Wahl-O-Mat (Bayerische LTW 2023) - Was ist Euer Ergebnis?

Ich darf zwar in Bayern nicht wählen, die Grundsatzprogramme der Parteien sind aber zwischen den Ländern nicht so unterschiedlich.

Ihr Wahl-O-Mat-Ergebnis | Wahl-O-Mat (spiegel.de)

Hier mein Ergebnis (Übereinstimmung):
SPD - 82,2 %
DIE LINKE - 76,7 %
ÖDP - 72,2 %
Die PARTEI - 71,1 %
GRÜNE - 70 %
Tierschutzpartei - 70 %
V-Partei - 68,9 %
PdH - 67,8 %
Volt - 66,7 %
FDP - 55,6 %
FREIE WÄHLER - 48,9 %
dieBasis - 46,7 %
AfD - 40 %
BP - 38,9 %
CSU - 32,2 %

Nicht zum ersten Mal bin ich überrascht über die relativ geringe Übereinstimmung mit den Grünen. Die Gründe für meine angebliche Präferenz der SPD gegenübner den Grünen liegen an folgenden Thesen:

Längere Öffnungszeiten (Geschäfte in Bayern sollen werktags auch nach 20 Uhr geöffnet haben dürfen) - Ich bin dagegen
Freie Grundschulwahl (Eltern sollen die Grundschule für ihr Kind unabhängig vom Wohnort wählen dürfen) - Ich bin dagegen
Mindestlohn bei Pflichtpraktika (Bayern soll sich dafür einsetzen, dass bei Pflichtpraktika der Mindestlohn gezahlt werden muss) - Ich bin dafür
Freier Eintritt in Museen (Der Eintritt in die staatlichen Museen in Bayern soll für alle frei sein) - Ich bin dagegen
Medizinstudienplätze für Landärzte (Ein Teil der Medizinstudienplätze soll weiterhin an Menschen vergeben werden, die sich verpflichten, später als Ärztin oder Arzt auf dem Land zu arbeiten) - Ich bin dafür
Verpflichtendes Vorschuljahr (Für alle Kinder in Bayern soll es ein verpflichtendes Vorschuljahr geben) - Ich bin dafür
Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel (Bayern soll sich dafür einsetzen, dass die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel gesenkt wird) - Ich bin dagegen
Leistungskürzungen beim Bürgergeld (Empfängerinnen und Empfängern von Bürgergeld sollen weiterhin die Leistungen gekürzt werden können, wenn sie Jobangebote ablehnen) - Ich bin dafür

Wie sieht es bei Euch aus? Wie ernst nehmt Ihr diese Spielerei?

Meine Übereinstimmungen:
Volt 73,8 %
PdH 72,5 %
DIE LINKE 72,5 %
SPD 71,3 %
Die PARTEI 68,8 %
GRÜNE 67,5 %
ÖDP 63,8 %
Tierschutzpartei 61,3 %
FDP 50 %
dieBasis 48,8 %
FREIE WÄHLER 43,8 %
BP 38,8 %
CSU 37,5 %
AfD 31,3 %

Die eher mäßige Übereinstimmung mit meiner Partei wundert mich wenig und liegt vor allem an Themen, die mir eher weniger wichtig sind.

Ich find diese „Spielerei“ gut, nicht unbedingt um darauf seine Wahlentscheidung zu begründen, aber um sich selbst mal zu hinterfragen und vor allem auch um zumindest ganz grob auf ein breiteres Spektrum von politischen Themen zu stoßen. Über die Fragenauswahl kann man sicher streiten, aber in meinen Augen schaffen es die Ersteller des Wahl-O-Mats immer wieder recht prägnante (teils auch provokante) Fragen zu sehr unterschiedlichen politischen Themen zu formulieren. Dass das Ergebnis oftmals ziemlich daneben liegt, liegt in meinen Augen vor allem an der mangelnden Gewichtung - man kann Fragen nur einfach oder doppelt werten (oder ganz auslassen). Und die Fragen selbst lassen sich auch nicht immer mit einem klaren „Ja“ oder „Nein“ beantworten. Das reicht mir zumindest nicht um meine politische Meinung auszudrücken.

Edit: Jetzt hab ich das gleiche nochmal mit dem hessischen Wahl-O-Mat gemacht und bin völlig verwirrt … Ergebnis:
FDP 62,5 %
FREIE WÄHLER 61,3 %
dieBasis 56,3 %
GRÜNE 55 %
V-Partei³ 55 %
PIRATEN 53,8 %
CDU 53,8 %
ÖDP 53,8 %
ABG 52,5 %
SPD 51,3 %
Tierschutzpartei 50 %
Partei für schulmedizinische Verjüngungsforschung 50 %
AfD 48,8 %
DKP 47,5 %
APPD 47,5 %
KLIMALISTE WÄHLERLISTE 46,3 %
Die PARTEI 41,3 %
PdH 41,3 %
Volt 40 %
DIE NEUE MITTE 40 %
DIE LINKE 38,8 %

Wusste gar nicht das es eine Partei für Unsterblichkeitsforschung gibt. Ineressant..

Beim hessischen Wahl-O-mat liege ich noch weiter von den Grünen entfernt, immerhin noch knapp besser als die DKP. Erstaunlich die Freien Wähler, die zumindest laut diesen Thesen in Hessen wählbar erscheinen.

V-Partei - 86,9 %
KLIMALISTE WÄHLERLISTE - 83,3 %
Tierschutzpartei - 78,6 %
SPD - 72,6 %
FREIE WÄHLER - 70,2 %
Die PARTEI - 70,2 %
ÖDP - 67,9 %
GRÜNE - 67,9 %
DIE LINKE - 66,7 %
DKP - 66,7 %
PIRATEN - 65,5 %
PdH - 63,1 %
Volt - 60,7 %
Partei für schulmedizinische Verjüngungsforschung - 57,1 %
ABG - 57,1 %
dieBasis - 53,6 %
APPD - 52,4 %
CDU - 48,8 %
DIE NEUE MITTE - 45,2 %
FDP - 45,2 %
AfD - 38,1 %

Der Wahl-o-mat gibt auch bei mir nicht meine tatsächlichen Präferenzen wieder - das liegt zum einen daran, dass die Fragen so gestellt sind, wie sie eben gestellt sind (oftmals knapp an der eigenen Vorstellung bezüglich des Themas vorbei formuliert) und vor allem, da nur die Punkte im Wahlprogramm als Verheißung abgefragt werden - und nicht die Randparameter, die vielleicht - wenn überhaupt, die Durchführung erst ermöglichen - so bleibt bei der Linken völlig unklar (und es wird im Wahl-o-mat nicht abgefragt), wie das alles finanzierbar sein soll - auch bei der AFD ist das Mittel der Wahl die Ausgrenzung, die ich zum Erreichen - egal welchen - Ziels komplett verneine - daher kann das Ergebnis nicht richtig sein!

Dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu

schräge Sache.
Ganz oben Parteien, deren Kürzel ich nicht mal entschlüsseln kann.
Aber AfD auf dem letzten Platz, das ist doch schon mal schön.
Die ersten Plätze sind sehr nah beieinander, 63-59, dann ist man bei den Grünen, das passt für mich schon.
es sind zT auch Fragen zu banalen Themen (freier Eintritt in Museen), die mir mehr oder weniger egal sind, deren Beantwortung dann aber uU das Ergebnis beeinflussen.
Allzu viel würde ich nicht drauf geben, aber interessant ist es allemal, vor allem, wenn man die Begründung ansieht und die Aussagen der verschiedenen Parteien.

Ich nehme sie zumindest ernster als alle Bauchgefühle oder Wahl-Traditionen, auf die sich viele berufen. Der Wahl-O-Mat deckt bekanntlich nicht alles ab, aber er kann eine hilfreiche Orientierung sein, gerade für eher unpolitische Menschen, die trotzdem eine halbwegs vernünftige/begründete Entscheidung treffen möchten.
Mein Ergebnis (ohne Gewichtungen, von denen ich üblicherweise 3-5 vornehme) sieht so aus:

Ich bin ehrlich überrascht, weil die SPD bei mir noch nie vorne lag (wohne aber auch in BaWü). Die ÖDP schneidet bei mir häufig einen Tick besser ab, als B90/GRÜNE. Der große Abstand zur SPD erstaunt mich, sonst habe ich die Grünen immer in den TOP 3, das kann aber an der hier fehlenden Gewichtung liegen.

Nicht nur bei dir, sondern auch bei allen anderen, die hier bislang ihr Ergebnis gepostet haben ist die SPD deutlich vor den Grünen.

Ich möchte daher Genosse Jörg @WitzelJo bitten, das Forum in „das rote Forum“ umzustreichen :winking_face_with_tongue:

Neben der richtigen politischen Ausrichtung gehört für mich zur Wahlentscheidung auch ganz stark, welcher Partei ich die notwendige Durchsetzungskraft und den notwendigen Durchsetzungswillen zutraue. Da fallen die Kleinparteien als Wahlmöglichkeit raus, da sie keine Perspektive auf ernsthafte Gestaltungsmöglichkeit haben. Und bei der SPD habe ich den Eindruck, dass sie noch deutlich träger und im Zweifelsfall eher konservativ (im Wortsinn) Verändeungen angehen als die Grünen das machen.

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Sehr ernst. :crazy_face:

Ich studiere eure Ergebnisse sehr genau, damit ich weiß, mit wem ich es zu tun habe.

Besonders interessant finde ich zum Beispiel dieses Ergebnis von einem von euch:

Grüne 59,6 %
Freie Wähler 57,4%

Kaum ein Unterschied.

Um das zu behaupten oder zu mutmaßen bedarf es mehr als einen Zahlenvergleich. Nehmen wir an, das Ergebnis wäre in beiden Fällen 50% gewesen. Dann könnte es theoretisch sein - wenn auch unwahrscheinlich - , dass es trotzdem zu keiner einzigen übereinstimmenden Antwort gekommen ist. Der Schwäche fehlender Gewichtung hat der Wahl-O-Mat ja irgendwann mal mit der Möglichkeit zur Gewichtung etwas entgegengewirkt. Was völlig fehlt sind sog. KO-Kriterien, bundespolitische Positionen, die man trotzdem auch auf anderen Wahlebenen einfließen lässt und natürlich alle möglichen Sachfragen, die gar nicht abgefragt werden konnten. Trotzdem ist es ein geradezu revolutionäres Tool um v.a. politisch unbedarfte BürgerInnen mit Positionen zu konfrontieren, über die sie vielleicht nie nachgedacht haben bzw. die sie fälschlich bei einer bestimmten Partei verortet haben.

Was nicht heißt, dass ich solche Fälle wie den von dir zitierten nicht auch interessant finde, aber man müsste sie sich den Grund für das Ergebnis im Detail anschauen, um daraus evtl. Rückschlüsse auf eine etwaige „Gesinnung“ schließen zu können. Interessant finde ich z.B., dass bei @lawandorder die Spreizung zwischen der höchsten und niedrigsten Übereinstimmung nur etwas über 23% liegt, aber auch daraus kann ich kaum etwas herausinterpretieren.

Einige Leute ziehen sogar vom Bauchgefühl her Rückschlüsse auf eine etwaige „Gesinnung“ anderer und unterstellen ihnen diese dann.

Da bietet ein solcher thread eine Möglichkeit, sich dafür einmal zu revanchieren.

Interessant ist es eigentlich nur in Kombination mit diesem thread hier:

:popcorn:

Also, wenn es einen @Vereinsvorstand Beschluss dazu gibt, können wir gern auch die URL das-rote-forum.de reservieren, die URL ist noch frei :slight_smile:

Also die bedeutungslosen Parteien habe ich ausgelassen. Aber davon abgesehen ist mein Ergebnis, wie deins @anonymeNutzer :slight_smile: Nur mit schlechteren Quoten.

Ich habe auch mal den Schritt gewagt, habe aber auch alle Parteien ausgewählt.
CSU, Freie Wähler und AfD Gott sei Dank ganz weit hinten.

Aber immerhin bei den Grünen 89 Prozent.

Ich finde es immer wieder witzig, wie gut DIE PARTEI abschneidet. Sonneborn im Europaparlament ist eine echte Bereicherung [1]


  1. nicht von Sonneborn sondern für alle Wähler :slight_smile: ↩︎

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Grundsätzlich sympatisiere ich ja auch damit, aber natürlich wähle ich sie nicht, weil sie das Höchstalter für die Wahlberechtigung auf 50 setzen wollen.

Als ehemaliger DiBler ist es mir bzw uns dort immer wichtig gewesen seitdem das möglich ist beim Wahlomat immer alle Parteien einzublenden auch die unwichtigsten, gehörten wir ja dazu.

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Ui, das wusste ich noch nicht. Coole Idee. Wäre mir recht :slight_smile:
Wobei 50 ziemlich niedrig ist. Sagen wir 65 - 67 so wie das Renteneintrittsalter.

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Mal abwarten in zwei Jahren wird Sonneborn 60 vielleicht ändert sich das dann ja noch auf 60 weil ich denke mal damit wollte Sonneborn sich selbst ausschließen.
Das ist so die umgekehrte sinnlos Logik bei uns in Deutschland ein 13-Jähriger darf nicht wählen, darf sich aber zum Wählen aufstellen lassen.