Es ist sicher nicht die Lösung, aber ein Baustein kann sie sicher sein. Dazu kommen Effizienz und Transformation der Energiebereitstellung.
man kommt aus dem Kopfschütteln nicht raus.
Suffizienz? Vergiss es.
Adele gibt in München 10 Konzerte vor jeweils ca. 80.000 Zuschauern.
von den 800.000 Zuschauern fliegt offenbar die Hälfte oder ein Drittel extra für das Konzert nach München.
Früher flogen (oder fuhren) die Musiker die Länder und Städte ab, heute fliegen hundertausende Fans zu zentralen Konzertorten.
Und es rechnet sich offenbar für die Amis sogar, weil die die Tickets da mehrere 1000 EUR kosten können.
Dass das Fliegen vielleicht auch gewisse „Nachteile“ hat, interessiert kein Schwein.
Ein Wahnsinn.
"Sein erstes Mal kostete ihn schon ein Vermögen. 400 Dollar blätterte er damals hin, für einen Platz ganz oben in der letzten Reihe, in einem Stadion in Chicago. Das zweite Mal, als John Killingbeck seine Lieblingssängerin sah, diesen Frühling in Las Vegas, zahlte er sogar 800 Dollar. Nun, in München, auf seinem dritten Adele-Konzert, liegt der Eintrittspreis nur bei einem Viertel davon. Es habe sich deshalb „etwas ökonomischer“ angefühlt, sagt der junge Mann, extra für den Auftritt Flüge nach München zu kaufen.
John Killingbeck, ein dunkelhaariger Jurist Anfang 30 aus Washington, D.C., ist ein Adele-Ultra beziehungsweise ein Daydreamer. So wie die Fans vieler großer Stars – die Swifties (Taylor Swift), die Beliebers (Justin Bieber), die Stylers (Harry Styles) – haben sich auch die Anhänger von Adele einen eigenen Namen gegeben. Er liebe die britische Sängerin für ihre Authentizität, sagt er: „Sie entblößt ihre ganze Seele in ihren Songs.“ Mit seinem Partner wird er im August also 7000 Kilometer weit nach München fliegen. Für schätzungsweise zwei Stunden Livemusik.
Er ist damit Teil eines Reisephänomens, von dem man in letzter Zeit immer öfter liest. Gig-Tripping oder auch Tour-Tourism nennen es Reiseveranstalter und Blogger, wenn der Hauptzweck einer Reise ist, ein Konzert zu besuchen. Während der vergangenen 50 Jahre war es meist andersherum: Die größten Stars tourten monatelang mit ihrem Tross um die Welt, um annähernd in die Nähe ihrer weit verstreuten Fans zu kommen. Nun reisen die Anhänger immer öfter zu ihren Idolen, selbst wenn diese am anderen Ende des Planeten auftreten. Es ist nicht ganz die Umkehr des Prinzips Welttournee, aber durchaus eine beachtliche Erweiterung, nicht nur wirtschaftlich gesehen, sondern auch ökologisch.
…
Was das Gig-Tripping für viele Fans überhaupt erst erschwinglich macht, ist das Preisgefälle zwischen amerikanischen und europäischen Tickets. Während zum Beispiel in den USA besonders gefragte Karten für Taylor Swifts aktuelle Tournee auf Onlineplattformen bis zu 8000 Dollar kosteten, wurden sie in Deutschland nur für etwa 400 Euro gehandelt. Das hat damit zu tun, dass viele EU-Länder den gewerblichen Weiterverkauf von Tickets einschränken. Für ein Zwanzigstel des Preises scheint es sich dann offenbar für sehr viele zu lohnen, einmal den Atlantik zu überqueren. Für die vier ausverkauften Swift-Konzerte in Paris soll laut der Nachrichtenagentur Associated Press jedes fünfte Ticket ein Mensch aus den USA gekauft haben. Das allein wären mehr als 30 000 Besucherinnen, die vermutlich fast alle per Flugzeug angereist sind. In Sachen Nachhaltigkeit ist die Marke Taylor Swift ein Albtraum."
Da gibt es wenigstens eine „guten“ Grund für die Leute.
Wenn ich aber jeden Tag sehe, dass morgens auf den Supermarktparkplätzen die Handwerker mit laufenden Motoren (und offenen Fenstern) auf ihre Kollegen warten die einkaufen sind,
oder bei den LKW-Fahren und Straßenbauern die Motoren selbst bei langen bei Wartezeiten laufen gelassen werden, ganz zu schweigen von den laufenden Motoren an Bahnübergängen,
können wir bei vielen das Thema (freiwillige) Suffizienz getrost abhaken.
Übrigens alles Sachen die verboten sind. Aber keinen interessiert es solange das nicht verfolgt wird.