Schulstreik gegen Wehrpflicht am 5.12.25

Nach den Fridays for future jetzt eine neue Aktion unserer Jugend:

Lustig dazu der Europa-Abgeordnete der Partei Martin Sonneborn:

Zitat: “Außerdem heißt es hier immer, Ihr (die Jugend) solltet der Gesellschaft “etwas zurückgeben”. Wenn ihr mich fragt, solltet ihr der alten Generation genauso soviel zurückgeben, wie sie euch gibt, zum Beispiel bei Rente oder Klimaschutz: Nämlich nichts!”

:-1:

Ganz traurige Veranstaltung.

" … Bündnisses „Schulstreik gegen Wehrpflicht„, der unter anderem von Friedensorganisationen, Gewerkschaften und dem BSW unterstützt wird.“
D.h. „unsere Jugend“ (wer ist „unser“) lässt sich vom BSW für seine Russlandpropaganda einspannen.
Einem 16-jährigen kann man das nachsehen, aber wer älter ist, sollte das Problem erkennen.

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Und das hier

ist platteste Propaganda auf Pennäler-Niveau, für die dasselbe gilt:
Einem 16-jährigen kann man das nachsehen, aber wer älter ist, sollte nicht so einen Scheiss reden.
OK, Sonneborn kann sich immer auf Satire rausreden, aber mein Eindruck ist seit langem, dass er durchaus meint, was er sagt.

Dass Du auf solche Plattheiten anspringst, wundert mich.
Erklär mal warum.
Hat diese Art der „Friedensliebe“ was mit Religion zu tun?

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Sonneborn deckt zumindest auf den Punkt die Widersprüchlichkeiten der Politik auf und ich finde seine Beiträge sehr erfrischend. Platt finde ich das nicht. Eher ein Perspektivwechsel von jemandem, der als Mitwirkender mitten im politischen Theater steht, aber mangels politischem Einfluss die Zuschauerrolle einnimmt.

Hat das verpflichtene Einüben der Benutzung von Maschinengewehren, durch den Schlamm zu robben, Nachtwanderung mit Marschgepäck und Strammstehen noch was mit moderner Kriegsführung zu tun? Sabotage, hybride Angriffe und Drohnen bedürfen anderer Kompetenzen, als ein Panzerführerschein, wenn wir uns wirklich verteidigen wollen.

Insofern kann ich die Jugend gut verstehen, wenn sie einen militärischen Pflichtdienst für überflüssig hält.

Marode Schulen, Lehrermangel, überteuerte Mieten, Studieren oder Ausbildung unter der Armutsgrenze, die wachsende Zahl pflegebedürftiger Rentner, Klimawandel und eine kaputte Infrastruktur sind das Erbe, was sie von unserer Generation antreten. Das motiviert nicht besonders zur “Vaterlandsliebe” und Verteidigungsbereitschaft. Dass junge Menschen sich nicht gehört fühlen und in die linke oder rechte extreme Ecke abwandern, sollte uns nicht nur zu Denken geben, sondern auch zum Handeln auffordern.

Möglich, aber nicht nur das BSW, auch die Linke, Gewerkschaften und Friedensinitiativen.

Auch die grüne Jugend und die Jusos wehren sich gegen den Wehrdienst. Russlandpropaganda?

Das ist doch nur die Frage nach der Struktur der Ausbildung, und, inwieweit das Verwenden von Panzern in Zieten, wo sich die Technik weiterentwickelt hat, noch zeitgemäß ist - das ist so ähnlich wie mit den U.Booten im erten Weltkrieg - tolle Waffe - im ten hatte sich die echnik so weiterentwickelt, dass 3/4 der U-Boote versenkt wurden.

Die Frage geht aber als viel grundsätzlicher über die technischen Detail-Fragen hinaus - wir brauchen sicherlich in irgend einer Form ein wehrhaftes Land, dass sich gegen imperiale kriegerische Angriffe zur Wehr setzen kann - und das muss in Friedenszeiten hinreichen geprobt und einstudiert werden (wenn es nicht zur Sozialromantik verkomen will).
Die Frage, die man diesbezüglich der Jugend stellen muss ist also, ob sie in einer freiheitlichen Demokratie weiter die Freiheiten nutzen wollen, oder ob sie fremdgesteuert von diktatorischen Regimen unter Repressalien, die übrigens an dem maroden Schulsystem zusätzlich nichts ändern wird, leben wollen - wenn ja, wird es irgend eine Form der organisierten Verteidigung geben müssen.

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Die Aussage ist definitiv falsch!
Denn allein die Erziehung und ein in erster Linie auf das Kindeswohl bedachte Verhalten der allermeisten Eltern ist etwas, das eine Form des in „Vorleistung“ gehenden älteren Generation darstellt.
Und das ist immer noch im HIntergrund (leider in der Tendenz vielleicht zurückgehendes) auch gesellschaftspolitisches Handeln, von dem die jüngere Generation profitiert.
Die medizinische (solidarische) Grundversorgung insbesondere in der Jugend ist hier als Beispiel exemplarisch zu nennen.

Nun kann man das alles „abtun“ im Sinne, das seine keine wirklichen Leistungen sondern „selbstverständliche Verpflichtungen“, die sich aus dem Zeugen von Kindern automatisch ergibt.
So sehr ich das persönlich auch unterschreiben kann - es gibt genügend Gesellschaften, die das trotzdem anders (=schlechter für die Kinder) machen als die Bundesrepublikanische. Auch hier gilt also, dass hier seitens der älterern Generationen trotzdem etwas passiert, das es zu wertschätzen (und auch zu erhalten wenn nicht gar auszubauen) gilt.
Das sind in der Kürze der Zeit einige Aspekte, die oft und gerade in der öffentlichen Debatte hinten runterfallen. Auch sehe ich bei meinen eigenen Kindern, dass das Verständnis für diese Leistungen (sowohl der persönlichen Eltern als auch des gesellschaftspolitischen Systems) in Gänze erst dann wirklich verstanden wird, wenn die Kinder selbst Kinder haben.

Die Aussage bestärkt also eine Suggestion, die definitiv falsch ist - das ist dann schon auch zumindest nahe dran am Populismus.

Auch wenn er insofern recht hat, dass sehr vieles - gerade in Bezug auf die Umwelt, dramatisch schlecht und zu Lasten der jüngeren Generationen läuft.

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Das sehe ich auch so. Ich halte auch nicht viel von diesem „jung gegen alt“.

Trotzdem dürfen die jungen Leute selbst entscheiden, was sie der Gesellschaft zurück geben.

Das ist Teil unseres freiheitlich-demokratischen Selbstverständnis.
Ich bin nur sehr dafür, nicht immer nur die Nachteile sondern auch die Vorzüge des Systems ausreichend darzustellen - alles andere ist unausgewogen und nicht der Sache dienlich.

Das sehe ich genau so. Wenn es überzeugt, sind ja vielleicht auch einige bereit zum Wehrdienst. Sie verteidigen das System dann ja für sich selbst.

Erreicht man das mit einer Wehrpflicht? Oder erreicht man das vielleicht auch mit einem zeitgemäßen Bildungssystem, das zum Beispiel ausreichend Medienkompetenz vermittelt um nicht auf jede Desinformation reinzufallen? Ich vermisse in der ganzen Debatte plausible Erklärungen für den Nutzen der einzelnen Maßnahmen.

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Das finde ich einen ganz wesentlichen Punkt (nicht nur bei diesem Thema). Idealerwesei geschieht so etwas nicht aus einem äußeren Zwang alleine - der äußere Zwang kann hilfreich sein, wenn er eine Überzeugung, die ohnehin vorhanden ist, verpflichtend einfordert.
So ist eine Zone 30, wenn die Autofahrer den Sinn beispielsweise des Kinderschutzes verstanden haben, auch dann hilfreich, wenn das eigenen Zeitstresslevel eigentlich zu einem schnelleren Fahren einläd. Das Gesetz also zur Bestärkung der inneren Motivation.
Die Wehrpflicht ist also gegebenenfalls eine Unterstützung derjenigen, die zwar einerseits die Gesellschaft bei der Abwehr von äußeren militärischen Gefahren unterstützen wollen, aber die Energie nicht aufbringen, aus rein innerem Antrieb sich zu verpflichen (oder „Ersatzdienst“ machen).

Ehrlich gesagt, denen ist anscheinend eine evtl. Gefahr nicht bewusst.

Siebzig Jahre ohne Krieg und der deutsche Aufschwung hat die deutsche Gesellschaft verwöhnt und man fühlt sich in eine “sicheren Blase”.

Man sollte bedenken, ohne gut ausgebildete Soldaten, kann man sich nicht verteidigen.

Wie heißt es:

“Stellt euch vor, es gibt Krieg und keiner geht hin.”

Nicht nur, dass sie nicht hin gehen, nein, sie können es nicht, weil sie es nie gelernt haben.

Warum warnt wohl der beste Verteidigungsminister, den wir je in Deutschland hatten, Boris Pistorios, vor einer Gefahr aus Russland?

Garantiert nicht deshalb:

Ich denke, sie lernen beim Bund nicht nur den Umgang mit Maschinengewehren (was allerdings sehr nützlich ist), sondern auch die modernere Kriegsführung.

Ganz davon abgesehen, wie würden die wahren Umstände und Zustände in einem echten Krieg aussehen?

Währenddessen droht Putin Europa mit einem Krieg.

Warum sollte Europa einen Krieg beginnen?

Wer führt bereits einen völkerrechtswidrigen kriegsverbrecherrischen Angriffskrieg gegen ein Land in Europa?

Wenn es tatsächlich passiert, ist das Geschrei groß, weil es zu wenig Soldaten gibt, die uns verteidigen und schützen können.

Ich persönlich habe es nie verstanden, warum der damalige Pflichtdienst ausgesetzt wurde.

Aber damals sahen die Zeiten auch anders aus.

Nur damit kann man garantiert kein Land wirklich verteidigen und schützen.

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Das ist für mich kein Entweder - Oder.
Beides hat seine Wichtigkeit.
Landes- und Bündnisverteidigung ist - so lange es Staaten wie russland gibt - offenkundig notwendig.
Die Bildung ist natürlich von übergeordneter Wichtigkeit, weil er nicht nur in diesem Fall eine mündige Entscheidung ermöglicht, sondern auf vielen anderen gesellscahftspolitischen Feldern ebenfalls.
Idealerweise sollten wira slo beides parallel betrieben.
Ein bißchen widerspruch gibt es vielleicht schon noch, da die über ein Bildungssystem vermittelte (selbst-)kritische Sozialkomeptenz im Widerspruch zur absoluten reinem Funktionieren innerhalb geordneter Streitkräfte steht. Wenn es zu einer kriegerischen Auseinadersetzung kommt, darf es aus Effizienzgründen keine Zweifel an Befehlen und deren Umsetzung geben. Das ist ein Spannungsfeld, das leider kaum (öffentilch) diskutiert wird :frowning:

Für dich nicht, für den Staatshaushalt schon … wir machen grad Unmengen an Schulden für Aufrüstung und sparen dafür bei diversen anderen Themen - entweder reale Haushaltskürzungen oder langfristig unbereinigte Inflation. Es gibt volkswirtschaftliche Untersuchungen über den Nutzen verschiedener öffentlicher Investitionen - demnach ist das was gerade gemacht wird (nicht nur bei der Rente, sondern auch bei der Aufrüstung) fatal für zukünftige Generationen. Insofern kann ich sehr gut verstehen, dass sich insbesondere jüngere Menschen dagegen auflehnen, dass auf ihre Kosten auf jeden Fall noch die nächste friedliche Karibikkreuzfahrt für die Boomer gesichert werden soll.

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Das gilt nach der hier zitierten Aussage von Putin für den Fall, dass Europa den Konflikt weiter eskaliert.
Gibt es eigentlich eine Umfrage unter den demnächst Wehrpflichtigen, wie sie dazu stehen?

Vielleicht startet ja Putin auch eine sogenannte “Spezialoperation”, um Deutschland zu entnazifizieren. :thinking:

Man weiß ja nie (Sarkasmus).

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Vergleiche Heute mit Mai 1945, dann siehst du das Erbe das sie antreten.

Genau das was @lawandorder so oft anspricht:
Alle wollen haben, aber nichts dafür geben.

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Dann aber nicht beschweren, wenn es andersrum auch so läuft.
Und wer ist „die Gesellschaft“? Gehören die jungen Leute nicht dazu?

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Ich kan das auch gut verstehen - und wir leben sowieso definitiv über unsere Verhältnisse, da wir mehr verbrauchen (und auch Rüstung ist in diesem Kontext ein „Verbrauchsgut“)) als sich regeneriert.
Das ist allerdings kein Vorwurf, der aus den beiden Generationen nach uns (das sind die Kinder und Enkel für die 50+x Generation) plausibel kommen könnte - denn sie haben bislang davon profitiert und sich selbst auch nicht konsequent verweigert.

Deswegen sind die Jüngeren durchaus auch Teil des Problems - wenn auch vielleicht nur zu einem deutlich kleineren Teil :thinking:

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Also, ich habe das so verstanden in der Ukraine, wo Soldaten versuchen, das Überleben der Elektriker zu ermöglichen, die bei Regen und Schnee auf den Masten hängen, um die zerstörten Leitungen zu reparieren.

Strammstehen hat heute einen anderen Stellenwert. Ich war bei dem Gelöbnis meines Sohnes.

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ja, erfrischend ist treffend. Aber nur deswegen muss man seine Beiträge nicht zwingend wörtlich nehmen und muss daraus keine konkrete Politik ableiten.

wie der aussieht, ist erstmal egal.
aber irgendwer muss das Land verteidigen.
Ich sehe nicht, wie das ohne Pflicht gehen soll.

Das sind Ablenkungsdebatten.
Die Notwendigkeit der Verteidigung hängt nicht vom Miet- oder Rentenniveau ab.

Im Übrigen hinterlässt diese Gesellschaft der nächsten Generation eines der Länder auf der Welt mit der besten Infrastruktur, einem der besten Gesundheitssysteme, Ausbildungssystems, Sozialsystems, der geringsten Kriminalität usw usf.
Und eines der wohlhabendsten Länder obendrein (und erspare mir irgendwas über Vermögensungleichheit).
Jeder, der hier geboren wurde, sollte alleine deswegen dem Schicksal (oder von mir aus auch Gott) dankbar sein.

Die Behauptung, dass unsere Kinder nichts erhalten von der Gesellschaft, ist absurder Blödsinn und versuchte Volksverdummung.

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Die Formulierung „der Gesellschaft zurückgeben“ beinhaltet schon das Problem.
Jeder Soldat verteidigt auch sich selber, seine Familie, seine Freunde.
Da wird für meinen Geschmack nix „zurückgegeben“.
Die Leute tun so, als wären Krieg, Frieden und Überleben optional.
„Krieg? Och nee, danke, lass mal.“

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Ist das Dein Ernst?
Medienkompetenz gegen Panzer und Drohnen?
Frag die Ukrainer, warum sie auf den russischen Angriff nicht mit einer fulminanten Bildungsoffensive regiert haben.
Dieses Maß an Realitätsverweigerung is atemberaubend

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Ja, besser ist es, wenn wir alle ab 2029 statt friedlicher Kreuzfahrten nur noch Waldspaziergänge im Halbdunkeln unter Drohnenbeschuss machen können.
Hauptsache keine Wehrpflicht.
Das ist wahre Generationengerechtigkeit!

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