Sachsen-Anhalt hat gewählt

Kann ich im Umkehrschluss daraus folgern, dass die 44% AfD-Wähler im LSA ungebildet sind?

Einfache Antwort: klares Ja.
Bildung ist natürlich nichts binäres!
Es gibt also nicht die beiden Zustände „gebildet“ und " nicht gebildet".
Durch Bildung erwirbt man Kompetenz.
Das kann in der Berechnung einer Wurfparabel oder in der Auswirkung der Geschwindigkeit zum relativen Alter eines Zwillingspaars bestehen.
Es umfasst aber auch Sozialkompetenz wie eben Demokratieverständnis, lehren aus dem Faschismus und dem Sozialismus und die Fähigkeit, sich Dinge deren Lückenhaftigkeit man sich bewusst wird, durch Selbststudium anzueignen, wenn es Relevant wird. Auch dazu gehören neben neuer DIN-Normen im Hausbau für den Ingenieur eben auch die veränderten Randbedingungen für Demokratie in Zeiten wie diesen.
Alles Dinge, die (auch) Bestandteil des Sozial-, Geschichts- und Ethikunterrichts in der Schule sind.
Wenn jemand also eine in Teilen faschistische oder auch nur rechtsradikale Partei wählt, so gibt es bei den genannten Kompetenzen ganz offensichtliche Defizite (sprich: Bildungslücken).

Hilfreich wäre zweifelsfrei, wenn solche Dinge bereits auch in der Erziehung miteinfließen/angelegt würden. Das funktioniert aber sicher - aus ganz verschiedenen Gründen - nur bedingt.

Das wählen von rechtsradikalen/faschistoiden Parteien ist als sehr wohl ein Kompetenzdefizit,
was seine Ursache auch in mangelnder diesbezüglicher Bildung hat.

Darin sind Hunde besonders gut.

Herr, lass Hirn regnen.

Entschuldige, wenn ich so zynisch reagiere, das ist meiner momentanen, etwas fatalistischen Stimmung geschuldet.

Du hast ja recht. Als ich gesagt habe, Bildung für alle sei wünschenswert, dann war das eine Untertreibung, weil ich die Bedeutung der Bildung im rechten Teil der Gauß-Kurve hinweisen wollte, weil es für die wirtschaftliche Entwicklung der BRD/EU so überaus wichtig ist.

Interessant: Ich suchte grade nach dem AFD Wahlprogramm für Sachsen Anhalt und das haben sie schon aus dem Netz genommen. Wollen die, dass sich niemand mehr auf ihre Wahlversprechen bezieht? Da werde ich wohl mal das AFD-Wahlprogramm von MV sicherheitshalber speichern.

Jetzt gibt es nur noch das „Regierungsprogramm“

  • für die Brauchtumspflege sollen „fünf Euro pro Einwohner und Jahr als ungebundene Schlüsselzuweisung für Brauchtum und Tradition vom Land erhalten. Wofür genau innerhalb des breiten Rahmens der Brauchtums- und Traditionspflege diese Zuweisung verwendet wird, hat der Ortschaftsrat per Abstimmung zu beschließen.“

Jepp- Freibier für alle ! :clinking_beer_mugs:

  • „Wir werden deshalb eine lebenslange Ehrenrente für Olympiasieger aus Sachsen-Anhalt i. H. v. 150 Euro monatlich einführen, die nicht zu versteuern ist und jährlich nach der KOV-Anpassungsverordnungzum 1. Juli angepasst wird“

Jetzt frage ich mich, gilt das auch für Bronze-Medaillien? Die KI konnte mir immerhin 5 Olympia-Sieger aus Sachsen Anhalt nennen. :1st_place_medal:

  • „Wir wollen, dass jedes Kind weiß, dass hinter der Wurst beim Fleischer der Schlach-
    ter, der Landwirt und ein Tier stehen. Zu diesem Zweck werden wir sowohl die Heilpflanzenpädagogik als auch den Heimatkundeunterricht mit Praxisbezug stärker gewichten.“

Da werden sich die Eltern aber bedanken, wenn sie ihre traumatisierten Grundschulkinder nach dem Ausflug in die Massentierhaltung und der Industrie-Schlachtanlage wieder in Empfang nehmen. :pig_face:
Was zum Teufel ist „Heilpflanzenpädagogik“ ? Ich habe auch noch ne gute Heilpflanze gegen die AFD in meinem Garten: Eisenhut. Der blüht sogar blau. :hyacinth:

  • „Wir wollen deshalb den Artikel 27 Abs. 1 unserer Landesverfassung um einen weiteren Satz ergänzen, der lauten soll: „Die Kinder sind im Geist der Liebe zu ihrer Heimat und dem deutschen Volk zu erziehen.“ § 1 des Schulgesetzes von Sachsen-Anhalt werden wir in diesem Sinne umgestalten.“

Art. 78 (2) der Landesverfassung Sachsen Anhalt: „(2) Verfassungsändernde Gesetze bedürfen einer Mehrheit von zwei Dritteln der Mitglieder des Landtages.“
Da muss die AFD aber noch oft Wahlen veranstalten.

  • "Um dagegen ein Zeichen zu setzen und Grundlagen für eine bessere Zukunft zu legen, werden wir alles daransetzen, den Russisch-Unterricht in Sachsen-Anhalt zu erhal-
    ten und, wenn möglich, auszubauen. Dazu sollen unter anderem akademisch gebildete russische Muttersprachler gezielt angesprochen und als Seiteneinsteiger gewonnen werden."

Die scheinen ja einige „akademisch gebildete Seiteneinsteiger“ aus Russland in ihren Reihen zu haben, wenn der zukünftige AFD Bildungsminister Tillschneider schon sein Büro mit russischen Armeetassen verziert.

  • „Wir werden uns auf Bundesebene dafür einsetzen, dass jeder, der den aktuellen deutschen Staat, „Deutschland“ als historisch-kulturelles Gebilde, die deutschen Bürger und unsere Nationalsymbole öffentlich verunglimpft, mit Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft wird.“

Die AFD hatte ihre Wahlparty mit Deutschlandfahnen dekoriert :germany:. Ich halte das für eine Verunglimpfung unserer Nationalflagge! Daher: alle dort Anwesenden für 3 Jahre in den Knast. :wink:

  • "Wir werden deshalb als Landesregierung dafür sorgen, dass jeder Verein, der entweder
    institutionell oder projektbezogen mit Steuergeld gefördert werden will, ein glaubhaftes Bekenntnis zur demokratischen Ordnung und zu einer patriotischen Grundhaltung ablegen muss."

Wenn wir jetzt dieses Forum patriotisch mit Deutschlandflaggen schmücken, gibt es dann Fördergeld? Oder wäre das Verunglimpfung? :thinking:

(Zitate aus dem AFD Regierungsprogramm Sachsen Anhalt 2026: afd-lsa.:spider:de/wp-content/uploads/2026/07/AfD_Sachsen-Anhalt_Regierungsprogramm_2026_230726-web.pdf

Ein 40-Stunden-Vollzeitjob lässt sich natürlich nicht mit einem Abgeordnetenmandat vereinbaren. Freiberufler und Gewerbetreibende sollten zwar ihre Tätigkeiten etwas zurückfahren; sich aber völlig zurückzuziehen stelle ich mir selbst in den Fällen schwierig vor, in denen sie auf eine kompetente Vertretung bauen können. Zudem verursachen Kanzlei- oder Gewerberäume weitere laufende Kosten oder müssten im Falle einer Kündigung später neu gefunden werden. Wichtig ist und bleibt, dass niemand seine Position als Volksvertreter missbraucht, um die die Interessen seiner Wähler an irgendwelche Geschäftemacher verhökert wie z. B. die beiden Maskendealer, die es gar zu sehr übertrieben hatten und zu Recht aus ihrem Rudel weggebissen wurden.

Zum Thema noch etwas aus dem südlichen Rand Berlins:

Martin Wonneberger (42): Der Bürgermeister von Großbeeren ist einer der Unterzeichner eines „Weckrufs“ der örtlichen CDU an Parteichef und Bundeskanzler Friedrich Merz (70). Das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt müsse für die CDU „ein unüberhörbares Alarmsignal“ sein, heißt es in dem Brandbrief. „Wir verlieren Wähler nicht deshalb, weil diese Menschen plötzlich radikal geworden sind (…)“, sondern „weil sie das Vertrauen in die CDU und in die Fähigkeit der etablierten Politik verloren haben, ihre Probleme tatsächlich zu lösen“.
MAZ-Newsletter „Politik in Brandenburg“ vom11.9.

Das ich die AfD mal verteidigen muss! Das Wahlprogramm hieß von Anfang an Regierungsprogramm. Hier ein Entwurf vom März: https://afd-lsa.de/wp-content/uploads/2026/03/2026-03-04_Entwurf_AfD-Regierungsprogramm-2026_Rev.1.0.pdf

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Wie gesagt, wenn es zu belastend für sie ist, sollten sie das Mandat anderen überlassen.

das stimmt.
Aber viel wichtiger: die Kunden/ Mandanten müssen neu gefunden werden.
Wenn ich heute meinen Mandanten sage „ich bin dann mal für 4 Jahre weg“, dann sind die morgen auch weg. Und nach 4 Jahren gibt es meine Kanzlei nicht mehr.
In München gibt es geschätzt 20.000 Anwälte …
Wer meint, dass Freiberufler nicht mehr arbeiten dürfen, wenn sie gewählt werden, hat einfach keine Ahnung.

Das klingt total gerecht und demokratisch. :zany_face:
Oder, lass es uns doch noch blöder machen:
Abgeordnete erhalten einfach keine Vergütung mehr, fertig.
Wem das zu belastend ist, der kann das Mandat ja gerne anderen überlassen. :innocent:
Das spart viel Geld und schützt die Abgeordneten vor dem Vowurf, dass es ihnen nur um die Diäten und die Versorgung geht.
Muss ja auch nicht jeder die Möglichkeit haben, gewählt zu werden …

Dass es für Freiberufler ein großes Risiko ist, ein Mandat zu übernehmen, sehe ich auch kritisch.
Das gilt nicht nur für Anwälte, sondern auch für Ärzte oder kleine Unternehmer. Letztendlich bleibt ihnen nach der Entscheidung für ein Mandat nur noch übrig, ihren Laden dicht zu machen und die Gefahr nach Ende der Legislaturperiode plötzlich arbeitslos ohne alles dazustehen.

Das selbe gilt für Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft. Auch die müssen ihren Job kündigen.

Nur Beamte haben eine Rückkehrgarantie nach einem Mandat, was dazu führt, dass unverhältnismäßig viele Lehrer und Beamte in den Parlamenten vertreten sind.

Da müsste man wirklich etwas ändern, z.B. im Arbeitsrecht ein Rückkehrrecht für alle Arbeitnehmer einführen. Was aber nicht das Problem der Selbständigen löst.

Jedenfalls ist es nachvollziehbar, dass bezahlte Mandatsträger, die sich für die Politik und gegen ihren Job entschieden haben, dann auch an ihren Posten kleben. Was sollten sie sonst auch machen.

Du vertritts einen lustigen Standpunkt.

Wenn man sich um ein Mandat bewirbt, weiß man worauf man sich einlässt und kann frei entscheiden, ob das mit der Lebensplanung vereinbar ist. Man muss schon wissen, was man will - entweder das ehrenvolle Amt eines Abgeordneten ausüben oder sich als Unternehmer aktiv um seinen Geschäften widmen. Man nicht wie ein Kleinkind alles gleichzeitig tun wollen.

Zudem fordert ja niemand, die Kanzlei aufzugeben. Man kann sie für 4+ Jahre von einem Vertreter weiterführen lassen, sich aber aus dem aktiven Geschäft zurückziehen. Um die Einkommenverluste, die durch die Abgeordnetentätigkeit entstehen, werden ja Diäten bezahlt. Die Diäten sind aber ganz sicher nicht als Entschädigung für entgangenes Geschäft gedacht.

Andersherum ist es sich nicht im Sinn der Verfassungsväter, dass ein Abgeordneter sein Amt dazu nutzt, um Klienten zu akquirieren - Klienten , die zu ihm kommen, weil er über Insiderwissen verfügt und ggf. sogar im Sinne des Klinten Einfluss auf parlamentarische Entscheidungen nehmen kann.

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ja natürlich.
aber man sollte es nicht gezielt bestimmten berufsgruppen unmöglich machen, abgeordneter zu werden.
was würdest du sagen, wenn es keine diäten mehr gäbe und die abgeordneten von ihrem vermögen leben müssten?
müssen dann die menschen ohne vermögen auch wissen, ob das mit ihrer lebensplanung vereinbar ist?
DAS wäre doch mal ein lustiger standpunkt.

Das gibt es bereits in der Kommunalpolitik. Da erwartet man dann auch nicht viel von den Mandatsträgern.
Ich denke aber, ein Landtags- oder Bundestagsmandat sollte schon normal bezahlt werden, normal im Sinne von durchschnittlich. :slightly_smiling_face:

Wenn sie einen Beruf gelernt haben, sollten sie (notfalls nach einem Jahr Arbeitslosigkeit) meistens wieder einen Job finden. Es gibt doch einen Fachkräftemangel.

Wir hatten im SH -Landtag vor sehr vielen Jahren mal eine Landtagsabgordnete, die war Erzieherin. Nach ihrem Mandat hat sie keinen Job mehr bekommen, weil kein Arbeitgeber jemanden wollte, der so gute Kontakte in die „Hohe Politik“ hatte. Die ist irgendwann in Hartz 4 gelandet.

Ich kenne einige kleinere Politiker (Ratsmandat) die dannach schwer einen Arbeitsplatz bekommen haben, weil den Unternehmen die Politiknähe zu unheimlich war.
Selbst mein Arbeitgeber hatte mich in einem Personalgespräch aufgefordert, mich nicht mehr aktiv politisch zu engagieren.
So einfach ist das nicht, wie du sagst.

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Das wäre irgendwie einleuchtend. Nur - wer sind die anderen? Sind da nicht auch so manche bei, die sonst nichts auf die Reihe kriegen? Kenne das noch aus der DDR-Zeit. Sicher war es ein anderes System, aber auch da standen die folgsamen Parteisoldaten hoch im Kurs. Nörgler und Besserwisser waren eher nicht gefragt, auch wenn sie tatsächlich etwas drauf hatten. In einer Demokratie darf jeder seinen Hut in den Ring werfen. Da gibt es auch keine Einheitsliste. Wenn sich jedoch zu viele gute Leute überfordert fühlen - wer soll uns dann vertreten?

Dann könnten es sich nur einige wohlhabende Idealisten leisten. Oder aber Leute, die von irgendwelchen Geldgebern gesponsert werden. Nee, das wäre zu blöd! Ich denke, die Höhe der Diäten ist einigermaßen o. k. Über ein paar Euros mehr oder weniger kann man diskutieren. Für die Gutverdiener ist es etwas zu wenig und für die bis dahin Unterprivilegierten aber ein gutes Auskommen, so wie für meinen Kollegen aus der Nachbarabteilung, der durch die Wende ebenfalls in der Arbeitslosigkeit landete, dann aber in den Bundestag gewählt wurde, Einer, der im Unterschied zu vielen gescheiterten Existenzen mit beiden Beinen im Leben stand (und noch steht). .

Diesen Gedanken hatte ich auch schon bewegt. Wie auch immer - eine politische Auseinandersetzung kann nur mit vernünftigen Argumenten geführt werden. Welche Alternativen hat die AfD zu den Erneuerbaren? Prof. Volker Quaschning zeigte auf LinkedIn eine Braunkohletagebau, dessen Erschließung einigen Tausenden die Heimat nahm. Und verwies auf die enormen CO2-Mengen, die dadurch freigesetzt wurden und nich werden. Immerhin ein diskussionswürdi´ges Argument.

Das habe ich so nicht gesagt. Man muss sich nur ENTSCHEIDEN. Man muss sich VORHER überlegen, ob man so ein öffentliches (Ehren-) Amt übernehmen will, um die Interessen der Wähler meines Kreises zu vertreten, oder nicht. Jeder ist da ja völlig frei. Wenn ein Anwalt oder Steuerberater glaubt, dass er seine Kanzlei für die Ausübung seines Amts in keinem Fall einem Vertreter übergeben kann, weil er er befürchte, dass seine Einnahmen sinken oder Klienten abspringen, bewirbt er sich halt nicht um einen Sitz Bundestag oder in einem Landesparlament.
Ich habe auch nicht gesagt, dass er auf Einnahmen verzichten muss, die seine Kanzleir während seiner Abwesenheit generiert. Er darf aber nicht am Tagesgeschäft teilnehmen. Es muss diese strikte Trennung geben. Er darf nicht Anwalt und Abgeordneter gleichzeitig sein.

Das ist ja auch so, wenn jemand Richter ist. Diese Person ist auch nicht gleichzeitig als Richter und Abgeordneter tätig. Beim Richter, wie auch bei anderen Personen auf dem öffentlichen Dienst fallen zudem die Dienstbezüge während der Zeit als Abgeordneter weg. Die Diäten gleichen den Verdienstausfall aus. Wichtig in diesem Zusammenhang : Für den besagten Personenkreis besteht ein Rückkehrrecht nach Ende der Abgeordnetenzeit (auch die Beförderungen nach Dienstalter laufen weiter). All dies sind gewaltige Vorteile im Vergleich zu Personen, die nicht aus dem öffentlichen Dienst kommen. Bei letzteren kann es nämlich durchaus sein, dass das der Rückkehranspruch nur auf dem Papier steht.Von Beförderungen während der Abwesenheit ist sowieso keine Rede.

Ich habe auch nicht gesagt, dass die Diäten wegfallen sollen. Wie soll das gehen? Diäten sollen durchaus gezahlt werden - auch auskömmliche Diäten, aber der Charakter der Entschädigung darf nicht verloren gehen. Und man kann sehr wohl die Ansicht vertreten, dass die Höhe der Diäten sinkt, wenn eine Person über sonstige hohe Einnahmen verfügt. Schließlich wird auch bei jedem Bürgergeld- oder Pflegegeldempfänger eine genaue Prüfung der Einkommenverhältniss jeder Zahlung vorgeschaltet. Das bedeute auch, dass Abgeordnete, die über Einnahmen in Millionenhöhe verfügen, keine Diäten und auch keine Übergangsgelder gezahlt werden.

Übrigens spreche hier nur über die Grundpauschale und nicht über die Kosten, die die Amtsausübung mit sich bringt. Da orientiere man sich halt an der üblichen Praxis der Spesenabrechnung.

Dann noch ein Punkt, der aber nicht einfach umzusetzen ist: Ich denke, dass die Anzahl der Mandate, die an Personen gehen, die einen großen gesellschaftlichen Einfluss haben, begrenzt werden sollte. Inhaber großer Unternehmen fallen in diese Kategorie und auch Gewerkschafts- oder Verbandsfunktionäre. In den Parlamenten muss Gleichheit bezüglich der tatsächlichen Wirkgewichts der Stimme herrschen. Gesellschaftliche Hierarchien dürfen sich nicht im Parlament widerspiegeln.

Das kann ich mir gut vorstellen, aber Kommunalpolitiker arbeiten ja sowieso in ihrem Beruf hauptberuflich weiter.
Leider bildet sich aber auch manchmal eine interfraktionelle Gemeinschaft der Kommunalpolitiker gegen die Bürger („die nicht alles mitkriegen müssen“)

Das wäre ein Argument dafür, Arbeitslosenbeiträge für alle Landtags- und Bundestagsabgeordneten zu zahlen. Das könnte dann ja zusammen mit den
Rentenbeiträgen, die vielfach gefordert werden, geschehen.

Ich hatte es ja oben schon geschrieben, dass aus meiner Sicht ein wichtiges Kriterium ist, dass sie sich Zeit für ihre Aufgabe nehmen können und wollen.

Ansonsten weiß man ja als Mandatsträger meistens, wer an welcher Position auf der Nachrückerliste steht.

Als Wähler könnte man es bei Landtagswahlen und Bundestagswahlen übrigens auch wissen, wenn man sich damit beschäftigt, bevor man in der Wahlkabine steht.

Naja, das ist jetzt nich zwingend ein Widerspruch - aber sollte die Diät/Entschädigung nicht zumindest hoch genug sein, um im großen Stil Korruption und Bestechung zu verhindern?

Was die Alterbezüge angeht, so gibt es dazu Regelungen (z.B. Bundestag)
Was die übrigen Sozialleistungen angeht, weiss ich das nicht so genau…

Verhindern wird man sie mit Diäten nicht können, man man nur die Preise in die Höhe treiben.

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Vielleicht erklärt das Siegmunds Erfolg?

Er hat den Wählern das Gefühl vemittelt, dass direkte Einflussnahme bald endlich auch für alle erschwinglich sein würde, die ein Selfie mit ihm gemacht haben?

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