Ich will hier nicht über die deutsche Regelung zu viel philosophieren - aber der Wehrdienstverweigerer - zumindest der gurte alte Deutsche - verweigert nicht (nur) den Dienst an der Waffe - sondern den Dienst an der Kriegsmaschinerie - natürlich ist es total schwierig, wo philosophisch die Grenze zu ziehen ist (Grenzen sind dabei immer ein Willkürakt - schließlich wird der Wehrdienstverweigerer, der Ersatzdienst im Krankenhaus macht, durchaus auch Kriegsgeschädigte, ehemalige Einsatzkräfte, etc. wieder mit mobilisieren - von späteren Ingenieur, der dann Waffen konstruiert, ganz zu schweigen - eigentlich hätte jeder, der den Wehrdienst damals verweigerte, später so einen Job gar nicht machen dürfen - ich kenne allerdings den ein oder anderen).
Die eigentliche Frage ist hier mit den Ukrainern, ob das deutsche Recht für ukrainische Verweigerer anwendbar ist…
Ich bin kein Jurist… ![]()
Zur Zeit ist Kriegsdienstverweigerung nur ein Asylgrund, wenn der Betreffende an einem völkerrechtswidigen Krieg teilnehmen soll. Also für Russen. Für Ukrainer nicht.
Wenn wir einerseits bei Russen das als Asylgrund anerkennen und bei Ukrainern nicht verhalten wir uns unmoralisch und in den Krieg eingreifend. Außerdem sollte unsere Solidarität mit den Ukrainern nicht an der Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung allgemein als Asylgrund enden. Wir haben den Ukrainern gegenüber diesen Asylgrund anzuerkennen, nicht dem ukrainischen Staat. Ob der Krieg völkerrechtswidrig, von wem auch immer begonnen wird, darf für die BRD keine Rolle spielen!
siehe auch:
Unmoralisch meisnt du Soldaten die vor einem Verteidigungskampf abhauen Asyl zu gewähren die die Heimat im Stich gelassen haben? Verteidigung ist nicht unmoralisch.. was hast du denn für eine komsiche Interpretation von der Sache.. rätselhaft.
Ist das echt dein Ernst?
Russen aufnehmen die nicht an einem Völkerrrechtswiedrigem Krieg teilnehmenwollen ist was ganz anderes als Soldsten die vor ihrer Aufgabe wegrennen!
Mal angenommen die Russen überfallen dein Haus, willst du es als unmoralsich ansehen dagen was zu tun? echt irre..
was redest Du?
das ist im Gegenteil der entscheidende Aspekt!
Sehen wir Kriegsdienstverweigerung als Menschenrecht? Wenn ja, dann hoffentlich für alle. Wenn nein, dann kann es kein Asylgrund sein.
Du, es mag sein, dass es innerstaatlich für die Ukraine als unmoralisch zu bewerten ist. Ich stecke nicht in den Gegebenheiten des Abwehrkrieges der Ukraine gegen die russischen Invasoren. Ich halte dies für eine ukrainische Angelegenheit mit Kriegsdienstverweigern vernünftig umzugehen und diese nicht strafrechtlich zu verfolgen.
Unser Asylrecht ist jedoch individuell angelegt. Und individuell kann der Ansatz trotz der angegriffenen Lage des eigenen Staates ein Ansatz bleiben, der sich gegen Krieg und den Griff zur Waffe, um zu töten, da man nicht getötet werden will (typische Kriegssituation), wendet.
Ich würde diesen Ansatz, es ist Krieg und keiner will hin, immer befürworten, weil er den Menschen ein Stück von seinem steinzeitlichen Instinkt aus in die Moderne bringt. Wie die Ukraine damit umgeht, ist deren Sache, nicht Sache der BRD.
Wir sollten von außerhalb nicht die Massenmorde von Butscha willkürlich mit einem Faktor multiplizieren, um Ukrainer, die nicht von der Waffe Gebrauch machen wollen, als unmoralisch darstellen zu können und denen Asyl verweigern, weil sie auf Grund ihrer individuellen Haltung in der Ukraine strafrechtlich belangt werden würden. Fahnenflucht ist auch nicht immer gleichzusetzen, mit dem im Stich lassen von Kameraden. Ich glaube, wir können uns in die Köpfe der Soldaten, die Krisensituationen erleben nicht hineinversetzen und durchaus läuft man wohl auch weg, weil man Schreckliches erlebt hat und pure Angst vor dem Verlust des eigenen Lebens hat. Auch Vernunft kann ein Auslöser sein, sich von der Front zu entfernen, gegenüber anderen in der Kompanie, die nur noch von Hass und Zorn geprägt sind, da sie vielleicht eigene Kameraden, Familienangehörige und Freunde verloren haben.
Wie würdest Du reagieren, wenn es potenziell wahrscheinlich wird, dass dich eine Kugel töten kann? Soldaten, die den Job gewählt haben, aber erstmals in Todesangst kommen, konnten ihre Reaktion darauf nicht vorher programmieren. Analog gilt dieses für viele junge Männer, die sich einfach dieser Gefahr von vorneherein nicht aussetzen wollen, weil ihnen ihr Leben lieb ist.
Das ist kein entscheidender Aspekt. Krieg bleibt Krieg. Das deutsche Asylrecht ist ein individuelles Recht und sollte unabhängig von ukrainischen Entscheidungen gelten - bis auf eine. Die würde lauten, ein Ukrainer stellt einen Asylantrag als Kriegsdienstverweigerer oder Fahnenflüchtiger und es herrscht Frieden.
Und jedem der nicht kämpfen will zolle ich meinen vollen Respekt. Das hat mit der Situation der Staatsregierungen zueinander gar nichts zu tun.
Wenn natürlich klar ist, dass der Feind bei seiner Einnahme von Städten, nicht vor Häusern von Zivilisten Halt macht und willkürlich jeden, ob Alte, Frauen, Kinder tötet, sollte man zur Waffe greifen, wenn man sie in der Nähe hat, dann vor allem, wenn man nicht mehr schnell weg kann! Dieses ist aber keine normale Kriegssituation wie der Stellungskrieg zurzeit.
Außerdem - noch nichts von der weißen Fahne gehört? In Normalfällen funktioniert das!
Wir haben als BRD keine Wahl, als die Ukraine gegen Russland zu unterstützen und selber einen Krieg mit Russland zu riskieren, sowie kriegsflüchtende Ukrainer, ob Männer oder Frauen hier aufzunehmen. So ein Zwischending, wie das Asyl bei Fahnenflüchtigen oder Kriegsdienstverweigern unter den Ukrainern zu verweigern ist wie Murks im Handwerk. Ich finde ja die Unterstützung auf dem diplomatischen Schlachtfeld sinnvoller - aber auch dabei könnte Russland uns mit einem Krieg drohen. Allerdings gebe es eine bessere Chance auf Konfliktlösung, als wenn wir einzig und alleine Waffen liefern. Für mich hieße es, die Chance am Schopfe zu packen, aber Du würdest wahrscheinlich wieder mit „Pfui!“ antworten. Das ist für mich kein Intellekt, mit dem sich ein vernünftiger Dialog lohnt.
Tja, wer sich zum Soldaten Ausbilden lässt weiß das aber schon vorher dass das Risiko besteht, dass der Stress ggf nicht zu ertragen und wird dazu ausgebildet, mit diesem Stress umzugehen, bezw .was zu tun ist wenn die Belastbarkeit anders als in der Ausbildung erwartet nicht ausreichen sollte.
Wenn das nicht funktioniert, war die Ausbildung des Soldaten schlecht. Der einzige Grunde der da für eine Entfernug vom Schlachtfeld spricht ist das schlecht ausgebildete Soldaten eh nicht überleben. Aber das kann kein Argument sein Fahnenflüchtigen einfach so Asyl zu gewähren.
Kein Intellekt? Das ist ganz schön frech, ohoh.. ds stimmt so nicht! ![]()
Mit einer Nation wie Russland sind Verhandlungen einfach unmöglich. Das ist da Problem. Mit Intellekt der Diskussionsteilnehmer hat das gar nix zu tun.
Auch der Intelligenteste Mensch der Welt kann nicht mit Russland verhandeln wenn Russland nicht verhandeln will.
Ohne den willen Russlands ernste Gepräche zu führen geht das nicht, egal ob dir das Gefällt oder nicht, das ist nun mal die miese Realität eines Krieges duch einen habgierigen Despoten. Was erwartest du anderes von Despoten?
An jene kann man überhaupt gar keine erwartungen stellen, vergiss es ganz schnell..
Russland hat doch bereits mehrfach Verhandlungswillen gezeigt. War auch die Rede des Ukrainers in dem Webinar, an dem ich teilnahm. Es ginge darum, einen Fahrplan festzulegen, der Art und Ziele und Absichten von Verhandlungen bestimmt. Solange mit Russland nicht verhandelt wird, wird auch kein Beweis erbracht, dass man mit Russland nicht verhandeln kann.
Hast Du Erfahrungen im Ausbilden von Soldaten, oder sogar die Belastung von Kriegssituationen als Soldat erlebt?
Und wie soll denn mit Russland verhandelt werden? Einfach die Krim den Russen geben und den Donbass noch dazu obwohl es Russlands erklärtes Ziel ist die Ukraine zu vernichten? So würde die Verhandlugn wohl aussehen. Fehler wird Russland keine Einsehen, dann müsste man sich als Russe ja für viele Morde entschuldigen.. glaubst du das wirklich das das passieren wird?
Ich nicht, das ist leider ziemlich unrealistisch.
Nein, aber im Internet erklärt die Bundeswehr über solche Fragen auf..
Ich hatte bereits mehrfach dargelegt, wie man sich mit der Ukraine und Russland einen deutlichen Schritt aus dem Krieg heraus bewegen sollte, um Verhandlungen zusammen mit der Ukraine und unseren Verbündeten mit Russland angehen zu können. Die Zeit, als Beide, Russland und die Ukraine, noch parallel zu Kriegshandlungen Verhandlungen führten ist schließlich vorbei. Die Massenmorde lassen sich nur in einem zweiten Schritt verurteilen, die Menschen die umgekommen sind, macht eine Verurteilung nicht mehr lebendig. Es ginge nun darum weitere Menschenleben zu retten.
Ich glaub ein Krieg überrascht auch die Hartgesottenen, die einiges sonst aushalten. Da kann das Internet nicht die Realität eines Krieges nachbilden. Keiner weiß, wie er mit der realen Kriegssituation umgehen würde. Ich glaube, dass ein Krieg zu einem Selbstläufer wird, da alles Normalmenschliche zermürbt und Soldaten nur noch nach Impulsen auf dem Schlachtfeld aus der drastischen Situation heraus handeln. Respekt daher vor denen, die rechtzeitig noch erkennen, was vernünftig ist. Es ist bestimmt nicht immer vernünftig den verdorbenen Soldaten aus bereits durchgeführten Schlachten weiter zu folgen.
Was dies mit dem Menschen macht, sollte er den Krieg überleben, abseits von möglichen bleibenden physischen Kriegsschäden, lässt sich vorher wenig planen, bzw. dafür dann Prävention betreiben, da spielt die Seele einem übel mit, obwohl man meint auf Gewalt, Zorn, Wahnsinnsanfall, Blut, Gerüche des Todes, zerfetzte Körper und Todesgefahr vorbereitet zu sein. Da bin ich mir sicher, dass man da vorher wenig beurteilen kann, wer, wie reagiert, zumal die Erfahrungen innerhalb von Kriegen auch nicht für alle die Gleichen sein werden. Bereits die Angst seine Lieben zuhause nicht mehr in die Arme schließen zu können, den Kaffee im heimischen Café am See nicht mehr genießen zu können, wird weit mehr ausgeprägter sein, als dass ein Berufssoldat wagen würde dieses zuzugeben - und wenn auch nur im Unterbewusstsein - noch mehr gilt das für Wehrfähige, die eingezogen werden, um Menschenmaterial verheizen zu können, ob in Russland oder in der Ukraine.
Du hast von solchen Sachen wenig Ahnung wie Menschen in der Lage sind Grausame Erfahrungen auszuhalten. Das ist in der Tat sehr wohl möglich, wenn auch tatsächlich ziemlich schwierig.
Zunächst einmal ist es dabei psychisch gesehen relativ egal ob du grausame Erfahrungen in einem Krieg oder eine sehr schmerzhafte tödliche Krankheit überlebt hast, es fast kann genauso scheußlich sein wie Krieg sowas zu erleben!
Ich bin schon mal fast an einer Krankheit gestorben und habe Erfahrung damit.. der Überlebenskampf im Krankenhaus dauerte bei Bewusstsein einige Tage.. jede sekunde dieser Tage auszuhalten war eine Herkulesaufgabe..
Übrigens: Damals waren 70 Prozent der Patenten gestorben.. kamen im Sarg wieder aus der Klinik..(Anmerkung: es handelte sich nicht um Krebs)
Darauf ist niemand wirklich vorbereitet, das ist klar.. wie bei Soldaten auch!
Eine tödliche Krankheit zu überleben ist gewissermaßen Krieg im eigenen Körper, das kann ggf. vielleicht sogar noch belastender als mancher Einsatz sein, weil davor kannst du niemals weglaufenn wenn du es nicht mehr aushälttst! Wenn du das nicht aushältst, tja dann bis du einfach tot, Asyl vor einer scheußlichen Krankheit gibt es nicht.. (kannst ja mal den Sensemann fragen wo der Asylantrag dazu ist.. ob er dir antwortet.. hmm)
Leider wir in unserer Gesellsachaft so getan als müsste man sich nicht ums Überleben kümmern..
So bald du krank wirst und eine scheußliche Komplikation bei der Behandlung eintritt, kann es möglicherweise sein, dass der Stresslevel dem eines Soldaten ähnlich wird.
Das kann enen auch verrückt machen.. gibt keinen Unterschied zu Kriegen..
Frag mal schwer Kranke nach einer brutalen Behandlungserfahrung.. und einen Soldaten..
Das leben beider unterscheidet sich sehr.. aber die seelsiche Extremerfahrung ist ziemlich dieselbe.. Die psychische Belastung des erlebten ist in beiden Fällen schlimmer als das Ereignis selbst! Das Ereignis selber ist so unbedeutend wie eine Protokolldatei.. Die seelische Dimension ist aber einer inneren Atomexplosion gleich..
Wenn du das aushalten willst und nicht im Sarg enden willst gebe ich einen Tipp: Die seelische Dimension extremer scheußlichkeiten wird einigermaßen erträglich durch menschlichen Umgang mit den Betroffenen! Der Mensch ist so gebaut dass er Dinge die ein Mensch nicht ertragen kann aushalten kann, wenn dieser in eine Gemeinschaft eingebunden ist, die durch Menschliches Miteinander und geimeinsames Herangehen an das Problem die tödliche Gefahr gemeinsam meistert. Das macht den Stress erträglich! Glaub mir ich weiß das besser als du!
Das funktioniert sogar dann, wenn der Betroffene ohnmächtig ist! Denn das Unterbewusstsein zeichnet trotzdem alles in deinem Leben auf.. Wirklich alles.. Durch spezielle Herangehensweise bei einem Spezialisten kann man sogar Unterbewusste Dinge erkennbar machen, .. da liegt alles was du erlebst gespeichert.. Und das muss man auch denn das Unterbewisstsein nimmt einem schlimme Erfahrungen übel.. es kann die Psyche ruinieren da nicht nach so einem Erlebnis aufzuräumen, auch wenn da aufzuräumen sehr schmerzhalt sein kann..
Also doch es geht. Man darf aber nicht zu bequem sein so einen mental schweren Brocken zu bewegen! Es läast sich sogar vermeiden dass man seelisch Krank davon wird, wenn man weiß was in so einem Fall sofort zu tun ist..
Wenn du in einem Angriffskrieg wie Russland es macht geraten solltest bist du in einer ähnlichen Lage. Du kannst zwar vor sowas weglaufen, aber erstens gibt es keine Garatie dass Fahnenflüchtige überleben, zweitens ist Fahnenflucht feige. Die Leute die die Heimat verteidigen werden so zurückgelassen… Manchmal lässt sich aber so eine miese Erfahrung nicht vermeiden.
Und noch was: Bete nicht! Handle sinnvoll. Da obem im angeblichen Himmel ist niemand, der dich hört..
Wer nicht sterben will egal ob von einer Krankeheit oder Krieg betroffen muss sinnvoll handeln.
Leider lassen sich nicht alle scheußlichen Erfahrungen vermeiden. Man übe sich lieber darin mit dem zum Glück eher seltenen Ernstfall richtig umzugehen!
Es wäre gut, in dieser Gesellslchaft aufzuklären wie man sowas aushalten kann. Es kann immer mal eine Katastrophe passieren. Da wäre es wichtig Panik duch Schulungen im Umgang mit Katastrophen zu vermeiden..
Unsere Gesellschaft ist aber überhaupt nicht darauf vorbereitet und denkt nur noch über unwichtige Meetings usw.. nach.. und irgendwelche Verblödungs- TV Soaps..(siehe Thema Dekandenz)
Hier bei uns Herrscht akutell der Gefährliche Aberglaube das pazifismus die Welt rette und dass Katastrophen bei uns nicht eintreten könnten.. ganz schön naiv..
Deswegen gehören Ukrainische Fahnenflüchtige zurück in die Ukraine. Wenn Putin nur Angst zu machen braucht hat er schon gewonnen und wird siegessicher weitere Länder angreifen. Moldawien zum Beispiel.
Die Frage ist die, wie an anderer Stelle bereits schon mal gesagt wurde, ob wir die Kriegsdienstverweigerung als Menschenrecht anerkennen und Fahnenflucht ist wie geschildert, schwer nur als „Flucht von der Fahne“ oder als „im Stich lassen“ festzulegen, sondern auch Kriegsdienstverweigerung, als Menschenrecht einer modernen Welt. Wir waren mal in einer Welt gewesen, in der das Ziel ohne Kriege auszukommen, normal war. In meiner Generation gab es noch die Anti-Kriegsfilme. Es herrschte eine Überzeugung, dass man bei allen damals laufenden Kriegen trotzdem eines Tages ohne Krieg auskommen kann. Deine von Dir durchlebte Krankheit und Deinem Kampf vollen Respekt, da kann ich nicht mitreden, als Mensch mit normalem Verstand verachte ich allerdings jeden Krieg und für mich bleibt das ein Ultima Ratio, wenn es eine Entscheidung für militärische Gewalt gibt. An der Stelle sind wir gegenüber Russland noch längst nicht angekommen.
Die Solidarität gegenüber den Ukrainern sollte bereits bedeuten, dass wir Asylanträge auf Kriegsdienstverweigerung für Ukrainer anerkennen. Schließlich können die Bürger der Ukraine mit am wenigsten dafür, dass Russland das Land angegriffen hat. Da irgendwie, „umgekehrt wird daraus ein Schuh“ zu machen, also irgendwie militärstrategisch Russen Asyl zu gewähren und Ukrainern nicht, da sich die Ukrainer doch gegen das Völkerrechtsverbrechen Russlands wehren sollen und weniger Russen im Krieg, doch eine verminderte Streitkraft Russlands bedeuten, steht uns als BRD nicht zu.
Die Fragestellung zeigt aber, wie sehr wir gedanklich in einem Schlammassel sind, dass wir dringend umdenken sollten, und politisches Handeln gegenüber der Ukraine und Russland das eindeutige Übergewicht geben sollten, bevor wie hier in der BRD doch eines Tages die Frage stellen, wer hier noch wie die Waffe verweigern kann oder wer sich vor Atomraketen retten darf und wer dem Tod geweiht ist. So drastisch muss ich das hier anbringen!
Nicht wenn Du in einer Kompanie kämpfst, in der viele auf Grund der Erlebnisse eines Krieges, dem Verlust von Kameraden, dem Geruch von verbrannten Laichen, dem ewigen Erwarten des Verlustes des eigenen Lebens, nur noch als Irre mit der Waffe an der Hand die Tage erleben. Dann versuche ich dort mit allen Mitteln weg zu kommen. Das gegenseitige Töten mit der Waffe - was sinnlos ist bleibt sinnlos! Lieber würde ich unter Russen leben! Die Erlebnisse von Butscha sind nicht auf überall zu verallgemeinern wo Russen herrschen. Russen sind nicht der Inbegriff des Bösen auf dieser Welt!
Die Welt ist so wunderbar gelungen, wenn Du Dir die Natur anschaust und wenn Du an einem Tag die Weite des Weltalls betrachtest, stellst Du dir schon die Frage, warum das alles, warum gibt es diese schöne Welt gerade für uns Menschen überhaupt. Die Frage nach einer Gottheit ist eine Glaubensfrage, und eine Frage nach einer Philosophie für Werte einzustehen, aber schön ist die Welt an sich schon - nur der Mensch sollte etwas aus dem machen, sein Leben ist so oder so begrenzt, warum die Wahrscheinlichkeit in einer gewissen Lebensphase durch Krieg führen erhöhen, eher von der uns bekannten Welt scheiden zu müssen. In dem Erleben einer schönen Welt gehört es vielleicht als Erleben dieses dazu, dass Krankheiten, Naturkatastrophen etc. von dem Nichtschönen zeugen, aber warum dieses Nichtschöne noch durch Kriege erweitern? Das ist doch so bekloppt, wie es aus dem Liedstück Udo Lindenbergs, wo zu sind Kriege da, herauszuhören ist.
Meetings sind schon auch da um sich zu treffen und zu begegnen. Alleine das ist schon mal ein guter Ansatz. Dekadenz gibt es für mich erst Recht in Kriegszeiten, weil die Leute der Zukunft und Gegenwart weniger achtsamen Sinn entnehmen können, wenn die Zukunftsplanungen eingeschränkt sind. Dekadenz gleichzusetzten mit blöden Soaps finde ich falsch. Die Geschmäcker sind unterschiedlich. Was Du blöd findest, finden andere toll!