Freuen wir uns für die 28.364 Personen, dass es nun so einfach gemacht wurde. Aber wir sollten nicht vergessen, dass das keine großen Massen sind.
28.364 Menschen, die den Mut hatten und sich trauten.
zum Standesamt zu gehen und die Umschreibung zu beantragen. Ich persönlich sehe eine Geschlechtsdysphorie als ähnlich tragisch (oder normal) an, wie wenn man genetisch bedingt gehörlos oder blind oder mit einer anderen Genveränderung zur Welt kommt oder erst später an irgendetwas erkrankt.
Es ist kein Grund, einem Menschen die Menschenwürde abzusprechen oder sie sinnlos mit Formalien und Diskriminierungen zu quälen.
Aber - es ist in meinen Augen auch kein Grund, dies als Nichtbetroffener überschwänglich zu feiern.
Wie oben schon mal geschrieben wurde - ich glaube, es gibt wesentlich mehr Leute mit Behinderungen als Trans-Personen und die feiern wir auch nicht ständig ( wie den CSD).
(Grafik gemeinfrei: https://kobinet-nachrichten.org/)
Warum eigendlich nicht? Dürfen die nicht stolz darauf sein, dass sie trotz Behinderung durch ihre Umgebung nicht verzweifeln? Haben die nicht auch eine Riesen „Pride-Parade“ mit Party verdient?
(Ich grummel grad vor mich hin, dass ich unseren Kreisverband bei jedem Wahlkampf erneut darauf hinweisen muss, auch einen Flyer in einfacher Sprache und in gut lesbaren Großbuchstaben zu drucken … Geld für Regenbogenfahnen und CSD-Flyer gibts dagegen immer)
nur darum geht es.
Niemand hier will den LGBTQ+ usw irgendwas wegnehmen, schon gar nicht ihre Rechte.
Aber es gibt keinen Grund, sie auf einen Sockel zu stellen und zu feiern.
Die „Gleichberechtigung“ wird bis zu einem Punkt ge- und übertrieben, dass sie auf viele peinlichund abstoßend wirkt. Das dreht die grds. Zustimmung dann zT in Ablehnung um.
Und das schadet allen, auch denen, die man damit zu schützen oder zu „feiern“ meint.
Natürlich nicht.
Denn da wären ja auch (Hetero)Männer dabei.
Und sogar alte weiße böse Männer wie ich ![]()
Ich sags nochmal: das Verhältnis der Grünen zu allem Geschlechtlichen ist ein Abgrund von Doppelmoral und Heuchlerei, wie das Verhältnis der Kirche zur Sexualität ihres Personals.
Aber die Leute haben sich so verrannt, dass sie das nicht mehr erkennen können.
Die Kirche wacht aber langsam auf ![]()
Bei den Grünen kann ich das noch nicht erkennen.
Nun, das ist ja sehr viel „Insiderwissen“. Vielleicht magst du mal den unangemeldeten, anonymen Lesern deines Beitrages erklären, wie du zu diesen Behauptungen kommst.
kannste Dir nicht ausdenken …
Ein Gedächtnis, das nicht von hier bis zum Gartenzaun reicht.
und das
wäre das Eingeständnis, dass der BuVo das Forum wegen unliebsamer Kritik am SelbstBestG geschlossen hat.
Was für ein erbärmliches Zeugnis gäbe das ab.
Aber ob das wirklich so war?
Keine Ahnung.
Am Ende ist es wieder nur das übliche gedanken- und zusammenhanglose Geschwätz, das wir kennen und lieben.
Um zum Thema zurückzukehren:
Ein interessante Diskussion mit 6 Telnehmern über für und wider der „Pride Monate“. Drei dafür und drei dagegen vom ZDFunbubble. Leute aus der LTBTQ Szene!
Einer meinte genau dasselbe wie ich: alles nur noch Party und keiner weiß mehr genau, warum.
Interessant: Eine Frau (XX - menstruierend und gebärfähig) gegen fünf Männer (XY). Die Transfrau und die Drag-Queen werden wohl als weiblich gezählt. Warum ist da kein Transmann zur Abwechslung? Und gibt es auch Drag-Kings?
40 Min.
Na und! Du wirst es nicht glauben, aber Kinder gehen mit diesem Thema bedeutend unkomplizierter und undramitischer um wie so mancher konservativer und verklemmter Erwachsener, wenn man dies vernünftig vermittelt.
Ich sehe dies sogar in meiner eigenen Familie.
Das gilt durchaus nicht für alle. Dazu mein Beitrag oben.
Ach ja, wie kann das sein und was läuft da offensichtlich falsch?
Es geht mir nicht darum, dass angeblich ein nackter Penis in der Öffentlichkeit auf Veranstaltungen bzw. Demos gezeigt wird, auch Kindern sollte ein gewisser Anstand vermittelt werden.
ich bin heute sehr überrascht worden von diesem YT Beitrag:
Ausgerechnet Ole Nymeon erklärt sehr hellsichtig, wie große Teile der Linken ticken.
Am Beispiel der Erfurter „Widersetzen“-Proteste gegen den AfD-Parteitag erklärt er, dass viele Linke sich unerreichbare Ziele setzten und notwendigerweise scheitern, dass ihnen das aber relativ egal ist, weil es ihnen mehr um eine Art Selbsttherapie geht als um reale Veränderungen (das ist meine Wortwahl, lest oder hört selbst).
Diesen Effekt sehe ich auch bei den CSDs und der ganzen grünen Geschlechterpolitik und ähnlichen Übertreibungen (und auch hier im Forum verströmen einige diese Haltung).
Es geht nicht um Änderungen im echten Leben, sondern um die Befriedigung eines persönlichen psychologischen Bedürfnisses (Nyemon spricht von coping).
Man will gut sein, nicht untätig bleiben, Flagge zeigen für die gute Sache usw.
Aber man bewirkt nix und schadet häufig der guten Sache (wie zB auch die Klimakleber, oder die Leute, die die „Mohrenapotheke“ umbenennen wollen).
Ich bin extrem positiv überrascht, dass Nymeon das so klar sieht und kritisiert.
YT Transkript:
"Habe ich sowas eigentlich
9:43
schon mal erlebt, dass eine linke Agitation zu so einem Zweck wirklich Erfolg hatte? Nee. Und trotzdem sagen immer alle, es war ein großer Erfolg.
9:50
> Und da glaube ich, das liegt daran, dass viele dieser Leute Praxis als so ein Selbstzweck betrachten. Ja, ist einfach gut etwas gemacht zu haben, hauptsache
> 9:58
> was getan, Hauptsache nicht untätig geblieben, Hauptsache mit anderen zusammengekommen. Dann würde ich aber doch, und das meine ich jetzt gar nicht böse, aber würde ich jetzt einfach mal
> 10:06
> sagen, vielleicht geht’s da dann am Ende gar nicht um den politischen Zweck, sondern um einen selbst, dass man sagt, ich bin verzweifelt, ich verzweifle an
> 10:15
> dieser schrecklichen Welt, in der ich lebe, voller Rassisten bis hin zu Nazis, meinetwegen auch in der AfD und so. Das das verzweifelt mich und deshalb muss
> 10:23
> ich irgendwas tun und immerhin hat man sich da mit anderen vereint, war zusammen demonstrieren und so weiter und die Frage, was daraus eigentlich folgt,
> 10:30
**> die ist dann fast nebensächlich und so geht es bei ganz ganz vielen ihr Leben lang. **
> Da würde ich sagen, das hat dann eher was von einem Coping Mechanism als
> 10:39
> von einer wirklichen politischen Aktion und ich kann sehr gut verstehen, warum man das braucht, also warum man so copen will. Also ich habe da voll Sympathie
10:47
für. Ich verzweifel auch jeden Tag an dieser Welt. Also, ich saß jetzt auch letzte Woche, als diese Reformen angekündigt wurden zu Hause und ich war
10:53
so wütend und fassungslos und wusste auch nicht wohin mit mir. Nur befürchte ich, dass diese Art des äh der Politik,
11:03
wo man eigentlich sagt, Hauptsache irgendwas gemacht, selbst wenn es am Ende auch gar nicht auf irgendwas praktisches hinausläuft, auf irgendeine praktische Konsequenz, das kann es
11:10
irgendwie auch nicht sein. Das ist ein sehr, sehr wichtiger Hinweis, denn wir haben diesen Aktionismus, der zunächst
11:19
einmal auch unglaublich ja statthaft ist, deshalb weil es moralisch geboten ist, man kann doch nicht einfach nichts
11:27
tun.…
13:08
Die wollen immerhin die Machtergreifung einer Partei verhindern, die dem nächsten Drittel der Stimmen auf sich vereinen könnte. Notfalls auch gegen den
13:15
demokratischen Bild der also eines großen Teils der Bevölkerung. Das heißt, die haben wirklich ein die sagen wirklich, wir wollen an die staatliche Macht ran im implizit.
…
Also, das wäre sinnvoller Aktivismus, der aber seine Grenzen hat, nämlich genau die, die du jetzt
13:48
aufgezeigt hast, dort, wo man glaubt, man könne jetzt die staatliche Macht bzw. Weise auch die demokratische Macht
13:55
gleichzeitig unterminieren und könnte sagen, wir blockieren einen Parteitag.
13:59
Die AfD ist ja bekanntermaßen nicht verboten. Man kann darüber diskutieren, ob das Verbot jetzt dringend kommen
14:07
sollte. Jedenfalls ist sie jetzt de facto nicht verboten. Sie ist also berechtigt, Parteitage abzuhalten und
14:16
genau deshalb ist das ja ein von Anfang an aussichtsloses Unterfangen. Also auch wenn dort 100.000 1000 Leute oder
> 14:24
> 200.000 Leute gewesen wäre, dann wäre möglicherweise der Parteitag später angefangen oder man hätte irgendwelche
> 14:31
> Szenarien Plan B, C oder D genutzt, um einen Parteitag stattfinden zu lassen.
14:37
Aber die staatliche Macht setzt ja dann durch, dass dieser Parteitag stattfinden kann. Das ist auch bislang die Aufgabe,
14:46
da wir es nicht mit einer verbotenen Partei zu tun hätten, wäre die AfD verboten, würde sowieso die Polizei einschreiten und würde sagen: „Nein,
14:54
hier nicht, das geht nicht.“ Das Wenn man das aber doch weiß, dann frage ich mich, warum gibt man das
> 15:02
> überhaupt als Ziel aus? Also, das ist ja für mich nicht, also ich bin ja doch ein Mensch, der eine gewisse Logik liebt.
…
15:19
Und zwar glaube ich schon, dass da an vielen Stellen ein falsches Verständnis ist von der Demokratie, äh vom von der
15:27
Reichweite des eigenen Engagements in der Demokratie und so weiter und dass man dann auf einmal verbittert aufwacht und merkt, ach du grüne Neune, jetzt bin
15:34
ich ja schon wieder gescheitert und ich weiß gar nicht warum. So, das ist jetzt alles sehr abstrakt gesprochen, aber ich mache es mal konkret. Ich glaube, dass
15:42
bei den Leuten von Widersetzen schon in dem theoretischen Denken so viele Fehler sind, dass dieses praktische Scheitern
> 15:50
> daraus logisch folgen muss.
Das war bei den Friedensdemos und Anti-AKW-Demos auch nicht anders. Ein Event. Man nannte es damals auch Happening. Es hat Spaß gemacht dabei zu sein, man hat viele Gleichgesinnte getroffen, hat vielleicht sogar seinen zukünftigen Lebenspartner kennengelernt und vieles anderes.
Ob es was geholfen hat? Scheißegal.
Naja - damals gab es noch keine AfD, die eine sachbezogene Politik nahezu unmöglich macht, weil es (im Osten) einfach keine/kaum Mehrheiten mehr gibt, ohne dass sich alle „CDU/SPD/Linke + manchmal Grüne“ auf etwas einigen.
Das war damals doch sehr anders, mit 2(+1) sehr großen Volksparteien(CDU/CSU/SPD) und +/-2 kleineren Parteien (FDP/Grüne).
Sprich - das was damals noch nicht schlimm war, ist es heute leider doch, wenn sich daraufhin die Massen abwenden
… alles nur eine verzweifelte Suche nach ‚Selbstwirksamkeit‘ (oder die Illusion davon) aus einem Gefühl moralischer Überlegenheit?
Das kommt drauf an…
moralische Überlegenheit ist ein Begriff, der sicherlich auf den ein oder anderen zutreffen wird - Die Frage stellt sich allerdings, ob man das verallgemeinern kann - Wenn man sich die ein oder anderen moralischen Vorblider (Bonhöfer, Niemöller, Geschwister Scholl, etc.)) ansieht, so stellt man einfach fest, das sie sich dadurch auszeichneten, dass sie einfach ihrer eigenen Überzeugung/innerem Kompass konsequent gefolgt sind - ohne Anspruch auf Erfolg versprchende Weltverbesserung oder überhöhtem Moralismus.
Es dürfte schwer sein, abzuschätzen, wie viele von denen, die - gegen oder für was auch imer - auf die Straße gehen (dabei auch egal, in welchem Format) - dies aus moralischer Überlegenheit oder einfach nur als konsequenterm Ausdruck innerer Überzeugungen tun. Wie willst Du das messen?
für die
gilt das gleiche - ich wage zu bezweifeln, das Niemöller, Bonhöfer, die Geschwister Scholl und ähnliche Fälle aus einer „verzweifelten Suche“ heraus gehandelt haben… Auch wenn ihr Verhalten genauso wenig bewirkt hat wie das der Demonstranten gegen AKW’s oder für Gleicherechtigung von queeren Menschen.
Warum sollten wir also davon ausgehen, das Menschen, die sich für eine Sache einsetzen, die uns persönlich vielleicht wenig interessiert oder die wir für wenig erfolgreich ansehen, gleich solche Motive zu unterstellen (auch wenn es solche Leute sicherlich gibt)
Oder ist es so, dass Du Leuten wie die drei exemplarisch von mir genannten ebenfallst „moralische Überhöhung“ und/oder „verzweifelte Suche nach Selbstwirksamkeit bzw. der Illusion davon“ unterstellst?
Dann gäbe es aber konsequenterweise diesbezüglich gar keine (moralischen) Vorbilder mehr, da alles nur unter dem Vorbehalt der Effizienz bewertet würde, und alle disqualifiziert, die sich ob mangelnder Erfolgsaussichten trotzdem für etwas engagieren …
Tja, das mit der Moral ist inzwischen in der heutigen Gesellschaft leider zu einem Problem geworden, was ich allerdings vermisse.
KI:
Moral ist unser innerer Kompass für Richtig und Falsch. Sie umfasst alle ungeschriebenen Regeln, Werte und Normen einer Gesellschaft, die unser Zusammenleben friedlich und fair gestalten. Kurz gesagt: Sie sorgt dafür, dass wir andere Menschen so behandeln, wie wir selbst behandelt werden möchten.
Übrigens @lawandorder :
Die Grenze zwischen Zivilisation und Barbarei ist nur schwer zu ziehen: Stecken Sie sich einen Ring in Ihre Nase, und Sie sind eine Wilde; stecken Sie sich zwei Ringe in Ihre Ohren, und Sie sind zivilisiert.
Pearl S. Buck
US-amerik. Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin
1892 - 1973
doch!
die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf ist nie gebaut worden.
Dazu habe die massiven Proteste sicher beigetragen.
ob verzweifelt oder nicht, sei dahingestellt.
Aber ich denke schon, dass es um das Gefühl (!) der Selbstwirksamkeit geht.
Wieso das?
Im Gegenteil! Ich vermute stark, dass Sophie Scholl sehr verzweifelt war angesichts der Zustände, und dass nur diese Verzweiflung sie dazu getrieben hat, ihr Leben zu risikieren, um in der Uni Flugblätter zu verteilen, die von Anfang an nichts bewirken konnten.
Die Aktion war objektiv betrachtet sinnlos, weil sie nichts bewirkt hat, und weil das von vornherein klar war.
Dass die Scholls nachher als Helden verklärt wurden, entspricht dem Bedürfnis der Gesellschaft zu belegen, dass nicht alle Deutschen Nazis und schlecht waren.
Das sind Ersatzhandlungen: man hebt (nachträglich!!) die auf ein Podest, die mehr Mut hatten als man selber, um an deren Glanz ein wenig teilzunehmen.
Die Scholls hätten uU effektiv mehr bewirken können, wenn sie einen Juden bei sich auf dem Dachboden versteckt hätten.
Mir geht es nicht darum, sie zu kritisieren. Was sie getan haben war moralisch richtig und erforderte Mut und Konsequenz. Aber m.E. auch viel Verzweiflung und vielleicht auch Selbstüberschätzung und mangelnden Realitätssinn.
Man kann sie als moralische Helden feiern, aber als Vorbild im praktischen Handeln würde ich sie niemandem empfehlen.

