Ich hatte mich aus der Diskussion in den letzten Tagen herausgehalten. Mein Thread - und es hat ein bisschen Ähnlichkeit mit dem Nachsagen meiner Eltern, ich hätte den anderen Kindern in meinem Kinderzimmer die Spielsachen überlassen und vor mich hingeträumt - während es munter um mich herum zuging!
Ich versuche mich mal an dieser Schwelle. Ist es nicht bereits ein Fehler in der Ampel gewesen, sich den Fehdehandschuh ständig hinzuwerfen? Was wäre eine Antwort darauf?
Wenn wir Beobachter der Berliner Runde im Jahr 2017 waren: Die meisten werden es wissen, das ist das Treffen der Spitzenpolitiker aller Parteien am Abend der Bundestagswahl, und 2017 war das Jahr gewesen, in dem erstmals die AfD mit dabei gewesen war, dann ließ sich feststellen, dass Angela Merkel zur Spitzenpolitikerin der Linken, eine fürsprechende Geste unternommen hatte.
Mir fiel vor noch nicht langer Zeit eine Umfrage vom 08.11.2025 in die Hände:
Quelle: Angela Merkel: Jeder Vierte wünscht sich die Ex-Kanzlerin zurück | STERN.de
Auf die Frage „Vermissen Sie Angela Merkel als Bundeskanzlerin?“ antworteten insgesamt 25 Prozent mit „ja“ und „eher ja“ – 68 Prozent dagegen mit „nein“ und „eher nein“. Bei Menschen, die angaben, sie wollten bei der nächsten Bundestagswahl die Linke wählen, sagten 61 Prozent, sie würden Merkel vermissen, bei den Grünen waren es 52 Prozent. Bei der SPD 34 Prozent – und bei der Union, Merkels politischer Heimat, gerade einmal 22 Prozent.
Ein Zusammenhang bleibt spekulativ. Angela Merkel war jedoch jemand, der Menschen verbinden konnte, sonst hätte sie nicht 16 Jahre regieren können, und den Ruf, Mutter der Nation, sich ergattern.
Ich glaube, die Erfolgsgeschichte der BRD war, dass trotz fundamentalter Unterschiede - und wer kennt nicht die alten Debatten im Bundestag, als dieser noch in Bonn war, an einem gemeinsamen Gelingen der BRD nach dem 2. Weltkrieg orientiert. Es war eine Mission mit unterschiedlichen Herangehensweisen.
Heute wird es durch die Angst, das ich sag mal an Hand des Beispiel vom Schlussakkord des Märchens von des Fischers Frau, des sozialen Abstiegs in einer Welt, in der die Wirtschaft der BRD unter Druck gerät, ungleich schwerer als in Zeiten in denen strukturelle Krisen die Wirtschaftswunderjahre abgelöst hatten.
Zitat: Der Fischer und seine Frau - Gebr. Grimm
Draußen aber ging der Sturm und brauste, dass er kaum auf den Füßen stehen konnte. Die Häuser und die Bäume wurden umgeweht, und die Berge bebten, und die Felsen rollten in die See, und der Himmel war ganz pechschwarz, und es donnerte und blitzte, und die See ging in so hohen schwarzen Wellen wie Kirchtürme und wie Berge und hatten oben alle eine weiße Krone von Schaum auf. Da schrie er und konnte sein eigen Wort nicht hören:
„Manntje, Manntje, Timpe Te,
Buttje’ Buttje in der See,
Meine Frau, die Ilsebill,
Will nicht so, wie ich gern will.“
„Nun, was will sie denn?“ fragte der Fisch." Ach", sagte der Mann, „sie will werden wie der liebe Gott.“ „Geh’ nur hin, sie sitzt schon wieder im alten Topfe.“
Dort sitzen sie noch beide bis auf den heutigen Tag.
Vielleicht ist Umverteilung, so wie es von der linken Ecke der politischen Landschaft aus dem Walde pfeift, doch ein Mittel, wobei ich wäre ja dafür die Staatsverschuldung zur Gestaltungsaufgabe der heutigen Gesellschaft und für die nächsten Generationen zu machen - über die Herausgabe von Wertpapieren des Staates, einzeln z.B. an Oma und Opa und in zusätzlich durch seriöse Firmen gedeckte Fonds. Das Geld für die Aufnahme sollte da sein, 10 Milliarden jährlich beträgt der Teil des im Grundgesetz verankerten Klimapakets. Das Volumen könnte für spätere Zinszahlungen und Tilgungen überschaubar gehalten werden. Die Kindergrundsicherung könnte über eine Gegenbuchung mit dem Sozialhaushalt verknüpft werden. Soviel Geld braucht es da nicht, sondern aber den Ansatz für unsere Kinder.
Das wäre ähnlich eine Aufgabe, wie die nach dem 2. Weltkrieg, die BRD innerhalb der Jahre des Ost/ West-Konflikts wirtschaftlich und politisch auf Kurs zu halten. Und Opposition ist in der Demokratie auch eine wichtige Rolle, mit einer wichtigen Funktion.