Veganismus als Religion oder eher als Eßstörung?

Ich möchte mich mal kurz ärgern.
Eben im Auto NDR Info gehört. Das neue Podcast über Fleisch, das echt in die Tiefe gehen soll.
Und was kam? Der übliche Bullshit.

Soweit ich gehört habe, waren alle Vorurteile drin, bis ich ausgemacht habe.

Das Rind generell pupst. (Tatsache: Das ist abhängig von Rasse und Haltungsform)

Experte: Moore wurden trockengeleg für Ackerbau und Viehzucht. Moderatorin: „Moore wurden für Rinderhaltung trockengelegt.“

Rinder und das Methan. (Weggelassen oder zumindest mal wieder nicht gewußt: Reisanbau ist ein größeres Methanproblem und außerdem: wieder nicht fossiler und rezenter C-Kreislauf getrennt erfasst.)

Moore sind trocken CO2 Quellen; Vernässung schwierig. Moderatorin: „Immer noch werden Rinder auf Mooren gehalten.“ (Weggelassene Info: Paludikultur mir Rindern macht Moore zu CO2 Senken.")

„Wälder sind CO2-Senken“ (Fakt: Sie verlieren aktuell diese Fähigkeit.)

„Wälder werden für Tierfutter abgeholzt“ (Jaja, die Sojabohne kam. Fakt: Viele Tiere bekommen die Reste des Ackerbaus oder so sollte und kann es sein.)

Wie üblich wurde nicht unterschieden zwischen Rind als Klimaschützer und Rind in Intensivhaltung.

Ich habe allerdings nach wenigen Minuten schon ausgemacht. Falls es jemand ganz anhören mag und die Sache noch besser geworden ist, höre ich gerne weiter an.

Und das soll nota bene der ultimative Podcast sein.

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Das ist der größte systematische Fehler, der gemacht wird.

Sobald man aber Weidehaltung fordert, kommt immer sofort das Argument, dass Fleisch und Milchprodukte dann nur noch für die Reichen seien.

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Oder dass das nicht die Realität sei. Da ist es ratzfatz vorbei mit einer Vision für eine bessere Zukunft.

Ist es in vielen Fällen ja auch nicht, man muss schon genau hingucken.

.. wollen

Das Ding ist doch das Heilsversprechen: Veganschrott von Monsanto kaufen und essen und so das Klima retten.

Da könnte man das Klima mit besserem Fleisch effektiver retten.

Was ich befürchte ist, dass die Leute, die jetzt Fleisch aus europäischer Weidehaltung kaufen, künftig gar kein Fleisch mehr kaufen, und die, denen es sowieso egal ist, weiterhin Fleisch aus industrieller Tierhaltung.

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Das hat S auch gesagt.
Deswegen bin ich so sauer auf NDR.
Ich habe eine Mail geschrieben.

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Ich finde den Titel zu einseitig.
Ich vermisse den positiven Aspekt.

Bei Veganismus? Ich vermisse den auch. Ich sehe keinen positiven Aspekt.

Der positive Effekt könnte sein, dass man nicht mehr ganz so viele Tiere halten muss, wenn insgesamt weniger Fleisch gegessen wird, und man diese dann besser halten kann.

Ob der Effekt allerdings eintreten wird, bezweifele ich, wegen dieses Problems:

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Das genau befürchte ich auch. Man wiegt sich in falscher Sicherheit und fühlt sich moralisch wie der Hulk und gibt sich auch so..

Das muss nicht sein. Ich kenne jemanden, der es einfach mal ausprobiert, wie man ohne Fleisch- und Milchprodukte auskommen kann, ohne anderen Leuten Vorhaltungen zu machen.

Es muss auch klar sein, dass vegane Ernährung nicht für jeden in Frage kommt.

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Gerade sehe ich, dass wir das Thema hier auch schon hatten.

Hier im Video sagt der Veganer, es sei eine Philosophie

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Weiß ich nicht, glaube eher nicht, das die Texte enthält, die einen religiösen Touch haben.

Meine Kritik an Veganern (außer ihrem militanten Auftreten) gilt auch nicht ihrer Weltanschauung und Lebensweise, sondern ihren Ersatzprodukten.

Veganer Fleischersatz ist keineswegs gesund (stark Salz-, Zucker und Fetthaltig, Carrageen, Acrylamid und 3-MCPD-Fettsäure-Ester, Mineralölrückstände, Methylcellulose, Phosphate, künstliche Aromastoffe, Farbstoffe) und ein hoch industriell verarbeitetes „Chemieprodukt“. Zudem müssen sie den Mineralstoff- und Vitaminmangel (Eisen und B12) ihrer einseitigen Ernährung oft durch künstliche Nahrungsergänzungsmittel ausgleichen.

Nüsse und besonders Mandeln (Mandelmilch) aus Californien haben einen hohen Wasserverbrauch und der Anbau führt zum Versiegen des Grundwassers. Ebenso problematisch sind die bei Veganern beliebten Avocados, ebenfalls hoher Wasserverbrauch und Abholzung der Tropenwälder.

Einsatz von Pestiziden und der weite Transportweg vom anderen Kontinent wird nicht in ihre Umwelt- und Klimabilanz eingerechnet.

Noch schlimmer wird es bei der Kleidung. Da sowohl Leder, als auch Schafwolle und Seide tabu sind, werden oft Textilien aus Kunstfaser und Schuhe aus Kunststoff getragen. Dass deren Produktion und vor allem deren Entsorgung ein großes Umweltproblem sind, wird gar nicht reflektiert.

Veganer sind in ihrem Lebensstil weder „Bio“ noch nachhaltig
In meinen Diskussionen mit ihnen können sie keine Antworten auf diese Aspekte geben und ändern schnell das Thema wieder Richtung Tierwohl und CO2, wo sie sermonartig immer wieder dieselben Thesen herunterrasseln, wie die Zeugen Jehovas ihr Glaubensschulungsprogramm.

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Ich sehe die als Fetisch an..
Jeder sieht beim gemeinsamen Grillen das Auspacken der Devotionalien.

Extra Teller werden nötig. Die Trennung der Produkte erfolgt strikt und erbarmungslos.

Peta würde ich auch nicht als religiös ansehen, da hast du wohl recht. Es fehlen Klerus und Gotteshäuser.

Oder sind die veganen Restaurants solche?

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Das war mir schon fast klar dass du das unbedingt missverstehen wolltest, aber wenn ich ein Thema beginne macht es vielleicht auch Sinn vor allen Dingen bei einem solchen Thema das ja bei dieser Partei einen hohen Stand hat ein wenig differenzierter heranzugehen.

Ich empfehle dir mal die Dokumentation Home.

Am Ende der Doku gibt es auch jede Menge eindringliche Zahlen.

Da geht es um ganz viele Aspekte eigentlich gar nicht so sehr um vegetarische oder vegane Ernährung aber sie zeigt auch wie unsere aktuelle Abnutzung der Erde ihr schadet. Und Massentierhaltung gehört dazu auch ein Teil von Gesunder Ernährung gehört dazu. Und es ist nun mal ein Fakt dass du bei veganer Ernährung nicht so viele Menschen findest die an Fettleibigkeit erkranken. Okay es gibt dafür andere Krankheiten, weil viele Leute die diesen Weg gehen einfach nicht das Gesamtbild begreifen was sie alles machen müssen damit das auch funktioniert. Nierensteine und so weiter und so fort sind bei denen dann wiederum sehr stark verbreitet. Hauptsächlich durch die Ersatzprodukte, darum kann man nur jeden raten, macht das wenn ihr wollt aber bitte lass die Ersatzprodukte wie Tofu weg.
Das Tofu das in deutschen Regalen steht das ist sowieso nur Müll.

Die Militante ist ja in der Szene eh schon durch die will da keiner mehr sehen.

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Du weißt nicht, dass ich das studiert habe?

Außerdem geht es hier nicht um Veganismus und seine scheinbaren ökologischen Vorteile.

Ich kenne übrigens ausgesprochen fette Veganer.

Aber darum geht’s hier nicht. Hier geht’s darum, dass sie nicht mir glauben, obwohl ich vom Fach bin, sondern dem Internet.

Warum? Darüber reden wir hier.

Nobody knows.

Ausgerechnet Tofu? Das ist doch okay.

Ich denke immer an sowas: