Gab es in diesem Zeitraum nicht auch Wärme- und Kälteperioden und können wir ausschließen, dass die Bison da auch einen, vielleicht minimalen Einfluss hatten?
Und selbst wenn das Klima stabil gewesen wäre, es könnte ja auch andere Veränderungen gegeben haben, die den Einfluss der Bisons neutralisiert hatten.
Das ist leider falsch. Wie oft soll ich dir das noch erklären?
Auch während eines Ressourcen-Kreislaufs kann es negative Auswirkungen geben. In dem Fall ist der negative Effekt der, dass bei diesem Kreislauf der Treibhauseffekt für ein paar Jahre verstärkt wird (auf 20 Jahre betrachtet 84, auf 100 Jahre betrachtet 28).
Und danach? Hört der negative Effekt dann wieder auf?
Oder behagt dir der Gedanke nicht, dass der aktuelle Anstieg der Temperaturen nicht natürlichen Ursprungs ist?
Ich frage mich oft, wer bei solchen Berechnungen eigentlich die Hand im Spiel hat. Es gäbe so viele gute Möglichkeiten, die THG zu reduzieren, aber dominant über alles ist das Rinderfleisch.
Ich wäre dafür, das Entwässern von Mooren für den Anbau von Palmen einzugrenzen.
Ohje. Es geht hier nicht darum, was mir behagt und was nicht. Es geht hier um den wissenschaftlichen Konsens dazu, wie aktuell CO2e-Bilanzen erstellt werden. Und da werden nun mal auch die Methan-Emissionen von Wiederkäuern hinzugezogen, die von uns Menschen gehalten werden.
Lese dir doch mal die letzten IPCC-Berichte durch, um dich auf den aktuellen Stand zu bringen, was in den Klimawissenschaften Konsens ist. Es gibt übrigens auch einen Sonderbericht zur Landnutzung, der ein eigenes Kapitel zu „Food Security“ beinhaltet.
Es gab/gibt nicht nur Bisons: Gnus in Afrika, Alpakas in Südamerika, Rentiere, Wisente, Yaks, … schon bei den Dinos gab es umherziehende Herden von Pflanzenfressern. Wobei ich nicht weiß, wie deren Verdauungssystem aussah. Ich vermute aber stark, dass es ähnlich aussah, wenn sie nicht nur Früchte, sondern auch Blätter gefressen haben.
Aber worüber streitet Ihr eigentlich? Es sollte doch unstrittig sein, dass das Ökosystem „umherziehende Herde von Pflanzenfressern“ ungefähr (je nach Gegend) klimaneutral ist, während die industrielle Tierhaltung in feedlots und Mastställen einen Methanüberschuss produziert.
Insofern führt es zu falschen Schlussfolgerungen, wenn man diese beiden Haltungsformen in einen Topf wirft.
Verwüstung ist nicht unbedingt allein durch den Klimawandel verursacht, so weit ich weiß. Es ist der Verlust der Bodenfruchtbarkeit und nicht zwingend der Mangel an Wasser. Niederschlag kann man einfangen/aufheben oder klug verwalten. Wenn aber die obere fruchtbare Bodenschicht weg ist, hilft Wasser auch nicht mehr.
Hier ist noch mal was zum Thema. Es wird zwar trockener, aber man pumpt trotzdem Grundwasser ab.
Es ist ziemlich schwer, was zu finden, was negative Auswirkungen des Klimawandels belegt. Denn es gibt immer noch den Menschen, der das Schlimme noch schlimmer macht.
Bösel scheint fast der einzige Landwirt in D zu sein, der für regenerative farming die Werbetrommel rührt. Der hatte auch schon Greg Judy als Redner auf seinen Schulungen zu Gast
Hier mal ein Schritt in die richtige Richtung, aber leider ohne Ergebnisse:
Bei uns stellt sich gerade die konkrete Frage, ob Eier von einem Bio-Vorzeigebetrieb mit Kreislaufwirtschaft CO2-neutral produziert wurden und wie ihre Klimabilanz gegenüber Gemüse ist. Kannst du so etwas beantworten?
Ich habe ein paar Angebote gefunden, die gegen Bezahlung Klimagasbilanzen für Einzelbetriebe erstellen würden, aber wenn man genauer nachsieht, befinden sich ihre Berechnungsmethoden gerade „in Bearbeitung“.
Um rezent oder fossil ging es bei meiner Frage nicht, sondern um die Haltungsform und das Tierfutter. Es ist ja ein großer Unterschied, ob ein Tier von Grünland oder vom Acker ernährt wird. Ich kann dazu aber keine Zahlen finden.