also wenn Lindner sich am Redepult im BT festklebt, kriegt er auch das noch hin.
Ich würde die Letzte Generation nicht mit gewöhnlichen Kriminellen wie Taschendieben oder Autoknackern in eine Schublade stecken, aber ich halte ihre Aktionen weiterhin für verfehlt, unangemessen und kontraproduktiv. Das zeigt, dass Wut ein schlechter Ratgeber ist, und ist der erste Schritt in Richtung Öko-Terrorismus, den ich wie jeden Terrorismus kategorisch ablehne. Der Zweck heiligt eben nicht die Mittel, sondern die Mittel müssen dem Zweck entsprechen. Wer in einem demokratischen Rechtsstaat, den wir trotz allem doch haben, Mittel anwendet, die dem demokratischen Rechtsstaat nicht entsprechen, delegitimiert sich selbst.
Lieber @Duke „Endgegner“,
zum Einen erinnert mich eine solche Namensgebung an „Endlösung“. Aber vielleicht geht es nur mir so. Desweiteren sind die Leute von der LG keine „Hirnis“. Und diesen hier von dir zitierten „Stau“. Das ist Dauerzustand auf Deutschlands Straßen. Die Kombo der Verkehrsminister der CSU/FDP ist lang und sie haben es geschafft den ÖPNV gründlich zu ruinieren und den Dauerstau für den Individualverkehr zu etablieren.
Dein drohendes Konstrukt gegen Menschen, die von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch machen und eine einfache Form des friedlichen zivilen Ungehorsams anwenden, sei hier erinnerungshalber zitiert: „Wenn ich mir vorstelle, dass ich meine Frau wieder dringend ins KKH bringen muss und dann in einem LG-Stau steckenbleibe, kann ich für nichts garantieren. Ich bin kein Pazifist.“ Während die Wahrscheinlichkeit, dass ausgerechnet Du in einem „LG-Stau“ stecken bleibst, gering ist, wird es wahrscheinlich sein, dass „DU“ Teil eines Staus bist, den ich „als WIR sind der Stau“ apostrophieren möchte. Eben Dauerzustand in einem „Autoland“.
Deine Gewaltphantasien möchtest du hier bitte mal genauer erklären.
Ganz davon abgesehen, dass die LG jederzeit für eine entsprechende Rettungsgasse sorgt, was ich bei etlichen Autofahrer*innen nicht erkennen kann.
Allerdings muss ich schon sagen, dass die Beschädigungen von Fremdeigentum teilweise tatsächlich zu weit geht.
Die Aktionen am Brandenburger Tor z.B. fand ich schon sehr fragwürdig, genauso wie das Zerstören von sehr teuren alten Kunstwerken.
Die haben absolut nichts damit zu tun.
Ist das nicht ein wenig zu kurz gesprungen?
Ich nehme immer wieder als Beispiel, dass wir 80 TG-Stellplätze in unserer WEG haben - die allesamt besetzt sind, wobei einige gar bedauern, keinen 2ten Stellplatz zu haben - und nur 2 Haushalte das Auto tatsächlich zwingend (ausberuflichen Gründen) brauchen. Wir haben in München darüber hinaus einen ganz hervorragenden ÖPNV.
Deine Verkehrsministerkombo tut das also mit bester Zustimmung des Selbstverständnisses von weit über 50% der Bevölkerung (in München).
Wenn ich mir die ländliche Bevölkerung ansehe, so ist das zwar insofern anders, als es dort derzeit ohne eigenes Auto definitiv nicht geht - aber auch hier stelle ich fest, das beispielsweise auf dem Hof der Familie meiner Frau im Allgäu jedes Familienmitglied, das über 18 ist, „natürlich“ ein eigenes Auto hat - Konzepte wir Carsharing oder auch mal bestimmte individuelle abendliche oder Wochenendaktivitäten entweder gut zu planen und abzustimmen oder ersatzlos zu streichen, anstatt permanent „individuelle Spontanaction“ zu betreiben - absolute Fehlanzeige - da kämen Verkehrsminister (aber auch evtl. Umweltminister, die die Sache deutlich verteuern), „eher ungelegen“.
Deine „Verkehrsministercombo“ hat also - zumindest bislang - das umgesetzt, was dem Hang zum individuell-spontanen „Freiheitsgedanken, ohne Angst, vielleicht etwas zu verpassen“ entgegen kommt.
Hier ist also ein Umdenken im Selbstverständnis der Wähler gefragt - und eine Politik, die das unterstützt…
Die Änderungen im Verkehrsministerium purzeln dann „ganz alleine“ dazu.
ja, daran denke ich auch immer, wenn bei der Fußball-WM von „Endspiel“ die Rede ist
oder wenn die U-Bahn in die „Endstation“ einfährt.
oder wenn ich die „Endfassung“ eines Gutachtens bekomme.
Alles Nazi-Sprech ![]()
Entspann Dich
Ich muss zugeben, während unserer familiären Hochkonjunktur besaßen wir auch 4 Autos.
Allerdings haben wir jetzt die Gelegenheit uns mit 2 Personen 1 Auto zu teilen, welches wir allerdings dringend benötigen.
Wieso nur „teilweise“?
Auch Sachbeschädigung zeugt doch von Respektlosigkeit gegenüber dem Eigentümer.
Die Argumentation, die ich hin und wieder dazu höre, ist, „warum Respekt haben vor denjenigen, die selbst (uns/mir gegenüber) respektlos sind“.
Das ist bei Sachbeschädigung deswegen schon schwierig, da die Eigentümer z.T. gar nicht klar ermittlebar sind („wem gehört das Brandenburger Tor?“) - Trifft es also tatsächlich die „Respektlosen“?
Ein noch viel gewichtigeres Argument ist für mich, den Irrweg einer unterstellten oder tatsächlich vorhandenen Respektlosigkeit nicht dadurch zu bekämpfen, indem man ihr mit genau diesem Mittel begegnet - Unrecht wird nicht dadurch eleminiert, indem man selbst unrecht begeht - das mag in Hollywood-Blockbustern gut funktionieren, und es mag archaische Strukturen in jedem von uns geben, die diesem Konzept immer noch frönen - es bleibt konzeptionell der falsche Ansatz.
München ist ein gutes Beispiel. Die diversen Verkehrsminister der CSU haben getreu der Devis „Bayern first“, gute Arbeit da geleistet, wo es Bayern nützt. Abgelehnte Projekte, etwa der Schienenanschluss durch die Alpen, wurde geradezu sabotiert.
Und ÖPNV ist nicht nur Regional-/Stadtverkehre, sondern ebenso und da geht es um die Bundesminister, Autobahnnetz und DB-Fernverkehre, ganz zu schweigen vom Gütertransport.
Teilweise deshalb:
Nach dem StGB handelt es sich dabei natürlich um Sachbeschädigung und sie müssen dann natürlich gem. den deutschen Gesetzen zur Rechenschaft gezogen werden.
Dies ist allerdings der LG durchaus bewusst, sie sind ja nicht dumm.
Allerdings sehe ich auch die Hintergründe, warum diese Menschen diese Aktionen durchführen und ich finde es verdammt traurig, dass diese überhaupt notwendig sind, um darauf aufmerksam zu machen, dass die Regierung in Sachen Klimaziele versagt.
Uns allen sollte so langsam vielleicht auch bewusst sein, dass die Generation der LG vermutlich tatsächlich die letzte Generation sein wird, die vielleicht tatsächlich noch was retten kann.
Allerdings wird diese „letzte Generation“ inzwischen auch von ettlichen Menschen der älteren Generationen aktiv und finanziell unterstützt.
das ist gerade der Irrtum.
die Leute von der LG (und die Generation, zu der sie gehören, wenn die Gruppe ihrer Unterstützer denn so homogen sein sollte) können alleine gar nix retten.
Sie brauchen die große Mehrheit der Gesellschaft und der Wähler.
Und die bekommen sie mit dem Vorgehen der LG nicht.
Die LG bietet jedem Dödel täglich die Möglichkeit, sich vom Klimaschutz zu distanzieren, weil er ja mit solchen Chaoten nichts gemein haben will.
Das ist der Punkt, sie sind nicht notwendig. Über das echte oder vermeintliche Versagen wird viel diskutiert und gestritten, was will die LG dazu beitragen? Nichts. Aufmerksamkeit dafür ist genügend vorhanden,
Die LG macht nur auf sich selber aufmerksam, sonst auf nichts.
Das weiß ich auch!
Aber wir alle sind womöglich die letzte Generation, die vielleicht noch etwas retten könnte und darauf versucht die LG aufmerksam zu machen.
Ob es am Ende was bringt, ist denen offensichtlich egal, aber sie sehen es halt so, dass sie wenigstens was getan haben, während andere weggeschaut haben.
Mal sehen, wie wir in einigen Jahrzehnten über die LG denken.
Es ist nicht die Regierung, die (primär) versagt - es sind die Wähler, die Menschen/Parteien damit beauftragen, ihren Status Quo zu erhalten…
Wir regen uns immerzu über Lobbyarbeit auf - theoretisch ist die einzige Lobbygruppe, der sich die Politiker/die Parteien verpflichtet fühlen sollten, die Wähler - und der Wähler versagt immer noch darin, sich als Hauptursache des Klimawandels zu verstehen und entsprechend zu handeln/zu wählen…
Dummerweise splittern sich die Wähler in unzählige Interessengruppen (Lobbies) auf. Wir sind keine uniforme Wählermasse, zum Glück.
Im Prinzip gebe ich Dir recht - also akzeptieren wir fein demokratisch, dass es immer noch zu wenig Wählerpower für eine tatsächliche Nachhaltigkeit gibt 9sonst hätten wir andere politische Angebote und auch andere Mehrheitsverhältnusse - und damit ist den Verkehrsministern nicht wirklich ein größerer Vorwurf zu machen, als den Wählern…
Allenfalls für die Verhinderung eines Tempolimits. Wäre sinnvoll aber der Beitrag zur Lösung der Klimakrise wäre eher überschaubar.
Das ist schon „lustig“
Wenn es da heisst, dass das 1,5°-Ziel unrealistisch ist (was durchaus richtig sein könnte
, und „Menschen in Panik“ geraten (ein Statement, in dem leider nicht weiter eingegangen wird), weil danach vielleicht ganz schreckliche Dinge passieren (könnten) - welches Umdenken genau ist da notwendig?
Das wir uns auf ein 2,5°-Ziel (das wesentlich einfacher zu erreichen wäre, weswegen aber wieder wesentlich weniger getan wird) - nur, um dann in 10 Jahren zu konstatieren, das 2,5°-Ziel ist leider dann auch unrealistisch und man müsse, damit die Leute nicht 7n Panik geraten, doch leber das 3,5-4°-Ziel ausgeben?
Dann geraten die Menschen auf dem Weg dahin zwar nicht mehr in Panik - aber es passiert dann leider etwas, vor dem sie zu Recht die ganze Zeit Panik hatten?
Das Umdenken bedeutet in diesem Kontext doch nur, weiterhin mit allen Mitteln die Leute „entspannt und unbeschwert“ in die Katastrophe zu führen - nur, damit wir als Verursacher heute noch möglichst von der irgendwann (vielleicht sogar heute schon) zu Recht einsetzenden Panik verschont bleiben?
Klar kann man argumentieren, dass es ohnehin schon längst zu spät ist - dan wäre es in der Tat kontraproduktiv, den Passagieren auf der Titanic die letzten 10 Min. zu vermiesen, die 7hnen nur noch bleiben.
Wenn wir aber noch an eine möglichen Wende glauben - müssen wir doch eher alles dafür tun, den Menschen klar zu machen, wie nah der Eisberg schon ist (lieber etwas näher, damit alle mitmachen und genug getan wird)