ich habe das hier gefunden
Da wird aber nicht die Tatsache gefeiert, dass die Leute behindert sind, sondern die Leistungen, die sie trotz ihrer Behinderungen erbringen.
Entscheidender Unterschied!
ich habe das hier gefunden
Da wird aber nicht die Tatsache gefeiert, dass die Leute behindert sind, sondern die Leistungen, die sie trotz ihrer Behinderungen erbringen.
Entscheidender Unterschied!
Das ist spekulativ, und dient nur dazu, die Proteste in diesem Falle hervorzuheben. Die Ausgangssituation in Wackersdorf war nicht anders als die in Brockdorf - Waren die massiven Proteste im Bockdorf also alles „Selbstfindungsstörungen“ und die in Wackersdorf nicht? Und wenn man so wie ich an beidem teilgenommen hat (wobei ich zugegeben in Brockdorf nur einmal war) - was waren meine Motive im einen und im anderen Fall (verschieden - oder doch gleich)?
Es ist ein Unterschied, ob ich Verzweiflung gegenüber den äußeren Umständen empfinde - oder auf einer verzweilfeten inneren Suche bin - im einen Fall finde ich vielleicht keine effektivere Methode - im anderne Fall habe ich eine Selbstfindungsstörung…
Darin besteht für ich auch der Unterschied, wenn ich betimmte Personen exemplarisch und nicht repräsentativ hervor gehoben habe, an dennen ich das festmache.
Das ist sicher richtig - es ist ein Unterschied, ob man - gerade als Gesellschaft - instrumentalisiert, um gerade vor der eigenen Verantwortung geschickt abzulenken (und dadurch erst gar nicht den Versuch unternimmt, dem nachzeifern - nach dem Motto: Ist ohnehin nicht erreichbar) - oder ob man das tatsächlich zu einem Vorbild macht, dem dann auch aktiv folgt - ein Vorbild dem man nicht nacheifert, ist im Grunde gar kein Vorbild, sondern hat eine Alibifunktion ![]()
Wenn es um Effizienz geht, hast Du wohl recht - ist das hier aber das schlagende Kritirium? ich glaube, nicht.
Das ist vielleicht in der Rückschau ein Kriterium, weil man inzwischen weiß, welche Ansätze erfolgreich waren und welche nicht.
Ein gutes Beispiel ist hier Oskar Schindler mit seiner Form des Widerstandes - was hätten wir über ihn geagt, wenn zu irgend einem Zeitpunkt die Gestapo und/oder die SS ihm drauf gekommen wäre, und ihn und seine gesamte Belegschaft im KZ vergast hätten?
Dann hätten wir vermutlich auch in seinem Fall gesagt, dass das ein untauglicher Versuch der verzweifelten Selbstfindung eines Unternehmers gewesen ist…
Es ist immer einfach, das funktionierende vom gescheiterten in der Rückschau zu separieren.
Umgekehrt: Wenn die Geschwister Scholl unentdeckt geblieben und später gegen Kriegsende dem Widerstand einen größeren Schub gegeben hätten, wären sie vielleicht Friedensnobelpreisträger geworden… An der Frage, ob und in wieweit eine verzweifelte Selbstfindung trotzdem (oder auch nicht) stattgefunden hat, hätte sich dadurch nichts geändert - aber unsere Sicht auf die Dinge wäre eine andere.
Genauso wie der vermeintliche Unterschied zwischen den Brockdorf- und dem Wackersdorfdemonstranten…
Wackersdorf musst du vergleichen mit Gorleben (WAA), nicht mit Brokdorf (AKW).
Beide Proteste waren erfolgreich.
Da hast Du natürlich völlig recht … und mit dem Fragezeichen (vielleicht hätte ich 3 ??? setzen sollen) wollte ich dezent andeuten, dass sich hier eine Verallgemeinerung verbietet.
Die von dir genannten Namen stehen bei mir selbstverständlich auf der Liste moralischer Vorbilder und ich bin mir der Tatsache bewusst, dass solche ‚Leuchttürme‘ für das gesellschaftliche Miteinander unverzichtbar sind… umso mehr, als in der gegenwärtigen medialen Kakophonie, in der jeder selbsternannte Welterklärer, Influencer, Blogger, X-Schreihals, moralfreie Selbstvermarkter und Ideologe dazu beiträgt, demokratische Diskurse zu sabotieren und Desorientierung zu fördern.
Dass ich auf 'moralische (Selbst-)‚Überhöhung‘ ein bischen allergisch reagiere liegt vielleicht daran, dass ich den letzten Jahrzehnten zu oft erfahren durfte, dass politische Positionen dadurch als unangreifbar imprägniert werden sollten, dass Kritik an ihnen als unmoralisch abqualifiziert wird.
Beispiele:
Flüchtlingspolitik: z.T. wurde jegliche Diskussion zu Begrenzungen sofort mit moralisch aufgeladen Vokabeln (unsolidarisch, unmenschlich, rassistisch) erstickt: ad hominem und ad personam. Bei ‚Grüns‘ praktisch unverhandelbar.
Umgekehrt wurden Befürworter einer offenen Flüchtlingspolitik von Kritikern ebenfalls moralisch etikettiert („Gutmenschen“).
Die Moralisierung fand also auf beiden Seiten statt.
Klimapolitik:
Kritik an ambitionierten Klimaschutzmaßnahmen wurde nicht nur auf ökonomisch/technischer Ebene verhandelt… es kam oft genug der Vorwurf, man ‚versündige‘ sich an künftigen Generationen. O.k., die Titulierung von Klimaschützer als ‚Klimahysteriker‘ oder ‚Weltuntergangspropheten‘ ist auch nicht besser,.
Corona:
Schlimmstes Beispiel im Kampf zwischen ‚moralgetriebenen‘ Positionen und den Versuchen ‚rational‘ zu agieren.
Die häufigsten Vokabeln: „unsolidarisch“, „egoistisch“, „Gefährdung anderer“ versus „autoritär“
und „freiheitsfeindlich“. Die Debatte wurde durch moralische Zuschreibungen geprägt, wissenschaftliche und juristische Argumente wurde dadurch oft überlagert.
Zugeben, unser normaler Politikbetrieb war mit der Lage überfordert: personell, intellektuell, strukturell.
Gendern und Identitätspolitik: Wer das Gendern ablehnt, wird als diskriminierend oder unsensibel gegenüber Minderheiten etikettiert (Moralkeule), während Befürworter keine Hemmungen haben, selber moralisierend oder bevormundend aufzutreten, egal was praktische Argumente und Sprachwissenschaft sagen.
Energiewende/Kernenergie:
Nach Fukushima wurde Kernenergie teilweise nicht mehr nur anhand von Risikoabwägungen diskutiert (Fukushima war primär kein nukleartechnisches Unglück), sondern auch als grundsätzlich ethisch unverantwortlich dargestellt („verantwortungslos gegenüber kommenden Generationen“).
Vielleicht neige ich als gelernter Naturwissenschaftler auch zu einer eher ‚unterkühlten‘ Herangehensweise an Themen, die moralisch aufgeladen werden können.
Sorry, ich bin jetzt irgendwie off topic
„wie man es gut meinen und trotzdem versauen kann“ ist die Überschrift.
Da ist Effizienz das wichtigste Kriterium, weil es darüber entscheidet, ob man es „versaut“ hat oder nicht.
xxxxxxxxxxxx
sag ich ja
Von den jetzt 80 Mio. Deutschen würden keine 0,01 % den Scholls in dem Sinne nacheifern, dass sie sich für eine politische Aktion erschießen lassen würden.
Das ist schwer, wenn Du im Uni-Gebäude vor Publikum aus großer Höhe Flugblätter in den Lichthof abwirfst.
Am 18. Februar legten die Geschwister die Flugblätter in der Universität aus. Zuletzt stieß Sophie Scholl von einem oberen Stockwerk aus einen Stapel Flugblätter in den Lichthof. Der Pedell Jakob Schmid beobachtete die Szene und hielt die Geschwister Scholl fest. Die Aktion endete mit der Verhaftung der Geschwister Scholl durch die Gestapo.
Diese öffentliche Aktion ist für mich nur als Ausdruck von Verzweiflung zu verstehen.
Das ist eine Art Selbstmord mit Ansage.
hätte er sich öffentlich zu seinem Tun bekannt, wäre er vermutlich auch umgebracht worden.
Außerdem waren seine Aktionen auf ein konkretes Ziel gerichtet: seine Mitarbeiter zu retten. Das konnte auch in der Vorausschau zumindest teilweise gelingen, denke ich.
Auf welches konkrete Ziel war die Scholl´schen Flugblätter gerichtet? Ich kann da nichts erkennen.
Es waren Verzweiflungstaten einiger junger, idealistischer, mutiger Menschen.
Zur Motivlage Scholls:
, dass Hans Scholl bereits zwischen dem 12. und dem 14. Februar auf die Idee kam, einen großen Teil der Auflage des Flugblatts in der Universität auszulegen. Als er seiner Schwester das Vorhaben mitteilte, habe Sophie Scholl darauf bestanden, dabei mitzumachen, weil sie sich als Widerstandskämpferin auszeichnen wollte
Lass uns lieber mit dem Thema Scholl aufhören, das Nachdenken darüber zerstört das positive Bild, das ich von ihnen hatte ![]()
ja, die Wahrnehmung solcher Menschen als moralische Leuchttürme hat eine Funktion.
Aber waren die wirklich solche Lichtgestalten? darauf kommt es vielleicht gar nicht an.
Vielleicht war Sophie Scholl wie die heutigen Klimakleber: realitätsferne Idealisten, die sich für aussichtlose Aktionen einsperren lassen? nur dass sie erschossen wurde.
Vielleicht hat sie die Empfänger ihrer Flugblatt-Schreiben damit in Gefahr gebracht und deren Tod oder Verhaftung verursacht?
Oder nehmen wir Stauffenberg:
auch ein Held und Leuchtturm.
Der stand dem Gedankengut der Nazis aber grds. positiv gegenüber.
Vor der Reichspräsidentenwahl im April 1932 sprach sich Stauffenberg für Hitler und gegen den konservativen Amtsinhaber Paul von Hindenburg aus, da er im politischen Denken zahlreiche Gemeinsamkeiten sah:
„Der Gedanke des Führertums […] verbunden mit dem einer Volksgemeinschaft, der Grundsatz ‚Gemeinnutz geht vor Eigennutz‘ und der Kampf gegen die Korruption, der Kampf gegen den Geist der Großstädte, der Rassengedanke und der Wille zu einer neuen deutschbestimmten Rechtsordnung erscheinen uns gesund und zukunftsträchtig.“
– Claus Schenk Graf von Stauffenberg[26]
Dennoch erfasste die nationale Aufbruchstimmung des Jahres 1933 auch Stauffenberg,[27] der die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler und die anschließende Gleichschaltung ausdrücklich begrüßte.[25] Ein Brief an Stefan George aus dem Juni 1933 verrät eine aristokratische Gesinnung und zeigt zugleich, dass er die „nationale Erhebung“ durchaus positiv sah.[28]
Innerlich stand Stauffenberg auch Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg sehr nahe, der ein möglichst breites Netzwerk der Verschwörung schrittweise ausbaute. Im Juli 1944 traf der engere Verschwörerkreis in Berlin-Wannsee im Haus Bertholds zusammen. Sie legten einen von Rudolf Fahrner und Berthold entworfenen Eid ab, in dem sie sich auf ein gemeinsames Handeln nach dem Staatsstreich, selbst im Falle der Besetzung Deutschlands, verpflichteten.
„Wir bekennen uns im Geist und in der Tat zu den großen Überlieferungen unseres Volkes, die durch die Verschmelzung hellenischer und christlicher Ursprünge in germanischem Wesen das abendländische Menschentum schufen. Wir wollen eine Neue Ordnung, die alle Deutschen zu Trägern des Staates macht und ihnen Recht und Gerechtigkeit verbürgt, verachten aber die Gleichheitslüge und fordern die Anerkennung der naturgegebenen Ränge. Wir wollen ein Volk, das in der Erde der Heimat verwurzelt den natürlichen Mächten nahebleibt, das im Wirken in den gegebenen Lebenskreisen sein Glück und sein Genüge findet und in freiem Stolze die niederen Triebe des Neides und der Mißgunst überwindet.“
– Claus Schenk Graf von Stauffenberg[77]
Wegen dieser elitären, als „antidemokratisch“ und „nationalistisch“ interpretierten Haltung, die bis in die Formulierungen hinein dem Denken des George-Kreises verpflichtet war,[78] glaubt der britische Historiker Richard J. Evans, dass von Stauffenberg an zukunftsweisendem politischen Gedankengut „nichts zu bieten“ hatte. „Als Vorbild für künftige Generationen“ sei er „schlecht geeignet“.[79]
Viele Denkmäler stehen auf tönernen Füßen.
Das ist das eine - das andere ist, dass in Zeiten wie diesen diese Vergleiche mit diesen „exremen“ Vorbildern allesamt hinken - (fast) keiner von uns hat sich je in solch existenziellen Bedrohungsszenarien befunden. Und wer am Zaun in Wackersdorf meint, sich in seinem Heldenmut mit Sophie Scholl vergleichen zu müssen und sich wie ein Held zu fühlen (Wasserwerfer hin oder her, die durchaus weh tun können), der hat in der Tat wahrscheinlich ein Identitätsproblem (was nicht bedeutet, dass ich - zumindest als Jugendlicher - nicht dieser Liebe zum Selbstbetrug auch aufgesessen bin ![]()
Staufenberg sehe ich gar nicht als Vorbild - er hat, weil ihm klar wurde, dass der Krieg verloren war und deswegen die Menschen sinnlos sterben, die weiter kämpfen, diesen Weg gewählt, weil ihm ebenfalls klar wurde, dass eine Beendigung des Krieges mit einem noch lebenden Hitler unmöglich gewesen wäre - das war Kalkül zur Schadensbegrenzung, und wenn man sich das Attentat vom 20ten Juli ansieht, so hat er damit einfach Pech gehabt, da Hitler das Attentat nicht überlebt hätte, wäre das Meeting nicht kurzfristig vom Bunker in eine Baracke verlegt worden. Man kann ihm zumindest in der Planung gar keine mangelde Effektivität vorwerfen
Er mag als Vorgesetzter ein Vorbild gewesen sein - als „Widerstandskämpfer“ taugt er nichts.
Was vieleicht wirklich mal interessant wäre (Thema des Monats), wäre die Beleuchtung der Frage, inwieweit vieler unserer Handlungs-Motivationen nicht „realitätsfern“ sind in Bezug auf Effizienz und innerer Konsistenz sind. Ich könnte mir vorstellen, das nur wenige unserer Taten wirklich aus Effizienzgründen passieren. Dafür hat unsere Emotio (mich eingeschlossen
viel zu viel Einfluss auf uns selbst; es gibt neurologische Studien, die den Verdacht nahelegen, dass viele Entscheidungen in älteren Teilen des Hirns längst getroffen wurden, bevor sich das Großhirn dafür eine (rationale?!) Begründung dafür ausdenkt.
Ich habe in irgend einem Buch etwas darüber gelesen, dass Probanden die Aufgabe bekamen, irgend wann in den nächsten paar Minuten spontan einen beliebigen Finger ihrer Hand bewusst zu heben (Libet-Experiment). An Hand des CT’s konnten die Studiendurchführenden (neurologisch) „lange“ vor der bewussten Entscheidung vorhersagen, dass es nun so weit ist. Das stellt natürlich die Ratio nicht als solche infrage stellen - es zeigt aber, dass uns unser Gehirn evtl. bei der ein oder anderen Entscheidung nur vorgauckelt, selbstbewusst zu entscheiden, obwohl das unterbewusst geschieht und sich das Großhirn nur noch nachgelagert eine vordatierte Begründung „ausdenkt“.
Um zum Thema zurück zu kehren: Ich halte es für notwendig, gesellschaftliche Schieflagen (auch kleinerer Art) zu thematisieren (wobei mir viele Formate, die dafür genutzt werden, nicht wirklich gefallen, da sie entweder viel zu plakativ überspitzt an die Mann, Frau, Trans etc. gebracht werden, womit der Sache gar nicht wirklich gedient ist).
Ich halte es für ich persönlich aber für chancenlos, im Vorfeld von Aktivitäten etwas über den Erfolg zu prognostizieren, und auch für nur ganz wenig Veranstalltungen für zielführend, vorher dazu Studien einzuholen oder Eventmanager zu beauftragen, ein Design zu wählen, das effizienter ist.
Die Frage, ob unsere Entscheidungen, ob und wie wir uns solchen Themen nähern, wird ebenfalls als rationale Entscheidung wahrscheinlich überschätzt - wir sollten daher vor allem anderen nicht permanent vorwerfen, sie seien ediglich aus Selbstüberhöhung oder einer indentitätskrise heraus realititäsfern motiviert (selbst dann, wenn das objektiv im Resultat stimmt). Denn es ist klar, dass jeder mehr oder weniger in einer selbstgebastelten Blase durchs Leben schweb, das jeder von uns auf seine individuelle Lebenssituation zugeshcnitten hat - wenn aber die eigene Lösung" oft nicht auf andere übertragbr ist, so sollten wir das anderen nicht vorwerfen.
Freilich müssen wir, wenn es um demokratisch legitimierte Entscheidungen geht, unsere Blasen diesbezüglich möglichst (in der Mehrheit) so weit synchronisieren, dass es zu tragfähigen Kompromissen kommen kann.
ich will mal zurück zum Anfang und zum eigentlichen Thema:
so, jetzt schaut Euch dieses Video an (ohne Ton, das Gelaber ist blöde)
und sagt mir, wie Ihr dem Durchschnittswähler nahebringt, dass die Grünen solche Aufzüge super finden und unterstützen, und dass er/sie sie wählen soll.
Männer mit Schnuller und Windeln
Männer in Baby-Schlafanzügen
Männer in Hundemasken
na ja, seht selber …
Geht Ihr da mit Euren Enkeln hin und sagt denen, dass das alles nicht nur völlig normal, sondern auch feiernswert und bewunderungswürdig ist?
Ja, ich teile weitgehend Deine Meinung (@lawandorder ). Für mich sind die CSD-Paraden reiner (für mich zum großen Teil abstoßender) Klamauk..
Es geht darum, Party zu machen, und um den Genuss, etwas Provokantes zu tun. Öffentlich ausgelebte Sexualität ist hierfür hervorragende geeignet.
Dass es heute noch um eine politische Botschaft geht, bezweifle ich. Millionen strömen nicht – als Zuschauer! - zu den CSD-Umzügen, weil sie politisch etwas vermitteln wollen, sondern weil die CSD-Veranstaltungen tolle Partys sind.
Zudem, im Publikum hat wieder ein Generationswechsel stattgefunden und die neue Generation möchte natürlich nicht so feiern wie die Altvorderen taten. Die standen auf Techno und gingen zur Loveparade. Beides ist heute nicht mehr so richtig cool.
In diese Marktlücke ist CSD gestoßen. Die Moden ändern sich halt.
Disco-Feaver → Techno, Loveparade → CSD…(What comes next ?).
The Show must go on !
Ist das alles hedonistischer Klamauk? Ich denke schon! Politisch war die Angelegenheit für ganz kurze Zeit, ganz zu Beginn.
Und die Grünen: Bei den Grünen gibt es halt viele junge Leute. Nur darf man da nicht hinausposaunen, dass man irgendwas nur wegen der Party macht. Da muss schon eine politische Begründung her - eine Story.
Und wenn man ein Thema, das schon bespielt wird, sichtbar besetzen will, klapp das besonder sgut, wenn man krass überzieht.
Überziehen garantiert Sichtbarkeit!
Das ist Marketing!
Die Kunstfigur Tessa Ganser, der Trans(frauen)-Klamauk und dei Eigenvermarkterin Jette Nietzard sind da gute Beispiele.
Aber es eben auch schlechtes Marketing, weil es viel zu kurz greift und viele kopfschüttelnd zurücklässt und sogar abstößt, auf deren Unterstützung man als Partei angewiesen ist.
Bei der guten Jette ist der Versuch jedenfall arg in die Hose gegangen und auch von Tessa wir man bald auch nicht mehr hören.
Da gab es ganz andere Gründe (La Hague, Tod von Strauß).
Außerdem habe ich nicht behauptet, dass es nichts geholfen hätte, ich habe nur behauptet, dass es den Demonstranten nicht in erster Linie um einen Erfolg ging:
Ich fürchte, die sind (fast) alle bei den Linken.
wo sind die CSD-Fans ??
Auch wenn ich auf den Münchner CSD’S so was noch nicht in der beschriebenen Form wahrgenommen habe (selektive Wahrnehmung - wer weiß?!), bin ich aufgrund des oben gesagten dabei, meine Position zum CSD zu überdenken - ich falle also gerade leider aus, um dazu etwas zu sagen ![]()
das ehrt Dich.
umgekehrt muss ich natürlich sagen, dass ich nicht weiß, woher diese Aufnahmen stammen.
Es sieht für mich aber wie eine Szene aus, die von einem CSD stammt oder stammen könnte.
M.E. kommt es darauf aber letztendlich nicht an.
Die Frage ist, ob zB die Grünen solche Paraden gutheißen, unterstützen oder feiern, oder nicht. Und da bin ich leider ziemlich sicher, dass sie das tun würden.
Wegen „bunter Vielfalt“ und anderer hohler Schlagworte.
Naja, auf dem letzten Münchner CSD ist der grüne Oberbürgermeister mitgelaufen - lange Zeit (ich weiß gar nicht, wie es dieses Jahr war) hatten die Grünen einen eigenen Wagen - weswegen ich immer im Konflikt stand, ob ich bei den Grünen oder meiner Firma mitalufen sollte
, woraus ich schließe, dass sie das aktiv unterstützen (zumindest hier in München).
im Grds. ist das klar,
aber auch wenn
mitlaufen ??
Was sagt denn Dein OV/KV dazu?
Ich stelle mir gerade Dich mit Schnuller und Windeln vor. ![]()
Jeder ist für sich selbst verantwortlich und macht sich selbst zum Affen.
Im Karneval finde ich auch so einige Kostüme überirdisch.
Von welcher Quelle hast Du eigentlich dieses Video? Interessant ist der Wimpel im Hintergrund des Redners.
Vor allem, wenn man aus der Masse eine gewisse Minderheit filmt.
keine Ahnung. habe niemanden gefragt, da beschäftigen wir uns zu 99% mit Kommunalpolitik.
ich vermute, die würden sich dafür wenig interessieren.
… oder bei der AfD. Diese traurige Wahrheit sollte man nicht unterschlagen. Und letzteres hat auch damit zu tun, dass die jungen Leute heute viel unpolitischer sind also damals zur Zeit Demos gegen den Bau von Atomkraftwerken und die Nachrüstung. Da hat sich sehr viel verändert. Man will sich nicht mehr mit komplexen Themen befassen. Man ist egoistischer, man studiert massenhaft BWL/VWL oder geht zu ein high ranking Business School und saugt sich dort mit Neoklassik voll, schaut aufs Materielle und - ja - ist hedonistischer. Das alles das führt dazu, dass die Grünen bei den jungen Leuten nicht wirklich ankommen – außer bei denen, die bei den Grünen Karrierechancen sehen. Grünes Klientel sind - man mag’s vielleicht nicht hören – die besserverdienende Staatsdiener, Leute aus dem Kulturbetrieb, wenn man so an bessere Posten/Engagements kommt, und die Älteren, die der Partei aus Sentimentalität die Treue halten und weil sie bei allem Scheiß, der bei den Grünen so verzapft wird und trotz aller Heuchelei und Pöstchenkungellei keine brauchbare Alternative sehen.
Ich gehöre zu dieser Gruppe und finden das alles zu Kotzen! ![]()
Puh, da steht mir noch einiges an Karriere bevor…
wenn ich das so lese, stelle ich fest: mir geht´s zunehmend ähnlich.
Etliche der grünen Leitsätze und Grundüberzeugungen erweisen sich als hohl, wenn man sich näher damit auseinandersetzt, insb. im gesellschaftspolitischen Bereich und dort wiederum -wie geschrieben- insb. bei allem, was mit dem Geschlecht zu tun hat.
Das Argumentationsniveau gerade der eifrigsten Anhänger ist zT erschreckend, wie man auch hier erleben kann.
Zum Kotzen finde ich das alles noch nicht, aber meine Begeisterung lässt stetig nach.
Aus Mangel an Alternativen bleibe ich also b.a.W. dabei, und hoffe, dass die Realos Einfluss gewinnen und zunehmend Wähler aus der Mitte bei den Grünen mitmachen.