Ich hatte (was Du hier gestern zum Thema Klima) mit endlosen Ergüssen wahrscheinlich werten würdest, an anderer Stelle erklärt, wie wichtig ein von der UN zum IStGH übermitteltes Sondertribunal der UN wäre, da die USA - und auch Russland, nicht den IStGH anerkennen, um dafür Trump vor ein Gericht zu zerren, spätestens dann, wenn er wirklich auf Grönland militärisch übergreifen sollte.
Und wenn, Querverweis Europa erneut denken - Demokratie - Forum für demokratische Politik, schau Dir wie die Urteile zum Einsatz der USA in Venezuela innerhalb von Europa auseinander gehen, alle politisch an einem Strang gegen Präsident Putin und sein Regime in Moskau vorgehen würden, dann hätten wir weniger Trittbrettfahrer wie Trump und Xi Jinping, weil nämlich die Arbeit an einer Friedenslösung für Präsident Selenskyj und das ukrainische Volk ein Stück weit die Welt beschäftigen würde - sinnvoller Weise beschäftigen würde.
Afrika ist fest in chinesischer Hand. Die haben dort riesige Infrastrukturmaßnahmen durchgeführt und als Gegenleistung riesige Farmen mit chinesischen Arbeitern errichtet. Keine Arbeit für locals… Deshalb baut China auch eine große Flotte auf, um die Kanonenbootpolitik um 1900 aufzugreifen.
da greifst du aber in die vollen… wenn du jede größere Siedlung auf Grönland verteidigen willst, brauchst du Luftverteidigung, Land- und Seeminen. Da reichen knapp 10.000 Mann. Wenn du mit Seedrohnen arbeitest (so viel ich weiss, kaufen die Dänen gerade bei den Ukrainern ein), kannst du die US Navy ganz schön ärgern mit minimalem Aufwand. Da brauchst du selber keine große Flotte mit Zerstörern oder gar Flugzeugträgern.
das ist ähnlich wie bei den Bewohnern im Bikini-Atoll… nur mit einem Unterschied: die Grönländer sind gebildet und es stehen Informationen via Internet zur Verfügung. Außerdem gab es damals noch keine Greenpeace NCO.
der plädiert dann auf Unzurechnungsfähigkeit und Haftunfähigkeit, weil Matsch in der Birne… wer in einer Nacht 89 Hasstiraden auf der eigenen Plattform vom Stapel lassen kann, kann nicht mehr alle Latten am Zaun haben.
Wieso - ich verstehe das jetzt so, dass das - in dubio - alles ironisch war. Da wir mangels Kennzeichnung das nicht unterscheiden können, müssen wir davon ausgehen, dass es gar nichts zu unterscheidendes gibt → es ist eben alles ironisch.
Noch nie was von der Dolchstoßlegende gehört? Die Nazis haben aus Hilflosigkeit (ihrer Auffassung nach) eine falsche Tugend gemacht, die Hitler sicherlich propagiert hatte. Außerdem sagt man den Rechtsradikalen nach, dass sie aus einer Opferrolle heraus argumentieren. Die AfD macht das oft.
Die musste ich erst mal googeln, mir ist zwar die Argumentation geläufig, aber den Namen kannte ich noch nicht:
„Die Dolchstoßlegende oder auch Dolchstoßlüge ist eine von der militärischen Führung (Oberste Heeresleitung, OHL) des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg bewusst konstruierte Geschichtsfälschung in der Absicht, ihren Teil der Schuld an der deutschen Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg zu verleugnen. Der OHL gelang es so, diese Verantwortung auf zivile Politiker abzuwälzen, die in Wirklichkeit keinerlei Einfluss auf die Führung und den Ausgang des Krieges gehabt hatten. Beschuldigt wurden vorrangig Sozialdemokraten, Sozialisten, Befürworter der Demokratie und Juden.“
Ja, das stimmt, aber die werden ja von Trump unterstützt.
Also passt das hier nicht.
@Biologin, das passt aber an der Stelle sachlich nicht. Es geht nicht um Beschuldigungen, sondern um die Opferrolle. Alles läuft schlecht, wir sind die Alternative, das waren grundlegende Gründe warum die Menschen damals mehrheitlich die NSDAP gewählt hatten, und ich sehe da schon eine Parallele zur AfD heute.
Hier ein interessanter Film, schaue mal rein. Wenn man propagiert, wie @lawandorder das oftmals macht, es hätte sowieso kein Sinn, Werten zu folgen, alles ist eine Sache des Stärkeren. Ganz anders wurde doch die BRD gegründet und geprägt.
Es ist eine Theorie zu sagen, das Recht des Stärkeren gilt, die von den Nazis sehr nach vorne gestellt worden war und in Form der Nürnberger Gesetze ihren Höhepunkt fand, als man festlegen wollte, welcher Rasse das den naturgegeben wäre. Also lassen wir wie der Philosoph Karl Popper - es ausgedrückt hatte, die Theorien sterben, nicht die Menschen, wie z.B. in der Ukraine. (vorstehender Link lässt sich für politisches Kino öffnen )
Die Grünen von heute sollten mal darüber nachdenken, dass ein großer Teil der Gründung der Partei auch eine Absplitterung der Sozialdemokratie gewesen war, die bis zuletzt Anstand und Moral des Reichstages 1933 hochgehalten hatte.
Hier Wikipedia:
In der alten Bundesrepublik Deutschland entstand in den 1970er Jahren ein breites Spektrum neuer sozialer Bewegungen im Gefolge der Studentenbewegung der 1960er Jahre. Zum späteren parlamentarischen Erfolg der Grünen hat auch die Idee vom Marsch durch die Institutionen der 68er-Generation beigetragen, der schon 1967 von Rudi Dutschke gefordert worden war. In dieser Tradition war ein großer Teil der neuen sozialen Bewegungen politisch bei der Neuen Linken zu verorten. Eine Minderheit politischer Aktivisten war in den sogenannten K-Gruppen organisiert, wie dem Kommunistischen Bund (KB), dem Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW) und der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Für sie waren ökologische Probleme unmittelbare Folge kapitalistischer Produktionsverhältnisse. In scharfer Abgrenzung zu den K-Gruppen gehörten anarchistische Gruppierungen der Spontis zur undogmatischen Linken, die ebenfalls Einfluss auf die Entwicklung der Grünen nehmen sollte.[2] Nicht zu unterschätzen ist der Einfluss enttäuschter ehemaliger Sozialdemokraten, die die SPD aus Protest gegen die Verteidigungs- und Atompolitik Helmut Schmidts verließen.[2]
Adenauer war sicherlich ein autokratischer Demokrat. Vielleicht war es für die Gründung der BRD und dem Grundgesetz gar nicht schlecht. Brandt hat dann mehr Demokratie wagen inszeniert.
Er versuchte nach dem im Dortmunder Parteitag der SPD die Abkehr von der Hallstein-Doktrin beschlossen worden war, einen mit den USA abgesprochenen Weg, sich den Staaten des Warschauer Paktes, insbesondere auch der DDR anzunähern.
1972 gab es eine Wahl, indem es hieß “ Willy wählen!” Und die SPD hat damals haushoch die Wahl gewonnen. Brandt stand ja auch für mehr Mitbestimmung in den Betrieben. Es ist immer die Frage, ob der Hammer nur bei einem oder wenigen hängt, oder von einer großen Mehrheit geschlagen wird. Zudem sollte man - wenn Du diesen Film angucken würdest, dann wüsstest Du Bescheid - in der Demokratie Fehler erkennen, denn es ist die perfekteste Staatsform, Fehler am politischen Leben der Gesellschaft zu erkennen. Das würde dagegen helfen, sich den Scharlatanen der AfD ausgeliefert zu fühlen, so wie es manchmal zurzeit scheint.
Die Grünen haben m.E. ein Problem, dass sie sich als Volkspartei etablieren wollten. Da kann man ja nicht nur eine Richtung vertreten, bei der SPD gibt es ja auch z.B. den Seeheimer Kreis. Da überlegt man also auch manchmal wo der Hammer hängt. Wichtig finde ich aber, dass ein Schwerpunkt der politischen Ausrichtung von dem aus operiert wird, erkennbar bleibt und nicht alles beliebig erscheint. Daran erkrankt zurzeit meiner Meinung nach Bündnis 90/ Die Grünen - zumal die Klimakatastrophe nicht mehr umfänglich abzuwenden sein wird, sondern nur noch eingedämmt werden kann - was aber auch sehr viel Tatkraft verlangen wird.
”Sieben große europäische Staaten haben sich im von US-Präsident Trump befeuerten Streit hinter Grönland gestellt: Die Insel gehöre seinem Volk, heißt es in einer Erklärung. Ministerpräsident Nielsen rief seine Landsleute zur Ruhe auf.
Nachdem die USA Ansprüche auf die Kontrolle über Grönland geltend gemacht haben, haben sich sieben europäische Länder solidarisiert. „Es ist allein Sache Dänemarks und Grönlands, über Angelegenheiten zu entscheiden, die Dänemark und Grönland betreffen“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Spanien, Großbritannien und Dänemark.
„Grönland gehört seinem Volk“, heißt es darin weiter. Die Unterzeichner betonen die große Bedeutung der in der UN-Charta festgehaltenen Prinzipien der Souveränität, territorialen Integrität und Unverletzlichkeit der Grenzen. Grönland sei „Teil der NATO“. Die Sicherheit in der Arktis müsse daher gemeinsam erreicht werden. Die USA seien dabei „ein wesentlicher Partner“.”
Ohne die damalige Unterstützung der USA wären die Prinzipien der neuen Ostpolitik der BRD nicht später DNA unseres Staates geworden, denn die Unionsparteien hatten zunächst stark Front dagegen gemacht und erst später ein gemeinsames Papier als Opposition mit der sozial-liberalen Koalition zur praktischen Anerkennung dieser neuen Ostpolitik-Agenda unterzeichnet.
Es war ja darum gegangen, dass die sozial-liberale Koalition aus SPD und FDP die Ostgebiete abgeschenkt hatte, also Ostpreußen, Westpreußen und Schlesien, die aber ohnehin entweder polnisch oder sowjetisch geworden waren. Das geschah für eine Aussicht auf Frieden und für eine Annäherung an den anderen deutschen Staat, die DDR. Ohne dem, wäre später die Wiedervereinigung zumindest komplizierter geworden, als es dann Helmut Kohl gelungen war - um bei deinem Ausdruck (Machtpolitiker) zu bleiben, Frankreich, der UdSSR und Großbritannien mit seinen 10 Punkten zur Wiedervereinigung Deutschlands zu zeigen, wo der Hammer zu der damaligen Zeit hing. Thatcher war not amused.
Also der Hammer hing nicht nur immer bei den USA, sondern oftmals war es auch unsere Innenpolitik. Die USA standen zu der Zeit für Freiheit und unterstützen das natürlich gegen die Apparate der Staaten des Warschauer Paktes wie keine andere Macht des Westens. Aber der Hammer hing dann auch wieder bei den Bürgern der DDR, die 1989 die Schnauze voll, auf die Straße liefen.
Auch wurde in den Merkel-Jahren eine Abstimmung zur gleichgeschlechtlichen Ehe ohne Fraktionszwang zum Paradebeispiel, wo in der Demokratie der Hammer auch hängen kann - nämlich beim Volk.
Es würde jetzt hier in diesem thread zu weit führen, dazu ausfühlich zu antworten, aber passend zum Thema zitiere ich den damaligen Präsidenten Reagan: „Mr. Gorbachev tear down this wall“.
Das war 1987, also bevor die Bürger auf die Straße liefen.
Die Demokraten in den USA standen im Grunde immer für einen Einfluss, der nicht überall Zustimmung fand, weil manche Staaten sich bevormundet fühlten, die Demokratie nach amerikanischem Vorbild anzunehmen.
Das ist dann der Schritt zu weit. Aber aus einer lebendigen Demokratie heraus auf andere Staaten zuzugehen, oftmals war das im Kern der Motor der beidseitig die Westbindung der BRD unterstützt hatte - und auch Anklang anstatt Protest in der Welt fand, wenn die USA ihren Einfluss von McDonald’s und Coca-Cola oder Rock’n’Roll geltend gemacht haben.
Schade, dass jetzt so eine Tröte in Washington sitzt.
Kennedy sagte viele Jahre vorher: “ Ich bin ein Berliner!”
Du merkst doch daran, die Amerikaner lieben die Show. Ich bin mir unsicher, ob die Worte Reagans 1987, die Bürger in der DDR 1989 - in einer Leipziger Kirche fing es an, mit den Kerzen in der Hand noch beflügelt hatten.
Die Worte Reagans waren aber trotzdem historisch. Es gab ja damals auch schon die Hoffnung, dass Gorbatschow anders wie seine Vorgänger besser für den Westen ist.