Die AfD, die Grünen und die Schwulen: wie man es gut meinen und dennoch versauen kann

Just the opposite:
Die Forderung nach ‚Gleichstellung‘ (Equity im US-Diskurs) ist keine konsequente Fortsetzung von Gleichberechtigung, sondern deren ideologische Umdeutung. Während gleiche Rechte und gleiche Chancen die Freiheit des Individuums schützen, verlangt Equity gleiche Ergebnisse – ungeachtet von Talent, Interessen, Leistung oder freien Entscheidungen.
Es dürfte uns alles klar sein, dass H. sapiens doch biologisch und individuell sehr heterogen daherkommt .. und die Gesellschaften ziemlich hochkomplexe Systeme darstellen.
‚Equity‘ bezüglich ‚outcome‘ (Ergebnisgleichheit) dürfte nicht dauerhaft freiwillig herzustellen sein. Je größer die Abweichung von der gewünschten Verteilung, desto stärker muss der Staat eingreifen, regulieren und korrigieren. Aus einem Ideal der Gerechtigkeit wird so ein Projekt permanenter sozialer Steuerung.
Die US-Demokraten haben mit ihrer sehr harten ‚DEI‘-Linie sicher zum Aufstieg der Trumpisten beigetragen. Eine Gesellschaft, die Unterschiede nicht mehr akzeptieren darf, sondern sie politisch beseitigen will, bewegt sich in Richtung einer Dystopie - da sehe ich auch eine ziemlich deutliche ‚autoritäre Versuchung‘ des Equity-Konzepts.

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Traditionsfolklore? Einfach den Anspruch ändern und weitermachen.

Vermutlich nichts, was sie nicht schon in Pornos gesehen haben.

Guter Vorschlag. Hast du schon Markenschutz beantragt?

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Du bist also der Meinung, dass queere Menschen, Menschen mit Sexualneurosen sind?

Oha! :enraged_face:

Was hast Du gesoffen?

Und das wird auch noch geliked!!

Gutes Nächtle!

Erklär mal bitte, was das mit „links“ zu tun haben soll, nachdem hier schon mitgeteilt wurde, dass die Linken sogar eine Alternativveranstaltung dazu angeboten haben:

Mich würde auch interessieren, wenn Du feststellen würdest, dass eins Deiner evtl. Kinder bzw. Kindeskinder ein queerer Mensch ist, würdest Du vielleicht auch versuchen es zu überreden, an einer „Heilung“ der sogenannten „Neurose“ zu arbeiten?

Es ist allerdings nicht Dein eigenes Leben und gönne ihnen doch ein selbstbestimmtes Leben und nicht Dein verklemmtes Leben.

Du hast offensichtlich den Sinn und Zweck der CSD’s nicht verstanden, auch, wenn sie teilweise etwas provokant sind.

Aber man muss ja selbst nicht hin gehen und niemand wird dazu gezwungen.

Sagen wir es so - selbst in unserem kleinen Ort gibt es einen CSD und man wird als Grüner im OV/KV schon schräg angesehen, wenn man da nicht mitmachen möchte … oder die Unterstützung des CSD durch die Partei sogar in Frage stellt.

Dafür haben die Grünen schließlich den Vielfaltsstatut und den Diversitätsrat.

Das ist doch sicher kein Problem, da ein aufgeklärter, reflektierender Grüner sich so einem unterschwelligen Gruppenzwang jederzeit entziehen kann, und somit ein „schräges Ansehen“ für die eigene Entscheidung völlig irrelevant ist :thinking: , :wink:

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Das kann man aber riskieren, oder?

Ich bin mit diesem Argument eigentlich bisher ganz gut gefahren:

Aus demselben Grund gehe ich auch nicht im Dirndl aufs Oktoberfest.

Sicher - ich halte es ja auch aus. Es ging mir einzig darum, dass ich es bedenklich finde, wenn wir da heute - in Brandenburg/Sachsen/MVP/SachsenAnhalt mitmachen als wenn es nicht dringendere Probleme für die Demokratie im Osten gibt …

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… und wenn wir dabei noch ungewollt die Konkurrenz mit billigen Argumentem munitionieren.

In München scheint das doch alles im grünen Bereich zu sein, oder nicht?

„Zum Beispiel säumten 2025 allein bei der Polit-Parade, dem Herzstück dieses größten queeren Festivals Süddeutschland, 300 000 Schaulustige Münchens Straßen. Das schafft kein Oktoberfest-Umzug

Heute zeigt man stolz und offen seine Lebensweise. Die Münchner haben einen schwulen Oberbürgermeister gewählt, der nun nicht nur durch sein Amt Schirmherr ist, sondern für den der CSD „schon immer etwas Besonderes“ war: „Ich erinnere mich genau, wie es als Jugendlicher war, das erste Mal teilzunehmen. An dieses Gefühl von Freiheit – und daran, nicht nur ‚toleriert‘ zu werden, sondern akzeptiert und wertgeschätzt. An das Gefühl, selbstbewusst man selbst sein zu können“, sagt Dominik Krause, der den Demo-Zug anführen und auch auf der neuen Polit-Bühne mitdiskutieren wird.“ Quelle:

Die Münchener Gastwirte mussten für den CSD fünf Tage ihre Außengastronomie wegräumen und hatten erhebliche Umsatzeinbußen (Ärger um CSD in München, weil Freischankflächen gesperrt sind) Ist das noch politische Demonstration oder

Heute war in Kiel CSD, der noch relativ politisch daherkommt mit Demo oder doch schon Parade, einem kleinen Innenstadtfest mit Infoständen der einzelnen Gruppen: Homo, Lesbisch, Trans etc.. Das finde ich gut. Am Abend eine Abschlussdisko in einem Veranstaltungszentrum. Von 18 - 22 Uhr auch für Jugendliche unter 18 Jahren unter Aufsicht der Mitarbeiter des Jugendamtes. Alles im akzeptablen Bereich.

Genau. Dabei bin ich gar nicht lesbisch oder trans, was soll ich da?
Ich weiß nicht, wieviele Signal Nachrichten und Mails ich von den Grünen seit vier Wochen zum Thema CSD bekommen habe- sehr sehr viele.
Jedenfalls mehr als zum Frauentag, Kindertag oder Weltbehindertentag (= 0).
Frauentag war bei Grüns eh „Flinta“, also CSD ohne Schwule.
Ob die Grünen am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen am 5. Mai 2026 überhaupt was gesagt haben, muss ich mal nachsehen.

Mich reitet grad son kleines Teufelchen - ich möchte eine grüne Aktion zum Weltbehindertentag haben. Mal sehen, ob die Grünen dann auch son Aufriß machen wie beim CSD …

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Es wird immer jemand gebraucht, der es organisiert und die Leute einlädt und zur Teilnahme motiviert - nicht nur Einzelpersonen, sondern organisierte Gruppen, die dann gemeinsam daran teilnehmen.
Die Organisation müsstest du dann übernehmen, wenn noch nichts geplant ist.

Am 5. Mai gab es in meiner Stadt schon Aktionen von mehreren Behindertenverbänden und am 3. Dez macht die Uni einige Veranstaltungen. Da muss ich jetzt nix organisieren. Eine „Pride-Parade“ oder Demo von Behinderten gibt es allerdings nicht. Seitens der Politik gab es ein paar warme Worte der Stadtpräsidentin.

Die Parteien, insbes. die Grünen, scheinen sich nicht zu engagieren. Jedenfalls kann ich mich nicht an Aufrufe für einen grünen Infostand oder Veranstaltung zu Behinderung erinnern.

Eben bin ich mal den Facebookaccount meines Kreisverbandes von jetzt bis Ende 2023 durchgegangen. Neben lokalen grünen Nachrichten werden dort auch Statements zu besonderen Gedenktagen veröffentlicht.

Der CSD mit jährlich 3 Beiträgen fällt schon quantitativ im Vergleich zu anderen Gedenktagen auf. Zusätzlich noch Trans-Day, Bi-Sexualitäts Monat, Tag der nichtbinären Menschen. Dann kommen Rassismus-Gedenktage, Frauengedenktage, Holocaust.
Nur 2024 gab es einen Beitrag zur UN-Behindertenrechtskonvention und am 11.10.25 ohne jeden Anlass wurde „Inklusion für alle gefordert“ - war grad Bürgermeisterwahlkampf.
Behinderte scheinen die Grünen nicht wirklich auf dem Schirm zu haben.

Statistisch gesehen sind in meinem grünen Kreisverband LGBTQ Themen auf dem Facebook Auftritt überproportional vertreten.
Insofern stimmt die im Eingangspost gemachte Behauptung, dass sich die Grünen in dieser Thematik etwas verrannt haben.

Kleine Nebenerkenntnis: brav wird jedes Jahr zu Beginn und Ende des Ramadan gratuliert, während an Weihnachten nur ein unbestimmtes „Frohe Feiertage“ gewünscht wird, Ostern ein Osterhasenbild gepostet und jüdische Feiertage gar nicht erwähnt werden. Man könnte fast denken, dass die Grünen nur den muslimischen Glauben anerkennen, während Christen diskriminiert werden.

Eine Demo muss immer auch jemand anmelden und organisieren (Ordner usw.). Wenn du das im Namen der Grünen machen möchtest, kannst du dich von deinem KV dazu bevollmächtigen lassen.

Wie kommst du jetzt darauf, dass ich eine Demo organisieren möchte?
Ich stelle lediglich fest, dass mein grüner Kreisverband sich nicht bei Aktionstagen der Behinderten engagiert, diese nicht mal zur Kenntnis nimmt,.
Während alles, was die Queer Szene veranstaltet, in grünen social Media Netzwerken verkündet wird und dort ggf. auch grüne Stände vertreten sind, es eine extra Queer-Flagge der Grünen gibt.

Bei Gelegenheit werde ich in meinem Kreisverband mal anfragen, warum ein grünes Engagement bei Aktionen der Behindertenverbänden nicht im selben Ausmaß stattfindet, wie bei LGBTQ Themen.

Weil du dies geschrieben hattest:

Aber wenn du nur dies möchtest…

…das wird vermutlich keine Aktion nach sich ziehen.

??? wo?

schaun wir mal … :slightly_smiling_face:

Hier (letzter Absatz):slight_smile:Die AfD, die Grünen und die Schwulen: wie man es gut meinen und dennoch versauen kann - #53 von ErnstBGi