Merz und die CDU sind unsere strategischen Verbündeten

„Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Demokrat. Europäer.
Für ein starkes Deutschland.
Federal Chancellor of Germany“

Über die Freuden und Mängel von instagram haben wir jetzt genug gehört.
Der letzte Beitrag zum Thema war Nr. 284.
jetzt sind wir bei 302.
Bitte zurück zum Thema.
Danke

Klingt erst mal gut, Beim ersten Lesen.
Dann aber kommen Zweifel.

Was ist denn entscheidend? Der "Sender- oder der „Empfänger“-Horizont?
Und wenn man schon auf den Senderhorizont („was hat Merz aus seiner Sicht gesagt?“) abstellen will - wie ermittelt man den zutreffend?
Indem man die gesamte Persönlichkeit des Sprechers betrachtet? Seinen weltanschaulichen Hintergrund? Das Umfeld, in dem die Aussage getätigt wurde?

Das Naheliegendste ist doch, einfach am Wortlaut anzusetzen.
Und wer das Stadtbild beklagt und im unmittelbar anschließenden Satz als Lösung des Problems die Abschiebung von Menschen anspricht, wie kann der sich beklagen, wenn daraus geschlossen wird, dass genau die physische Anwesenheit dieser Menschen sein Stadtbild stört?

Unds wenn er sich dann fürchterlich mißverstanden fühlt, dann soll er halt seine Aussage korrigieren oder klarstellen. Und nicht stur und rechthaberisch noch einen drauf setzen:
„Ich bleibe dabei.
Und ich habe gar nichts zurück zu nehmen …“

Allerdings - diesen kleinen, etwas boshaften Seitenhieb kann ich mir nicht verkneifen - erinnert mich diese diskursive Vorgehensweise manchmal auch ein bisschen an Dich.
Ist deshalb das Verständnis für Merz bei Dir so ausgeprägt?

Aber sehr weit hergeholt und ohne jeglichen Bezug dazu im Wortlaut seiner Äußerung. Da stimmt das dann wirklich:

Und dieser Leser muss dann schon über eine gehörige Portion Phantasie verfügen.

Du hast Humor!!!

apropos Humor.
Kühnert kann auch Comedy

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Oh, stören Dich auf einmal OT-Beitrâge?

Respekt!

sage statt „physischer Anwesenheit dieser Menschen“ „das Verhalten eines Teils dieser Menschen.“
Dann ist die Aussage eine ganz andere.

Ja, natürlich benehmen sich auch „Biodeutsche“, „Passdeutsche“, „Kartoffeln“ und alle anderen daneben und begehen Straftaten.
Es gibt aber praktisch einen entscheidenden Unterschied:
die mit dem deutschen Pass wirst Du nicht los.
Die ohne Pass vielleicht schon.
Da stellt sich eben die Frage, ob man hinsichtlich dieser Personengruppe nicht versuchen soll, das Stadtbild-Problem durch Ausweisung abzumildern.
Bei denen mit Pass geht das nicht, da muss man anders vorgehen, was aber komplizierter ist.
Diese Tatsache, dass man die einen ausweisen kann, die anderen aber nicht, ist ein objektiver Unterschied und daher ein Differenzierungsmerkmal bei der Vorgehensweise.
Das ist nicht rassistisch, das ist praktisch gedacht. Aber natürlich etwas herzlos.
Den Vorwurf der fehlenden Empathie kann man diskutieren, den Rassismus sehe ich hingegen nicht. Der Rassismus-Vorwurf ist m.E. gewollt und wird herbeigeredet, weil er einen politischen Zweck hat.

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Das sehe ich genauso!

Wenn man es so übersetzt, kann ich auch dem zustimmen - das ist aber nicht das, was er gesagt hat - und ist auch nicht direkt aus dem, was er gesagt hat, ableitbar.

Denn wie kann man in einem Bild (dem Stadt-Bild) auf das Verhalten der dort festgehaltenen Personen oder Personengruppen schließen?

Auf einem Stadt-Bild (das muss nicht zwingend ein Standbild sein) keine Schlussfolgerung auf das zukünftige Verhalten der auf diesem Bild festgehaltenen Menschen ziehen (es sei, denn, im Bild ist bereits eine aktuell ausgeführte Straftat zu erkennen).

Die Forderung aus diesem Aspekt (Verhinderung von künftigen Straftaten) das Stadtbild profilaktisch zu ändern, gleicht dem Gedankengang der Gedankenpolizei oder der Frage, die in Minority Reprot gestellt wird.

Sie unterstellt pauschal einen Zusammenhang zwischen Kriminalität und ausweisbaren Menschen.

Du hast jahrelang moderiert und das Prinzip der Moderation bis heute nicht verstanden.

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Ich habe weiter oben oder im Merz-Rassismusfaden einen Bericht verlinkt, in dem dieser Zusammenhang mit Zahlen belegt ist.
Welchen Sinn hat es, diesen Zusammenhang immer wieder als nicht existenz zu framen?

P.S. Ja, hier ist auch das Stadtbild mit drin.

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Weil er mit der Stadtbilddebatte nicht hinreichend differenziert ist - das Stattbild in der Messestadt (wo ich augenblicklich wohne) unterscheidet sich nicht von Problembezirken in Hamburg, die ich kenne(vom äußeren Erscheinungsbild) - trotzdem unterscheiden sie sich in Bezug auf Kriminalität signifikant..

Ich leugne also gar nicht denn von Dir dargestellten Zusammenhang - dieser lässt sich aber aus der Merz’schen Aussage nicht herleiten, weil die Merz’sche Aussage keinen Unterschied zwischen beiden Stadtbezirken macht.

Als Tourist schaue ich mir beide an - und stelle keinen Unterschied fest - außer, dass das beide Stadtbilder in Bezug auf Mulitkulti sich in den letzte 30 Jahren stak verändert haben.

Die Aussage gibt auch den Rassismus nicht her. Den Zusammenhang zwischen Stadtbild und Problemausländern aber schon.

Kommt von mir kein Widerspruch!

Nochmal: ich kann weder durch meine eigenen Augen noch durch eine KI erkennen, ob es sich bei den (vermeintlichen) Ausländern (die evtl. passtechnisch gar keine sind) nun um “Problemausländer” oder um gut integrierte Kinder von Migranten handelt, die hier bestens integriert in die Gesellschaft sind. Gutes Beispiel ist der Kabarettist Abdelkarim. Wenn Du Dir das oberste Bild ansiehst - ist der nun dem Stadtbild eher zuträglich oder abträglich? Hat er nun einen deutschen Pass, oder nicht - ist er vielleicht - gerade in den Abendstunden im Park - eine Bedrohung - oder nicht?

Mit dem Begriff des “Passens in das Stadtbild” ist das nicht sinnvoll umschrieben.

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Das hat er nun noch viel weniger gesagt als alles andere. Wenn man solche Winkelzüge vollführen muss, um ihn zu kritisieren, dann ist seine Aussage nicht zu beanstanden. Bis auf die Tatsache, dass für Stupidis der Satz in der Mitte fehlt.

( „Bei der Migration sind wir sehr weit. Wir haben in dieser Bundesregierung die Zahlen August 24, August 25 im Vergleich um 60 % nach unten gebracht, aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen. Das muss beibehalten werden, das ist in der Koalition verabredet.“)

Was er davor gesagt hat, finde ich gerade nicht. Wäre eigentlich mal wichtig.

Hast du die als Transkript? Ich suche gerade und finde es nicht vollständig.
Dann können wir analysieren, wie und ob sie verquer ist.

O.k., da käme ich bei gehörigem Einsatz an gutem Willen noch halbwegs mit.
Obwohl er dann eigentlich ja von der „Situation in unseren Innenstädten“ hätten sprechen müssen.
Ich brauche das nicht zu vertiefen, das hat Carsten hiertmit

und mit seinen folgenden Aussagen schon sehr gut getan.

Dass er dennoch mit dem Sprachbild vom „Stadtbild“ zunächst am äußeren Aussehen angesetzt hat - sorry, da kann ich mich nach wie vor des Verdachts nicht erwehren, dass er da mit einem Auge auch auf diejenigen geschielt hat, die genau schon beim äußeren Aussehen bestimmter Personengruppen Unwohlsein empfinden.

Werden wir die „ohne deutschen Pass“ wirklich los? Das ist doch selbst bei den „schlimmen Fingern“ darunter mehr als kompliziert. Und scheitert oft an der fehlenden Aufnahmebereitschaft der (vermuteten?) Herkunftsländer.

Zugegeben haben das frühere Regierungen auch nicht besser hin bekommen.
Aber die haben wenigstens nicht - wie Merz und die Union vor der Wahl - lauthals getönt: „Wir packen das, lasst uns nur mal ran“.

Ja, und wenn das bei denen ohne deutschen Pass praktisch auch nicht so leicht ist, wäre es dann nicht vernünftig. auch bei denen mindestens auch „anders vorzugehen“?
(ich nehme an, Du meinst Maßnahmen aus dem Bereich Bildung, Sozialarbeit, Integration und auch Polizei etc. …?).

Das würde dann allerdings vielfältige anderweitige Defizite offenlegen und klarmachen, dass - anders als von Merz suggeriert - Migration nicht „die Mutter aller Probleme“ ist.
Allenfalls einige Probleme offenkundiger werden lässt.

Nein, aber die entscheidenden Sätze vor und nach dem „Stadtbild“-Satz hast Du doch in Deinem vorangehenden Beitrag selber völlig korrekt und vollständig zitiert.
Im Halbsatz davor geht es um die Begrenzung von Zuwanderung, im Satz danach um Rückführungen. Beide Male ohne irgend einen Hinweis auf mit Migration bzw. unterbleibender Rückführung verbundene gesteigerte Kriminalitätsbelastung durch diese Gruppen oder gar bestimmte Teile davon.
Das alles muss man mehr oder weniger „gequält“ in seine Aussagen „hinein quetschen“.

Und allemal richtig bleibt Carstens Aussage:

Ich finde, es gibt wenig Sinn ohne die vorhergehenden Sätze.
" Bei der Migration sind wir sehr weit."
Worum ging es vorher? Das könnte relevant sein.

Der Gedanke kam mir heute auch.
Wenn man solche Pirouetten und Interpretationen braucht, um den „konnotierten“ Rassismus zu finden, dann ist im Zweifel nix dran.
Letztlich wird m.E. unterstellt, dass Merz schon irgendwie ein kleiner Rassist ist, und dann meint man, aufgrund seiner blöden Wortwahl und gehöriger Exegese den Rassimus wiederzuerkennen. Aber nur, wenn man ihn da ohnehin vermutet.
Ich halte M. nicht für einen Rassisten und deswegen sehe ich in der Aussage auch den Rassismus nicht.
Es kommt das raus, was man vorher reingesteckt hat.

xxxxxx

klar, ist das schwer.
Deswegen schrieb ich „vielleicht“

Es geht darum, dass man bei Nicht-Deutschen die Idee der Problemlösung durch Abschiebung haben kann.
Bei Deutschen nicht, da gehen nur

alles auch nicht einfach, langfristig, teuer, mühsam, Ergebnis unsicher.
Da wirkt so eine Abschiebung verlockend einfach.

xxxx

und noch was, wegen Verbündeter und so:
vielleicht kommt der Tag, an dem wir uns Merz als Kanzler zurückwünschen.
Wer kommt denn nach ihm?
Söder?
Spahn?
Weidel?
wenn wir Glück haben ist es Wüst.