OK, ich verstehe, es ist also komplett wirkungslos, wenn ich hier nach dem Ergebnis der Überwachungsgesamtrechnung frage, die uns im Koalitionsvertrag versprochen wurde, BEVOR wieder Dinge passieren wie das Ignorieren des Bundesdatenschutzbeauftragten von Seiten des Gesundheitsministers? Dass das digitale und damit latent publike Erfassen meiner sehr privaten Gesundheitsdaten NICHT OHNE MEINE ERLAUBNIS erfolgen darf, dass ich ein echtes opt-out erhalten muss, wenn es kein Vertrag zu Lasten Dritter sein soll, das sieht also auch hier keiner ein, nicht wahr?
Ich lebe in einem Land, in dem die, die für mich als Regierung ( also „in meinem Namen“ ) sprechen, das Leben von Edward Snowden ruiniert haben, obwohl der die Zivilcourage und Verfassungsverteidigung gewagt hat, die in meinem Land mit seiner gruseligen Geschichte tagein/tagaus angefordert wird !, und nachdem es uns gelungen war, die Partei an die Regierung zu wählen, die vor der Wahl in ihrem Parteiprogramm versprach, Snowden zu retten, hat sich daran gar nichts geändert (obwohl das Whistleblowerschutzgesetz dazu ja die Chance gewesen wäre !).
So. Und in dieser „Vertrauenslage“ (?!) soll ich also hinnehmen, dass ich gegen meinen Willen tiefer und tiefer in das smart-grid verklebt werde mit meinen Daten? Das geht so nicht !!!
Aber es ist sinnlos, das hier zu diskutieren, nicht wahr?
Sind denn die, die hier gern alle privaten Krankheitsgeschichten digitalisieren möchten („für die Forschung“) und Einkommensbescheide unter der SteuerId mit all den anderen Profildaten zusammenzuspeichern wünschen für die bessere Gesamtüberwachung (nein, für das „schlanke Finanzamt“, natürlich), auch noch traurig, dass es der FDP wenigstens gelungen ist, vorerst die Chatkontrolle abzuwenden - wollten die Datensammler auch noch die private Kommunikation mitlesen ( „um die Kinder vor sexualisierter Gewalt zu retten“ ) ?
Gibt es niemanden mehr hier bei den Grünen, der für die informationelle Selbstbestimmung eintritt - wollen hier alle die „schöne neue Welt“ - aber bei Aldous Huxley gab es ja wenigstens ein echtes opt-out …
Nachtrag 10.Okt.: es gibt offenbar eine Petition mit mehr als 58100 Unterschriften ( wow !!!), die eben genau das wackelige opt-out bei der ePA ablehnt, und es gibt offenbar eine Sabine Grützmacher bei Bündnis 90 /Grüne, die dies zum Anlass nimmt, endlich mal wieder an die DSGVO zu erinnern! - ich kann mich überhaupt nicht beklagen, meine Interessen werden vertreten, und ich habe ungeahnte 58100 andere an meiner Seite, das ist ja krass !
https://www.heise.de/news/Petition-gegen-Opt-out-Patientenakte-Gesundheitsministerium-laesst-Fragen-offen-9329301.html