Wenn du es hier im Forum schreibst und es liest jemand, der AFD wählt, fühlt er sich vermutlich von dir angesprochen und holt zum Gegenschlag aus.
Es ist ja auch nicht wirklich so, dass AFD-Leute weniger gebildet sind als andere.
Wenn du es hier im Forum schreibst und es liest jemand, der AFD wählt, fühlt er sich vermutlich von dir angesprochen und holt zum Gegenschlag aus.
Es ist ja auch nicht wirklich so, dass AFD-Leute weniger gebildet sind als andere.
Da hast Du vermutlich recht – ich habe mich etwas undifferenziert ausgedrückt – ich hoffe, es ist nun etwas klarer geworden (auch für die AfD-Wähler unter uns).
Hallo liebe Leute. Da habe ich etwas „gefunden“. Nach Kolonialzeit die noch nicht ganz vorbei ist und anderen Dingen stellt sich dem modernen Menschen weltweit eine ernst gemeinte Frage.
Anlässlich der WM mal in dieser Form gestellt:
Wollen wir Hooligans oder Fussballfans sein? Das ist ernst gemeint.
Diese Frage kann und muss sich vielleicht jeder stellen. Nur mit 1 Mann/Frauschaft glücklich werden? Oder jede gute Partie feiern?
Angesichts der Umstände drängt diese Frage die Bevölkerung zu einer Antwort.
Einfache Sätze und Fragen, so wie oben, Hooligan oder Fussballfan? „fruchten“ bei einfachen Gemütern. Egal wie sie sich entscheiden. Es schafft Klarheit und Sicherheit damit.
Ich habe dazu einen kleinen Artikel verfasst. Ich weiß nur nicht wie ich den hier posten kann. Technik und ich sind noch nicht „perdu“. ; )
Zeitgeist.01..pdf (109,4 KB)
PS: Ich fände eine „Politheismus“ also gleichberechtigte Religionen auch sehr sinnvoll. Das ein frommer Wunsch eher. Neben dem Kreuz in der Schule auch Halbmond 8facher Pfad und Daoismuszeichen alle aneinander aufgereiht. Das wär echt gut.
Entschuldigung. Ich üb noch Präzision mit Worten. Es geht finde ich um die Suche nach dem „Kleinsten gemeinsamen Nenner“. Denn Einfaches kann man überall besser verstehen, egal wie komplex oder nicht die Leute sind. Gruß Andi
PPS: Ich bin mittlerweile der Meinung wenn es so vielen Leuten in jeglichen Schichten nicht mehr gelingt froh und wertschätzend zu sein, einfachen Dingen gegenüber wie „Ich habe zu Essen“, dann ist es vielleicht wirklich mal Zeit solche nicht selbstverständlichen Dinge zu verlieren. So war es denke ich schon mal nach Krieg und Zerstörung. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Ein einfaches „Danke“ ganz im Stillen, macht eine Menge aus. Das macht klar wie beschenkt man ist in so einem Land zu Leben. Letzte Hungersnot wegen Ernteausfällen war wohl so um 1842.
Schule sollte sich aus meiner Sicht um wissen kümmern nicht um glauben.
Einem Politheismus gebe ich wenig Chancen. Wer entscheidet z.B. wer den richtigen Halbmond hat? Erdogan, MSB oder die Taliban?
Und was ist mit den Pastafariern? Die darf man auf keinen Fall vergessen ![]()
Das sehe ich ähnlich, Wissen ist wichtig, auch für später. Doch vor allem sollte sich Schule um Kinder kümmern oder Jugendliche. In Bayern gab es doch die Sache mit dem Kreuz in den Klassenzimmern. Daher die Idee. Wieso nur Katholisches Kreuz? Wir haben doch mehr zu bieten hier im Land. Es geht ja eher um eine Gleichberechtigung als um ein Richtig oder Falsch, finde ich. Ein Impuls für Jüngere am Rande des Unterrichts.
PS: Der richtige Halbmond? Ich dachte es gibt nur den offiziellen Muslimisch Sunnitisch und Schiitisch vielleicht? Da kenn ich mich nicht so gut aus.
Religion und Wissen ist erst einmal kein Widerspruch - zum einen, da Religion auch etwas bzw. viel mit Geschichte und Kultur zu tun hat - das Wissen darum sollte man durchaus vermitteln - vor allem vor dem Hintergrund, dass Toleranz auch etws mit Wissen zu tun hat.
So erübrigt sich die Frage, welcher Halbmond „der richtige“ ist, sofort, wenn man Religion aus einer historischen Perspektive betrachtet und auch ganz klar gegen den religiös motivierten Fundamentalismus abzugrenzen gelernt hat!
Auch das ist eine Frage, die man nur sinnvoll beantworten kann, wenn man die bayerische Kulturhistorie kennt - unabhängig davon, wie man die Frage beantwortet, ob und wie viele religiöse Symbole da nun hängen dollen/müssen?! - oder nicht.
Bei der Wissensvermittlung ist also das Wissen um religiöse Strutkuren notwendig!
Das finde ich ja auch Carsten! Cool!
Die Überlegung die da „dahinter“ steckt ist eben diese hier:
Anhand von Nahrungsmitteln gedacht, nur als einfaches Beispiel:
Wenn ein Kind aufwächst bis zu 80 Jahre alt wird und stets sagen wir mal Bohnen oder Erbsen gemocht hat, ändert sich das ja nicht bloß weil diese Person zum Beispiel nach Australien zieht. Auch dort in anderer Kultur mag er oder sie Bohnen und Erbsen. Das, finde ich ist auch bei Religionen Kulturen und Sitten so. Es soll ja auch keiner alles so machen wie es üblich ist, sondern Bestätigung erfahren dass es einem „gegönnt“ wird. Also das eigene ok ist.
Oder zumindest nicht schlecht gemacht wird.
Fundamentalismus ist also nicht die Verliebtheit in die eigene Art und Weise, sondern das „Missgönnen“ anderer Arten und Weisen. Es geht finde ich darum „sich zu gönnen“ aber den anderen auch das ihrige. So findet auch eine Vielfalt und Bereicherung statt unabhängig von Herkunft doch am gleichen Ort oder Land.
Die Frage beschäftigt mich eben. Wenn ich mein Land liebe und die Leute darin, dann will ich doch ihnen etwas „gönnen“. Missgunst und Neid sind also bei Wählern ein Argument. Sich selbst etwas gönnen und auch sich freuen können darüber vielleicht eine Antwort darauf. Wenn man nicht schätzt was man hat, wie kann man dann anderes schätzen? Danke für eure Beiträge! Ich schmöcker noch weiter…
Fundamentalismus kann viele Ursachen haben (ich bin kein Soziologe
Und er ist sicher auch nicht auf das Religiöse beschränkt (da sind wir uns sicher einig!).
Die Toleranz als Voraussetzung des „Anders-sein-Gönnens“ setzt aber voraus, dass aus dem Verhalten der anderen (gefühlt?!) keine „ernsthafte Gefahr“ für die eigene Position (und sei es nur im Status Quo) ausgeht.
Wenn die Einschätzung einer Gefahr vorliegt, dann gilt nämlich nicht
Sondern dann gilt eher: weil man schätzt, was man schätzt, schätzt man andere, die eine - und sei es nur gefühlte - Gefahr für das selbst Geschätzte darstellen, nicht mehr. Zu groß ist das Risiko, das selbst Geschätztes zerstört wird.
Die wichtige Frage ist dabei natürlich: besteht diese gefühlt wahrgenommene Gefahr tatsächlich.
Der Fundamentalismus ist eine Gefahr, da er immer die eigene Position über die aller anderer stellt mit dem Anspruch, gegenläufige Positionen zu zerstören.
Deswegen ist Toleranz auch gegenüber dem Fundamentalismus (wenn man nicht gerade in Heiliger oder die Reinkarnation Jesu ist
höchst problematisch - um es vorsichtig zu formulieren…
Und hier sehe ich, daß manche religiösen Fundamentalisten eben keine Bereicherung unserer, sagen wir mal humanistischen, Kultur sind. Ein Moslem, der in Deutschland Kalifat und Scharia einführen will, tut nicht gut.
Wobei es abgesehen von gewissen Moslems auch andere „Kulturen“ gibt, die ich hier nicht haben will.
Ein Fundamentalist ist niemals eine Bereicherung! Er erklärt jede von seinem Fundamatalismus abweichende Positionen per se nicht nur für falsch sondern auch für bekämpfenswert. Genau das macht ihn zum Fundamentalisten.
Etwas anders verhält es sich mit Menschen, die zutiefst von etwas überzeugt sind - sie ändern zwar vielleicht ebenso wenig ihre Meinung wie die Fundmantalisten - sie behalten aber ihre feste Position für sich und können trotzdem eine Bereicherung sein - eben, weil sie nur etwas, dass sie für sich für richtig erkannt haben, gegenüber anderen unverbindlich zur Disposition stellen und es anderen überlassen (mithin tolerant gegenüber anderen sind), ob und was sie davon übernehmen.
und das stellst Du als Mitglied einer Partei fest, wo es „Fundis“ und „Realos“ gibt …
Wenn man sich so manche Diskussionen so ansieht, gibt es ja auch bei uns einige Leute, die das System fundamental umkrempeln wollen und dabei kaum Rücksicht darauf nehmen, ob das auch funktionieren wird - ja noch nicht mal Rücksicht darauf nehmen, ob sie jemals Gestaltungsmacht bekommen können … Hauptsache man kann seinen Ansichten treu bleiben !
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Unsere „Fundies“ sind keine echten FundamentalistInnen. Sie wollen zwar vieles „radikal“ verändern - aber sie bieten dies als Alternative zu den ihrer Meinung nach zu laschen „Realokurs“ an, und überlassen es dem gesitteten (??) Dialog und dem demokratisch legitimierten Meinungsbildungsprozess, der dann irgendwann in konkreten Beschlüssen bis hin zu Gesetzgebung führt, was sich am Ende durchsetzt - dabei verlieren sie (hoffentlich) nicht den Respekt gegenüber dem innerparteilichen „Mitbewerber um Lösungen“ in Form der Realos.
Sie sind so gesehen immer noch in dem Toleranzbereich, den ein politischer Diskurs erfordert, auch wenn sie so von ihrer Position überzeugt sind, das wenig bis gar kein Spielraum für Kompromisse da ist.
Was die Rhetorik angeht, so gebe ich Dir allerdings recht - da habe ich auch schön Töne vernommen, die sehr nahe an den „echten“ Fundamentalismus heranreicht. Das finde ich übrigens durchaus nicht akzeptabel - aber ich begegne diesen Personen natürlich nicht mit der gleichen Rhetorik, sondern versuche, ihre Position durch Gegenargumente zu entkräften bzw. ihren Sprachstil deutlich als überzogen zu entlarven - wenn man die Absolutismen, die da ganz schnell im Raum stehen, wörtlich nimmt, kann man daraus schnell wunderbar Szenarien konstruieren, die selbst die Leute, die so was aussprechen, gar nicht wollen.
So ist das auch mit AfD-Wählern. Wenn man ihnen gegenüber Szenarien entwirft, die aus dem Parteiprogramm oder auch aus den Bemerkungen von Höcke, Weidel und Chrupalla resultieren, kommt man oft schnell an einen Punkt, der nur noch für wirklich ganz große Hardcores noch akzeptabel sind.
Das interessante daran ist, dass sich hinterher immer keiner vorstellen kann, dass das wirklich so wörtlich gemeint war… ![]()
Hier sollten wir die Leute aber durchaus sehr ernst nehmen, und nicht auskommen lassen in Richtung „wird schon nicht so kommen…“
Ein gutes Beispiel (zumindest heir in München) ist die Kopftuchmädchendebatte vor Frau Weidel vor graumer Zeit - viele kennen in München in ihrem persönlichen Kreis Frauen, die - aus welchen Gründen auch immer - ein Kopftuch tragen - wenn die alle plötzlich verschwinden, weil das Kopftuch das Kriterium ist - so, wie das Frau Weidel seinerzeit immer wieder formuliert hat -, dann müssten sich viele fragen, was dann aus ihren netten Nachbarn wird. Und dann kommt oft das Argument, dass „…das sooo doch gar nicht gemeint ist/sein kann…“
Warum das nicht vielleicht doch so gemeint gewesen ist, bleiben die Leute im Gespräch oft schuldig, bzw. können sich „das nicht vorstellen“ - aber genau dazu muss man sie bringen. Sich vorzustellen, was passiert wenn das tatsächlich in dieser Schärfe, wie es formuliert wird, Realtiät nach der nächsten Wahl wird. Gutes Beispiel könnte aktuell die Abschaffung der Schulpflicht sein, die von AfD’lern derzeit ins Gespräch gebracht wird - man stelle sich vor, es gäbe sie, die Schulpflicht, tatsächlich nicht mehr…
Hallo lieber Carsten und lieber Harno,
Danke für eure prompte Antwort! Und ja das sehe ich absolut auch so. Es kann aus welchen Gründen auch immer und woher auch immer nicht gut sein, humanistische Länder radikalisieren zu wollen! Meine Intention ist eher, die Leute anzusprechen die im „Dazwischen“ sind und zwar auf beiden Seiten. Also Hier Ansässige mit Bräuchen und Kulturen und „Neuen Inländern“ mit Bräuchen und Kulturen. Also am besten das Kind nicht mit den Bade ausschütten. Natürlich gibt es in jedem Land extreme Vorstellungsträger und auch Leute die friedlich leben wollen. Das klar voneinander zu trennen wird nicht gelingen. Zeichen zu setzen, des Humanismus, das geht. Und da gehören auch Recht auf Brauchtum und Religiösität dazu. Im Endeffekt können nur in Begegnungen miteinander humanistisches entstehen. Zum Beispiel ein Fest „All Inklusive“, das am Samstag hier bei uns statt fand. Das war ein tolles, entspanntes Fest. Alle möglichen Leute jung wie alt, Neu im Land und auch schon länger da, Handicapleute und „Normalos“ fanden sich zusammen, trotz Hitze. Mit Mini Open Air am Schluss. War wirklich sehr schön. Das man einfach das Gefühl hatte: Ich bin auch voll ok! Obwohl manche nicht geduscht hatten, manche „anders“ aussahen, weil sie eben Spastiken hatten, anderen sah man an dass sie etwas anderes an Kultur pflegen, zum Beispiel waren Leute aus Marokko da. Und und und… das macht Laune sich einfach ein wenig kennen lernen zu dürfen.
hier interessante Zahlen, ab ca. 08:30 des Videos
Es geht um das Wählerpotential der Parteien.
Wieviel % können sich vorstellen, die Partei zu wählen?
Wenn das stimmt, wäre die AfD am Anschlag.
Dreht sich die Stimmung, könnten die anderen Parteien wieder deutlich zulegen
Sehr interessant - auch wenn es nicht so 100%ig stimmig erscheint - denn das bedeutet doch, dass es keine weitern Wählerwanderungen zur AfD geben wird, weil sich das ausser denen die bereits AfD wählen, keiner vorstellen kann. Wenn es demnach einen Zuwachs gäbe, läge der ausschließlich darin begründet, dass alte nicht-AfD-Wähler wegsterben und sich unter den jungen Erstwählern mehr als 28% vorstellen könnten, die AfD zu wählen…
Oder habe ich da einen Denkfehler?
(OK. das einzige, was mir da noch einfiele, wäre, dass es tatsächlich Menschen gibt, die sich das heute noch nicht vorstellen können - und in 2 Jahren dann doch - aber das sind dann entweder sehr wankelmütige - oder die AfD müsste sich dramatisch von ihrem völkischen Ansatz abkehren - was ich für rel. unwahrschienlich halte…)
Zwischen „grundsätzlich vorstellen eine Partei zu wählen“ und der tatsächlichen Wahl liegt ein weiter Weg. Ich könnte mir auch grundsätzlich vorstellen, weniger Fleisch zu essen, ich werde es aber sehr wahrscheinlich nicht tun.
Also ich weiß nicht, was diese Zahlen wirklich aussagen. Wer sagt denn, dass das AfD Potenzial nicht steigt? Wäre vielleicht noch interessant zu wissen, wie das vor 10 Jahren ausgesehen hat.
Bei der AfD fällt auf, dass sich ihr Potenzial einerseits mit dem Aufstieg in der Sonntagsfrage kontinuierlich erweitert hat, es wurde kein zwischenzeitlicher Rückgang gemessen. Andererseits liegt das Potenzial nur knapp über dem Umfragewert. Die „stille Reserve“ der AfD ist deutlich kleiner als bei den übrigen Parteien.