Die AfD, die Grünen und die Schwulen: wie man es gut meinen und dennoch versauen kann

wo steht da was von Demo? Ich glaube, du hast das falsch verstanden.

Ja, wahrscheinlich. Ich hatte tatsächlich gedacht, du würdest dir eine Aktion für Behinderte wünschen, aber du wolltest offensichtlich nur deinen Unmut kundtun.

Nein, auch das interpretierst du falsch. Ich wollte unter dem Eindruck des großen Engagements der Grünen für den CSD und diverser anderer Queertage:

  • mindestens Statements auf lokalen grünen Social Media Accounts zu Aktiontsagen von Behinderten z.B. 5. Mai oder 4. Dez
  • ggf. einen grünen Stand an so einem Aktionstag für Behinderte, so denn möglich und von den Veranstaltern erwünscht (an dem ich mich dann auch selber hinstelle und die Buttom-Maschine bediene)
  • ggf. zusätzlich eine grüne Veranstaltung (Vortrag/Workshop/ kostenloser Film/ Podiumsdiskussion - was auch immer etc) zum Thema Behinderung an diesem Tag.

Und wie ich mich kenne, passiert das!

Weil, um wieder auf das obige Thema zurück zu kommen:

  • Behinderte in dieser Gesellschaft noch viel mehr diskriminiert werden als Queere Personen
  • Behindertentoiletten und behindertengerechte Umkleidekabinen viel wichtiger sind als Sondertoiletten für queere Empfindlichkeiten
  • Behinderte in Schule, Ausbildung und Beruf stark ausgegrenzt und benachteiligt sind, viel mehr als queere Menschen
  • weil es mehr behinderte als queere Menschen in Deutschland gibt
  • weil sich die Parteien sehr wenig um dieses Thema kümmern- bis auf die SPD und sich die Grünen auch mal um die Inklusion dieser Zielgruppe kümmern sollten und nicht nur um queere Menschen oder Leute mit Migrationshintergrund.
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Dann wünsche ich dir viel Spaß und viel Erfolg dabei!

Die Grünen haben ein obsessives Verhältnis zu allen Geschlechtsfragen, vergleichbar nur mit der katholischen Kirche (hab ich schon mal geschrieben, ich weiß).

Das hat mit dem Mann/Frau-Thema angefangen und ging dann mit Homosexualität, Bi, Trans, Queer, Agender etc etc weiter.

Das ganze wird zunehmend zur Lachnummer, mit x Pronomen und 98 Geschlechtern, die einen absurd-lustigen Gegensatz zu dem quasi-religiösen Ernst bilden, mit dem diese Dinge behandelt werden.

Wie bei der Kirche gibt es auch bei den Grünen Glaubenssätze, deren Missachtung mit Exkommunikation bedroht wird.

„Transfrauen sind Frauen.“
Und Jesus wurde von eine Jungfrau geboren.
(„empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria“).

Das kann man für progressiv halten. Ich befürchte aber, es ist auf eine schräge Weise mittelalterlich, weil es Glauben erfordert und Fakten geringschätzt.

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Hast du ein Beispiel dafür, dass jemand jemals aus der Partei B90/DIE Grünen ausgeschlossen wurde, weil er einen Glaubenssatz missachtet hat?

Schließung des offiziellen Parteiforums für 3 Jahre? :wink:

Ich denke eher, dass dies nichts mit dem Glauben zu tun hat, sondern mit der sozialen und politischen Einstellung.

:roll_eyes: :roll_eyes:

§ 133 BGB: Auslegung einer Willenserklärung

Bei der Auslegung einer Willenserklärung ist der wirkliche Wille zu erforschen und nicht an dem buchstäblichen Sinne des Ausdrucks zu haften.

andere können das doch auch:

noch besser: u.a. mein Ausschluss aus dem Forum wegen von der Parteilinie abweichender Meinungen zum Trans-Thema.

Wegen abweichende Meinungen zum Trans-Thema oder wegen angeblicher Transfeindlichkeit?

Bei den Grünen ist u.a. auch die Vielfalt der Geschlechter fest in den Grundwerten verankert. Sie ordnet sich vor allem dem Grundwert der Selbstbestimmung und Gerechtigkeit zu. Ziel ist eine diskriminierungsfreie Gesellschaft, in der alle Menschen – unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität (inklusive trans, inter und nicht-binärer Personen) – gleichberechtigt und frei leben können.

Dann kannst Du ja sogar froh sein, dass Du nicht ganz rausgeflogen bist.

Exkommunikation bedeutet in der Kirche der Ausschluß vom Empfang des Abendmahls. Übertragen auf die Grünen dürftest du am Wahlkampfstand von den Werbeartikeln keine veganen Gummibärchen mehr zu dir nehmen. :wink:

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Zu deiner temporären Sperre (kein Ausschluss) in dem damaligen Forum, welches der damalige BuVo administriert hatte, und gegen die du erfolgreich geklagt hattest, hast du mir Jahre lang erklärt, dass deine „abweichende Meinung“ im Schiedsgerichtsverfahren gar nicht geprüft wurde, weil du das gar nicht beantragt hattest.

Es wurde dann vom Bundesschiedsgericht entschieden, dass man abweichende Meinungen grundsätzlich äußern darf, was ja auch ganz normal ist, deshalb ist das kein passendes Beispiel.

Das ist ebenfalls kein Beispiel dafür, weil das Forum mit einer anderen Begründung geschlossen wurde.

es besteht wirklich kein Grund Dich dümmer zu stellen als Du bist.
der einzelfall (ausschluss von 6 parteimitgliedern aus dem parteiforum) tut auch nichts zur sache und dient nur der ablenkung und im übrigen deinem reflexhaften zwang, mir inhaltslos zu widersprechen.

Du selbst hast ihn hier als Argument für deine Behauptung angeführt, man dürfe bei den Grünen keine abweichenden Meinungen äußern.

du bestätigst mein argument.
bei den grünen braucht man ein gerichtsurteil, damit der BuVo akzeptiert, dass man eine abweichende meinung zum Thema Transmenschen haben darf.
ich behaupte, dass diese haltung der partei im kern vordemokratisch, diskriminierend und quasi-religiös ist und viele wähler abstößt.

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Das war ja kein allgemeines Gericht, sondern ein Gremium der Grünen.

Über den damaligen BuVo hatte ich eigentlich gedacht, wären wir uns einig.

So lange bis du letztens erklärt hast, du hättest es genau so gemacht wie die, nur etwas geschickter, wenn du in deren Position gewesen wärst.

Währenddessen die Union sich eher an das konservative Menschenbild und traditionellen Familienmodellen orientiert, die rechtliche Gleichstellung von Mann und Frau dort angeblich ein Grundkonsens ist, aber dort eine Erweiterung des Geschlechtsbegriffes jenseits der biologischen Zweigeschlechtlichkeit kritisch gesehen wird und die AfD für ein strikt traditionelles und biologistisches Familien- und Geschlechterbild steht, alle Maßnahmen zur Förderung geschlechtlicher Vielfalt strikt ablehnt, den Fokus auf die klassische Familie (Mutter, Vater, Kind) setzt, setzen sich die Grünen, die Linken, sogar die SPD und FDP, für die Rechte und Schutz von queeren Menschen ein.

Da sind sich die Union und die AfD anscheinend auch wieder teilweise einig.

Sogar die Haltung der Kirche zur Homosexualität hat sich in Deutschland teilweise geändert.

Während die Evangelische Kirche in Deutschland queere Lebensweisen und die Ehe für alle befürwortet, tut sich die katholische Kirche noch etwas schwerer, erlaubt aber mittlerweile zumindest Segnungen.

Was ist daran falsch? Wir leben nicht mehr im Mittelalter oder im Dritten Reich.

Im Übrigen, kann es sein, dass hier Parteiinterne Inhalte aus einem geschlossenen internen Raum wieder nach außen getragen werden?

Was genau von dem hier geschriebenen ist denn ein Geheimnis?
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Eine gute Moderation sollte dies von selbst sehen, aber wozu melden, wenn Mitglieder aus der Moderation und Administration sich selbst nicht an gewisse Regeln halten.

Wenn es ein eindeutiger Fall ist, ja. Aber hier kann ich keinen eindeutigen Fall von Geheimnisverrat erkennen. Alle stehen ja voller Inbrunst zu ihren Äußerungen und haben diese auch bereits in der Öffentlichkeit wiederholt.