Ukrainische Wehrdienstverweiger nicht ausliefern!

was? gibt es Adlige in der Ukraine?
ist die Ukraine in der EU?
seit wann fördert die EU „Adlige“ als eigene Zielgruppe? und wofür?
nur weil irgendwas in MV passiert ist, muss es nicht überall sonst auf der Welt passieren.
Da fehlt jede Grundlage.

„Den Soldaten das Land geben.“
Ja, so eine großflächige Enteignung und den jahrelangen Streit darüber ist genau das, was die Ukraine nach dem Krieg braucht

Und was hat das alles damit zu tun, dass die Ukrainer für die Existenz ihres Staates kämpfen?
Und Du bemängelst bei mir freies Assoziieren …

Es ging darum, ob wir die Ukraine unterstützen oder als „Sklaven“ missbrauchen.
Ich habe gesagt, wir unterstützen sie beim Kampf um ihr Land.
Wem das Land zu welchen Teilen zivilrechtlich und grundbuchmäßig gehört, ist dabei nebensächlich. Und was 1990 ff. in MV passiert ist, ist dabei nicht mal nebensächlich, es ist völlig neben der Sache.

m.E. wäre das kein schlechtes Kriterium.
Ich verstehe nicht, warum jemand mit einem deutschen Pass nicht sein Heimatland verteidigen soll. Wenn er das nicht will, soll er die Staatsbürgerschaft ablegen und auswandern.
Aber nicht hierbleiben, die anderen kämpfen und sterben lassen und dann weiter hier leben, als sei nix gewesen. Das finde ich erbärmlich.

Für mich nicht, tut mir leid. Siehe oben.
Abgesehen davon frage ich mich auch, warum das den Leuten pünktlich zu Kriegsbeginn einfällt. Wie sind die vorher mit der Wehrpflicht in der Ukraine oder Russland klargekommen?
Wenn der Pazifismus erst am 25.2.2022 massenhaft ausgebrochen ist, ist das doch alles Unsinn, von wegen Gewissensgründe?!
Schlag den Leuten ins Gesicht und 90% schlagen zurück.

Mein Gott, das weißt Du doch alles selber.
Der eine soll verteidigen, der andere soll angreifen.
Der eine kämpft für einen halbwegs demokratischen Staat, der andere für eine Diktatur.
Bei dem einen erwarte ich, dass er eine halbwegs rechtsstaatliche Behandlung erfährt, bei dem, anderen nicht.
Das eine Land will ich unterstützen, das andere nicht.

Es geht hier doch nicht um abstrakt-widerspruchsfreie Denkmodelle, sondern um eine praktische, zielgerichtete Entscheidung. Diese abstrakten Glasperlenspiele haben für mich wenig Nährwert.
Du neigst dazu, alles so lange hin- und herzuwenden, bis es so kompliziert ist, dass man weder hü noch hott sagen kann. Kann man alles machen, wenn man viel Zeit hat und das Ergebnis eh egal ist. Aber so im richtigen Leben kann ich persönlich das nicht brauchen.

Dann, wenn sie die westlichen Werte für uns in der Ukraine verteidigen sollen, aber nicht alle mitmachen wollen, weil diese vielleicht die russische Übermacht im militärischen Sinne pragmatisch einschätzen und lieber leben wollen, nach Deutschland kommen, aber wir ihnen entweder die Gelder sperren oder in die Ukraine zurückschicken, sollen sie für uns die Kohlen aus dem Feuer holen, obwohl diese es nicht wollen. Ich wäre dafür die, die es nicht wollen anzuerkennen.

Nochmal, dass was Du schreibst, bedeutet nichts anderes, als dass wir ukrainische, geflüchtete Männer ausweisen sollen, dass nicht hinterher wir unsere Soldaten entsenden müssen. Deine Logik ist nur auf Kriegstätigkeit bezogen, in dem Sinne sollen die Ukrainer mal schön anstatt unserer Jungs kämpfen. Mir kommen Deine Meinungen seit einiger Zeit schon so vor, als stammten sie aus einer extrem-rechten Gesinnung heraus. Ich finde so eine Meinung hat in diesem Forum nichts zu suchen.

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Ich vermute, in der Ukraine gibt so etwas wie Grundbücher und jedes Stück Land, auch wenn es besetzt ist, hat einen Eigentümer. Der bekäme es natürlich zurück.

Die ukrainischen Adelsstand wurde mit der Oktoberrevolution enteignet. Dass die Nachkommen noch irgendeinen Anspruch geltend machen können, halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Und bevor wir uns um die Verteilung des Fells streiten, müsste erst mal der (russische) Bär erlegt werden.

Die ukrainischen Adelsstand wurde mit der Oktoberrevolution enteignet. Dass die Nachkommen noch irgendeinen Anspruch geltend machen können, halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Und bevor wir uns um die Verteilung des Fells streiten, müsste erst mal der (russische) Bär erlegt werden.

Das ist bodenloser Unsinn.

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Die Unterstellung hatten wir bereits an anderer Stelle - die These, dass es sich beim Ukrainekrieg um einen „Stellvertreterkrieg“ ähnlich dem in Vietnam oder Korea handelt, ist unsinnig - die Ukraine wurde überfallen - die Ukraine wehrt sich gegen diesen Überfall - da sie uns als Opfer eines Überfalls um Hilfe gebeten hat, unterstüzen wir sie dabei - die Analogie zu dem Zerfall Jugoslawiens ist daher genauso unangebrach (Bürgerkrieg) wie die Analogie zu Vietnam.

Ich streite mich darum ganz sicher nicht, sondern versuche nur, Verrständnis zu entwickeln für Leute, die lieber das Weite suchen.

Nochmal: In diesenm thread geht es um diejenigen (Exil-)Ukrainer, die dies nicht tun.

Grundsätzlich sehe ich das auch so. Eine Staatsbürgerschaft kann ein ganz schöner Klotz am Bein sein, wenn man international durchstarten möchte. Es ist aber nicht sehr einfach, eine Neue zu bekommen, und dann behält man sie halt.
Bis sich der Nationalismus überlebt hat, wird wohl noch einige Zeit vergehen.

An Verständnis für diese Leute mangelt es mir nicht. Habe gerade eine Artikel über solche Flüchtlinge gelesen. Ein Aussage von einem Interviewten war, er habe kein Problem damit, einen Russen zu erschießen, aber er habe Angst selber erschossen zu werden. Also kein Pazifist im klassischen Sinn.

Trotzdem, ich verstehe ihn sehr gut.

Mir ging es in diesem thread auch nie um Pazifismus (damit keine Missverständnisse entstehen)

Pazifismus, ob religiös oder sonstwie begründet, ist aber der einzige Grund für das Recht auf Verweigerung. Angst um das eigene Leben wird in aller Regel nicht anerkannt.

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Leider.
Es ist ja nicht nur das Leben, was man im Krieg verlieren kann, sondern auch der eine oder andere Körperteil. Auch das zählt nicht. Ich finde das extrem seltsam, besonders im Zusammenhang mit der Lobpreisung der Demokratie, in der man angeblich selbstbestimmt über sein Leben entscheiden kann.

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Ja, und ich fresse auch kleine Kinder :slight_smile:

Wusst ichs doch! :smile:

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Psychologisch ist das ein echtes Problem!
Die Todesangst ist - evolutionär betrachtet - nicht zu topen - auch nicht durch die Angst, man könne irgendwann später sein Leben noch viel gründlicher verspielen in irgend einem Foltekeller im von den Russen besetzten Deutschland; letzteres hat einfach zu viele Konjunktive gegenüber der akuten Bedrohung im hier und jetzt - auf der archaischen Ebene also zwingend fürs Überleben notwendig, der akuten Todesangst den Vorzug zu geben!

Es muss nur einfach klar sein, dass es langfristig trotzdem heutzutage die „falsche“ Entscheidung sein könnte (ausdrücklich konjunktiv!) - wenn sich also jemand dafür - aus sehr gut nachvollziehbaren Gründen - entscheidet, sollte demjenigen klar sein, dass das eben auch „dumm laufen kann“, um sich vor ebenfalls sehr existenzieller Ent-Täuschung zu schützen …

Und man sollte prüfen, ob die Todesangst wirklich besteht - im Falle des Wehrdienstes an der Front zu Russland ist dies fraglos der Fall…

Wäre das nicht ungerecht gegenüber denjenigen, die ihr Leben oder ihre Körperteile riskieren?

Ich bin nur an dem Adenochrom interessiert.

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Es ging hierbei nicht um den Krieg an sich, sondern um folgendes Zitat von @lawandorder:

Gerechtigkeit lässt sich im Krieg vermutlich niemals erreichen.

Würdest du einen Ukrainer an die Behörden ausliefern, weil du es ungerecht findest, dass er nicht seine Verletzung riskieren will und du genau weißt, was seine Bürgerpflicht ist?