Warum ist die AfD nicht zu stoppen?

wenig.

Nein, nicht alles.
Da sind wir bekanntlich verschiedener Meinung.

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Ich glaube damit ist mehr der kritische Bezug Tucholskys zum Klassismus der damaligen Zeit gemeint.

Das ist heute bei manchen ultra konservativen wieder interessant.

Ganz sicher aber Teil von völkischen Tendenzen bei allen braunen Derivaten.

ich pack das mal hier rein.

Bijan Djir-Sarai: "Was ist eigentlich, wenn ich Deutschland mal verlassen muss?" | DIE ZEIT

Die Zeit hat ein gutes Interview mit Djir-Sarai gemacht.
er kommt mir ein wenig vor wie Ricarda Lang, die nach dem Ende ihres Vorsitzendenamtes auch deutlich klarer und ehrlicher gesprochen hat als vorher.

Mir geht es um folgende Geschichte, die er erzählt:

Djir-Sarai: Ein Bekannter von mir, ein erfolgreicher, wohlhabender Mensch, musste neulich abends ins Krankenhaus. Da musste er lange warten, bis er drankam. Dieses Warten hat ihn wütend gemacht. Und daraufhin sagte er zu mir: In diesem Land funktioniert nichts mehr, ich wähle jetzt AfD. Und in einem solchen Moment bin ich einfach ratlos.

„Wut ist kein konstruktives politisches Konzept“

ZEIT: Glaubt er denn, wenn er AfD wählt, kommt er das nächste Mal schneller dran?

Djir-Sarai: Nein, das ist ja das Absurde! Er sagte zu mir: Ich weiß, dass die nichts besser machen, aber trotzdem wähle ich die jetzt.

ZEIT: Also ist es eine Zerstörungslust?

Djir-Sarai: Vielleicht. Und es kippt in die Systemverachtung.

Hier will jemand die AfD wählen, dem es gut geht, der nicht abgehängt ist, nicht arm, der auch nicht aus Ausländerhass handelt, sondern der es nicht ertragen konnte, dass er beim Notarzt lange warten musste.

Zerstörungslust finde ich wenig überzeugend, Djir-Sarais verhaltene Reaktion darauf war richtig.

Mir fiel dabei eher der Begriff “Kränkung” ein.

Mein These:
Der Mann in der Geschichte empfindet es als persönliche Kränkung, dass “das Gesundheitssystem” oder “die Gesellschaft” oder “der Staat” ihn trotz seiner Beschwerden so lange warten lässt.

Er kann diese empfundene Verletzung nicht als normal und Teil des Lebens ertragen, sondern muss darauf drastisch und irrational reagieren, indem er gegen die Vernunft und trotz besserer Erkenntnis die AfD wählt (unterstellen wir, er tut das wirklich). Er rächt sich an der Gesellschaft für die Kränkung.

Ist das vielleicht das Motiv und Muster hinter vielen AfD-Stimmen?

  • überzogene Erwartungen an Gesellschaft/ Staat/ Politik
  • die Unfähigkeit, Enttäuschungen als Teil des Lebens zu akzeptieren
  • die Umdeutung enttäuschter Erwartungen in persönliche Kränkungen, für die Gesellschaft/ Staat/ Politik verantwortlich gemacht werden
  • Rache an Gesellschaft/ Staat/ Politik durch Wahl einer Partei, die diese Denkweise und diesen psychologischen Mechanismus zum Programm gemacht hat.

Bleibt die Frage, warum die Leute so überzogene Erwartungen an Gesellschaft/ Staat/ Politik haben.
Dahinter sehe ich eine infantile Selbstwahrnehmung und Weltsicht, in der man selber nicht die Letztverantwortung für sein Leben trägt, sondern die Problemlösung vom Staat erwartet und diesen mit Verachtung straft, wenn er nicht liefert (diese Haltung gibt es auch auf der linken Seite des politischen Spektrums).

In Ostdeutschland könnte es ein Relikt der DDR-Zeit sein, in der der Staat das Leben stärker ordnete und vorbestimmte als im Westen. Deswegen ist die AfD dort vielleicht so stark (ebenso wie Linke und BSW, weil die hinsichtlich der -enttäuschten- Erwartungen an den Staat ähnlich ticken).

Allgemein scheint es mir die Folge der zunehmenden Ich-Bezogenheit großer Teile der Gesellschaft zu sein. Wir haben es mit der Individualisierung vielleicht etwas übertrieben.
Das Einzelinteresse wird mittlerweile stark überbetont. Die Bedürfnisse des Indviduums werden zum Maßstab aller Dinge gemacht.
Die Haltung “was mir nutzt, ist gut, was mir schadet, ist schlecht” taugt aber nicht als Grundregel einer Gemeinschaft. Wenn niemand was abgeben will, gibt es keine funktionierende Gesellschaft.
Es fehlt die Einsicht, dass es übergeordnete Notwendigkeiten gibt, hinter der das individuelle Interesse und Wohlergehen auch mal zurückstehen muss.

Diese Einsicht ist m.E. eines der Elemente, die das Kind vom Erwachsenen unterscheiden.
In diesem Sinne sind AfD-Wähler wie die Kinder (was harmloser klingt, als es ist).

@Dagmar was fällt Dir dazu ein?

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Warum ratlos?
Am besten gleich ins eigene Wahlprogramm schreiben:
„Notaufnahmen personell aufstocken“

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wenn Du das Thema nicht erfasst, schreib doch bitte nichts dazu.

danke

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Bist du schon mal auf die Idee gekommen, dass die anderen Parteien bessere Politik machen müssen, um die AFD zu stoppen?
Oder hast du diese Möglichkeit noch nicht in dein geistiges Repertoire aufgenommen?

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Ich pers. würde es nicht unbedingt als „Kränkung“ bezeichnen.
Ich denke, es hat mit dem Erwartungswert zu tun, und der Frage, was passiert, wenn die Geschehnisse nicht dem Erwartungswert entsprechen – daher fände ich den Begriff „Enttäuschung“ nuanciert besser, wobei Du den Begriff selbst auch schon weiter unten verwendet hast.
Die Frage ist nun, wie man mit Enttäuschungen im persönlichen Erfahrungsbereich umgeht.
Es gibt wahrscheinlich dazu mindestens 2 Grundhaltungen:

  1. Man ist vom „System“ enttäuscht, und will das System ändern – das ist verbunden mit Aggressionen, die schnell mal auch in „Zerstörung“ münden, um hinterher von vorn anzufangen und etwas „viel Besseres“ zu erschaffen. Oder schlimmstenfalls bleibt man im Zerstörungsmodus.
  2. Man kann die „Ent-Täuschung“ auch positiv bewerten, da man endlich erkennt, dass man sich getäuscht hat oder schlimmstenfalls von außen – vielleicht gar vorsätzlich – getäuscht wurde.

Ob dieser Erkenntnis kann man dabei – insbesondere wenn der letzte Fall zutrifft – immer noch wütend (aggressiv) werden. Man weiß aber endlich um die „wahren“ Verhältnisse, und kann sich planerisch an die konstruktive Veränderung machen, oder – im Falle einer Selbsttäuschung – einfach die eigene Sicht auf die Dinge korrigieren, ohne dabei gleich das System infrage zu stellen.

Dabei stellt sich sofort die Folgefrage, was der Grund für die aktuellen Enttäuschungen ist, und auch, ob diese auf Selbsttäuschungen oder Täuschung von außen beruhen.
Hier kommt wieder das Anspruchsdenken ins Spiel – ist der selbst gestellte Anspruch gerechtfertigt?
Mir fällt aus meinem persönlichen Bereich dazu ein ähnlich gelagertes Problem mit dem Gesundheitswesen ein, mit dem ich mich seinerzeit konfrontiert sah (ich habe das sicherlich auch schon mal an anderer Stelle beschrieben, aber es passt zu dem Beispiel, das von Bijan Djir-Sarai Bekanntem handelt, weswegen ich das an dieser Stelle wiederhole, auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen und andere damit zu langweilen).

Als ich nach der Entfernung des Primärherds und der befallenen herdnahen Lymphknoten – um überhaupt eine Überlebenschance zu haben – telefonisch um einen Bestrahlungsplatz bemühte, lief das Gespräch mit der Spezial-Bestrahlungsklinik wie folgt ab:
Ich stellte mich vor, schilderte meine Krankheit (aus der eindeutig hervorging, dass das wegen des fortgeschrittenen Verlaufs durchaus sehr zeitkritisch und damit einer gewissen Dringlichkeit unterlag) und verband dies mit der Frage, bis wann ich einen Termin für eine Bestrahlungsserie bekommen könne. Die erste Gegenfrage war, ob ich Privatpatient sei.
Meine ehrliche Verneinung führte dazu, dass mein Gegenüber sagte, sie könne mir in diesem Fall erst einen Termin in ca. einem halben Jahr anbieten bzw. ich käme auf eine Warteliste, die – trotz möglichen Ablebens einiger vor mir Rangierender – ca. 6 Monate Wartezeit prognostiziert.
Auf den 2ten dezenten Hinweis, dass ich den Platz dann nicht mehr brauche, da Eile gebote nd ich das nächste halbe Jahr entweder nicht überleben würde, oder mich dann in einem Stadium befände, in der ein möglicher heilender Therapieansatz gar nicht mehr möglich sei, antwortete mir die Gegenstimme nur, sie könne da leider nichts für mich tun.

Mal ganz unabhängig davon, dass ich damals im Gegensatz zu heute, damit nicht sehr souverän umgegangen bin (mein erster Impuls war, mir die verbleibende Leidenszeit zu ersparen) …
Konzeptionell war mein Erwartungswert ein völlig anderer, als es die äußere Realität hergab.
Der Erwartungswert war, dass

  1. ich mich in solch dringenden Fällen selbst vorstellen kann (es ist klar, dass da viele anrufen und ihren Fall hochstilisieren).
  2. es zumindest in dringenden Fällen keinen Unterschied zwischen PKV und GKV gibt.
  3. es bei bei 83 Millionen Deutschen, die versichert sind, eine Rolle spielt, ob gerade ich überlebe.

(Die Aufzählung kann man sicher noch um ein paar weitere Täuschungen erweitern)
Wenn man das aber differenziert betrachtet, kann man aus diesen Ent-Täuschungen aber erstens differenzieren in

  1. was ist als Erwartung ohnehin überzogen?
  2. was von denen, die nicht überzogen sind, kann ich selbst ändern, und wo muss das System oder ein anderer einspringen?
  3. an welcher Stelle muss man strukturell Dinge verändern (und wie), damit sich Erwartungswert und Istzustand wieder angleichen?

Dann bleibt zwar immer noch vielleicht ein „Quäntchen“ Aggression (oder je nach Neigung auch mal Depression) übrig – aber es wäre auf keinen Fall ein Grund, AfD zu wählen, da aus der differenzierten Betrachtung folgt, dass die AfD nicht einspringt, und auch die vielleicht notwendigen Veränderungen im (in diesem Fall des Gesundheits‑) System(s) anstoßen wird.

Nun ist durch die fortschreitende Individualisierung der Anspruch (z. B. im Vgl. der Nachkriegszeit) deutlich gestiegen – das gilt es konstruktiv zu hinterfragen, ob die verschiedenen Systeme z. B. genug finanzielle Ausstattung haben, um diesem gestiegenen Anspruch gerecht zu werden, und – wenn nein – ist man selbst bereit, die notwendigen Mehrkosten anteilig zu übernehmen?
Wie tolerant ist man bei Nichterfüllung des Anspruchs?
Das läuft also auf ähnliche Fragen hinaus wie Du, die Du bereits gestellt hast.

Die AfD bietet in solchen Fällen entweder gar nichts an – oder hanebüchene Konzepte.
Bleibt noch die Frage, was die Motivation ist, weshalb man – gerade, wenn man (intellektuell) weiß, dass die AfD nichts anzubieten hat, und Reformen besser sind als Systemzerstörung –, das „kindliche Gemüt“ in der Frage der Wahl oft obsiegt.
Da bin ich dann wieder beim Steinzeithirn, das der Aufgabe entweder gar nicht gewachsen ist – oder die intellektuellen Anstrengungen im Analysieren wie auch in der Umsetzung zu groß zu sein scheinen – hier könnte Bildung und Selbsterkenntnis helfen.
Aber das wiederhole ich hier auch schon seit Jahren. :frowning:

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Ich denke, das bringt die Leute erst recht auf die Palme, wenn sie ein konkretes Problem benennen und sich dann sowas anhören müssen.

danke für Dein Beispiel und Deine offene Beschreibung.
Ich sehe da einen Unterschied zu dem AfD-Beispielsfall von Djir-Sarai.
Bei Dir ging es um Leben und Tod, und Dein Überleben sollte offenbar von der Art Deiner KV abhängen, also letztlich vom Geld.
In der Situation verstehe ich jeden, der wütend ist und Amok läuft und irrational reagiert.

Bei 99% der AfD-Wähler geht es aber nicht ums Überleben. Die wollen Ausländer abschieben, die sie nie gesehen haben, und durch die sie keinen Schaden erlitten haben.
Institutionen zerstören, die erst dafür sorgen, dass dieser Staat halbwegs funktioniert.
Ausländische Politiker unterstützen, die D und die EU unterminieren, usw.
Wegen dieser unverhältismäßigen und sinnlosen Überreaktion meine ich, dass da mehr als eine Enttäuschung vorliegt. Die Leute fühlen sich als Person getroffen, deshalb bin ich auf „Kränkung“ gekommen. Es ist offenbar eine persönliche Verletzung, die so schwer ist, dass sie subjektiv alles rechtfertigt, auch die Zerstörung unserer Gesellschaftsstrukturen.

PS: wie bist Du denn trotz der „falschen“ KV doch noch zu Deinem Termin gekommen?

ich sehe da zwei Aspekte:

  • die zunehmende Betonung des Individuums und
  • die zunehmende Steigerung des Anspruchsniveaus.

Das mit der Überbetonung der individuellen Interessen hatten wir schon.
Hinzu kommt, dass die Ansprüche immer weiter steigen, bis zu dem Punkt, an dem sie unerfüllbar sind.
Staat und Gesellschaft sollen nicht nur funktionieren, sondern sie sollen alle denkbaren moralisch-ethischen Standards erfüllen. Sozial, gerecht, inklusiv, ökologisch, gegen alle denkbaren -simen (Rassismus, Klassismus, Kolonialismus etc.), die Liste ist bekannt.
jede Abweichung führt zu vernichtenden Urteilen, es werden Dinge wie „Mikro-Aggressionen“ „erfunden“, die unbedingt zu vermeiden sind. Es gibt Klassismus, Ableismus, Adultismus und andere eher konstruiert wirkende Diskriminierungsformen.
Keine Gesellschaft ist in der Lage, diesen Standards zu genügen.
Das ist ein bisschen wie bei den individuellen Wünschen hinsichtlich der Verwendung von Pronomen. Wenn jeder seine eigenen Sprachregeln aufstellt, wird es unmöglich sein, diese Regeln zu beachten.
Hier sind wird dann wieder bei der Überbetonung des eigenen Egos: ich erwarte, dass die Welt sich nach mit richtet, sonst bin ich empört und verletzt.
So macht man sich dann selbst zum Opfer und dieser Opferstatus rechtfertigt de „Widerstand“ gegen den bösen Rest der Welt.

Bei dem Beispiel, welches du hier so seltsam überinterpretierst, geht es eigentlich um dies:

Schade, dass die FDP, für die Bijan Djiir-Sarai während ihrer Regierungszeit gearbeitet hat, daran gar nichts ändern konnte…

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Mir fällt Verschiedenes dazu ein, mal sehen, ob ich es auf die Reihe bekomme.

Es wird eine konkrete Situation beschrieben, in der jemand mit starken Gefühlen und Stress umgehen muss und daran scheitert.

Die Situation in der Notaufnahme löst nachvollziehbar Angst und Gefühle der Hilflosigkeit aus (ich bin krank, habe Schmerzen, und brauche Hilfe), darauf aufsetzendend Wut (warum muss ich warten, sind andere etwa mehr krank, die sehen doch ganz normal aus) und persönliche Kränkung (ich habe besseres verdient). Das ist für jeden eine Herausforderung. Sehr unterschiedlich ist die Weise, damit umzugehen, das coping.

Man kann seine Gefühle offen wahrnehmen, sie anerkennen und Wege finden, sie zu regulieren. Das ist eine reife Art, sie zu bewältigen. Wenn die eigene Hilflosigkeit zu bedrohlich für das psychische System wird, werden Abwehrmechanismen aktiviert, die ebenfalls reif sein können, wie etwa Humor. Es gibt viele von ihnen, die mehr oder weniger funktional bzw reif sind. Eine der unreifen Abwehrmechanismen ist die projektive Identifikation: Ich tue jetzt alles, das andere sich so fühlen wie ich jetzt. Im Falle des Mannes aus dem Artikel: Ausgerechnet einem Mann mit Migrationsgeschichte sagt er, dass er AFD wählen will, versetzt ihn also in Angst, Unsicherheit und Hilflosigkeit (die dieser allerdings sehr gut, also reif und kreativ, bewältigt, alle Achtung). Und das nicht einmal in der Situation selbst, sondern eine Zeitlang danach. Das lässt mich vermuten, dass das Erlebnis in der Ambulanz nur das Fass zum Überlaufen brachte, dass es schon lange gebrodelt hatte.

Andere, die sich zur AFD wenden, haben möglicherweise eine ähnliche Psychodynamik. Es ist eine Frage des Stresslevels und der vorhandenen Bewältigungsmechanismen. Bei anderen ist andauernder Stress vielleicht nachvollziehbarer, und auch, dass die Bewältigung mit der Dauer der Belastung irgendwann zusammenbricht.

Das ist bis jetzt eine psychodynamische Erklärung. Es gibt aber auch einen lerntheoretischen Aspekt.

Bewältigen von Gefühlen muss gelernt werden, und ebenso, welche Reaktionen erlaubt sind, anerkannt oder entschuldigt werden, und welche Entrüstung (bei wem) oder (soziale) Bestrafung zur Folge haben. Vorbilder, oft auch schlechte, spielen eine große Rolle. D.h., wenn Leute beobachten, dass andere gereizt sind, laut schimpfen und ausrasten, wird die Wahrscheinlichkeit bei einigen höher, dass sie selbst so reagieren. So etwas scheint es gegenüber Rettungskräften uä zu geben. Sogar eine Reaktion wie die beschriebene, ich wähle jetzt AFD, hat eine gelernte Komponente, die oft auch durch den Umgang der Medien mit der Partei gefördert wird.

Das ist jetzt der individualpsychologische Teil. Für die Sache mit dem Individualismus brauche ich erst eine Pause.

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Diese Phrase ist so alt wie hohl.

bitte nicht weiter drauf eingehen.
Alles, was @biologin bisher geschrieben hat, hat mit dem Thema meines Beitrags nichts zu tun.

Doch, hat es.

Du tust so als ob der kranke reiche Mann, der in der Notaufnahme lange warten musste, grundlos böse zu einem Mann mit Migrationshintergrund (Bijan Djiir-Sarai) gewesen wäre. Das ist aber eine völlige Verdrehung der Tatsachen.

Bijan Djiir-Sarai war der Generalsekretär der FDP, und der kranke Mann hatte vermutlich die Gelegenheit des Gesprächs mit ihm genutzt, um ihn auf einen Missstand seiner FDP-Poitik hinzuweisen.

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Ich muss darauf antworten, weil dieses schwachsinnige Art zu argumentieren hier weit verbereitet ist. Mich nervt diese abolut gedankenlose Bemerkung, um die AfD zu stoppen, müsse man einfach nur bessere Politik machen. Wenn das so einfach wäre..

Die Welt ist nicht optimal, es gibt „Missstände“ überall und allerorten. Aber die Schuld daran einer Partei oder einer Person zuzuweisen ist in vielen Fällen einfach zu billig. Die Tatsache, dass es in Praxen, Notaufnahmen und bei OP-Terminen zu Wartezeiten kommt hat verschiedene Ursachen und beschränkt sich nicht auf Deutschland, sondern ist in allen Staaten zu beobachten, auch in Staaten in denen die FDP noch nie an der Regierung beteiligt war.

Eine der Ursachen, ist rein statistischer Natur: es ist schlicht zu teuer, für alle Spitzen genügend Ressourcen bereit zu halten. Die Ursachen könnte man evtl. auch auf der Nachfrageseite sehen, viele Menschen achten sehr wenig auf ihre Gesundheit und rennen mit jedem Zipperlein zum Arzt.

Es gibt sicher auch viele Fehler in der deutschen Gesundheitspolitik aller Parteien, nicht nur der FDP, der Streit darum es besser zu machen, ist mindesten so alt wie ich denken kann. Aber unser Gesundheitssystem ist so schlecht nicht, auch wenn es vielleicht einige Staaten (Dänemark) noch besser können.

Ich habe den Personalabbau in den Krankenhäusern auch in den 90er Jahren in Kanada mitbekommen als dort eine liberale Regierung (vergleichbar mit der FDP) an die Regierung gekommen ist. Das war auch schlimm.

Es war auf jeden Fall auch bei uns mal besser.

Ich halte es für eine sehr normale Reaktion zu sagen, dass man dann lieber eine andere Partei wählt, wenn es die aktuelle Regierung nicht hinkriegt und die davor auch nicht.
Die AFD hat hier einfach den Bonus, dass sie noch nie an der Regierung war und es deshalb auch noch nie vermasseln konnte.

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nein. daran habe ich nicht mal gedacht.
es geht nicht um Djir-Sarai und schon gar nicht um seinen MigrationsHiGrund
Sorry, Du verstehst das Thema einfach nicht.
Halte Dich bitte einfach raus, Du machst die Diskussion kaputt.
Lies Dagmars Antwort, darum geht es! Sonst nichts.

Was ist dann dies?

xxxxxxxxxx

Setze deine Themen bitte zukünftig in der Kategorie „moderiert vom Autor“, wenn du keinen Widerspruch ertragen kannst und deine Narrative ungestört verbreiten möchtest.

ich verstehe den Impuls, aber so ist es unmöglich, ein etwas komplexes Thema zu besprechen.
Es reicht dann ein Teilnehmer, der nix versteht und sinnlos dazwischenplappert, die anderen reagieren darauf und alles fällt auseinander.