Hallo liebe Mitglieder, leider muss ich feststellen, dass der Gesetzgeber beim Schutz vor Online- Betrug an manchen entscheidenden Stellen gepennt hat.
Zum Beispiel ist es ein Problem, dass Betrüger, die mit Phishhing Methoden versuchen illegale Abofallen zu verkaufen oft ohne wirkliche Identitätsprüfung ein Bankkonto einrichten können, was für das Abkassieren der Betrugseinahmen vom Konto der Opfer benutzt wird. Das heißt, es ist anscheinend zu einfach eine Scheinfirma zu betreiben. Um ihre Illegalen Gschäfte zu verschleiern, benutzen solche Betrüger ein Netzwerk aus diversen Briefkastenfirmen. Oft im Ausland.
Es ist allgemein bekannt das sehr viel Geld mit dieser eigentlich schon ältern Betrugsmasche verdient wird. Außerdem ist schon lange bekannt, dass Briefkastenfirmen auch für Steuerhinterziehung und Finanzbetrug benutzt werden.
Seröse Unternehmen haben es eigentlich gar nicht nötig zu verschleiern, wer die Eigentümer der Firma sind und wie viel die Firma verdient.
Daraus folgt das Briefkastenfirmen eine legalisierte Einstigshilfe ins Betrugsgeschäft sind. Warum werden Briefkastenfirmen nicht verboten? Es gibt keine wirklich seriöse Anwendung dafür. Ist das nur dafür da um Lobbyisten zu helfen, und der Missbrauch für Betrug wird in Kauf genommen oder warum gibt es sowas Überhaupt? Diese Art Firmenmodell hätte nie erlaubt sein dürfen..
Warum wird diese Lücke nicht geschlossen was eine recht effektive Betrugsprävention wäre?
Unter Briefkastenfirma verstehe ich eine Firma die gar keine Angestelle hat und keinen wirklichen Geschäftszeck dient, quasi Anonyme Eigentümer hat und kein richtiges Büro sondern nur ne Brief oder Mailadresse hat. So eine Firma ist meist nur eine Fragwürdige Tochtergesellschaft von einer anderen Firma eines Steuerbetrügers oder einer Betrügerischen Scheinfirma. Der Einzige Zweck von Briefkastenfirmen dient der Geldwäsche oder Abwicklung und Verschleierung illegaler Geschäfte.
Und Deutschland ist leider ein Geldwäsche Paradies. Und die Gründung von Briefkastenfirmen gehört verboten. Seröse Firmen haben keinen Grund ihre Bestzverhältnisse zu verschleiern und haben einen richtigen Geschäftsfüherer sowie einen echten, nachvollziebaren Geschäüftszweck und eine richtige Niederlassung irgendwo.
Damit ist eher eine Firma gemeint, die gar nicht wirklich was verkauft, sondern nur zum hin und her Schieben von Geld gedacht ist. Damit werden diese Schneeballsysteme und Geldwäsche betrieben.
Die meisten von den Firmen, die Du meinst, sitzen in sog. Steueroasen. Dort kann Deutschland sie aber nicht verbieten.
Die beabsichtigten steuerlichen Auswirkungen sind in Deutschland längst illegal, sofern die Finanzbehörden dir fehlende Geschäftstätigkeit nachweisen können.
Ich weiß nicht welche Merkmale dafür sorgen dass eine Firma verboten wird. Holdings auch generell verbieten dann?
Ich würde setzen auf:
5% p/A Vermögenssteuer
Volle Transparenz vom Firmenregister, Grundbücher und auf Dauer auch die Steurbescheide
Ausmerzen vom Bargeld aus dem System (Keinen Kauf mehr von Autos und Immobilien mit Bargeld. Wenn man liest wie einfach sich eine Wohnung mit Bargeld kaufen lässt in Deutschland (noch immer) muss sich nicht wundern über Geldwäsche.)
Man kann Geschäfte mit Firmen außerhalb der EU entmutigen. So weit dass es für die nicht möglich ist um auf irgendwelcher Weise mit so einer Entität hier etwas zu tun.
Ja richtig, indem das System der Briefkastenfirmen EU Weit verboten wird. Jede Firma muss dazu in einen Transparententen Firmenregiser registriert sein. Die Geschäftstätigkeit muss im zweifel Nachgewiesen werden können. Der Eigentümer der Firma muss bekannt sein. Regelungen, die Steuerflucht erleichtern, sind EU weit abzuschaffen.
Man kann zum Beispiel fordern dass egal wie viele Firmen es gibt dass handlungsfähige Firmen immer mehrheitlich Eigentum von einem Unionsbürger_in sein müssen (und das klar darstellen müssen).
Gar keine. Ihr stellt Euch das viel zu einfach vor, gut und böse auseinanderzuhalten.
Dem Staat gehen jedes Jahr Milliarden an Steuern durch solche Geschäfte durch die Lappen. Und es war schon immer die Aufgabe der Finanzbehörden, das bestmöglich zu verhindern, bis hin zum nicht ganz legalen Ankauf gestohlener CDs.
Glaubt Ihr wirklich, sooo viel smarter zu sein als die Steuerfahnder?
Na ja, ich glaube nicht unbedingt, dass alle hier viel smarter als die Steuerfahndung sind..
Allerdings ist der Staat nicht gerade gründlich was Bekämpfung von Steuerflucht angeht. Die Lobbys der Industrie verhindern ja manchmal auch die Bekämpfung von Steuerflucht weil die Reichen ja ständig jammen sie würden soo viele Steuern zahlen. (Reich= Millonär oder mehr)
Es gibt eine Reihe ungenuttzter Möglichkeiten. Offshore Firmen sind auch bekannt dafür als illegale Briefkastenfirma benutzt zu werden für Geldwäsche zu betreiben oder Geld in Ausland am Fiskus vorbei zu schmuggeln.
Und einige Dinge wie diese komischen Leerverkäufe in der Finanzbranche gehören verboten. Daraus war ja zum Beispiel auch der Cum - Ex Skandal entstanden.
Es gibt noch viele andere komische Geschäftsmodelle ähnlicher Art die auch verboten gehören. Etwa kurzfristige Wetten auf den Kursgewinn oder Verlust einer Aktiie. Das hochriskante Hochfrequenzgeschäft..
Wenn das schief geht werden Millarden an Steuergeldern verpulvert um mal wieder eine Bank oder „Systemrelevante“ Firma zu retten. Derjenige, der daran verdient, schafft das Geld meist nach Panama oder so.. Denn mit gewissen Manipulationen kann ma sich da auch absichtlich „verspekulieren“ um sich dann vom Staat retten zu lassen. Das ist Diebstahl von Steuergeld. Cum-Ex ist nur eine Mögliche Methode dazu. Es gibt aber noch andere Möglichkeiten mit einer ähnlichen Masche..
Wieso ist das überhaupt nötig? Der Mensch konnte tausende Jahre ohne Hochfrequenzgeschäft überleben. Was ist daran zwingend nötig? Ich glaube nicht, das die Leute im Altertum darauf angewiesen waren im Millisekundentakt zu handeln.. Vielleicht ist das ein Nachteil unseres Wirtschaftssystem des Wachstumswahns?
Warst Du schon mal auf einer Präsenzbörse (oder hast wenigstens mal einen Film darüber gesehen)?
Dort werden die Kurse und deals im Sekundentakt durch den Saal gebrüllt. Und auch auf einem Markt im Altertum haben die Marktweiber den Preis für ihre Äpfel jede Minute herausgeschrien.
Der Millisekundentakt kommt durch den Computerhandel. Ist nicht unbedingt notwendig, schadet aber auch nichts. Oder worin siehst Du den entscheidenden Unterschied?
Wir sollten nicht alles verbieten wollen, was wir nicht verstehen …
Außerdem waren wir eigentlich bei Briefkastenfirmen.
Ja schon. Es gibt Länder wo das Usus ist und Strohmann/frau oder nicht, diese Person besitzt dann mehr als die Hälfte der Firma.
Wirklich schlau und innovativ sind die hier auch nicht wirklich.
Aber es gibt genug Leute die dafür studiert haben und die zahllose Vorschlage haben was hier verbessert werden kann. Was ich hier darstellen kann ist nur eine sehr verkürzte Wiedergabe davon. Aber klar muss es sein: diese Probleme sind politisch gewollt und auch politisch lösbar.