Du brauchst dieses „sondern Russland“ nicht fett hervorheben. Ich wollte gar nicht in die Richtung Verdrehung von Opferrolle hinein argumentieren. Vermutlich treffe ich aber dabei eine grüne Seele. Ich hatte noch gestern in einem Talk auf einem Sender im Fernsehen, in denen die 80er Jahre Thema waren, jemanden reden gehört, der wohl zu den Grünen gehörte.
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Gegen Pershing II erst auf die Straße gegangen und dann doch festgestellt, dass die USA die UdSSR kaputt gerüstet hatten. Ich werfe hier die Frage auf, ob das gut war?
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Ich habe Winfried Kretschmann noch im Ohr, wie er in einem Interview sagte, wir sind seit der Entscheidung auf dem Bielefelder Parteitag 1999 an der Stelle klar (es ging um Pazifismus). „Finden Sie das gut“, fragte der Reporter. Wie fandst Du die Entscheidung? Und gebe es zwischen Pazifismus und 3. Weltkrieg nicht noch Handlungsbereiche? Gebe es mit der Entscheidung damals (unter ganz anderen Voraussetzungen, (Fischer hatte ja nach eigenen Angaben viel versucht und traf auf Gegenpositionen innerhalb der Partei, die meinten man könnte noch mehr versuchen) nicht eine Orientierungsvorlage für diesen Konflikt?
Der Anschlag gestern auf den Markt passierte zur selben Zeit als Blinken in Kiew war. Möglich ist doch, dass es Kontakt hinter den Kulissen gab. Wenn der US-Außenminister nach Kiew reist, sollte er doch gesund wieder in die USA zurückkehren können. Dass dann der FSB vorher herausbekommen haben könnte, dass der Besuch hinsichtlich einem Versprechen für uranangereicherte Munition geplant wurde, halte ich nicht für unmöglich. Es gibt eine unermessliche Feindschaft zurzeit zwischen den USA und Russland. Da sind anscheinend der russischen Regierung wieder mal Opfer in der Ukraine egal. Das sind Opfer die auch im Zusammenhang mit der russisch-amerikanischen Feindschaft stehen. Aber die USA scheint da nicht viel besonnener heranzugehen - im Gegenteil, sie wollen mit aller Macht Russland in der Ukraine zu Fall bringen, weil sonst ihre jahrzehntelange Strategie nicht auf gehen würde. Das wäre doch nicht standesgemäß für die einzig überbleibende Weltmacht.
Ich finde da sollte sich die EU nicht länger einreihen und sogar Großbritannien für sich gewinnen.
Nein, ich meine nur die Strategie auf dem Feld. Ganz klar, hätten die Ukraine nach Völkerrecht das legitime Recht alle ihre Territorien freizukämpfen und zurückzugewinnen. Die Strategie auf dem Schlachtfeld scheint mir aber derzeit so zu sein: Im Donbass die Stellungen halten und im Süden vordringen. Das würde in der Summe, Angriff auf den Schlachtfeldern bedeuten und es heißt doch ukrainische Gegenoffensive oder nicht? Haben wir mit unseren Waffenlieferungen nicht auch ein Mitspracherecht?
Ohne Einwand. Ja! Zumindest ein Teil der Ukraine haben sich die Russen schon einverleibt. Ob sie mehr wollen - müsste man sie fragen!
Nein, bisher nicht. Es gäbe die Notwendigkeit eines Tribunals dafür, welches aber vom Sicherheitsrat der UN nach Den Haag überstellt werden müsste. Dort im Sicherheitsrat blockiert aber Russland bekanntlich. Falls es dieses Tribunal geben würde, gebe es eine Möglichkeit Russlands Staatsspitze zum Verbrechen des völkerrechtlichen Angriffskrieges zu verurteilen. Bisher wurde Putin und Lwowa-Belova verurteilt wegen der verschleppten Kinder und Kriegsverbrechen, nicht wegen dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg an sich.
Nein, es ist ein großes Völkerrechtsverbrechen.
Wir sollten klug sein und schauen was nach einem möglichen Verhandlungsangebot in Verhandlungen entstehen kann. Ich denke nicht, dass der russische Staatsapparat ungestraft davon kommen kann. Aber was würde uns Putin im Gefängnis bringen, außer einer Trophäe und Rache. Es wird wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass auch nach Verhandlungsangebot und Verhandlungen in Russland jemand anderes bald übernimmt. Wir haben sogar jetzt von Europa aus noch Einfluss, dass dies ein halbwegs Gescheiter wird. Wie geschrieben, was hat uns das gebracht, dass wir als Westen als " Sieger aus dem Kalten Krieg" hervorgegangen sind. Einen bescheuerten Putin und einen Hardliner Joe Biden! Ich bin mir nicht sicher ob die sich wie Chruschtschow und J.F.K einst das taten, für unser Glück in Europa einigen, wenn wir nichts für unser eigenes Glück, wie einst Helmut Schmidt mit dem Nato-Doppel-Beschluss, dazu tun?
Nein, den bekämen dann Annalena Baerrbock und Jürgen Trittin gemeinsam mit Olaf Scholz und Mützenich. ![]()
Alternativ wäre natürlich, dass wir analog zu den Russen, die nach Wagner frische Kräfte geschickt hatten, Nato-Bundeswehrsoldaten schicken. Ich glaube das wäre falsch, aber doch in dem Zusammenhang, wenn wir sagen, die Ukrainer im wehrfähigen Alter zurück in die Ukraine, genauso logisch. ![]()
So sollte es sein - auch ein großes anderes Thema zurzeit. Bei einem Kontingent, was für Asylsuchende zugesagt wird, anstatt dem Asylrecht, was die Union bereits in Frage stellt, wäre das nicht mehr gewährt. Da waren mir die Entgegenkommen Seehofers in den Verhandlungen 2017 hinsichtlich der Obergrenze noch lieber gewesen. Scheinbar drückt die AFD, die CDU/CSUler, wie der erste Kaffee den Morgenfrühstückenden vor dem Gang zur Toilette. ![]()