Aufzählung. Wie zum Beispiel „5 Kilo abnehmen“. Übrigens ein schlechtes Beispiel, dazu braucht man wenig Intelligenz aber einen eisernen Willen ![]()
Die Neurochips haben nichts mit KI zu tun sondern dienen der Kopplung von Silizium-basierten Schaltungen mit (biologischen) Nervenzellen.
Stimmt, falscher Begriff. Ich meinte die Chips, die verwendet werden, um neuronale Netze zu implementieren. Wie heißen die?
Das sind die gleichen bzw. ähnliche Chips, wie sie auch in Grafikkarten verwendet werden, manchmal auch Tensor-Chips genannt. Die sind auf Matrixmultiplikationen spezialisiert. Das geht zwar auch mit jeder normalen CPU, aber bei Weitem nicht so schnell.
Intelligenz, was ist das? Manche Psychologen sagen lapidar: das, was ein Intelligenztest misst.
Das ist auf den zweiten Blick nicht so trivial, wenn man die Arbeiten berücksichtigt, die für die Testkonstruktion nötig sind. Das fängt an mit einem Konzept, zu dem es massenhaft Grundlagenforschung gibt, dann die Operationalisierung in bestimmten Messgrößen (Items), Faktorenstruktur, Reliabilität, Validität.
Die ersten Versuche der Intelligenzdiagnostik gab es 1904 in Frankreich im Bildungsbereich, um Förderbedarf festzustellen, und seitdem eine kontinuierliche Weiterentwicklung, sowohl beim Konzept als auch zB in Bezug auf verschiedene Probandenpopulationen. Heute hat man bei den gebräuchlichen Tests mehrere Dimensionen (zB sprachlich, logisch-abstrakt), die einen gemeinsamen Faktor (g-Faktor) zeigen. Und immer noch gibt es heftige Diskussionen darüber, wie man dieses Konzept am besten fasst.
Diese Konzepte für Intelligenz sind für Menschen ausgearbeitet. Schon auf nah verwandte Tiere sind sie schwer anwendbar, auf Computerprogramme eher noch schwerer bzw gar nicht. Unser Konzept von Intelligenz ist bei Menschen eng an Bewusstsein und das innere Erleben von Verständnis gekoppelt, und dabei spielen auch beim Denken die Rückmeldungen des Körpers eine zentrale Rolle. Da sich diese inneren Vorgänge schlecht messen lassen, sind Tests eine Annäherung an der sichtbaren Oberfläche.
Auch der Turingtest misst an der Oberfläche: Er kann nichts darüber aussagen, ob das Gegenüber, das die Antworten ausgibt, auch versteht, was es sagt, oder ob es ein stochastic parrot, ein Wahrscheinlichkeitspapagei ist. Wahrscheinlich werden die Antworten noch wesentlich besser, wenn objektive Datenbanken und Onlinesuche mit den Sprachprogrammen verknüpft werden, so dass sie weniger halluzinieren und Realitätsabgleiche besser ausfallen. Aber sie verstehen nicht, wenn man den menschlichen Maßstab eines inneren Erlebens anlegt.
Menschen erhalten Informationen darüber, was in anderen vorgeht, zB Verstehen, über Empathie und Mentalisieren. Beides braucht die Beteiligung des Körpers und seiner Rückmeldung, ist angeboren und wird über viele Jahre Sozialisation weiterentwickelt. Gegenüber Tieren oder Gegenständen kann unter bestimmten Voraussetzungen auch so etwas stattfinden. Das äußert sich als Anthropomorphismus. Diese Fähigkeit ist tief begründet und zeigt sich unbewusst und automatisch in vielen Situationen. Der Versuch, AI mit genereller Intelligenz zu schaffen, ist eng damit verknüpft.
Ich finde es erstaunlich, was diese Programme inzwischen können. Aber die Tendenz, AI zu vermenschlichen, halte ich für eine gefährliche Falle. Je besser die Programme werden, desto mehr wirken sie verständig, ohne es zu sein. In letzter Zeit habe ich viel zum Thema gelesen, und viele Berichte wimmelten nur so von Ausdrücken wie: Sie antwortete freundlich, wurde wütend, drohte mir, sie verstand mich, sie gab guten Rat, sie machte mir eine Liebeserklärung usw. Es sind aber die Menschen, die einer als wahrscheinlich zusammengesetzten Sprachfolge den Sinn geben.
Die Fülle an Wissen, Kommunikation, Emotionen und Kunst, die Menschen im Internet für andere Menschen verfügbar gemacht haben, wurde ohne deren Einwilligung benutzt, um eine Maschine damit zu trainieren, die Texte ausgibt, die Wissen, Kommunikation, Emotionen und Kunst vortäuschen. In meinen Augen auch eine Ausbeutung der Allmende, wie in der Geschichte bereits so oft. Es straft die Beteuerungen, zum Wohl der Menschheit zu handeln, Lügen.
Die Singularität, von der im Titel die Rede ist: Nach all dem, was ich gelesen und gelernt habe, kann ich mir immer noch nichts außer SciFi darunter vorstellen. Aber für die jetzt schon mächtigen Unternehmen, die an AI arbeiten, ist das hervorragendes Marketing. Aber mehr noch: Viele derer, die dort arbeiten, scheinen eine besondere Tendenz zu haben, die Maschinen zu vermenschlichen. Wenn Sam Altman, Chef von OpenAI, sagt, auch Menschen seien im Grunde nur stochastic parrots, so lässt das ein mangelndes Verständnis von menschlichem Denken, Fühlen und Erleben erkennen.
Ich denke, man sollte auf der Hut sein. Und viel Aufklärungsarbeit leisten.
Welcome back! ![]()
Die Washinton Post hat eine sehr Interessante Analyse über die Trainingsdaten der LLMs (Large Language Model). Sie haben untersucht, welche Webseiten genau verwendet wurden um Google’s C4 data set zu trainieren.
https://www.washingtonpost.com/technology/interactive/2023/ai-chatbot-learning/
Denn hinter den für alle erstaunlichen Fähigkeiten Dialog, Aufsätze und andere Texte zu generieren, werden jetzt zwei Fragen sehr wichtig:
Meiner Ansicht nach sollten diese Systeme für eine breitere Anwendung erst mal verboten werden, bis diese Fragen geklärt wurden.
Hier zeigt sich ein gravierendes Problem unserer Gesellschaft: Gewählte Politiker brauche meist Jahrzehnte bis Sie in eine Position mit Macht gelangen. Wie sollen solche Menschen, die gravierenden Auswirkungen dieser Systeme auf unsere Gesellschaft beurteilen können und die richtigen Entscheidungen treffen?
Hier noch ein wichtiger Beitrag zur Debatte:
Scheint doch ein grüner Reflex zu sein.
Wer diese Dinge in das Internet stellt, muss damit rechnen, dass sie von anderen gelesen und benutzt werden.
Jeder gute Schauspieler täuscht Emotionen vor. Was Kunst ist oder nicht ist wieder ein anderes Thema, ich denke gerade Kunst ist ein Bereich, der sehr überhöht wird und hier kann AI schon sehr erstaunliche Ergebnisse erzielen. Die es mit vielem, was als Kunst bezeichnet wird, durchaus aufnehmen können
Man muss aber diese System als das sehen was sie sind: System, die Textfragmente nach einem Sprachmodell aneinander reihen, ohne inhaltliche Prüfung. Das muss noch viel klarer kommuniziert werden, damit keine falschen Erwartungen geweckt werden.
Allen AI-Systemen, die nur auf Sprachmodellen basieren, fehlen Modelle, die die physische und soziale Welt abbilden. Sie können weder abstrahieren noch deduzieren. Beides Fähigkeiten, die die menschliche Intelligenz, neben dem lexikalischen Wissen, ausmachen. Sie können folgerichtig zu realen Problemstellung keine vertrauenswürdigen Aussagen machen.
oder auch nicht
sowohl in den USA als auch in GB haben die AI Forscher ein Moratorium verpasst bekommen.
Wenn die deutlich lascheren Gesetze dort das gebieten alles noch mal genau anzuschauen und bestimmte Dinge auszuschließen, sollten sich unsere Neuland Entdecker lieber nicht hinstellen und wieder einen Sonderweg versuchen.
Du meinst wahrscheinlich Moratorium. Die Forschung its auch in den USA und GB unabhängig und unterliegt nicht staatlicher Kontrolle, außer bei staatlichen Förderungsmaßnahmen.
Wer soll das sein und welcher Sonderweg?