Sehe ich auch so. Aber im Hinblick auf das „Verdauen“ bestimmter „Witze“ haben manche offenbar einen deutlich belastbareren Magen.
Ich habe diesen Bezug
nicht ohne Absicht hergestellt.
Als Heranwachsender habe ich über solche „Witze“, die oft irgend einen Bezug zwischen „Juden“ und „Asche“ herstellen, auch noch gelacht oder gegrinst.
(Wer jetzt absolut nicht weiß, was ich meine - belasst es dabei, ihr habt nichts Wertvolles versäumt und ich habe nicht vor, Euch durch entsprechende „Belege“ zu erweiterter Kenntnis zu verhelfen).
Später, als endlich auch in Deutschland die breitere mediale Aufarbeitung der Praxis des Völkermordes an den europäischen Juden einsetzte (für die Jüngeren hier: das ging so richtig los erst ab Mitte der 1970er Jahre), da habe ich mir das Lachen über solche Witze verkniffen, besser: es ist mir im Halse stecken geblieben, weil mir als jungem Erwachsenen klar geworden war, wie verächtlich so was gegenüber den Ermordeten und ihren überlebenden Angehörigen ist.
Deswegen habe ich ja die ironisch-sarkastischen Bemerkungen, die Kalo und auch Binnen_un_Buten auch später hier noch nachgeschoben haben, als
bezeichnet.
Und das ist schon noch das Freundlichste, was mir dazu einfällt.
Zugegeben, ganz so drastisch und direkt wie die o.g. „Juden - Asche“-Verknüpfungen ist Kalos „Mittelmeer - Sahara“-Geschichte (noch) nicht.
Soll ich ihm aber jetzt vielleicht noch zu Gute halten, dass er immerhin darauf verzichtet hat, sich auch noch über die Belastung der Wasserqualität des eh’ schon eutrophierten Mittelmeeres, dessen weitere „Überdüngung“ durch über Bord gehende Flüchtlinge, aufzuregen - alles natürlich rein ironisch und sarkastisch, versteht sich. Und im Interesse der Umwelt. Hätte ja vielleicht nahe gelegen.
Obwohl - ist die (rein ironisch-sarkastische !) Rücktransport-Empfehlung „mit Schlauchboten über’s Mittelmeer und dann zu Fuß durch die Sahara“ zur Vermeidung zusätzlicher CO2-Belastung durch Abschiebeflüge wirklich so weit weg davon?
Und abschließend noch was zu den Kaskaden von Relativierungen und Rechtfertigungen (ich habe nicht vor, auf alle die jetzt weiter detailliert einzugehen - insoweit ist „Schweigen“ weder Zustimmung noch Sprachlosigkeit), die sich jetzt von den „üblichen Verdächtigen“ hier (Binnen_un_Buten, Kalo und jetzt auch leider wieder lawandorder) über uns ergießen:
Ihr kommt mir vor wie Leute, die sich ertappt fühlen, und nun wortreich nach immer neuen Ausreden und Ausflüchten suchen.
Wenn die gegen Kalo’s Mittelmeer-und-Sahara-Äußerung erhobenen Vorwürfe wirklich so total „daneben“ wären - warum handelt ihr dann nich einfach nach dem Motto
„Die Hunde bellen - die Karawane zieht weiter“?
Für Euch gilt offenbar eher (um mal bei Hunden zu bleiben)
„Nur getroffene Hunde jaulen auf!“