Merz will 8h Tag abschaffen (faules Ei)

[quote=„lawandorder, post:220, topic:5820“]
einen vorschlag abzulehnen nur weil er von merz oder habeck kommt ist das letzte was weiterhilft
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Einverstanden, es ist völlig egal von wem der Vorschlag kommt. Die FDP kannst du trotzdem vergessen, die Verweigerung in Deutschland nicht zu investieren, obwohl Investitionen notwendig sind, wird diese Partei begleiten. Nur um zum Thema zurück zu kommen, was tatsächlich gebraucht würde , ist sowas wie ein Plan oder eine Strategie. Da kommt man mit solchen Randthemen wie hier nicht weiter .
Entgegen deiner Meinung, dass der Mensch nur seinen Ego sieht, glaube ich schon, dass Menschen durchaus solidarisch handeln können, wenn sie sehen, dass es einen gemeinsamen Plan gibt.

„Wie eine aktuelle Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) zeigt, sprechen sich 73 Prozent der Beschäftigten hierzulande gegen die unbegrenzte tägliche Arbeitszeit aus.“

Aber…

„Etwa 33 Prozent der Teilzeitbeschäftigten meinen laut IAB-Umfrage, sie würden ihre Stundenanzahl dauerhaft erhöhen, wenn Aussicht auf eine Prämie besteht.“

Das ist ein relativ deutliches Votum.

Die ist nicht unbegrenzt sondern immer auf 24 Stunden beschränkt. Halt, einmal im Jahr sind es 25 und einmal 23.

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Demnach befürworten rund 38 Prozent der 2.027 Befragten (ab 18 Jahren) die Einführung einer Wochenarbeitszeit statt des Acht-Stunden-Tages. Etwa genau so viele stehen dem Plan neutral gegenüber. Etwa jede:r Fünfte ist dagegen. Auf die Frage, ob sie lieber acht Stunden an fünf Tagen oder jeweils zehn Stunden an vier Tagen arbeiten, antworten etwa 37 Prozent, dass ihnen letzteres lieber wäre. Damit hat diese Form der Vier-Tage-Woche mehr Fans als Gegner, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt.

Befürworter:innen der neuen Regelung nennen vor allem die zusätzlichen freien Tag sowie eine bessere Vereinbarung von Familie und Berufe als Pro-Argumente. Letzteres Argument führen auch diejenigen an, die für die Beibehaltung des Acht-Stunden-Tages sind. Wichtigstes Contra-Argument ist indes, dass die Befragten sagen, dass sie nicht länger als acht Stunden konzentriert beziehungsweise produktiv arbeiten können.

Infografik: Was denken die Deutschen über die Einführung einer Wochenarbeitszeit? | Statista

BESCHREIBUNG

Die Grafik bildet eine Umfrage Wochenarbeitszeit statt Acht-Stunden-Tag ab.

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Infografik downloaden

dazu Beitrag in der ZEIT zur SPD:
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2025-06/spd-parteitag-krise-probleme-aufbruch-lars-klingbeil

Einer revolutionären Rechten steht eine konservative Linke gegenüber.
Veränderungswille und Reformeifer sind heute eher keine Begriffe mehr, die man mit progressiven Kräften verbindet.
Überhaupt ist Progressivität eine ziemlich hohle Vokabel geworden.
Und während die radikale Rechte die Grundsatzfragen stellt, igeln sich Sozialdemokraten ein im Klein-Klein der Tagespolitik.

Auch hier bei uns wird viel nach diesem SPD-Muster argumentiert.
Alles muss bleiben, wie es ist. Das ist konservativ, nicht progressiv.
„Progessiv“ ist linke Politik nur, wenn „die Reichen und die Konzerne“ irgendwas zahlen sollen.
Da gibt es dann kein Halten, das ist die Lösung für alles.
Aber sich selber bewegen? keine Chance.
Sonst fallen 1000 Dachecker vom Dach und schlafende Busfahrer fahren kleine Kinder tot.

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Schlimm genug, aber durchaus möglich, auch in anderen Berufen, der Dachdecker ist nur ein Beispiel.

Wie fühlt sich wohl ein körperlich schwer arbeitender Mensch nach 10 - 12 Stunden harter Arbeit, der keine Möglichkeit hat seinen Kopf zwischendurch auf dem Schreibtisch abzulegen?

Und dies täglich, na ja, sind ja nur 4 Tage in der Woche, aber über Monate und künftige Jahre, und dies nicht freiwillig, sondern, weil er muss.

Außerdem, der arbeitende Mensch wird nicht jünger und es gibt nicht nur sogenannte junge tatkräftige Berufsanfänger*innen.

Sarkasmus:
Demnächst krabbeln etliche 70-jährige Dachdecker auf unseren Dächern herum und dies täglich 10 bis 12 Stunden, weil der Mensch halt mehr arbeiten soll..
Na ja, sie können sich ja am verlängerten Wochenende ausruhen, damit sie wieder erneut völlig einsetzbar sind.

Von Dezember bis März gibt es für Arbeitnehmern im Baugewerbe die Möglichkeit Schlechtwettergeld zu beziehen, dies kann man dann vielleicht auch noch einsparen.

Aufgrund des Klimawandels erwärmt sich das Wetter immer mehr.
Was soll’s, dann muss man halt bei heißeren Temperaturen auf’s Dach und dies täglich 10 - 12 Stunden.

Der Mensch soll sich nicht so anstellen, es geht schließlich um unsere Wirtschaft in Deutschland, da muss man halt Solidarität zeigen, halt mehr arbeiten, und die Gesundheit des Menschen ist da total egal.

Mein Mann hatte während seiner Berufstätigkeit auch keine Möglichkeit in der Lokomotive, die er TÜV-fertig gemacht oder repariert hatte, ein Schläfchen zu halten, obwohl er des Öfteren 10 -12 Stunden oder sogar Doppelschichten gearbeitet hatte.
Aber dies war eher freiwillig und kein Dauerzustand.

Es gab durchaus Gründe, warum wir uns damals dafür entschieden haben, dass er bereits mit 63 vorzeitig in Rente ging (Jahrgang 1945 und seit seinem 13. Lebensjahr berufstätig), leider mit Abzüge, weil das gesetzliche Rentenalter von 65 noch nicht erreicht war.

Und dies alles nur, damit unsere Bundesregierung damit strunzen kann, dass Deutschland das Land mit dem größten BIP in Europa und sogar weltweit den Platz 3 belegt (vor Deutschland sind nur USA und China) und sich die Manager*innen in den Führungsetagen die Taschen füllen können.

Sorry, dann rutschen wir vielleicht mal auf Platz 4, mir persönlich ist dies reichlich egal.

Die Zeiten des riesigen Wirtschaftsaufschwungs sind zur Zeit offensichtlich vorbei, dies ist auch bedingt durch die weltweiten Wirtschaftskrisen, ausgelöst durch Kriege etc. und mit Trump wird es womöglich noch schlimmer.

Dies sollte man vielleicht mal endlich verstehen.

Der MENSCH an sich rückt da absolut in den Hintergrund.

Merz und Co. freuen sich garantiert über Deine Einstellung.

Ich hatte selbst gerade einen kleinen Unfall.
Am Samstag war ich auf einer Party eingeladen und „musste“ bis 12 Uhr bleiben, weil das Geburtstagskind rein gefeiert hat.
Eigentlich hätte ich längst ins Bett gehört, weil ich ein echtes Schlafdefizit von der Arbeit hatte.
Beim Tanzen hat jemand wüst mit den Armen herum gefuchtelt, und ich habe dabei versehentlich seinen Finger ins Auge bekommen und hatte zwei Tage lang Schmerzen.
Mit 8-Stunden-Tag wäre mir das wahrscheinlich nicht passiert, dann wären meine Reaktionen und Reflexe wohl schneller gewesen. Oder man sagt dann halt die Parties ab, dann ist Schluss mit Lustig, aber es wäre gut, wenn das die Ausnahme bleiben würde.

Das sind hohle, dumme Phrasen.
Die Annahme, dass Platz der 3 der BIP-Liste nur dazu dient, dass die Regierung sich damit brüsten kann, ist dermaßen ignorant und idiotisch, da fällt mir nix mehr ein.
Der Unterschied zwischen Platz 3 und 4 könnte zB darin bestehen, dass Deine Pension jährlich erhöht wird oder nicht.
Oder dass Deine Kinder einen Arbeitsplatz haben oder nicht.
Oder dass das Freibad zumacht oder nicht.
Oder dass die Brückensanierung 10 oder 20 Jahre dauert.
Da geht es um echtes Geld, echten Wohlstand, echte Lebenschancen.
Aber das begreift man vielleicht nicht, wenn man beim Staat gearbeitet hat.

Gut. Dann kürzen wir aber Deine Pension um 30%.
Ist ja egal.
Irgendwo muss halt dann gespart werden.

Das wäre ja das Allerschlimmste, irgendwas zu sagen, dass Herrn Merz gefallen könnte!
Was für ein sinnloses Kriterium zur Beurteilung wirtschaftlicher Zusammenhänge.
Soviel Ignoranz tut langsam weh. Leider offenbar nur mir, nicht Dir.

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Ist das Dein Ernst?
Jemand anders sticht Dir ins Auge und schuld ist Dein 10-Stunden-Tag?
Da gehen die Kausalitäten aber wild durcheinander.

das wäre eine sinnvolle Lösung gewesen, denn

Ich hoffe, Deinem Auge gehts wieder gut.

Dieses Wort hatte ich nicht verwendet.

Unfälle entstehen meist durch eine Kette von Fehlern. Wenn man ein Glied aus der Kette entfernt, passiert nichts.

Da werden die Arbeitnehmer mit einem angeblichen zusätzlichen freien Tag geködert und im gleichen Atemzug wird erklärt: „Wir müssen wieder mehr arbeiten“.

Dies muss man erstmal verstehen.

Wer glaubt noch an den Weihnachtsmann?

Ein 10- bis 12-Stundentag an vier Tagen wird dann zur Regel und der angebliche freie Tag für zusätzliche Überstunden genutzt, der Betrieb muss schließlich laufen.

Regelmäßig Zwölf-Stunden-Schichten schieben? Das plant die neue Bundesregierung für deutsche Beschäftigte. Das Vorhaben, die tägliche Arbeitszeit von maximal acht Stunden gegen eine wöchentliche Höchstarbeitszeit auszutauschen, ist nicht unumstritten. Obwohl Verbände und Arbeitgeber den Vorstoß begrüßen, (Logisch) stellt sich die Mehrheit der Bevölkerung gegen die Merz-Pläne, wie eine aktuelle Umfrage bestätigt.

Die Ansage des CDU-Kanzlers Friedrich Merz: „Wir müssen in diesem Land wieder mehr und vor allem effizienter arbeiten“, stößt daher bei Gewerkschaften und Beschäftigten auf Unverständnis.

Die Aussagen des Kanzlers sind bereits auf viele Kritik gestoßen. Sie wirken nicht nur realitätsfern, sondern sind ein gezieltes Manöver, um die öffentliche Debatte in eine bestimmte Richtung zu lenken. Die Diskussion über Arbeitszeitverkürzung, die Vier-Tage-Woche und eine ausgewogene Work-Life-Balance soll umgekehrt werden – zugunsten der Reichen.

Dabei ignoriert Merz die Realität vieler Beschäftigter, die längst am Limit – (viele sogar deutlich über ihre vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hinaus und unbezahlt) leisten.

Millionen Deutsche leisten unbezahlte Überstunden und viele Vollzeitbeschäftigte verdienen nicht genug zum Leben und müssen staatliche Unterstützung beantragen. Das nennt man „arbeitende Armut“.

Dies wird natürlich dazu führen, dass die Profite von Unternehmern, Manager*innen und Aktionär*innen steigen wird, aber nicht zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit der Arbeitnehmern. Deren Kontozuwachs ist jener Wohlstand, der laut Merz angeblich in Gefahr ist.

Merz selbst ist wohlhabend und er war unter anderem für die Vermögensverwaltung BlackRock tätig. Wenn er mehr Leistung fordert, dann nicht, um Pflegekräfte, Erzieher*innen und andere Arbeitnehmer*innen besser zu bezahlen – sondern weil es aus Sicht der Unternehmer*innen günstiger ist, wenn mehr Menschen mehr arbeiten, ohne dass die Löhne entsprechend steigen. Hier spricht nicht die Stimme des Allgemeinwohls, sondern ein Interessenvertreter der Arbeitgeber*innen und die entsprechenden Unternehmen.

Der Vorwurf, Deutschland arbeite zu wenig, ist eine Verdrehung der Tatsachen, denn Millionen Menschen leisten bereits tagtäglich Enormes – körperlich, psychisch und zeitlich. Der eigentliche Skandal ist nicht eine angeblich mangelnde Arbeitsmoral, sondern ein System, in dem die Früchte dieser Arbeit nicht gerecht verteilt werden.

Unternehmen geht es ausschließlich um Gewinnmaximierung, mehr nicht.

Immerhin habe ich für diese 48 Jahre ohne Unterbrechung (außer 10 Monate Elternzeit) in Vollzeit gearbeitet, in denen ich sogar etliche unbezahlte Überstanden geleistet habe.

Im Übrigen rutscht Du mal wieder und wie üblich in einer sachlichen Diskussion auf eine persönliche Schiene.

Bist du damit überfordert zwei Dinge auseinander zu halten?
Die flexiblere max. gesetzlichen Tagesarbeitszeit bei gleicher max. gesetzlichen Wochenarbeitszeit hat erst mal nichts mit Mehrarbeit zu tun.
Die Arbeitszeiten werden in Tarif- oder Arbeitsverträgen festgelegt und nicht per Gesetz
Von einem zusätzlichen freien Tag ist in dem Vorschlag auch nicht die Rede. Das wurde hier im Forum lediglich als Option genannt.

Das ist überhaupt nicht ausgemacht. Alles nur Panikmache.

Die Einführung des Artikels ist sehr ungeschickt oder gewollt irreführend.
Die Bundesregierung plant überhaupt nichts die Schichtlänge betreffend.

(hervorgehoben von mir)

Genau, „erst mal“.

Ich bin ja nicht dumm und ich habe das durchaus verstanden.

Trotzdem bin ich dagegen aufgrund meiner angegebenen Gründen.

Die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer*innen wird dadurch auf Dauer erheblich gefährdet und dies kann kein zusätzlicher freier Tag ausgleichen.

Woher stammt die medizinische Erkenntnis, dass eine 8-Stunden-Tag und eine 40-Stunden-Woche die Gesundheit nicht gefährden, ein 9-Stunden-Tag dies aber erheblich tut?

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Der logische Menschenverstand und ich rede nicht von lediglich 9 Stunden.

Evtl. reicht in manchen Berufen wirklich schon ein harter und anstrengender 8-Stunden-Tag, wie sieht es dann erst nach 10 bis 12 Stunden aus?

Denk mal genauer über Deine Aussage nach.

Und warum bringst du dann immer wieder das es zu Mehrarbeit kommt?

Bei dem Thema der zulässigen Arbeitsstunden pro Tag geht es nur um Flexibilisierung und nicht um Mehrarbeit.
Wie der ggf. freie Tag genutzt wird kann jeder selbst bestimmen.
Da setzt dann noch die max. wöchentliche Arbeitszeit Grenzen.
Und natürlich etwaige Tarif- und Arbeitsverträge.

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oder es reicht auch schon ein 6-Stunden-Tag. Was dann?
Das sind doch alles willkürliche Zahlen.
Tatsache ist: ohne Arbeit wäre das Leben leichter.
Aber was fangen wir mit der Erkenntnis an?

Köstlich! :smiling_face_with_sunglasses:

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Das muss ich hier noch loswerden.

Ich bin übrigens nicht der einzige Mensch, der meine Meinung zur 8-Stunden-Regelung hat.

Hier werden teilweise Ideen von Lobbyisten aus der Wirtschaft verhemt auf Kosten aller Arbeitnehmer*innen mit ihren Familien verteidigt.

Hauptsache die Wirtschaft boomt!

Meine Worte:

Gewisse Errungenschaften wurden vor langer Zeit von den Gewerkschaften schwer erkämpft und am Ende wäre dies ein Rückschritt in „alte Zeiten“.

Was nun?
Alle Gewerkschaften abschaffen, sie schaden am Ende nur der Wirtschaft. (Sarkasmus)

… und erhält und schafft Arbeitsplätze und zahlt Steuern.
Die Vorstellung des DGB und anderer Linker, dass irgendjemand hier außerhalb „der Wirtschaft“ existiert, ist albern und naiv. Das ist linker Populismus und Volksverdummung.

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Oh, neuerdings gehört sogar jetzt auch noch der DGB zu den Linken? :rofl::rofl:

Hast Du inzwischen eine Links-Phobie? :grinning_face: