davon sollten wir ausgehen und darauf sollten wir uns vorbereiten.
Derzeit passiert da viel zu wenig.
Vorwiegend wird in Europa und vor allem in D noch abgewartet, ob Trump nicht vielleicht doch einen oder viele Rückzieher macht usw usw.
Das verdammte Prinzip Hoffnung, gegen alle Vernunft.
Stattdessen müssten wir aus eigenem Antrieb ab heute unsere Staaten so organisieren, dass wir möglichst bald ohne Amis, Chinesen ud Russen auskommen (soweit das machbar ist).
Das würde m.E. bedeuten, zu Trump fahren und ihm einen EU-weiten Plan vorzulegen:
in X Jahren verteidigen wir uns konventionell alleine.
in X Jahren verteidigen wir uns auch atomar alleine.
bis dahin zahlen wir jährlich XXX Mrd. für den militärischen Schutz der USA
zur Sicherung der Ukraine sind wir bereit, folgendes zu tun (Truppen stellen, Waffen liefern) und EUR XXX Mrd. zu bezahlen.
betr. Zölle machen wir Dir folgendes Angebot: (keine Ahnung, Null-zu-Null ??), Fernziel: wir errichten die größte Freihandelszone der Welt (USA + EU + Australien + Kanada + Japan? + Südamerika?)
wir bieten an, die USA gegen China zu unterstützen wie folgt: (??)
wir finanzieren das alles wie folgt: Einsparungen, auch im Sozialbereich; höhere/neue Steuern; Umschichtungen im Haushalt; neue Schulden.
in 10 Jahren sind wir unabhängig und regeln unsere Angelegenheiten alleine.
Das wäre ein souveräner, selbstbewusster Ansatz, der von Stärke zeugen würde.
Aber schmerzhaft.
Er würde Opfer verlangen, Ungerechtigkeiten verursachen, irgendwen benachteiligen usw usw.
Dann tun wir lieber nichts und warten wie die Lämmer vor der Schlachtbank.
Die SPD wird jeden halbwegs konsequenten Ansatz der CDU in Bedenken ersticken
(ob die CDU wirklich einen konsequenten Ansatz bei diesen Themen entwickelt, sei mal dahingestellt … ). Und eine verfassungsändernde Mehrheit wird es nur geben, wenn die Änderung so verwässert wird, dass sie das Ziel nicht erreicht.
Wir bräuchten Maßnahmen von einer Radikalität, die diese Gesellschaft wahrscheinlich nicht mehr ertragen kann.
Aber!
Trump ist auf 4 Jahre gewählt.
Es besteht immer noch die Möglichkeit, dass 2028 jemand anders/ kein Republikaner gewählt wird und wir alle nochmal die Chance bekommen, das Verhältnis zu den USA in Ruhe und Frieden neu zu sortieren. „Nur“ ca. 50% der Amerikaner haben Trump gewählt.
Das würde ich im Hinterkopf behalten, ohne mich darauf zu verlassen.
Ja, das wäre gut. Aber EU-weit können wir vergessen, es bräuchte ein gesonderte Staatengruppe, da könnte dann auch UK dabei sein. Das wäre dann neben EU und Nato eine dritte Struktur.
Nicht, solange wir uns noch sicher fühlen. Putin wird deswegen die Gefährdung nur schleichend erhöhen. (Der Überfall der Ukraine, der fast komplett gescheitert wäre, ist ihm sicher eine Lehre.) Wenn wir es endlich realisieren, dass wir „als Lamm auf der Schlachtbank liegen“, könnte es zu spät sein.
Wenn also radikale Maßnahmen nicht möglich sind, ist das kein Grund nichts zu tun. Damit sind wir wieder bei der schrittweisen Verbesserung unserer Verteidigungsfähigkeit. Zwei eklatante Lücken müssen wir mit aller Macht schließen: Aufklärung, terrestrisch und satelliten-gestützt, sowie nukleare Abschreckung.
Ich bin beim Lesen etwas irritiert: Erst schreibst du „ohne die amis auskommen“, dann kommt eine lange Liste zur Vorlage bei Trump.
Ich denke, mit Trump kann man nicht vernünftig verhandeln, da muss man sich eine Weile durchlavieren, so dass möglichst wenig Schaden entsteht.
Auf der anderen Seite bekomme ich etwa auf bluesky mit, dass gerade eine lebhafte Diplomatie stattfindet, in der Allianzen ohne die USA geschmiedet werden.
Ich halte das für den richtigen Weg. Gelder werden von der EU als auch von vielen Staaten bereitgestellt, wie auch hier, um Wirtschaft, Militär usw schnell umzustellen.
Hinter den Kulissen läuft vieles richtig.
Ich hoffe sehr, dass die neue deutsche Regierung da weiteren Impetus zugibt, bin allerdings skeptisch.
Hm, ich muss etwas im Gedächtnis graben. Einzelheiten müsste ich nachsehen.
Ich folge zb Kaja Kallas, der Außenbeauftragte der EU, Frau von der Leyen, dem kanadischen amtierenden Premier und Kandidaten der Liberalen, Carney, dem ehemaligen lettischen Premier, usw.
Militärisch hatten die skandinavischen Staaten bereits eine enge Zusammenarbeit eingerichtet, da sind die Balten, Polen und GB dazugekommen. Die Grönländer rücken wieder enger an Dänemark. Auch Kanada streckt die Fühler aus. Der polare Norden wird eine besondere strategische Region, auch in der Ostsee stimmen sie sich ab.
Die gegenwärtige Diplomatie läuft zwischen EU, Kanada, Japan, GB, einigen ehemaligen Sowjetrepubliken, ebenso engere wirtschaftliche Zusammenarbeit, auch mit Südamerika (Mercosur), Australien , Neuseeland und Indien. Auch aus Afrika gabs Bilder.
Gerade die Gespräche zwischen EU und GB sind intensiv, um eine neue tragfähige Basis nach dem Brexit hinzubekommen und nachdem die Briten gelernt haben, dass das spezielle GB-USA Verhältnis nicht existiert. Starmer scheint da ganz realistisch zu sein.
Man bekommt zwar oft nur hübsche Empfangsbilder zu sehen, aber die verbrauchen einige Genschs (für die Jüngeren: ein Gensch ist eine Maßeinheit für Diplomatie Flugkilometer, nach Genscher) und inhaltlich wird regelmäßig auf die veränderte Weltlage Bezug genommen.
Innerhalb der EU hat die digitale Unabhängigkeit endlich größere Bedeutung bekommen. Auch gemeinsame militärische Beschaffung ist endlich Thema. Auch Zivilschutz.
Das sind viele Aufgaben, aber ich habe den Eindruck, dass die das mit Nachdruck verfolgen. Was dabei rauskommt, hängt nicht nur von uns ab, und es wird viel systematische Störungen geben.
Das ist auch meine Hoffnung, enge Zusammenarbeit der Nordeuropäer einschl UK mit Deutschland und Frankreich. Und wenn Kanada mitmacht, umso besser. Das könnte was werden.
mittelfristig ja.
kurzfristig brauchen wir die Amis aber zumindest militärisch.
daher sagte ich, wir sollten trump einen plan vorlegen.
und ich würde auch die tür zu den usa nicht zuschlagen. nach der nächsten wahl kann alles wieder anders aussehen
Würde ich im Moment noch bezweifeln. Aber richtig ist schon, dass natürlich die Politik von Trump auch Chancen bietet. Welche Konstellationen sich da bilden, lässt sich jetzt schwer vorhersehbaren. Dass nun Kanada die baltischen Staaten, die Mitteleuropäer und der europäisches Süden und dann noch die halbdemokratischen Staaten wie Ungarn eine gemeinsame Strategie entwickeln können, ist recht unwahrscheinlich. Wirtschaftlich traue ich der Eu ein gewisses gemeinsames Handeln zu, zu provokativ ist Trumps Zollpolitik und die chinesische Konkurrenz mit der man auch teilweise kooperieren muss, gibt es ja auch noch. Also wirtschaftlich hoffe ich auf ein gemeinsames Handeln, das sonstige außenpolitische Handeln wird nationalistisch bleiben.
Es werden sich Gruppen von Staaten bilden, die sich absprechen und ihr Vorgehen miteinander abstimmen. Das muss sich nicht mit der EU decken. Aber über die Wirtschaft hinaus geht es auch um Militär, zb Beschaffung, um Normen, etwa fürs Digitale, um Informationsaustausch der Geheimdienste, um eine koordinierte Geldpolitik, und möglicherweise auch gemeinsame Ansätze zur Steuerpolitik, etwa bei multinationalen Konzernen, oder auch wissenschaftliche und soziale Zusammenarbeit. Und last not least: Klima und Umwelt. In dem globalen Chaos, das uns bevorsteht, ist Zusammenarbeit zentral. Und mein Eindruck ist, dass viele das auch wollen. Nicht immer alles, aber vieles in unterschiedlichen Koalitionen.
Die Außenminister Frankreichs, Polens und Deutschlands sowie der nordischen und baltischen Staaten treffen sich im dänischen Bornholm. Beim NB8-Treffen (Nordic Baltic Eight) geht es um die Sicherheit in und auf der Ostsee.
Ja, habe ich auch mitbekommen? Und der Ansatz ist auch richtig. Dennoch wird man ja überlegen müssen, wie wir uns in Europa generell verteidigen wollen. Und trotz der amerikanischen Atomwaffen, ohne die USA wäre ein solches Bündnis berechenbarer und besser. Spannend wird es wenn, die große Mehrheit der Amerikaner versteht, dass Trumps Politik dem Land massiv schadet. Was kommt dann? Ein Umdenken von Trump? Ein wirtschaftlicher Niedergang der USA zumindest bis zur Neuwahl? Ein Aufstand der anderen Republikaner. Bis zu einem Bürgerkrieg ist ja alles denkbar.
Die USA werden bald offen eine elektive Autokratie (Wahlautokratie) sein, nach dem Muster von Ungarn, Russland, Türkei ua. Mit Trump oder einem Nachfolger.
Da gibt es zwar Wahlen, aber die Opposition hat keine Chance.
Selten kann diese Entwicklung aufgehalten werden, wie in Polen.
Es fragt sich nur, ob die demokratischen Bundesstaaten dagegen aufbegehren werden.
Immerhin, Widerstand formiert sich @sanders.senate.gov on Bluesky .