Na also.
Es soll ja auch nur der gesetzliche Rahmen erweitert werden
Diese Haltung kotzt mich auf allen Seiten an.
Keiner darf sagen „zuerst die anderen“.
Jeder muss was beitragen oder abgeben, je nachdem, was er hat und kann.
Wer Geld hat, soll davon etwas abgeben.
Wer mehr arbeiten kann, soll das tun.
Wer beides hat und kann, soll beides tun.
Wer nichts hat und kann, soll zumindest nicht im Weg stehen.
Ich habe nichts gegen höhere Steuern, die zahle ich gerne, das habe ich schon x-mal geschrieben.
Ein dummer Satz.
Glaubst Du mit meiner Sichtweise (höhere Steuern) wäre ich bei denen sonderlich beliebt?
Vielleicht denkst Du mal darüber nach, warum jemand wie ich bei den Grünen ist.
Weil ich mir von denen materielle Vorteile erwarte??? Da wüsste ich bessere Adressen.
Wenn ich es rein eigennützig betrachte, müsste ich tatsächlich zur FDP oder CDU gehen.
Die würden sich für meine finanziellen Interessen einsetzen. Keine Vermögenssteuer, niedrigere Einkommens- und Gewerbesteuer, weniger Sozialausgaben. Super!! Das käme mir alles zugute.
Das ist mir aber alles ziemlich egal. Ich habe in diesem Leben keine finanziellen Bedürfnisse mehr, ich brauche nicht mehr Geld. Mir geht es um andere Dinge.
Ich will zB mit meinem Geld noch was Sinnvolles für andere tun, zB für bestimmte Parteien, Vereine, Initiativen, Einzelpersonen. Auch für dieses Forum.
Aber sowas kann man natürlich nicht verstehen, wenn man Klassenkampf spielt und die Welt in pseudo-sozialistischem Schwarz-Weiß sieht.
Dein beiden Seiten sind ein Konstrukt der alten Kapitalismuskritik. Sowohl innerhalb der Arbeitnehmerschaft als auch der Arbeitgeberschaft gibt es viele, divergente Interessen. Deshalb bleibe ich dabei, dieses Klassendenken ist ein Relig aus den letzten zwei Jahrhunderten.
Es gibt durchaus auch eine aktuelle Kapitalismuskritik und auch die sieht natürlich den Interessenkonflikt zwischen Kapital und Arbeit.
Aber das führt hier zu weit und zum Thema Kapitalismus hatten wir ja schon an anderer Stelle diskutiert.
Das ist auf jeden Fall lobenswert, und du kannst das ja auch machen.
Es ist aber schwierig, daraus abzuleiten, was die anderen tun sollen, es sei denn, du bezahlst sie genau dafür und sie wissen das auch.
Die Entscheidung liegt im Idealfall bei den Personen selbst.
Ohne Kapital keine Arbeit, ohne Arbeit kein Kapital.
nein, natürlich will ich nicht durch Bezahlung irgendjemand vorschreiben was er tun soll.
Es geht doch andersum: wenn ich meine, dass ein Naturschutzverband oder die örtliche Tafel sinnvolle Arbeit machen, unterstütze ich sie.
Oder wenn jemand einfach Hilfe braucht, weil er zB aus der Ukraine geflohen ist.
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Deswegen appelliere ich an alle, etwas beizutragen, wenn sie können, und zu Veränderungen bereit zu sein.
Die schönsten Gesetze helfen nicht, wenn die Gesellschaft nicht mitzieht.
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den Interessenkonflikt zwischen Kapital und Arbeit.
Für mich läuft die entscheidende Trennlinie woanders:
zwischen Dummheit und Verstand, bzw.
zwischen Ideologie und Realismus (was nur andere Begriffe sind).
Ich einige mich mit einem dummen oder ideologiegetriebenen Menschen vermutlich nie, egal ob er reich oder arm, Arbeitgeber oder Arbeitnehmer ist.
Ohne Kapital keine Arbeit, ohne Arbeit kein Kapital.
Dieser Satz ist ein Ausdruck von Verstand und Realismus ![]()
Ohne Kapital keine Arbeit, ohne Arbeit kein Kapital.
Ist jedenfalls in einem kapitalistischen System eine richtige Aussage,
Diese Haltung kotzt mich auf allen Seiten an.
Keiner darf sagen „zuerst die anderen“.
Tolles Argument. Damit überzeugst du wahrscheinlich ( muss ich das jetzt mit dem Ironiehinweis versehen?).
Du hast nicht ein Argument gebracht, warum es der Wirtschaft hilft, wenn das ArbzG geändert wird. Es wird auch nicht helfen, es würde genügen, wenn die gesetzlichen Möglichkeiten überhaupt genutzt würden. Wenn dein allgemeines Wehklagen über die schlechten Menschen ein Apell an ein solidarisches Verhalten sein soll, dann präsentiere doch bitte mal dein Plan für die wirtschaftliche Entwicklung. Wie ich die Entwicklung einschätze, habe ich oben geschildert. Wenn dein Sanierungsplan wirklich von allen Seiten der Gesellschaft Opfer erfordern würde und du mal darlegen würdest, warum das allen nützen würde , glaube ich, dass die Zustimmung anders wäre. Aber nur den Apell, alle solle irgendwie ihr Opfer bringen ist völlige unnötiges Gejammere. Die Vermögensverhältnisse in Deutschland sind nunmal sehr unterschiedlich und Konkurrenz ist Teil des Systems. Wenn du also Solidarität einfordern willst, dann muss das auch begründet werden. Und realistisch sollte es auch sein. Wer die tarifliche Situation in Deutschland mal einfach so in seiner phantastischen Arbeitswelt ausblendet, kann sich wohl kaum auf eine realistische Betrachtung berufen.
Das gilt in jedem Wirtschaftssystem, dass nicht auf reiner Handarbeit basiert, sondern die Produktion mittels Maschinen (Kapital) automatisiert und rationalisiert hat.
Wenn dein Sanierungsplan wirklich von allen Seiten der Gesellschaft Opfer erfordern würde und du mal darlegen würdest, warum das allen nützen würde , glaube ich, dass die Zustimmung anders wäre.
habe ich einen Sanierungsplan? War mir nicht klar ![]()
Natürlich werden alle Menschen und Bevölkerungsgruppen Opfer bringen müssen, wenn das hier was werden soll. Ich dachte, das wäre offensichtlich?!?
Ein funktionierender Staat beruht darauf, dass ein ausreichender Teil der Bevölkerung zu Opfern (oder sagen wir: zu „freiwilligen Beiträgen“, „Opfer“ ist etwas dramatisch) bereit ist.
Eine Gesellschaft, in der keiner mehr was beiträgt ohne Gegenleistung und in der alle immer nur von den anderen eine Leistung verlangen, geht vor die Hunde. Sie funktioniert nicht.
Alle haben panische Angst, dass sie die Dummen sind, die was abgeben und dann zieht niemand nach. Die Vermögenden wollen am Sozialstaat sparen und die Steuer senken, die Linken wollen, dass „die Reichen und die Konzerne“ mal so richtig geschröpft werden, und die AfD möchte die Migranten aushungern. Der kleinste (bzw einzige) gemeinsame Nenner ist dann das Schuldenmachen, das verschiebt das Problem in die Zukunft.
Der Witz ist doch, dass ich nur dann von anderen ein Opfer verlangen kann, wenn ich auch dazu bereit bin. Nur dann habe ich die moralische Legitimation dazu.
Und damit meine ich nicht, dass Merz EUR 1000 von seinem Gehalt abgeben soll, das wäre symbolpolitisches Kasperltheater.
Meine Idealvorstellung wäre, dass die CDU, CSU, FDP und alle großen Unternehmerverbände sich gemeinsam hinstellen und sagen:
Wir sind wohlhabend bzw. in unseren Parteien finden sich viele Wohlhabende.
Wir sehen den schlechten Zustand, in dem sich unser Land befindet.
Dieses Land und diese Gesellschaft hat uns ermöglicht, wohlhabend zu werden.
Jetzt wollen wir davon etwas zurückgeben, weil wir es können und weil wir es als unsere Pflicht ansehen.Wir sind bereit, folgenden Beitrag zu leisten:
[… da kann man sich jetzt was ausdenken; Vermögenssteuer, Mindestlohn, Gewinnverzicht bei Unternehmensinhabern, freiwillige Mietgrenzen, Gewinnbeteiligung der Arbeitnehmer, Vollzeitarbeitszeitmodelle für Frau mit Kind, Digitaliserung, was auch immer].Wir können das Land aber nicht alleine wieder auf die Beine bringen.
Das klappt nur, wenn auch alle anderen Bevölkerungs- und Einkommensgruppen mithelfen.
Wir bitten daher die anderen politischen Parteien, die Arbeitnehmer, die Empfänger staatlicher Leistungen und Subventionen und alle anderen zu überlegen, was ihr Beitrag sein kann.Aus Sicht der Wirtschaft halten wir folgende Maßnahmen für sinnvoll oder erforderlich:
[… da kann man sich wieder was ausdenken; Arbeitszeitflexibilisierung, Erhöhung der Wochenarbeitszeit, Reduzierung der Vorschriftendichte, Absenkung materieller Standards, zB beim Bauen oder im Umweltschutz, weniger Rechtsschutzmöglichkeiten gegen Infrastrukturvorhaben; grundlegende Reform des Bildungssystems und Verdoppelung aller Bildungsetats; bestimmte Ausnahmen vom Mindestlohn; drastische Beschneidung des Datenschutzes; erleichterte Kündigungsmöglichkeiten bei Miet- und Arbeitsverträgen, teilweise Abschaffung/Beschneidung des Föderalismus usw.].
Das wäre für mich ein Weg, aus dem Schlamassel rauszukommen und das riesige Potential dieser Gesellschaft zu heben. Eine ausreichend große und leistungsfähige Gruppe müsste dem Rest der Gesellschaft ein ernsthaftes Angebot machen.
Stattdessen wird immer auf den anderen gezeigt, der soll mal machen, und jede Forderung an einen selber wird empört zurückgewiesen und bekämpft, egal wie blöd man dafür argumentieren muss. So wird das nix.
Deswegen appelliere ich an alle, etwas beizutragen, wenn sie können, und zu Veränderungen bereit zu sein.
Die schönsten Gesetze helfen nicht, wenn die Gesellschaft nicht mitzieht.
Das ist richtig. Deshalb ist es gut, immer den konkreten Sinn einer Veränderung benennen zu können und wer davon profitiert in welcher Form. Nur dann kann man sich einigen.
Deswegen appelliere ich an alle, etwas beizutragen, wenn sie können, und zu Veränderungen bereit zu sein.
Die schönsten Gesetze helfen nicht, wenn die Gesellschaft nicht mitzieht.
Ach ja, und von wem wird mal wieder gewisse Veränderungen mit erheblichen Nachteilen verlangt?
Wie wäre es denn mal mit:
- Wiederbelebung der Vermögenssteuer,
- Reform der Erbschaftssteuer,
- Wertschöpfungsabgaben,
- Finanztransaktionsteuer,
- schärfere Kontrollen und Strafen bzgl. Steuerhinterziehungen, vor allem bei Menschen, die ihr Geld im Ausland anlegen,
- die Abgeordneten könnten vielleicht mal überlegen, ob sie aus Solidarität auf die Erhöhung ihrer Diäten verzichten, (seltsam, da sind sie sich immer einig)
- oder die Manager*innen, die eh schon viel verdienen, verzichten mal freiwillig auf ihre Provisionen.
Solidarität macht nicht satt und bezahlt keine immens hohe Mieten.
Beispielsweise gibt es in Deutschland schon genug Menschen, die sogar öfter darüber nachdenken müssen, ob sie sich zur Zeit überhaupt eine neue Hose leisten können.
Das kannst Du Dir vielleicht nicht vorstellen, weil Du es vermutlich nicht musst.
Übrigens, meine letzte Hose habe ich letzte Woche bei Aldi für 7,99 Euro gekauft. ![]()
Solidarität, wofür?
Damit es aus der Sicht der arbeitenden Gesellschaft den Unternehmen besser geht und die Wirtschaft angekurbelt wird?
Erkläre dies mal der bereits schwer arbeitenden Gesellschaft.
Wie bereits von mir erklärt, kein Wunder, dass die AfD immer mehr Stimmen erhält, die allerdings auch nur Besseres vorheuchelt.
Das kannst Du Dir vielleicht nicht vorstellen, weil Du es vermutlich nicht musst.
die einzige Konstante in deinen Beiträgen ist der Wille, mir irgendwie zu widersprechen, egal ob mit oder ohne Sinn.
Bitte erst lesen, dann denken, dann schreiben.
Sonst kommt nur dummes Zeug dabei raus.
Wie wäre es denn mal mit:
- Wiederbelebung der Vermögenssteuer,
- Reform der Erbschaftssteuer,
Ich habe nichts gegen höhere Steuern, die zahle ich gerne, das habe ich schon x-mal geschrieben.
Der Witz ist doch, dass ich nur dann von anderen ein Opfer verlangen kann, wenn ich auch dazu bereit bin. Nur dann habe ich die moralische Legitimation dazu.
Wir sind bereit, folgenden Beitrag zu leisten:
[… da kann man sich jetzt was ausdenken; Vermögenssteuer, Mindestlohn, Gewinnverzicht bei Unternehmensinhabern, freiwillige Mietgrenzen, Gewinnbeteiligung der Arbeitnehmer, Vollzeitarbeitszeitmodelle für Frau mit Kind, Digitaliserung, was auch immer].
So, jetzt kannst Du Dir wieder irgendeinen Halbsatz rauspicken, den missverstehen und dann weiterjammern.
Ich jammer nicht, denn mir geht es eigentlich verhältnismäßig gut, im Gegensatz zu anderen hart arbeitenden Menschen.
Eigentlich könnte es mir persönlich völlig egal sein.
Ich habe meine Meinung dazu jetzt ausgiebig niedergeschrieben und habe auch keine Lust mehr auf unqualifizierte persönlichen Vorwürfe.
Deshalb bin ich jetzt hier raus.
Übrigens, meine letzte Hose habe ich letzte Woche bei Aldi für 7,99 Euro gekauft.
Aus China, Bangladesh oder der Türkei?
Ach ja, und von wem wird mal wieder gewisse Veränderungen mit erheblichen Nachteilen verlangt?
Du hast mit deiner Aufzählung die Antwort selbst gegeben. ![]()
Erkläre dies mal der bereits schwer arbeitenden Gesellschaft.
Dann erkläre du mal der schwer arbeitenden Gesellschaft, warum z. B. Totalverweigerer weiter Geld vom Staat abkassieren dürfen sollen, wenn sie auch selbst für ihren Unterhalt sorgen können.
schärfere Kontrollen und Strafen bzgl. Steuerhinterziehungen, vor allem bei Menschen, die ihr Geld im Ausland anlegen,
Das ist nicht verboten.
die Abgeordneten könnten vielleicht mal überlegen, ob sie aus Solidarität auf die Erhöhung ihrer Diäten verzichten, (seltsam, da sind sie sich immer einig)
Wenn ich die Anlässe mitgezählt hätte, bei denen das in den letzten Jahren von irgendjemand gefordert wurde, wären die Diäten längst negativ.
Warum die Abgeordneten? Warum nicht die Lehrer, oder die Installateure?
Die Höhe der Diäten richtet sich den Gehältern von einfachen Richtern, ich halte das für angemessen, da braucht es keine willkürlichen Erhöhungen oder Senkungen .
Das wäre für mich ein Weg, aus dem Schlamassel rauszukommen und das riesige Potential dieser Gesellschaft zu heben. Eine ausreichend große und leistungsfähige Gruppe müsste dem Rest der Gesellschaft ein ernsthaftes Angebot machen.
Die Idee eines gemeinsamen Vorschlags finde ich durchaus interessant. Das kann aber nicht von einer Gruppe kommen, die so einseitig ausgerichtet ist und in der Vergangenheit gerade im Klima- und Umweltschutz versagt hat. Die FDP braucht sowie niemand. Man müsste also schon eine Gruppe finden, bei der auch Vertreter des Umwellt - und Klimaschutzes sowie auch Interessen der Arbeitnehmer beteiligt werden. Jetzt mag wieder mancher einwenden, dass dann wieder nur ein Kompromiss ausgehandelt werden kann, aber nur ein Kompromiss kann auch aus Akzeptanz in der Gesellschaft führen. Was ich dem Vorschlag entnehme ist der Wunschn nach einem Plan oder einer langfristigen Strategie. Das ist auch meine Kritik.
interessant. Das kann aber nicht von einer Gruppe kommen, die so einseitig ausgerichtet ist und in der Vergangenheit gerade im Klima- und Umweltschutz versagt hat. Die FDP braucht sowie niemand.
doch! gerade die!
steuererhöhungen können nur die CDU und die FDP fordern, ohne dass es widerstand gibt.
Schröders Agenda hätte die cdu nie durchbekommen.
das ist doch der trick!
eine vermögenssteuer wird es dann geben, wenn die cdu sie vorschlägt.
wenn das die Linke macht, wird es als sozialistisches teufelszeug bekämpft.
das signal muss von denen kommen, die was anzubieten haben.
um da hinzukommen müssen die ideologischen beissreflexe angebaut werden. wir alle haben gemeinsame probleme, nicht probleme miteinander.
trump, russland , china, nationalismus, rechtsruck , migration, klima, wirtschaft. wenn da nicht 3/4 der bevölkerung mithelfen werden wir das nicht bewältigen (die AfD schreibe ich dabei mal ab).
einen vorschlag abzulehnen nur weil er von merz oder habeck kommt ist das letzte was weiterhilft