Ukrainische Wehrdienstverweiger nicht ausliefern!

Du brauchst dieses „sondern Russland“ nicht fett hervorheben. Ich wollte gar nicht in die Richtung Verdrehung von Opferrolle hinein argumentieren. Vermutlich treffe ich aber dabei eine grüne Seele. Ich hatte noch gestern in einem Talk auf einem Sender im Fernsehen, in denen die 80er Jahre Thema waren, jemanden reden gehört, der wohl zu den Grünen gehörte.

  1. Gegen Pershing II erst auf die Straße gegangen und dann doch festgestellt, dass die USA die UdSSR kaputt gerüstet hatten. Ich werfe hier die Frage auf, ob das gut war?

  2. Ich habe Winfried Kretschmann noch im Ohr, wie er in einem Interview sagte, wir sind seit der Entscheidung auf dem Bielefelder Parteitag 1999 an der Stelle klar (es ging um Pazifismus). „Finden Sie das gut“, fragte der Reporter. Wie fandst Du die Entscheidung? Und gebe es zwischen Pazifismus und 3. Weltkrieg nicht noch Handlungsbereiche? Gebe es mit der Entscheidung damals (unter ganz anderen Voraussetzungen, (Fischer hatte ja nach eigenen Angaben viel versucht und traf auf Gegenpositionen innerhalb der Partei, die meinten man könnte noch mehr versuchen) nicht eine Orientierungsvorlage für diesen Konflikt?

Der Anschlag gestern auf den Markt passierte zur selben Zeit als Blinken in Kiew war. Möglich ist doch, dass es Kontakt hinter den Kulissen gab. Wenn der US-Außenminister nach Kiew reist, sollte er doch gesund wieder in die USA zurückkehren können. Dass dann der FSB vorher herausbekommen haben könnte, dass der Besuch hinsichtlich einem Versprechen für uranangereicherte Munition geplant wurde, halte ich nicht für unmöglich. Es gibt eine unermessliche Feindschaft zurzeit zwischen den USA und Russland. Da sind anscheinend der russischen Regierung wieder mal Opfer in der Ukraine egal. Das sind Opfer die auch im Zusammenhang mit der russisch-amerikanischen Feindschaft stehen. Aber die USA scheint da nicht viel besonnener heranzugehen - im Gegenteil, sie wollen mit aller Macht Russland in der Ukraine zu Fall bringen, weil sonst ihre jahrzehntelange Strategie nicht auf gehen würde. Das wäre doch nicht standesgemäß für die einzig überbleibende Weltmacht.

Ich finde da sollte sich die EU nicht länger einreihen und sogar Großbritannien für sich gewinnen.

Nein, ich meine nur die Strategie auf dem Feld. Ganz klar, hätten die Ukraine nach Völkerrecht das legitime Recht alle ihre Territorien freizukämpfen und zurückzugewinnen. Die Strategie auf dem Schlachtfeld scheint mir aber derzeit so zu sein: Im Donbass die Stellungen halten und im Süden vordringen. Das würde in der Summe, Angriff auf den Schlachtfeldern bedeuten und es heißt doch ukrainische Gegenoffensive oder nicht? Haben wir mit unseren Waffenlieferungen nicht auch ein Mitspracherecht?

Ohne Einwand. Ja! Zumindest ein Teil der Ukraine haben sich die Russen schon einverleibt. Ob sie mehr wollen - müsste man sie fragen!

Nein, bisher nicht. Es gäbe die Notwendigkeit eines Tribunals dafür, welches aber vom Sicherheitsrat der UN nach Den Haag überstellt werden müsste. Dort im Sicherheitsrat blockiert aber Russland bekanntlich. Falls es dieses Tribunal geben würde, gebe es eine Möglichkeit Russlands Staatsspitze zum Verbrechen des völkerrechtlichen Angriffskrieges zu verurteilen. Bisher wurde Putin und Lwowa-Belova verurteilt wegen der verschleppten Kinder und Kriegsverbrechen, nicht wegen dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg an sich.

Nein, es ist ein großes Völkerrechtsverbrechen.

Wir sollten klug sein und schauen was nach einem möglichen Verhandlungsangebot in Verhandlungen entstehen kann. Ich denke nicht, dass der russische Staatsapparat ungestraft davon kommen kann. Aber was würde uns Putin im Gefängnis bringen, außer einer Trophäe und Rache. Es wird wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass auch nach Verhandlungsangebot und Verhandlungen in Russland jemand anderes bald übernimmt. Wir haben sogar jetzt von Europa aus noch Einfluss, dass dies ein halbwegs Gescheiter wird. Wie geschrieben, was hat uns das gebracht, dass wir als Westen als " Sieger aus dem Kalten Krieg" hervorgegangen sind. Einen bescheuerten Putin und einen Hardliner Joe Biden! Ich bin mir nicht sicher ob die sich wie Chruschtschow und J.F.K einst das taten, für unser Glück in Europa einigen, wenn wir nichts für unser eigenes Glück, wie einst Helmut Schmidt mit dem Nato-Doppel-Beschluss, dazu tun?

Nein, den bekämen dann Annalena Baerrbock und Jürgen Trittin gemeinsam mit Olaf Scholz und Mützenich. :wink:

Alternativ wäre natürlich, dass wir analog zu den Russen, die nach Wagner frische Kräfte geschickt hatten, Nato-Bundeswehrsoldaten schicken. Ich glaube das wäre falsch, aber doch in dem Zusammenhang, wenn wir sagen, die Ukrainer im wehrfähigen Alter zurück in die Ukraine, genauso logisch. :face_with_raised_eyebrow:

So sollte es sein - auch ein großes anderes Thema zurzeit. Bei einem Kontingent, was für Asylsuchende zugesagt wird, anstatt dem Asylrecht, was die Union bereits in Frage stellt, wäre das nicht mehr gewährt. Da waren mir die Entgegenkommen Seehofers in den Verhandlungen 2017 hinsichtlich der Obergrenze noch lieber gewesen. Scheinbar drückt die AFD, die CDU/CSUler, wie der erste Kaffee den Morgenfrühstückenden vor dem Gang zur Toilette. :smiley:

Wenn Du schon - zu Recht, wie ich finde - zwischen Kriegsverbrechen und Völkerrechtsbruch unterscheidest - dann solltest Du aber auch zwischen „Offenisive“ und „Angriffskrieg“ deutlich unterscheiden - die Rückeroberung des eigenen Territoriums ist kein „Angriffskrieg gegen die Besatzer“ - sondern ein strategisches Mittel, um die eigenen angestammten Rechte gegen einen von außen herangetragenen Krieg zu verteidigen …

Was nun die Wehrdienstverweigerer angeht, so gilt meines Wissens: wenn ein Wehrdienst-/Kriegsdienstverweigerer unangemessenen Strafen im Falle einer Auslieferung drohen (Todesstrafe, Folter, etc.), so ist das ein Grund für politisches Asyl - nun ist die Frage, ob die Folge, nun doch Kriegsdienst leisten zu müssen, als unangemessene Strafe zu betrachten ist - da bin ich zu wenig Jurist - grundsätzlich teile ich die Auffassung von @Duke, dass Du solche Leute besser nicht an die front schicken solltest - aber es gäbe genügend zivile Betätigungsfelder für diese Gruppe, die bestenfalls(?!) unter Zwangstätigkeit fielen (Feuerwehrdienst etc.)

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Nun, man könnte dagegen argumentieren und sagen, dass ist nur eine militärische Spezialoperation was die Russen veranstalten (zitiere die russische Erzählungsweise) und das Kriegsrecht haben die Ukrainer ausgerufen. In dem Sinne wäre es mehr die Ausprägung eines Angriffskrieg gegen die russische Spezialoperation, wie in den ersten Wochen, als es um die Verteidigung insbesondere der ukrainischen Hauptstadt, Kiew, ging.

Bei den Wehrdienst - und Kriegsdienstverweigern habe ich eine andere Meinung. Die „Todesstrafe“ droht den zu einem gewissen Risiko im Krieg - auch egal ob sie Berufssoldaten waren oder nicht. Die BRD sollte sich immer gegen einen Krieg stellen. Das haben wir so im Grundgesetz mal nicht umsonst verankert, gerade für solche Zeiten wie diese.

hattest du das nicht gerade zurück genommen?

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Mir ist doch eine emotionslose Betrachtung erlaubt? Man muss mit kühlem Kopf herangehen, um den russischen Angriffskrieg aus unserer Sicht wieder so verurteilen zu können, dass dieses im Kreml ankommt (wird viel zu wenig zuletzt gemacht). Es kann doch nicht falsch sein Russlands Narrativ zu zitieren.

Ich finde überdies, von einem Angriffskrieg der Ukrainer gegen die russische Spezialoperation (nach russischer Erzählung) zu berichten, erlaubt uns geradezu, die Ukrainer im rechten Moment abzuwürgen und Verhandlungen mit Russland vorzubereiten.

Ich bewundere Deinen Mut.

Munter über Dinge zu schreiben, von denen man offensichtlich nicht die geringste Ahnung hat, erfordert eine Menge Chuzpe. Mir persönlich wäre das oberpeinlich.

Die USA liefern Munition, die abgereichertes Uran enthält. Das ist 238er Uran, schwach radioaktiv als alpha-Strahler. Kaum mehr als natürliches Granit.

Wegen seiner hohen Dichte wird es ähnlich wie Tungsten/Wolfram gerne als Geschosskern verwendet, weil das die Durchschlagskraft enorm erhöht.

Mir sind die Grünen oberpeinlich, dass die nicht dagegen angehen. Eure Vorfahren würden Euch heute den Hals umdrehen!

Ich hätte da eine Kompromissvorschlag.

Das Strafmaß für Fahnenflucht in der Ukraine beträgt 3-9 Jahre (bei uns bis zu 5). Sie werden also nicht sofort an die Wand gestellt. Das wäre ein Asylgrund.

Bei den Fahnenflüchtigen gibt es (mindestens) drei Gruppen:

  • die Gewissensgeplagten
  • die Egoisten, die Leib und Leben nicht für ihr Land einsetzen wollen
  • die panisch Ängstlichen

Die Ukraine muss in den befreiten Gebieten eine Unmenge an Minen räumen. Wir könnten diese Männer ausliefern, wenn die Ukraine im Gegenzug zusichert, dass sie nicht an die Front müssen, sondern für ein paar Jahre zum Kampfmittelbeseitigungsdienst gehen. Das ist dramatisch weniger gefährlich als ein Fronteinsatz, aber trotzdem nicht ganz ohne. Insofern müsste es für alle drei o.g. Gruppen leistbar sein. Obendrein wären sie zumindest teilweise rehabilitiert.

Wir (und der Rest der Welt) müssten allerdings dafür massenhaft entsprechende Schutzkleidung liefern. Die Ukraine wird nicht genug davon haben. Diese Schutzkleidung ist wie eine moderne Ritterrüstung und wiegt IIRC 40-50 kg, je nach Ausführung. Das ist Schwerstarbeit, also Strafe genug.

Ich grätsche mal nur kurz dazwischen und lasse den Rest mal mit @HarmsCar ausdiskutieren, wie wäre es denn wenn Du dich bei Selenskyj als Berater vorstellst? :wink:

  1. die Gewissensgeplagten
  2. die Egoisten, die Leib und Leben nicht für ihr Land einsetzen wollen
  3. die panisch Ängstlichen
  4. die normal Ängstlichen

die unter 4 könnten im Kopf ihre fünfjährige Tochter haben, die sie unbedingt wiedersehen wollen und einfach noch ein bisschen Bock auf Leben, z.B. mal auf die Zugspitze rauf, Andalusien sehen, Neapel, Rom, Paris, New York etc.. Mit dem falschen Treffer eines Russen, wäre alles vorbei, ist nicht wie Aschermittwoch nach Karneval! :wink:

Du scheinst nicht zu wissen, was Krieg bedeutet.
Da geht es nicht mehr um Urlaub in Neapel.

das ist schön, dass Du endlich mal offen sagst, worum es Dir geht.
Schäm Dich.

Syrien mit der Ukraine gleichzusetzen ist erbärmlich.
Die Syrer sollen im Kriegsdienst auf Befehl der Regierung aus politischen Gründen ihre eigenen Landsleute erschießen.
Die Ukrainer sollen auf Befehl der Regierung ihr Land und ihre Bevölkerung gegen einen ausländischen Angreifer verteidigen.

Wenn Du das nicht unterscheiden kannst, hast Du jeden Bezug zur Realität und jeden moralischen Kompass verloren.
Was hier so alles hochkommt ist erschütternd.

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Es ging ja hier um Kriegsflüchtlinge, im wehrfähigen Alter, nicht um gerade kämpfende Soldaten, die es üblicher Weise in Kriegen gibt.

Das ist Quatsch wiederum, weil Du den Sinn einfach nicht verstehst, die Ukrainer haben das jetzt verdient. Die haben genug Helden hervorgebracht im Kampf gegen Russland. Den Rest erledigen wir mit unseren Nato-Partnern in Verhandlungen! Selenskyj würde vor Freude in die Luft springen!

Heist was genau?
Die Ukraine nur als Spielball unser politischen Interessen?

Hilfe zur Selbsthilfe sieht nach meinem Verständnis anders aus…

Die Vorstellung, es ginge im Krieg um Heldentum, ist entweder der Filmindustrie entlehnt, oder einer gesellschaftspolitischen Manipulation geschuldet - hat aber nichts mit tatsächlichem Krieg nichts zu tun.

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Es gibt derzeit eine ähnliche Situation wie die als die Ukraine Kiew verteidigen konnte. Ich gehe im Allgemeinen davon aus, dass die Ukraine froh wäre, solche Stimmen höre ich in Fernsehreportagen immer wieder, wenn der Krieg vorbei wäre, andererseits haben die Ukrainer wahrscheinlich immer noch eine Synergie an deren Stelle wir zusammen mit den USA prompt anknüpfen könnten. Verhandlungsangebote an Russland würden so oder so, nicht ohne die Ukraine funktionieren, schon Russland hätte an solchen Verhandlungen kein Interesse. Wir würgen die Ukrainer ab, um von den Nato-Staaten unser volles Gewicht einbringen zu können. Das ist positiv gemeint, brüderlich. Das Ziel der Verhandlungsergebnisse wäre ein großes Ziel - echter Frieden, in denen sich die Ukrainer wieder finden können. Irgendwo sind wir bereits selber mit unseren Waffenlieferungen verwickelt aber doch auch nicht in dem Rahmen wie die Ukraine selber, das gelte es zu nutzen.

Ja, ich habe auch gerade die E-Mails abbestellt - werde nicht postwendend überall antworten demnächst. Manchmal willst Du schnell was schreiben und es wird Murks. Lieber - nachdenken.

Das sind aus der Ukraine 650.000 Männer. Meinst du, mit all denen stimmt was nicht?

(Ironie ein) Du meinst, wie es eben üblich ist - so von sich - auf Augenhöhe - begegnenden Partnern? Ein durchaus interessanter Aspekt auch für die eigene Partnerschaft - ich werde das mal mit meiner Frau diskutieren, damit sie mich bei Gelegenheit künftig rechtzeitig abwürgt (Ironie aus)

Wenn es etwas zu verhandeln gibt, so verhandeln Russland und Ukraine - als direkt Betroffene!
Die EU, USA, Nato, China, (der Papst oder der Dalai Lama?!) - oder wer sonst sich so dafür berufen fühlt - können als Vermittler für den Erstkontakt oder die begleitende Moderation einspringen; sie sind aber niemals diejenigen, die eine eigene Friedensordnung verhandeln können - unser „volles Gewicht“ sollte sich genau auf diese Rolle beschränken!

Es kann durchaus sein, dass Russland die Ukraine derzeit als Staat nicht recht ernst nimmt/keinen Respekt hat - im Sinne einer Gesprächspartnerschaft auf Augenhöhe für Friedensverhandlungen - dann müssen eben wir als Partner der Ukraine diese unterstützend dafür sorgen, dass die Ukraine sich selbst den nötigen Respekt verschaffen kann - und auch in unseren Gesprächen mit Russland darauf aufmerksam machen, dass die Ukraine den gleichen Respekt verdient wie die NATO, Europa, etc.
Wenn Russland das nicht anders kapiert als durch ein Scheitern bei den Gebietsgewinnen - dann ist das eben so …

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Muss sofort einhaken. Passiert zumindest regelmäßig im Fernsehen. Die Frau ist wütend und verzweifelt, der Mann übernimmt die Verantwortung. Beide zusammen sind dann ein Team. Möglich auch andersrum.

Da würde ich Dir Recht geben. Aber eine Einflechtung an dieser Stelle: Der Konflikt (Krieg) hat doch seinen Ursprung in einer Verschlechterung des amerikanisch/ westlichen Verhältnisses zu Russland?

Meine Herangehensweise an ein Verhandlungsangebot war genau die, dieses verschlechterte Verhältnis zu nutzen, um sich anzunähern und zu dem Krieg und zur Lösung um die Ukraine überzuleiten.

Ich sehe das anders. Unser Empfinden durch die ganze Propaganda, die hasserfüllt phasenweise uns begegnet, fördert unsere Feindkultur Russland gegenüber. Dass Russland die Ukraine nicht richtig ernst nimmt, da gibt es für mich Gegenthesen, z.B. dass sie sich mit einer EU-Mitgliedschaft anfreunden könnten. Wladimir Putin hatte davon im vergangenen Jahr gesprochen. Ohne jeglichen Respekt würde ihm das wohl völlig egal sein.

Ich vermute eher die Ukraine hat den Respekt bereits erkämpft. Putin hätte sich das wahrscheinlich noch mal überlegt, wenn er gewusst hätte, was seine Armee in der Ukraine erwarten wird.

Ich glaube, dass bräuchte der Westen gar nicht mehr. Russland hat eine andere Sicht auf die Ukraine als wir. Das bedeutet nicht, dass sie im Kern ihres Denkens, was sie uns natürlich nicht permanent offenlegen, kein Respekt gegenüber der Ukraine haben. Für die Russen ist die Ukraine ein Teil ihrer eigenen Identität, die Ukraine sieht das anders und wir sehen es nochmal anders - aus westlicher Perspektive. Diese drei Perspektiven, die ukrainische zuerst, das angegriffene Land, die angegriffenen Menschen dort, die westliche Perspektive (nicht von heute auf morgen, aber doch sehr bald Aufnahme in die EU und in die Nato) und zuletzt die russische Perspektive (die Ukraine ist ein Stück russischer Identität, die russische Sprache in der Ukraine und die Kultur) sind zusammen zu bringen. Das wäre die Überleitung nach ersten Gesprächen, die das Verhältnis derzeit zwischen den Nato-Staaten und Russland (Sicherheitsvorstellungen beiderseits) erörtern und überleiten zu einer friedlichen Lösung in der Ukraine.

Das ist dieses Nest für das Ei (Friedensverhandlungen) zwischen der Ukraine und Russland vorbereiten, was der Westen mit allen Nato-Staaten, insbesondere denen direkt an den Grenzen zu Russland/ Belarus erschaffen kann. Friedensverhandlung der beiden verfeindeten direkten Kriegsteilnehmer haben selbstverständlich die Ukrainer selber zu entscheiden, wie wir auch das Go für diese Vorverhandlungen, die mögliche Friedensinitiative der Nato-Staaten, abfragen müssten bei Selensyj.

Ich glaube, Russland würde es positiv sehen, wenn Russland selber Nachbar eines Nato-Staates mit größeren russischen Bevölkerungsanteilen würde. Der Nato begegnen die Russen bei aller Feindseligkeit zurzeit sicherlich mit Respekt. Da steckt denen der Kalte Krieg noch genauso in den Knochen, wie uns auch.

Nach gescheitertem Verhandlungsangebot, okay. Dafür, dass die nicht scheitern (Friedensinitiative) würden eventuell ja noch andere Staaten die Nato unterstützen, wenn so etwas gemacht werden würde (siehe Abstimmungen der UN-Resolutionen in den Vollversammlungen für die Ukraine, siehe 12 Punkte-Plan Chinas, der von Selenskyj interessiert aufgenommen wurde).

Mir fallen an der Stelle zwei Aspekte ein. Ein Aspekt dem ich noch gar nicht so viel Beachtung geschenkt hatte, der aber auch meine Meinung, dieses Mal eindeutig in Richtung Ukraine bestärkt.

Zum einen, ja, die Ukraine braucht unsere volle Unterstützung. Russland macht es uns so schwer, dass diese Unterstützung militärisch sein muss, wenn die Ukraine in die Lage versetzt werden soll sich zu wehren. Angriffskrieg von Russland aus - Verteidigung wäre das Rückschlagen der russischen Armee quasi in allen Richtungen, nach Süden bis ins Schwarze Meer hinein. Alles theoretisch, und die Ukraine möchte das so, machbar.

Da muss man sich aber dann die Frage stellen, doch Nato-Unterstützung auch von Truppen?

Andersherum wäre ich viel mehr dabei zu überlegen, ob es Sinn macht einen Staat der militärisch in der Lage war seine Hauptstadt zu verteidigen in die Lage (womöglich am Ende mit Unterstützung der Nato-Truppen) zu bringen, die russische Armee aus der Ukraine zu drängen.

Nehmen wir mal anders an, die Ukraine ist schon alleine so stark, dass es denen gelingt (wenn auch erst nach 15 Jahren Krieg) Russlands Armee bis ins Schwarze Meer und hinter den Grenzen im Osten zurückzudrängen, wie lange unterstützen wir das, 15 Jahre? Und wenn der Ukraine das nicht gelingen würde?

  1. Lassen wir sie dann am Ende im Stich?
  2. Riskieren wir den ziemlich sicheren Atom-Weltkrieg (3. Weltkrieg)
  3. Machen wir dann wegen enormer Opferzahlen und Aufgabe der Kriegsparteien eine Einleitung für Verhandlungen, weil die dann so verfeindet sind, dass sie selber, das nicht mehr auf die Reihe kriegen?

Müssen wir nicht irgendwann die Sicherheitsgarantien für die Ukraine von denen westliche Politiker bereits sprechen, sowieso verhandeln? Besser mit Russland als eine auf Kante genähte Sicherheit gegen Russland?

Wir führen die Ukraine künstlich in eine Lage, die diesen Staat langfristig völlig überfordern wird. Es gibt Beispiele mit dem Irak und mit Afghanistan (Unterschied sind nur Nato-Soldaten).

Was ist aus diesen Ländern danach geworden?

Gibt es keine andere Alternative mit der Ukraine? Wenn Du einen Fußballclub hochrüstest damit der kurzfristig zum Erfolg kommt, den Aufstieg womöglich schafft, kann dieser sich danach dann in der Liga halten, wenn die Spieler danach wieder gehen?

Oder wäre nicht eine nachhaltige und frühzeitige Entwicklung der Ukraine im Sinne der Europäischen Union wie auch der Ukraine selber? Ist das nicht genau das, was die EU auch fordert, damit der Staatenbund funktioniert?

Also warum warten mit Verhandlungen?

Eine Idee wäre die Ukraine zu Verhandlungen zu drängen, was bereits verschiedene Experten für bald erwarten. Ist das dann moralisch, weil wir dann doch auch an unsere eigene Sicherheit in unseren Staaten denken, obwohl die Ukrainer zig " tolle Kerle" und „tolle Frauen“ verloren haben. Also warum entsteht keine Synergie mit unserem Verbündeten der Ukraine, die Slenskyj klar macht, jetzt ist Feierabend mit dem russischen Aggressor, wir übernehmen die Verantwortung?

Ich habe tiefen Respekt sowohl vor Bundeswehrsoldateninnen als auch vor Polizisteninnen. Sind diese weiblich wird mein Respekt noch größer, da die Differenz in meinem Denken, zwischen „dem schwachen Geschlecht“ und dem Staatstragenden groß ist. Das bedeutet sogar ein gewisser Stolz auf diese Frauen, die sich für solche Berufe in Namen des Bundeslandes bei der Polizei oder im Namen der BRD bei der Bundeswehr entscheiden.

Insgesamt hatte ich mit Patriotismus im Sommer 1997 einen Band mit unseren Bundeswehrsolddaten*innen gehabt als die Sandsäcke an der Elbe verteilten. Ich habe auch ein ähnliches Gefühl, wenn ich daran denke, dass diese Menschen im Ernstfall mit der Waffe und Einsatz ihres eigenen Lebens unser Land als erstes verteidigen würden -bevor wir vielleicht als Zivilisten mit der Waffe vielleicht noch zusätzlich unterstützen müssten - gleichermaßen hoffe ich aber, dass es nicht soweit kommen soll.

Wenn aber jemand aus dem Ausland flüchtet wegen der Gefahr im wehrfähigen Alter in Kriegshandlungen verwickelt zu werden, oder aber wegläuft weil die Angst um sein Leben größer ist, wie der Einsatz für sein Land, dann hat dieser Mensch hier, in unserem friedliebenden Land Asyl zu bekommen. Er würde nicht flüchten, wenn die Ukrainer ihm einen anderen Dienst angeboten hätten.

Was mir noch auffällt z.B. unter dem Beitrag von @lawandorder, dass wir für die Ukrainer mitentscheiden wollen, hängt dass mit unseren Waffen zusammen, die wir gerne bei vielen Ukrainern in der Benutzung sehen wollen?

siehe: Russland ist ein Terrorstaat - Ausland - Forum für Grüne Politik (das-gruene-forum.de)

Die Gesetze die z.B. @anonymeNutzer in dem Diskussionsthema anbietet halte ich für richtig, aber das sind doch Gesetze bei uns in der BRD, wissen wir was in der Ukraine wirklich bzgl. den Verpflichtungen zum Einsatz an der Waffe los ist zurzeit?

nein, wissen wir nicht.
aber trotzdem hast Du entschieden, dass wir den Leuten Asyl gewähren müssen.

Oh meine Güte, was für eine verrückte diskussion. :see_no_evil: :dizzy_face: Der Unterschied zwischen Zwang zum Kriegsdienst und Wehrdienstverweigerung ist riesengroß.

Also mal eine Bedeutungserklärung weil einige, besonders bei den Grünen die Unterschiede nicht verstehen:

Zwang zum Kriegsdienst = ein Despot wie Putin zwingt Kriegseinsatztaugliche Menschen(in der Regel Männer) mit allen Mitteln zu Militäreinsätzen nach seinen Vorstellungen, auch für rechtswiedrige Angriffskriege. Eine Verweigerung wird standardmäßig als Verrat eingestuft und brutal bestraft oder mit demTod bedroht um Druck auf die Eingezogenen Personen auszuüben. Gegen die Menschenrechte und gegen ihre Moralische Überzeugung.

Verweigerung von Wehrdienst= Wehrdienst bedeutet, wie der Nama schon sagt, Verteidigung, nicht Angriff.
Eine Wehrdienstverweigerung bedeutet, das in einem Demokratischen Staat jemand sich nicht in der Lage sieht ( z.B. Angst, mangelnde psychische Belastabarkeit), Verteidigung zu leisten oder ist unsicher, ob diese in Militärischerr Form nötig ist was durch meinungsfreiheitsrechte und das recht auf Menschenrechte und Recht auf Ausübung Ethischer Bedenken gedeckt ist. Fahnenflucht ist zwar strafbar, kann als erhebliche Straftat gewertet werden, aber bedeutet nicht zwangsläufig Desertation oder Verrat.

Wichtiges Definitionsmerkmal:
In undemokratischen Staaten gibt es keine Wehrdienstverweigungsrechte. Weil es da de facto nur eine Pflicht zum Kriegsdienst gibt und kein modernes Wehrdienstprinzip. Besonders in Despotischen Staaten!