Wachstum und Wohlstand vs. Umwelt- und Klimaschutz: Ist Suffzienz die Lösung?

Ich glaube, es war nie eine Lösung für die Endlagerung von Brennstäben gefunden worden. Andere Staaten haben nach meinen Informationen die besseren Bodenbeschaffenheiten aus Erdmaterialien, die eine Lagerung sicherer machen sollen als in der BRD, so hatte ich es vor einiger Zeit gelesen. Inwieweit neue Techniken für die Kernkraft helfen, mir fehlt da das Wissen, z.B. hinsichtlich der Wiederverwendbarkeit von Brennstäben. Es scheitert zurzeit daran, dass die Wiederaufnahme der Kernkraft enorme Investitionskosten bedeuten würde.

Die Grünen werden nicht dumm sein und die Augen verschließen. Aber selber die FDP hat sich doch auf ihrem kürzlichen Parteitag mehrheitlich gegen einen Wiedereinstieg in die Atomkraft ausgesprochen. Es gilt jetzt die Regenerativen auszubauen.

Der Energiemix kommt heute noch nicht ohne Atomstrom aus Frankreich aus. Wo ist das Problem? Wir selber setzen auf den Ausbau von Regenerativen und importieren für die Übergangszeit aus Frankreich noch Atomstrom. Ich sehe darin keinen Widerspruch.

Aber die Grundlast war doch bisher kein Problem. Ich denke auch, dass das Wirtschaftsministerium die Schwierigkeit mit der Grundlast im Griff hat. Schwierig könnte es lediglich werden, wenn wir einen extrem harten Winter bekämen. Nicht umsonst hatte man die Entscheidung entgegen der früheren Auffassungen von den Grünen mitgetragen, dass über den Winter 2022/ 2023 noch Atommeiler eine Zeit lang nicht abgeschaltet wurden, um zusätzliche Sicherheit für einen solchen Fall zu haben.

Das Heizungsgesetz ist der Anfang vom Ausstieg aus der Beheizung mit fossilen Brennstoffen. Ich sehe da kein Kernproblem des Gesetzes, es war nötig dieses Gesetz zu beschließen.

Das Gesetz basiert nicht allein auf Wärmepumpen. Für jedes Gebäude können passende Beheizungsstrategien entworfen werden. Nicht immer ist die Heizungspumpe die richtige Empfehlung.

Als das Gesetz noch im Entwurf vorhanden war und an die Öffentlichkeit gelang war das in der Tat ein Problem. Viele Haushalte waren allarmiert und die Handwerker überfordert. Ich hatte zuletzt einen Bericht im Fernsehen gesehen, dass sich die Situation für die Handwerker entspannt hat. Die sind nun bereit für Aufträge.

Wo steht das drin? Im AFD-Programm vielleicht?

Es ist doch kein ungeschriebenes Gesetz, dass Wind, Sonne, Du darfst auch Wasser nicht vergessen, nie reichen werden. Es gibt doch bereits die Zusammenführungen im internationalen Handel der regenerativen Energien. Also Länder, die gut Energie mit Wasser erzeugen können, arbeiten mit Ländern, die Wind und Sonne als Energiequellen nutzen wollen, zusammen.

Hier ein Beispiel, welches @Hedi hier vor Monaten eingebracht hatte:

Grüner Strom: Stromleitung NordLink zwischen Deutschland und Norwegen offiziell eingeweiht | iwr.de

Du kapierst es einfach nicht…

Wenn wir sowieso den Atomstrom als Übergangslösung brauchen, hätten wir die eigenen AKW verlängern müssen da die viel sicherer sind als die Ausländischen!

Ach ja, es gibt in Deutschland genug geeigneten Boden für ein Endlager , es will nur keiner das Endlager haben.. jeder sagt: " Nicht vor meiner Tür!"

Sonst gäbe es längst eines.. es fehlt nur der Wille sonst nix.. es ist alles dafür Notwendige vorhanden..

Warum? Warum siehst Du da einen Zwang? Sollten wir denn nicht mit Frankreich energiepolitisch zusammenarbeiten, nur weil die dort von jeher eine andere Einstellung zum Atomstrom haben als die BRD. Was die Sicherheiten unserer früheren Meiler betraf - im Vergleich zu manchen in Frankreich, da hast Du wohl einen Punkt.

Frankreich modernisiert nach meinem Informationsstand gerade aber viele Atommeiler.

Liefere Quellen zu Deinen Behauptungen, was die geeigneten Böden betrifft. Dass keiner ein Endlager haben will ist zudem ein Nachteil.

Aha! Du bist mit Deinem Companion also bereit in Deiner Nähe so ein Endlager aufzumachen?

äh ich sehe kein Problem damit.. allerdings nicht in meinem Wohnort weil es Im Saaland tatsächlich keine geeigneten Böden für Endlager gibt, Kohleflöze sind dafür definitiv ungeeignet..

Ausreichend Tiefe Bergwerke wären throretisch aber vorhanden, welche nicht mehr in Berieb sind..

Die tiefste Stelle im Saarland ist die Grube Reden mit einer Tiefe von knapp 1100 Meter!

Wäre mir für Atommüll zu versenken eigentlich tief genug.. Ein großer Föderkob für alles zu versenken ist auch noch betriebsfähig… Du kannst da Unten sogar Martathon laufen einmal im Jahr. in 1 KM Tiefe unter Tage..

Jährlich wird ein unterirdischer Marathon abgehalten.. (in kleinen Sportgruppen, kein großes Fest..)
würde auch mal gerne da runter fahen und mich da umsehen wie es da unten aussieht..

Nur leider ist der Gesteinstyp der Steinkohle- Grube nicht für Atommüll geeignet.. sonst wäre mir das bei der enormen Tiefe egal.. würde bei Eignung da durchaus Atommüll entsorgen..

**vielleicht wäre es auch eine Lösung Behälter zu entwickeln die günstiges Entsorgen von Atommüll in fast jeder tiefen Kohlegrube ermöglichen.. Dann hätte ich mit einem Endlager im Saarland gar kein Problem..

Denn die Aufwändige Standortsuche und Vorbereitung Verschingt viel Geld.. wahrscheinlich mehr als Behälter die für alle Gruben langfristig geeignet sind..

Neuartige Atommüll Behälter erforschen könnte helfen.. denn vergiss eins nicht,

man kann sowieso kaum sicherstellen dass ein Lager Millionen Jahre lange intakt bleibt..

vielleicht war das der falsche Lösungsansatz zur Entsogung?

Noch billiger wäre die Vermeidung langlebigen Atommüll gewesen mit anderen AKW- Typen!

Um mal wieder zum Thema zurück zu kommen.

Solange unsere Zeitgenossen z. B. es nicht mal hinbekommen an geschlossenen Bahnübergängen den Motor aus zu machen, die LKW-Fahrer den Motor beim Warten und Be-/Entladen den Motor laufen lassen und Zeitgenossen bei laufendem Motor am Straßenrand sich mit dem Handy beschäftigen sieht es mit Suffizienz schlecht aus.

Das ist aber die Krux am Endlagerproblem - ich bin sicher, dass man im Laufe der Jahrhunderttausende - sofern es bis dahin überhaupt noch Menschen gibt - eher von einem Zwischenlager ins andere zieht bzw. die Container wechselt - wir hatten bei der Asse vor nicht allzu langer Zeit mal das Problem, dass die Fässer alle wieder rauf geholt werden mussten, da sie anfingen, auszulaufen (nach nur 30 Jahren) - es gibt nun mal kein Material, das über diesen Zeitraum ~1 Mio Jahre Sicherheit bietet - der Begriff „Endlager“ ist also bestenfalls nur im Rahmen einer Stätte gedacht, ander das Material immer wieder von einem Behältnis in ein neues umgefüllt werden muss …
Außerdem ist die Ökobilanz derzeit, die Brennstäbe überhaupt nur herzustellen, durhaus nicht allzu gut.
D.h. es ist durchaus nicht so umweltfreundlich, wie immer argumentiert wird - das Uran, muß erst einmal abgebaut werden, wobei der Abbau i.d.R. mit fossilen Brennstoffen geschieht - dann ist da die Anreicherung (da weiß ich nicht so genau, in wieweit das elektrisch geschieht - auf jeden Fall ist die Verschiffung wieder mit schwerem Heizöl unterwegs - und ob die Züge alle schon elelktrisch fahren, ist auch unsicher…
Das mit der „sauberen“ Atomkraft ist also so eine Sache - natürlich ist sie sauberer dls des Bruankohlekraftwerk …

noch nicht, es ist aber eins denkbar.. denn die Materialforschung hat noch viel zu bieten.. man könnte Fässer vielleicht aus nicht Rostenden Material machen? Meines wisssen nach benutzt man dummerweise immer noch Alu und vor allem Stahlfässer für Atommüll.. rostet nun mal.. keine gute Idee..

Uranabbau geschieht tatsächlich noch mit fossiler Enegie.. aber der Gewinnung des Urans aus dem Uranerz wird chemsich gemacht mit dem Purex Prozess… dabei wird aus dem in Salzsäure oder ähnlichem Aufgelösten Erz mit einer Art Kerosin Gemisch das Uran aus dem Erz gezielt gelöst und abgefiltert.. das Filtrat wird vom Lösungsmittel getrennt und zu Uranhexaflurid verarbeitet.. diese Gasförmige Form von Rohuran wird dann in der Anreicherugnsanlage in die Zentrifuge geleitet um Spaltbares Uran zu erhalten, der Rest wird weggeworfen oder zu uranmunition verarbeitet..

Das Spaltbare Uran wird zu Festem Uranoxid verarbeitet dass in Pelletform für die Brennelemente gepresst wird.. dann hast du dein Brennelement.. brauchst nur nuch Zirkoniumrohr dazu..

Nein, das ist nicht die Krux. Wenn der technische Fortschritt so weitergeht, ist das bißchen Atommüll in tausend Jahren kein Problem, man schießt es einfach in die Sonne, fertig.

Was würdest davon halten, wenn die alten Römer versucht hätten, unsere heutigen Probleme zu lösen?

Aluminium bildet wie jedes Metall im Kontakt mit Sauerstoff eine natürliche Oxidschicht. Im Gegensatz zu Stahl kommt bei Aluminium das Wachstum der Schicht jedoch nach ca. 2,5-4 nm zum Stillstand und schützt so das darunterliegende Metall vor einer korrosiven Zerstörung.

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War das jetzt als Witz gemeint?

Wenn nicht:
Also die Probleme einfach den kommenden Generationen überlassen und einfach weiter machen wie bisher. Da wird dann schon irgendwer irgendwas erfinden. Hört sich bisschen nach FDP an.

Und in die Sonne schießen hab ich auch schon mal gelesen.

  1. Immenser Energieaufwand der Erdorbit zu verlassen. Sie Mondmission.
  2. Jeder hundertste Start, oder mehr, geht schief. Da wird dann der Müll wunderbar über die Erde
    verteilt.
    Keine machbare Lösung.

Neben Korrosionsfestigkeit sind aber noch andere Dinge wichtig.
Mechanische Festigkeit und Strahlen-Festigkeit/Dichtheit vor allem.
Habe dazu sogar was gefunden wo Alu und Eisen nebeneinander stehen.

Die Behälter sind wahrscheinlich auch nicht einfach aus Stahl sondern aus einer Legierung die dann noch mal andere (bessere) Eigenschaften hat.

Stimmt, wenn dir Römer bereits über Atomkraft verfügt hätten, und sich gedacht hätten, dass irgendwann schon jemand den Müll in die Sonne schießt, dann hätten wir wahrscheinlich jetzt bereits alles Uran aus dem Boden gezogen, und würden uns wahrsch2inlich mit dem tausendfachen an Müll immer noch die Frage stellen, wohin damit - abgesehen davon, dass wir wagrsxh2inlich seitdem schon tausende von Trsxhernoby-Unfällen gehabt hätten…

Überhaupt, die Römer - ihrem unstillbaren Hunger nach dem Rohstoff Holz (Schiffsbau) haben wir wahrscheinlich die Entwaldung Nordafrikas zu verdanken - in der Hoffnung, dass baldige Wiederaufforstungsprogramme die zunehmende Ve3wüstung schon in den Griff bekommen werden - und was machen wir uns überhaupt Gedanken über die Abholzung des Brasilianischen Regenwaldes, wo wir doch sicher in naher Zukunft eine technische Lösung finden werden, dort über vertical Farming bald mehr CO2 werden binden können als zur Zeit des Regenwaldes…

Die Hoffnung Probleme der Gegenwart rechtzeitig durch Innovationen der Zukunft schon zu lösen ist Betrug an der jetzigen und vor allem an zukünftigen Generationen - es kann gut gehen - muss aber nicht - und wenn wir so argumentieren, dann doch bitte konsequent - alle Probleme einfach aussitzen, und auf die Innovationen der Zukunft hoffen - verrate mir doch mal, woran Du festmachst, wo diese Hoffnung begründet erscheint - und wo nicht - die Triebfeder dieser Überlegung dürfen wir nicht daran festmachen, was wir gerade brauchen (z.B. Energie) - sondern es müssten „handfeste“ Belege vorhanden sein, dass wir kurz vor dem Durchbruch stehen - im Falle Radioaktivität sehe ich das noch weniger als beim Vertical Farming anstelle der Regenwälder .
Trotzdem bin ich dagegen, den Regenwald munter weiter abzuholzen…
Woher also der Optimismus?

Nein, das war nicht als Witz gemeint. Es macht doch überhaupt keinen Sinn, sich jetzt zu überlegen, ob die Menschen in 1000 Jahren oder meinetwegen 10.000 Jahren ein Problem mit Atommüll haben werden. Wenn ich Diskussionen höre, dass die Endlager für 1.000.000 Jahre sicher sein müssen, dann ist das ein Witz.

Und weil wir keine Lagerstätten finden, bei denen das mit 100%iger Sicherheit vorausgesagt werden kann, lassen wir das Zeug in Zwischenlagern liegen. Das ist Irrsinn!

Hast Du überhaupt gelesen, was ich geschrieben habe? Ich habe doch nicht behauptet, dass das heute machbar ist.

Es ging mir nicht darum, dafür zu plädieren, den bestehenden Atommüll weiter in den derzeitigen Zwischenlagern zu belassen - da bin ich Deiner Meinung, dass das „suboptimal“ ist - ich bin nur dagegen, weiterhin ungehemmt auf die „CO2-neutrale“ Atomkraft zu setzen, weiterhin ungehemmt zusätzlichen Atommüll zu produzieren, weil demnächst sowieso wegen des unglaublichen technologischen Fortschritts die Radioaktivität gar kein Problem mehr sein wird - so die Argumentation von @anonymeNutzer.
Denn wir so sicher sind, das alle Probleme sich durch zukünftige Technologien ohnehin allesamt in Luft auflösen - worüber sich noch Sorgen machen?

Ich dachte, „Nachhaltigkeit jetzt“ sei Konsens, statt: die zukünftigen Technologien werden schon für Nachhaltigkeit sorgen…
Es sei denn man nimmt dabei billigend inkauf, dass - sollten die Innovationen doch auf sich warten lassen, es notfalls durch Katastrophen und/oder Kriege schon zu einer hinreichenden Reduzierung der Verbraucher kommt (auch ne Idee, Nachhaltigkeit wieder herzustellen)- und selbst das könnte durch einen globalen Nuklearkrieg schlimmer ausgehen als in diesem Kakül „gedacht“ - und auch deutlich schneller passieren könnte als in dem schwer zu prognostizierenden 1000 Jahren…

Ich habe ja nicht gesagt, dass ich dafür bin. Man kann doch einen weiteren Ausbau der Atomkraft für unsinnig halten und trotzdem nicht jedes Argument der Atomkraftgegner für richtig halten.

Ich bin für Nachhaltigkeit, aber nicht absolut sondern nur in einigermaßen überschaubaren Zeiträumen. Wenn wir jenseits der 1000 Jahre-Grenze kommen, wird es immer sinnfreier und Nachhaltigkeit im Millionen-Jahre-Bereich ist absurd.

Kommt von mir kein Widerspruch - die Stoßrichtung waren hier primär nicht Deine Ausführungen, sondern die von @anonymeNutzer

Also du meinst, es ist kein Problem den kommenden Generationen ungelöste Probleme zu hinterlassen.
Können wir mit dem Klimawandel dann ja auch so machen.
Ist zwar nicht in 1000 sondern vielleicht in 100 Jahren, aber im Prinzip das gleiche.

Du meinst dann wohl, dass es vielleicht in x Jahren machbar ist.
Ich halte das auch in x Jahren aus genannten Gründen für keinen gangbaren Weg.
Von „heute“ habe ich auch nichts geschrieben.
Das ist ein ungedeckter Scheck auf die Zukunft. Wenn der platzt, haben eben andere das Problem. So leicht licht sollte man es sich nicht machen.

Das Problem ist weniger dass man keine 100%-Lösung hat, sondern das es niemand vor der Haustür haben will. Deshalb haben wir nicht mal eine 80%-Lösung.

Nein, das ist überhaupt nicht das gleiche. Wie kommst du darauf?

Wenn das das Gleiche wäre, dann überweise mir morgen 1000 Euro, ich (oder meine Erben) überweise dir (oder deinen Erben) in 100 Jahren dafür auch 1000 Euro.

Vermutlich ja. Nimm meinetwegen 10.000 Jahre.

Es geht nicht um das leicht machen. Es geht darum, überhaupt ein Endlager zu haben.

Da wiederum hast du recht.

Ist Suffizienz die Lösung?