Schulstreik gegen Wehrpflicht am 5.12.25

Tja, das ist theoretisch zwar richtig - aber die Mehrheit gehört zu der „Gruppe der Überalterten“ (mich wohl mit inzwischen 60+x eingeschlossen :thinking:
Die Regierung, wenn sie denn weiter regieren will, orientiert sich also an dieser Zielgruppe - ein zwar zweifellos kurzsichtiges Konzept (wenn man mal von Söders Weisswurstesserei im Internet, das bei der Jugend bestimmt ganz toll ankommt, absieht :rofl: - das aber nicht zwingend undemokratisch ist :thinking:

Wenn sie von den Jungen etwas will, sollte sie sich stärker an ihnen orientieren, oder zumindest mit ihnen in den Austausch kommen.

Tja, wenn sie denn wollte - aber bist Du Dir da sicher - ich habe Zweifel…

Sie will, dass die Jungen Wehrdienst leisten, sie will dass die Jungen arbeiten und in die Rentenkasse einzahlen, und dass sie später die „Sondervermögen“ abbezahlen, und sie will außerdem noch, dass die Jungen sich mit der Demokratie identifizieren. Das ist doch schon mal ein ganz schöner Katalog an Wünschen an die Jugend.
Da wäre es doch sehr dumm, noch nicht mal zu fragen, wie die Jungen sich das wünschen.

Mich brauchst Du davon nicht zu überzeugen :wink:

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Du hattest aber gefragt. :slightly_smiling_face:

Wünsche?

Meines Erachtens sollte JEDER und JEDE einen Dienst für sein Land tun und nicht nur Forderungen stellen.

Wir haben ein relativ gutes und günstiges Bildungs- und Gesundheitssystem (vergleiche das mal die Trump-Land).

Wir bezahlen für PKW keine Maut auf den Autobahnen, es steht uns frei, wen wir wählen, wohin wir reisen, und welche Medien wir schauen. Das sind mal die wichtigsten Dinge, die mir gerade einfallen. Es gibt sicherlich noch einiges mehr.

Was ist es den Jungen wert? Ich orientiere mich da an einem Zitat von John F- Kennedy: frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern frage, was du für dein Land tun kannst.

Ein Jahr des Lebens für den Staat hat noch keinem sein Krönchen verrückt…. da würde die Generation XYZ auch mal wieder lernen, soziale Verantwortung und Gemeinschaftssinn zu entfalten, anstatt nur am Handy zu daddeln.

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Ich glaube nicht, dass das das Problem wäre, sondern die Befürchtung, jederzeit eingezogen werden zu können.

Was wäre so schlimm daran, sie zu fragen, ob sie das verteidigen möchten oder nicht?

alle benefits in Anspruch nehmen und nichts geben wollen?

Ein Grundproblem in unserer Gesellschaft

Als Kinder und Jugendliche können sie ja noch nicht entscheiden, ob sie das „in Anspruch nehmen möchten“. Man geht davon aus, dass es ihnen gefällt und entscheidet für sie.

Wenn man wissen will, ob sie dahinter stehen, und ob sie bereit sind, ihr Leben dafür zu riskieren, muss man sie irgendwann mal fragen, ob das der Fall ist, sonst läuft etwas schief.

man kann auch alles zu Tode diskutieren….

Und was wenn sie nein sagen?
Dann lassen wir es eben?
Dann lassen wir Putin den Laden hier übernehmen und geben das alles auf?
Und die die sich bereit erklären das Land und seine freiheitliche Grundordnung zu verteidigen sind eben die Blöden die dann im Fall der Fälle in Stich gelassen werden. Krieg ist kein Spiel bei dem man mit macht wenn man Lust hat oder auch nicht.
Also manchmal ist deine … schon erstaunlich.

Ich gebe da @Dorfprojekt-Sarnow in seinem letzten Post absolut recht.
Ich gehe da sogar so weit, dass auch die Älteren nach und nach ertüchtigt werden. Und sei es auch nur um unterstützende Dinge wie LKW fahren, Feuer löschen, etc. abzudecken. Für eine Grundausbildung in Selbstverteidigung und Ausbildung für solche Sachen braucht man nicht x Wochen.
Man kann möglicherweise auch am „Berufsbild“ des Soldaten einiges tun.
Die wenigsten Soldaten werden in Zukunft im Verteidigungsfall wirklich in vorderster Front im Graben kämpfen müssen.

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Ich verstehe den Ansatz grundsätzlich nicht, diese Dinge ins Belieben von irgendjemandem zu stellen.
Ob sich jemand „wünscht“, sein Land und damit auch seine Familie und sich selbst zu verteidigen, oder nicht, ist völlig irrelevant.
Ob jemand sich „wünscht“, zu arbeiten, sich selbst zu ernähren und Rentenbeiträge zu zahlen, ist auch irrelevant.
Das sind alles Notwendigkeiten, ohne die eine Gesellschaft nicht existieren kann.

Wenn wir diese Notwendigkeiten ins persönliche Belieben jedes Einzelnen stellen, werden wir zu einem asozialen, dysfunktionalen Sauhaufen, der in dieser Welt nicht lange bestehen wird. Schon die ernsthafte Diskussion darüber ist ein Zeichen von Dekadenz.
Um es mal wieder drastisch zu sagen :slight_smile:

Wer heute 25 ist, verteidigt nicht in erster Linie mich.
Ich bin in 10 Jahren tot.
Er lebt aber noch 60 Jahre.
Wieso muss ich jemanden davon überzeugen, sich selbst zu verteidigen?
Das ist alles verkehrte Welt.

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Dann wäre die nächste Frage, ob sie es grundsätzlich nicht verteidigen würden oder was sich ändern müsste, damit sie es verteidigen würden.

Das wäre bestimmt ein Anreiz, lieber zur Bundeswehr zu gehen als abzuwarten bis Putin sie nach der Übernahme zum Wehrdienst einzieht.
Dazu müsste man aber glaubhaft darlegen können, dass Putin Deutschland bzw. die NATO tatsächlich angreifen will.

Diese Idee finde ich gar nicht schlecht. Warum nicht einfach mit gutem Beispiel voran gehen?

Das ist ein Ausdruck eines Protestes, ich denke nicht, dass es abseits der bestehenden Schulpflicht ähnlich wie vor Jahren die Freitagsdemos der Friday for Futures Demonstrierenden ein Problem sein darf. Die Versammlungsfreiheit gilt in der Demokratie.

Die Schüler*innen und auch Eltern zeigen so größtenteils ihre Unmut mit diesem Gesetz aus verschiedenen Gründen. Ich für mein Teil sehe die größte Kritik an diesem Gesetz darin, dass Europa keinerlei nennenswerte politischen und diplomatischen Lösungen für die Ukraine gegen Russland unternimmt - und sich ein Stück weit an die 18jährigen der nächsten Jahre missbraucht, ohne ihnen diese politische Waffe flankierend zu geben.

Die Älteren unterlassen, was die Jungen nun ausbaden sollen und perspektivisch bei Eskalation ausbaden sollen. Du hattest ja selber formuliert:

..und dafür sollen nun (auch unter ethischer Betrachtung) in der nächsten Zeit unsere 18jährigen bereit stehen, während die Politiker Signale aus Moskau zur Verständigung einfach auflaufen lassen?

Man könnte auch noch - etwas weniger wichtig in der Betrachtung unter diesem Thread - den Unterschied zur Wehrpflicht früherer Jahrzehnte herstellen, in denen die Bedrohungslage gewachsener war und jetzt dabei ist zu steigen. Wieder gleich mit der Wehrpflicht dem zu begegnen, denn die Musterungen bereiten eine Wehrpflicht vor, ist ein Armutszeugnis eines modernen Europas, in denen wir die westlichen Werte Europas (80 Jahre Frieden) gelernt haben sollten, anders auf den Kontinent übertragen zu können, als ohne politische und diplomatische Anstrengungen, gleich wieder den Krieg vorzubereiten.

Ich war nicht bodenlos für eine Naivität in der Frage wie dem Aufrüsten Russlands, was aber auch zu einem Teil den Grund hat, in der Aufrüstung der Nato, zu begegnen ist, sondern für die vormalige Entscheidung zunächst auf das Zusenden von Fragebögen mit der verpflichtenden Rückantwort der jungen Männer und auf freiwilliger Basis der Frauen zu setzen.

Es wäre auch eine Frage der Effektivität gewesen, denn Interessen über Einsatzgebiete können so besser abgefragt werden, als mit einer Generalmusterung wie in früheren Zeiten. Das ist sehr aufwendig.

Außerdem passt die Musterung für mich teils mit fatalen Aussichten auf eine weitere kriegstreibende Antwort aus Europa im Ungleichgewicht zu Russland, denn irgendwer sollte der Klügere schon sein, damit ein großer Krieg vermieden werden kann, zum populistischen Verhalten von einigen aus Gesellschaft und Politik, die teilweise eine heiße Auseinandersetzung mit Russland herbeireden, um sich Gehör zu verschaffen. Ihre These mit den jungen 18jährigen zu unterlegen ist Missbrauch.

Das heutige Gerede von einem bevorstehenden Krieg mit Russland, ich nehme die hybriden Kriegsformen davon ausdrücklich aus, hat genau damit zu tun, dass Europa zu stolz und scheinbar auch zu feige ist, sich mit dem Regime in Moskau politisch direkt auseinanderzusetzen. Die jungen Leute sollen den Politikern weiter sozusagen den Allerwertesten zeigen und streiken - so lange wie sich das nicht ändert.

Und dann, um die Zustimmung zu dem vorherigen Beitrag von Dir an der Stelle zu erwähnen, wo es mir vorher nur darum gegangen war, wie verschiedentlich die heutige Ukraine entstanden war, deswegen um einen Ansatz zu finden, dass Referenden über die von Russland beanspruchten Gebiete durchaus im Ergebnis noch nicht klar zu Gunsten Russlands verteilt wären (der Querverweis zum anderen Thread (Annalena Baerbock, Ukraine und Zusammenarbeit mit den USA hier eingefügt), würde man diese von Europa für eine Zeit nach dem Krieg unterstützen:

Daran merke ich mich wie russlandfeindlich dieses Forum ist, bis auf das Einräumen der Zweifel von technischen Möglichkeiten, für die es sich zu streiken lohnen würde.

Sollen denn die jungen Leute nun streiken, damit sie mit besseren Waffen perspektivisch Krieg führen sollen? Wenn die Bundeswehr das selber tun würde, dann hätte ich meine Hochachtung!

Aus das ist in dem Zusammenhang pervers, wie unsere Jugend geradezu, wie in früheren Zeiten des Imperialismus für einen Stolz der russlandfeindlichen EU eingesetzt werden soll. Das sind Dinge die im Kalten Krieg vielleicht noch die USA propagiert hatte, in Hinblick auf andere Menschen des Kommunismus oder zuvor die Nazis. Das kam aber nicht aus der Bundesrepublik Deutschland im Kalten Krieg.

ich piss mich gleich ein….. wir sollen bis 67 arbeiten. Ab 01. Januar bin ich arbeitslos. Nach 200 Bewerbungen und einem einzigen Bewerbungsgespräch, ansonsten Absagen oder Nicht Reaktion, soll ich mit 60 für die Bundeswehr noch tauglich sein, damit die Jungfüchse sich keinen Bruch heben.?

An Sarkasmus nicht zu überbieten….

Wenn man so auf den Wahlerfolg der AFD sieht, die den Laden auch Putin überlassen will, dann sind das wohl nicht nur junge Leute.

KLar, bewirb dich dich mal bei der Bundeswehr. Würd mich interessieren, ob die dich nehmen. :wink:

na sagen wir bis 50, das würde schon gehen.
und das wäre zusätzlich zu den Jungen, nicht stattdessen.
das wäre schon ok

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Zu einer resilienten Gesellschaft gehört, dass jeder im Notfall, welcher Art auch immer, weiß, was zu tun ist.

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Du meinst aber nicht meinen Beitrag? Dein Ansatz ist ein anderer als meiner! :slightly_smiling_face:

In beratender Funktion könnte er vielleicht eine spannende Zeit erleben und das US-Bundesdeutsche-Verhältnis wieder und nochmals weiter aufpolieren, also der Arbeit des Kanzlers nochmals einen weiteren Schliff im Bereich des Militärischen geben. :slightly_smiling_face: