Übergewinnsteuer für eine gerechte Energiewende

Meine Definition von „arm“ ist, weniger zu haben als man braucht. „Reich“ ist man, wenn man mehr hat als man braucht.

Nun ist die nächste Frage, wie viel „braucht“ man?

Hier sind klar die Leute im Vorteil, die in der Lage sind, mit möglichst wenig auszukommen. Wer seine Kleidung auf dem Flohmarkt kauft und sie trägt, bis sie auseinander fällt, auf engerem Raum lebt als bei uns als angemessen gilt, auf ein Auto verzichtet, obwohl er es sich leisten könnte, die Kinder lieber etwas später bekommt, hat plötzlich Geld für Aktien und damit einen Ausweg aus der Unterschicht.

Man muss das natürlich unbedingt wollen, sonst fühlt man sich nicht gut dabei.

Einige möchten lieber in der Unterschicht bleiben und für sie kämpfen, was natürlich auch okay ist.

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Aha, wo genau im Mittelmeer verläuft die Außengrenze? Ich habe den Verdacht, du bist dir der Komplexität dieses Themas nicht richtig bewusst.

Bitte nicht auch noch zur Flüchtlingspolitik abschweifen!

Liebe Grüße
Ellen für die Moderation
und als Threaderstellerin

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Ach so, wer Aktien von diesen Konzernen kauft, gehört dann nicht mehr zur Unterschicht.

Oder wie soll ich das verstehen?

Folglich, wer diese Konzerne mit dem Kauf von Aktien nicht unterstützen möchte, sein erwirtschaftes Geld lieber anders anlegt und keine Lobbygeschäfte abschließen möchte, gehört zur Unterschicht?

Es gibt weitaus bessere und sichere Wege sein Geld anzulegen, als Aktien.

Ich erinnere noch einmal, die Vorschläge kamen von den Grünen und der SPD, die sich beide als soziale Partei darstellen wollen.

Zumindest ist es ein erster Schritt zum Vermögensaufbau und zum unternehmerischen und verantwortungsvollen Denken.

Sozial, aber auch gleichzeitig lähmend.

Lähmend ist die FDP mit ihrer neoliberalen Politik und die anderen beiden Parteien lassen sich dies gefallen.

Lindner sollte sich mal öfter den Koalitionsvertrag durchlesen.

Heißt das, Du tankst Dein Auto (ich vermute, Du fährst Auto) bei Konzernen, die Du nicht unterstützen möchtest?

Wenn man breit streut, sind Aktien, neben Immobilien, die beste Langfrist-Anlage. Ich meine nicht Spekulation.

Nicht umsonst gibt es z.B. in den USA und Norwegen Pensionsfonds auf Aktienbasis. Dieses Modell wird gerade auch für Deutschland als Ergänzung zum Umlagemodell diskutiert.

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zum Thema Armut und grün-linker Populismus ein weiteres Beispiel:

Es wird damit argumentiert, dass ca. 20% der Kinder in D arm sind.
Das sei ein unwürdiger Zustand und müsse beendet werden, deswegen sei die Kindergrundsicherung nötig.
zB hier das Familienministerium
https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/die-kindergrundsicherung-die-leistung-fuer-alle-kinder-228230 :
„Jedes fünfte Kind in Deutschland gilt als arm. Eine der dringendsten Aufgaben der Politik ist es deshalb, Armutsrisiken zu verringern und gleiche Entwicklungs- und Teilhabechance für Kinder und Jugendliche zu schaffen.“

Also 20% der Kinder sind arm.
Armut ist dabei relativ definiert.
Als arm gelten alle Menschen mit weniger als 60 Prozent des deutschen Medianeinkommens.
Andere sprechen von 60 Prozent des mittleren Netto-Einkommens.

oder des bedarfsgewichteten mittleren Einkommens

Diese Unterschiede sind hier aber erstmal egal.
Wichtig ist, dass Armut abhängt vom Wohlstandsniveau der Gesellschaft.
Verkürzt gesagt: wer weniger als 60% des Durchschnitts verdient, ist arm.
Armut wird nicht durch einen festen EUR-Betrag definiert, sondern ergibt sich aus dem Vergleich mit dem Einkommen der Bevölkerung.

Das bedeutet, dass rein mathematisch die Armut nie verschwinden kann.
Es wird denklogisch immer Menschen geben, die deutlich weniger als der Durchschnitt haben (es sei denn, man führt ein Einheitsgehalt ein, aber davon redet wohl niemand ernsthaft).
D.h. der „Kampf“ gegen die (Kinder)Armut kann nie „gewonnen“ werden.
Es wird nach der Definition immer (Kinder)Armut geben.
Wenn ich Familien mit Kindern so viel Geld gebe, dass sie aus der Armutsdefinition rausfallen, führt das dazu, dass andere Menscen ohne Kinder plötzlich „arm“ werden.
Das Durchschnittseinkommen ist gestiegen, also fällt der zurück, dessen Einkommen gleich geblieben ist.

Die Empörung darüber, dass 20% der Menschen bei uns in Armut leben, ist also völlig scheinheilig und eine bewusste Täuschung des Pubklikums.
Was nicht heißt, dass es keine Armen gibt, und was auch nicht heißt, dass man denen nicht helfen soll!! Im Gegenteil!
Aber den Eindruck zu erwecken, man könnte diese Form der relativen Armut beseitigen oder die Zahl von 20% auf 5% senken, ist Volksverdummung. Auch von Seiten des Familienministeriums.

Fratzscher (von dem man ansonsten halten kann, was man will) hat ein wirklich schönes Beispiel dafür:
Durch den Zuzug armer Flüchtlinge wurde der Durchschnittswert des Einkommens gesenkt.
Dadurch sind viele deutsche Familien jetzt nicht mehr „arm“, da sie auf einmal über dem Durchschnitt liegen. Aber sie haben keinen EURO mehr als vorher.

„Die Tatsache, dass viele Geflüchtete seit 2015 nach Deutschland gekommen sind, die noch weniger Einkommen haben als Deutsche, die vor diesem Zeitpunkt als arm galten, bedeutet nicht, dass diese Deutschen heute einen höheren Lebensstandard haben als 2015. Dies heißt lediglich, dass sie in der Einkommensverteilung der Gesellschaft nun nicht mehr ganz unten sind. Wegen der Corona-Pandemie, steigender Mieten und hoher Inflation deutet einiges darauf hin, dass viele der deutschen Familien, die aus statistischen Gründen seit 2015 aus der Armut gekommen sind, ihren Lebensstandard nicht verbessern konnten – und es somit auch kein Grund für Zufriedenheit bei der Entwicklung der Kinderarmut in Deutschland geben kann.“

Zur Sicherheit nochmal:
ich bestreite nicht, dass es Kinderarmut gibt oder dass die Definition mit den 60% sinnlos ist, und ich halte Investionen insb in Bildung der Kinder für eines der entscheidenden Themen und enorm wichtig.
Aber wie uns das verkauft und wie es statistisch begründet wird (20% sind arm, dagegen muss man was tun), ist falsch und populistisch.

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Da gibt es aber einen kleinen Unterschied.

Ich muss das Auto tanken, sonst kann ich es nicht fortbewegen.

Genau wie andere Menschen auch, die auf das Auto angewiesen sind, die teuren Spritpreise zahlen müssen und sich kein teures E-Auto leisten können.

Der Gebrauchtwagenhandel ist ja inzwischen von gebrauchten E-Autos überschwemmt. (Sarkasmus aus).

Außerdem hat mich bis jetzt ein E-Auto noch nicht komplett überzeugt.

Die Strompreise sollen angeblich gesunken sein, davon habe ich persönlich noch nichts gemerkt.

Meiner Meinung nach stürzt sich die Wirtschaft zu sehr auf die Herstellung von E-Autos und andere Alternativen werden anscheinend vergessen.

Außerdem habe ich manchmal das Gefühl, unser Staat hat eine Gelddruckmaschine.

Irgendwo müssen die Gelder doch auch herkommen.

Kein Wunder, dass Lindner ins Schwitzen kommt.

Also müsstest Du doch froh sein, dass es Konzerne gibt, die Dir die Fortbewegung ermöglichen. Wieso willst Du Dich dann nicht mit Aktien daran beteiligen? Wäre es Dir lieber es gäbe diese Konzerne nicht? Dann könntest Du auch nicht tanken.

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Vergessen, mir geht es um die Übergewinnsteuer und nicht darum, ob ich mir Aktien leisten kann oder nicht.

Und ehrlich, wenn ich mir den Kauf von Aktien leisten könnte, würde ich garantiert nicht diese kaufen.

Ich hatte auf diesen Satz geantwortet:

Ob du dir selber Aktien leisten kannst, ist dafür unerheblich.

Weil Energiekonzerne böse sind. Aber denke daran, nicht die Raffinerie verbrennt den Treibstoff und erzeugt CO2, sondern du machst das.