Das auf jeden Fall. Trotzdem möchte ich der Vollständigkeit halber auch bekräftigen, dass dies auch gelebte Realität ist:
Bei Bachelor- und Masterarbeiten ist das noch nachvollziehbar, aber bei Promotionen und Post-Doc Forschungstätigkeiten arbeitet man eigentlich schon richtig, wenn man z.B. im Labor arbeitet. Nicht immer sind das sozialversicherungspflichtige Stellen, sondern oft Stipendien, das wird dann rententechnisch aber als „Studium“ gewertet, und vom Studium werden insgesamt nur 5 Jahre auf die Rente angerechnet. Eine Forschungstätigkeit mit 50 Wochenstunden zählt dann rententechnisch weniger als eine Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug wegen fehlender Bedürftigkeit.
Sorry das ist alles off topic, aber da ihr die ganze Zeit darüber schon diskutiert…
In anderen Ländern müssen Studenten Studiengebühren zahlen und Firmen Stipendien vergeben, damit sie genug qualifizierte Mitarbeiter bekommen.
Ja natürlich tun sie das. Wie würdest du es finden, wenn dir in der Apotheke irgendein Hilfsarbeiter Medikamente gibt, deren Wirkung er nicht kennt und bei denen er sogar noch den Namen verwechselt? Oder wenn sich jeder „Arzt“ nennen und dich behandeln und operieren darf?
Wenn das Haus, das ein selbsternannter „Architekt“ entworfen hat, über dir zusammenbricht?
Du von deiner Spülmaschine beim ersten Betreib einen tödlichen Sromschlag bekommst, weil sie irgendein Honk ohne besondere Kenntnisse entworfen hat?
Das Windrad auf dein Auto fällt, weil kein Ingenieur seine Standfestigkeit geprüft hat?
Oder der Lehrer den Kindern falsches Deutsch beibringt, weil er selbst kaum Deutsch kann?
Die Lackfarbe deiner Zimmertür tödlich giftig ist, weil sie kein Chemiker zusammengemixt hat.
In anderen Ländern ist das so. Da brauchst du kein Studium um irgendwelche Medikamente oder Farben zusammen zu mischen.
Warum hält die ganze Welt wohl so viel von „Deutscher Wertarbeit“?
(Amerikanische Waschmaschinen sind so schlecht konstruiert und gebaut, dass sich die reichen Amerikaner lieber eine Miele aus Deutschland importieren)
gut so. sollten wir hier auch einführen. Dann wird weniger ewig for fun studiert.
Machen sie in Deutschland auch schon.
Und davon leitest du Ansprüche an die Rentenversicherung ab? Dann bekommt der nicht studierte auch einfach mal so Rentenpunkte, weil seine Tätigkeit ggf. Kundennutzen schafft. Oder der Unternehmer, weil er schafft ja auch Arbeitsplätze und Kundennutzen. Oder der Müllwerker, weil du willst ja nicht, dass die Städte vermüllen.
Der Aufwand für höhere Qualifikation wir über höheres Einkommen belohnt. Was dann im Normalfall zu höheren Altersbezügen führt.
Du meinst also, wenn jemand erst ab einem Alter von 30 Jahren Beiträge einzahlt, darf er nach 45 Beitragsjahren dann mit 75 in Rente gehen, und wenn er ab einem Alter von 15 Jahren schon kleine Beiträge von seinem Ausbildungsgehalt einzahlt, darf er mit 60 in Rente gehen? Diese Forderung das Renteneintrittsalter an die Beitragsjahre zu koppeln, gab es ja schon von der SPD, aber die hat die Rentenkommission nicht übernommen.
@Hedi@XXXX2@HarmsCar@Kalo@lawandorder@Biologin
Irgendwie besteht ein großer Teil des Threads aus der Rentendiskussion und passt daher nur teilweise zum Eingangsthema. Haltet ihr es für sinvoll, wenn die Beiträge zum Thema Rente einen eigenen Thread bekommen und dahin verschoben werden?
Ich finde, es geht grad etwas durcheinander in der Diskussion und das Thema Rentengerechtigkeit ist einen eigenen Titel wert.
Ja, das sehe ich auch so. Allerdings würde ich es begrüßen, wenn die 33 Vorschläge der Rentenkommission dort diskutiert oder zumindest im Eingangspost verlinkt würden.
Hier sind es ja mehr oder weniger aus der Luft gegriffene Ideen gewesen, die planlos in den Raum geworfen wurden.
Das habe ich jetzt oben im Wiki (am Ende des Beitrags) getan. Bitte lest sie euch mal durch, falls ihr das vor dem Diskutieren noch nicht gemacht hattet. Rentengerechtigkeit und Rentenreform
Ich möchte mal darauf aufmerksam machen, dass nicht nur studierte Akademiker in Deutschland irgendwann den Rentenbezug erhalten.
Wenn man rechnen kann, dann hat man, wenn man mit 63 Jahren und 45 Berufsjahren in Ruhestand gehen will, zumindest seit dem 18. Lebensjahr die entsprechenden Beiträge gezahlt und natürlich auch schwer gearbeitet.
Die allgemeine Schulpflicht gilt für alle Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr, wobei diese in Vollzeitschulpflicht und die anschließende Berufsschul- oder Teilzeitschulpflicht unterteilt ist.
Nicht alle Jugendliche machen ihr Abitur, um im Anschluss zu studieren.
Aber auch ein Azubi, der erst 16 Jahre alt sein könnte und nebenbei die Berufsschule noch besuchen muss, muss seine Sozialabgaben bereits von seiner Ausbildungsvergütung bezahlen, es sei denn, er verdient weniger als 325 Euro.
Vermutlich kann ich rechnen und bei 16 + 45 komme ich bereits auf ein Lebensalter von 61 Jahren.
Und wer von diesen heute noch mit einem Regeleintrittsalter von 67 Jahren in Rente geht hat zumindest bereits 51 Jahre schwere Arbeit auf dem Buckel, abgesehen davon, ob in manchen Handwerksberufen die geleistete Arbeit im fortgeschrittenen Alter noch geleistet werden kann.
Dazu äußert sich Vorschlag Nr. 10 der Rentenkommission:
„Die Kommission empfiehlt, dass Menschen in rentennahen Jahrgängen, die nach einer individuellen Gesundheitsprüfung nachweislich nicht mehr in ihrem letzten langjährig ausgeübten Berufsfeld erwerbstätig sein können, einen vereinfachten Zugang zu einer Rente erhalten sollten.“
Ja, das Renteneintrittsalter sollte flexibel gehandhabt werden, je nach Beruf und damit verbundenen Belastungen, mit Rücksicht aufs Individuum. Es gibt Leute, die mit 70 noch ihre Arbeit tun können und wollen, anderseits solche, die sich schon mit Ende 50 krumm geschuftet oder einen Schlaganfall hinter sich haben und einfach nicht mehr können.