Schulstreik gegen Wehrpflicht am 5.12.25

Dabei muss ich Dir tatsächlich mal Recht geben. :grinning_face:

“Denn sie wissen nicht, was sie tun” und vor allem was passieren könnte.

Gerade in der heutigen Zeit, in der die ganze Welt mit Friedensverhandlungen für die Ukraine beschäftigt ist, währenddessen Putin auf seinem hohen Ross sitzt, vielleicht sogar darüber lacht, und sogar inzwischen Europa mit Krieg droht.

Fragen wir doch mal: Fordert dies jemand?

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Wer fordert was?

(Ich mach jetzt mal mit.)

Wer fordert einen Wehrdienst ohne die Möglichkeit, ihn zu verweigern?

dazu siehe u.a. auch hier:

nein.
sondern weil sie abschätzig über warzenschweine und kängurus reden, ohne zu begreifen was hinter den begriffen bzw. figuren steckt.

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Eigentlich kann man zusammen fassend sagen:

Wer abschätzig redet (oder schreibt), ist dumm (oder doof).

Jetzt kann man nur noch hoffen, dass jemand den ganzen Quatsch, der weder mit der Wehrpflicht noch mit den Schülern zu tun hat, irgendwo hin verschiebt, wo ihn niemand findet.

Hätte jemand etwas dagegen?

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Ja, ich habe als Threaderöffner was gegen Verschiebungen jeglicher Art. Lass das mal alles so stehen!

Du hast diesen Text geschrieben und ich habe dich ganz sachlich gefragt, wer denn einen Wehrdienst ohne Verweigerungsmöglichkeit/Zivildienst fordert. Habe davon in der öffentlichen Diskussion noch nichts gehört.

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Gestern fuhr ich mit dem Bus an der Schülerdemo gegen den Wehrdienst vorbei- sehr viele fand ich. Vor mir saß eine Frau und sagte: “Der Lehrer hat meinem Sohn gesagt, dass alle eine 6 bekommen, die zu dieser Demo gehen. Das finde ich richtig, die sollen lieber zur Schule gehen, weil sie wegen Corona so viel verpasst haben.” (sie erzählte mir dann, dass ihr Sohn 3 Grundschuljahre verpasst hatte und deswegen wiederholen musste und immer noch Förderunterricht bekommt)

Ich fragte sie dann: “Finden sie es denn gut, wenn ihr Sohn später zur Bundeswehr muß?” Sie antwortete: “Der muss nicht zur Bundeswehr. Der hat ADSH und Laktoseintoleranz und sonst noch so viel andere Sachen, dass er ausgemustert wird.” “Und ihr anderer Sohn?” fragte ich. “Der ist schon 23, der muss nicht mehr zum Bund, der ist zu alt.”

Das sagt mehr als 1000 Worte.

Die Bundeswehr findet bei den Freiwilligen zu wenig Leute, die überhaupt wehrtauglich sind, und wenn sie es sind, hören sie nach kurzer Zeit auf, weil ihnen Bundeswehr zu anstrengend ist. Insofern glaube ich, dass der Hintergrund der Pflichtmusterung die verzweifelte Suche nach wehrtauglichen Männern ist, da die meisten jungen Männer ADHS oder irgendwelche Allergien und Unverträglichkeiten haben und untauglich sind. Schätze, dass beim tauglichen Rest wenig ausgelost werden muss. :wink:

Immerhin bereitet der 3 km lange Demo-Marsch auf die Bundeswehr vor. Wann gehen die Kids dank Elterntaxi schon mal zu Fuß? :wink:

Das ist keine technische Detailfrage. Moderne Kriege werden geführt mit Drohnen und unbemannten Systemen, Cyberwar und digitalen Angriffen. Hybrider Kriegsführung und Desinformation, Hochpräzisionswaffen und Satellitentechnologie, Spezialisierten Berufsstreitkräften. NICHT mit 18-jährigen Wehrpflichtigen, die sechs Monate ein Gewehr halten lernen.

Glaubst du im Ernst, wir könnten mit unserer Bundeswehr die russische Armee mehr als zwei Wochen aufhalten? Selbst unsere teuern Waffen sind kriegsuntauglich, wie wir in der Ukraine festellen mussten. Kiew hat die Übernahme von zehn Panzern des Typs Leopard 1A5 verweigert, weil sie stark reparaturbedürftig seien. Von den 18 aus Deutschland gelieferten Leopard 2 sind mindestens 13 schon verloren. Und das bei einem Preis von 25 Mio pro Stück. Hat Rheinmetall eigentlich den Panzern einen Retourenschein beigelegt? :wink:

Diese ganze Schuldenmacherei (“Sondervermögen”) für unsere angebliche Wehrfähigkeit sind bloß nervenberuhigende homöopathische Mittel, um unsere Angst zu dämpfen. Russland hat unsere Waffen in der Ukraine schon kennengelernt und für schlecht befunden. Anstatt junge Soldaten zu rekrutieren, sollten wir erstmal Rheinmatall zur Verantwortung ziehen für den Scheiß, den sie bauen.

Genau, die Eltern gehen in Vorleistung, nicht die Gesellschaft. Und während Corona gabs nicht mal Schule oder Kindergarten für die Kids. Insofern besteht vielleicht die Verpflichtung, den Eltern etwas zurückzugeben. Aber gegenüber der gesamten kinderlosen älteren Generation, die ein super Leben hatte, weil sie eben keine Kinder versorgen musste und ihr Geld für Vergnügen ausgeben konnte, sehe ich keine Pflicht. Die sollen sich selbst mit defekten Rheinmetallpanzern verteidigen.

(Lag das ganze Theater um deutsche Waffenlieferungen in die Ukraine vielleicht daran, dass Russland nicht heraubekommen sollte, dass wir nur untaugliches Zeug haben? :thinking: )

ich weiß nicht, ob das jemand fordert, aber derzeit dürfte das gegen Art. 12a Abs. 2 GG verstoßen.

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das ist aber kein überzeugendes Argument GEGEN die Wehrpflicht und die bessere Ausrüstung der BW. Im Gegenteil.

gerade dieses Zeug lernen 18-Jährige schneller als 40-Jährige.
Auch kein gutes Argument.

Schau Dir mal bei YT Videos von der Front in der Ukraine an.
Da sitzen die Jungs in einem Loch im Wald und hoffen, dass die nächste Drohne oder Granate sie nicht findet. Das sind keine Bürojobs am Bildschirm.
Gestorben wird immer noch „in echt“.

was schlägst Du stattdessen vor?
Ich hoffe keine „Bildungsoffensive“ :slight_smile:

und das hilft dann wie??
Die BW kriegt ihr Geld zurück - und dann?
Brauchen wir dann keine Soldaten mehr?
Beim Thema Krieg/Verteidigung scheinen mir Gefühle vorzuherrschen, sogar bei Dir.

wo waren in meiner Argumentation Gefühle? Bloß weil ich keine 18-Jährigen Hilfsoldaten in untaugliche Panzer setzen will, die wir angesichts des Drohnenkrieges sowieso nicht mehr brauchen.

Da sitzen die Jungs in einem Loch im Wald und hoffen, dass die nächste Drohne oder Granate sie nicht findet. Das sind keine Bürojobs am Bildschirm.
Gestorben wird immer noch „in echt“.

ich vermute, dieser Ukraine-Krieg ist der letzte Krieg, bei dem noch irgendwelche Soldaten mit Gewehren in Schützengräben sitzen. Krieg wird zukünftig nicht mehr an Fronten, sondern an sensibler Infrastruktur geführt, wie man in der Ukraine bereits sehen kann. Drohnen und Raketen beschießen das Inland, Cyberattacken, Spionage, Sabotage und Desinformation sind die neuen Waffen.

Wir müssen erstmal unser Militär neu organisieren und gucken was wir wirklich brauchen, bevor wir auf blauen Dunst 18-Jährige in völlig veralteten Kampftechniken ausbilden. Ich denke auch der Zivilschutz wird viel wichtiger werden.

Wir sind schon im Krieg - ganz ohne Schützengräben und völlig wehrlos, trotz unser überteuerten Luxuswaffen von Rheinmetall.

Wegwerfagenten, Brückenköpfe, AfD: Russlands hybrider Krieg in Deutschland | ZDF Magazin Royale (Interessant: Der Bauschaum in Autoauspuffrohren mit Robert Habek Aufkleber waren keine Klimaschützeraktion, sondern russische Wegwerfagenten)

Du kannst auch mit 1399 vergleichen. Bei solchen Vergleichen geht es ihnen immer besser.
Ich vergleiche mit 1963 - Babyboomer. Ich hatte neue Schulen, kostenloses Lehrmaterial inkl. Bleistift und Radiergummi, zuzahlungsfreie Medikamente, Zahnspangen, Krankenhaus, Physiotherapie, leider kein rückzahlungsfreies Bafög mehr, war grade beendet, als ich mein Studium begann. Bezuschusste billige Ferienfahrten, viele Jugendtreffs, überall billige öffentliche Schwimmbäder, Büchereien, kostenlose Nachmittagskurse an der Schule, preiswerte Kinderkurse bei Familienbildungstätten.

Meinen Kindern gings da schon schlechter. Es tropfte in den Klassenzimmern von der Decke und Eimer standen auf den Schultischen. Plötzlich gab es Studiengebühren. Klassenfahrten waren richtig teuer, Kinderkurse in Familienbildungsstätten nur noch für Reiche. Kinderbrillen und Zahnspangen mussten bezahlt werden.

Und jetzt? … gut es gibt mehr Kindergartenplätze. Das isses aber auch. Büchereien und Schwimmbäder schon seit Jahren aufgelöst, Jugendtreffs geschlossen, Spielplätze verwahrlost, kaum noch Kinderangebote in den Sportvereinen, Kirchengemeinden machen keine Jugendarbeit mehr, wegen Corona-Schulschließungen haben sie drei Jahre Unterricht versäumt. Im Grunde bleibt denen gar nix mehr übrig, als stundenlang auf dem Handy TIK TOK zu gucken oder Computerspiele zu spielen. Aber davon wird man nicht „Wehrfähig“. Eher von zwei Wochen Pfadfinderlager in Zelten mitten in der schwedischen Pampa inkl. Nachtwanderungen und Lagerfeuer für bummelige 170 DM. Da lernste auch Erbsensuppe essen und Plumpsklo benutzen. Für 170 Euro kriegste heutzutage grad mal ein „Kreativwochenende“ mit zwei Übernachtungen für Kids. Und Kurse für Kinder gibt es gar nicht mehr.

Wir investieren seit Jahren zu wenig in unsere Jugend!

es geht um die musterung und dann um die wehrpflicht und dann um eine grundausbildung.
wenn wir das alles haben sehen wir, mit welchem gerät die leute nachher ggf kämpfen.
es ist aber keine logik auf die ersten drei schritte zu verzichten, nur weil der letzte sich vermutlich noch ändert.
besser eine schlechte armee als gar keine.
deine argumentation finde ich daher nicht logisch, sondern ergebnisorientiert.

1945 ist nicht so weit weg von den Babyboomern.
Und

Wusste gar nicht, dass du im Paradies aufgewachsen bist und jetzt in einem Notstandsgebiet lebst. :grinning_face_with_smiling_eyes:
Mag daran liegen, dass man sich eher an das positive erinnert und als Erwachsener kritischer ist.
Weder meine Erinnerungen noch meine heutige Wahrnehmung decken sich mit deiner Schilderung.
Ich erinnere mich z. B. noch daran, dass es bei uns in der Gegend (Frankfurt/M) jede Menge offene Müllkippen gab, das die Luft dreckig war und das wir Heizöl aus dem Keller hochschleppen mussten um den einzigen Öl-Ofen in der Wohnung zu befeuern. Es gab gerade mal zwei Fernsehprogramme von 17:00 bis 24:00. ÖPNV ein Abenteuer ohne Klimaanlage. Beheizte Schwimmbäder Mangelware. In Urlaub fliegen, Fehlanzeige. Wäre 1963 fast gestorben (ein Fall der heute überhaupt kein Thema ist), weil das Rettungssystem damals noch nicht so modern war. Auch meine Schule war alt. Etc. Etc.
Mal von den Nicht-Materiellen Fortschritten ganz zu schweigen.
Wenn ich mein heutiges Leben, und das meiner Kinder, dagegen vergleiche, leben wir heute erheblich besser.
Ich kann natürlich auch nur auf das schauen war ggf. schlechter ist und das ignorieren was besser ist.

Nachtrag:
Die Boomer haben auch weitestgehend die Wiedervereinigung stemmen müssen und Internet, Heimcomputer, , Handys, etc. sind auch nicht vom Himmel gefallen.
Was glaubst du, was die Jungen Leute sagen würden wenn sie plötzlich wie in den 60zigern leben müssten.

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Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Du nicht ganz unrecht hast - zudem kenne ich inzwischen ein paar „lustige“ Anekdoten dazu von meiner Tochter - das ist aber, wie gesagt, kein grundsätzliches Gegenargument gegen eine Wehrpflicht, sondern nur einen technische Frage, wie dies Ausbildung (und auch das passende Material (technisch) aussehen müsste - im übrigen macht mit die Dauer des Kriegs in der Ukraine nicht gerade den eindruck, dass die russische Armee so sehr viel weiter ist als die deutsche/europäische…

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Es gibt drei Themenschwerpunkte, wie sich die Politik nähern kann:

  • Sicherheit der BRD und des Nato-Bündnisses
  • Politisches Vorgehen gegen Russland
  • Ethische Bewertung

Ich fange mal umgekehrt an.

Ethische Bewertung: Wird das Sicherheitsgefühl der jungen Leute wirklich gestärkt, wenn die Musterung für einen potenziellen Dienst an der Waffe suggeriert, womöglich das eigene Leben in einem Kriegsfalle zu riskieren? Wenn wir durch diesen Schritt unsere Sicherheit erhöhen wollen, sollte auch das Verantwortungsgefühl für die junge Generation steigen.

Politisches Vorgehen gegen Russland: Die Änderung des Grundgesetzes, in Sachen zukünftiger Militärausgaben, nach dem Motto what ever it takes, reflektiert uns doch ganz gut, dass wir überhaupt keine Ahnung haben, was militärisch notwendig sein wird.

Politisches Intervenieren gegen Russland und für die Ukraine, der europäischen Nato-Verbündeten, würden dieser Frage Aufklärung geben, z.B. könnte in ein für die Ukraine zufriedenstellendes Waffenarsenal investiert werden. Solange wie der Krieg aber dort weiterläuft, haben wir keine genauen Parameter dafür, was für die Ukraine zufriedenstellend heißen wird. Daran analog gemessen, mit den Befürchtungen russischer Eskalation oder militärischer Expansion, wissen wir natürlich auch überhaupt nicht, wieviel Soldaten die Bundeswehr brauchen wird, und ob schon aus diesem Grunde die Freiwilligkeit doch ausreichen wird.

In dem Kontext finde ich es etwas zu wenig Verantwortungsgefühl für unsere junge Generation.

Alles in einem Topf der Sicherheit zu werfen, ist nicht eine ausreichende verantwortungsbewusste Politik. Das ist eher sehr mangelhaft bis sogar ungenügend für „Jugend Deutschland“, wozu heute sehr viele immigrierte Männer, sowie auch Frauen unter der großen Zahl Freiwilliger gehören.

Das ist an den Bahnhöfen der Bundesrepublik Deutschland mittlerweile auch ein Stadtbild geworden, junge Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr in allen Hautfarben dort anzutreffen.

Sicherheit der BRD und des Nato-Bündnisses: Die Wahrscheinlichkeit, dass die russische Armee Polen überfällt, ist sehr unwahrscheinlich. Es könnte einzelne Gefechte trotzdem an der Nato-Ost-Flanke vornehmlich im Baltikum geben. Mehr werden wir es mit hybriden Angriffen und Angriffen aus der Luft durch Drohnen zu tun haben, im Wort-Case greift uns Russland ähnlich wie die Ukraine heute aus der Luft an.

An der Stelle stellt sich ebenfalls die Frage, ob eine Musterung ganzer Generationen (zurzeit noch nur Männer, die Frage stellt sich, ob das gleichberechtigt ist und wer da klagen könnte, vielleicht sogar die Frauen selber) angemessen ist?

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Ich bin in Hamburg aufgewachsen, was tatsächlich damals ein “Paradies” für Schüler war: großer Lehrmittelfreiheit, Schullandheime und eine Menge motivierter junger 68ger Lehrer, die alle möglichen neuen Ideen an uns Schülern ausprobierten. Allerdings waren die Klassen sehr groß (35-40 Schüler) und es gab viel Unterrichtsausfall wegen Lehrermangel. Trotzdem habe ich in der Schule sehr viel mehr gelernt als meine Kinder, die trotz gutem Abitur erhebliche Allgemeinbildungslücken haben.

Zum Kompfort: Die Klimaschädlichket von Flugreisen ist allen bekannt, gut dass unsere Generation nicht schon mit 18 für ein Saufwochenende nach Malle geflogen ist. An unbeheizten Schwimmbädern bin ich nicht gestorben, deren Umwelltbilanz war sicher besser. Nur drei Fernsehprogramme begrenzten unseren Medienkonsum ungemein und zwangen uns am Abend Gesellschaftsspiele zu spielen. Manch Pädagoge heutzutage würde sich darüber freuen.

Das Schleppen der Ölkanne für den Kachelofen regulierte unser Heizverhalten und perspektivisch war die drohende dunkle Zukunft mit Atomkrieg, Umweltverschmutzung und Atomausstieg praktisch lösbar, während der Klimawandel irreversibel ist und die Jugend hoffnungslos macht.

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Nein! Die Demos liefen unter dem Motto: „Nicht als Kanonenfutter enden“, eine sehr realistische Einschätzung angesichts der modernen Kriegsführung. Die jungen Menschen sehen seit 3 Jahren Videos vom Ukrainekrieg, wo Drohnen mal eben die Mannschaft eines Schützengrabens töten oder Panzer mittels einer einzigen Drohne zerstört werden. Alte Kriegsstrategie trifft auf moderne Technik und die Befürchtung, dass die Wehrpflichtigen im Schützengraben einfach nur “Drohnenfutter” sind, ist begründet.

(Irgendwo hab ich gelesen, dass die Ukrainer einen deutschen Panzertyp spöttisch als “Soldatengrill” bezeichnen, weil er Drohnen schutzlos ausgeliefert ist.)

Für die Motivation der jungen Menschen, die das Sterben von Soldaten in der Ukraine täglich auf dem Handy angucken können, wäre es enorm wichtig, zuerst die Strategie festzulegen und dann die Leute einzuziehen.

Angesichts der bereits existierenden Bedrohung würden sich bestimmt genug junge Nerds freiwillig zu einer Cyberabwehrtruppe melden oder zu einem Drohnenabwehrkommando. Oder zur Marine, um Sabotage an Unterwassekabeln zu verhindern.

Auch eine Zivilschutztruppe, die wir schon angesichts zunehmender Klimawandelkatastrophen benötigen, würde auf mehr Akzeptanz stoßen. Zu lernen, wie man die Stromversorgung wieder herstellt, ob nun nach kriegerischem Beschuss oder Wetterereignis, mag manchem Dienstleistenden bestimmt sinnvoller erscheinen.

Aber solange junge Menschen damit rechnen müssen, dass sie mit einem Gewehr bewaffnet in einem Schützengraben sitzen müssen, bis sie hilflos ausgeliefert von einer Drohne in die Luft gejagt werden, kann ich die Proteste verstehen.

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Kann ich absolut nachvollziehen. Wer möchte das schon?

Aber, wenn der Bundestag mit Zustimmung des Bundesrats gem. Artikel 115 a Grundgesetz feststellt, dass das Bundesgebiet mit Waffengewalt angegriffen wird oder ein solcher Angriff unmittelbar droht (Verteidigungsfall), kann die Wehrpflicht durchaus wieder aktiviert werden.

Allerdings besteht dann für Kriegsdienstverweigerer dann auch die Pflicht zum Ersatzdienst, die natürlich auch gebraucht werden.

Gibt es dann mehr Sanitäter als Soldaten, die uns verteidigen?

Ganz davon abgesehen, ob so mancher Soldat überhaupt dazu in der Lage ist, weil er es nie gelernt hat.

Das wird vermutlich die größte Herausforderung, so viele Zivildienststellen zu finanzieren, die dann von den Verweigerern beansprucht werden.

Aber als gemeinnützige Organisation freue ich mich schon darauf.