Jede Regierung wird "versagen"- jedenfalls in den Augen der Wähler

Die eigentliche Ursache (Schuld) steht ganz am Schluss des Artikels:

Dazu kommt die günstige Miete: 500 Euro warm zahlten er und seine Frau für 67 Quadratmeter.

Bei diesen Mieten ist es kein Wunder, dass der Eigentümer insolvent ist. Die Privatisierung ist da nicht Schuld, auch eine Genossenschaft könnte von den Mieten die Kosten nicht bestreiten.

Wieso, fast sämtliche Kosten der Vermieter werden doch durch die Nebenkostenabrechnungen bei den Mietern zurückgeholt, sogar Grundsteuern und evtl. Deichverbandsgebühren, wenn dies im Mietvertrag extra erwähnt wird.

Ansonsten können die eingenommenen Mieten auch teilweise für evtl. Sanierungen etc. auf die Seite gelegt werden.

Aber dann müsste sich so mancher Privatier vielleicht einen Nebenjob suchen oder auf einen Urlaub verzichten. :grinning_face:

du musst schon richtig lesen

Da steht „warm“.

Heißt, incl. Heizung. Da wird nicht mehr viel an Umlagen abgerechnet.

1 „Gefällt mir“

500 Euro Warmmiete ist auch wirklich ein Traum, finde die erstmal.

Die Realität sieht anders aus.

Erstens stimmt das nicht, es gibt genügend Kosten (Instandhaltung), die nicht umgelegt werden können und zweitens steht oben „warm“, da ist der große Brocken Heizung und Warmwasser bereits enthalten

Nenne mir einen Grund, warum jemand auf seine Urlaubsreise verzichten sollte, um seinem Mieter eine billige Wohnung anzubieten?

In dem Fall aber gehören die Häuser keinem Privatier, sondern einem insolventen Unternehmen. Die Insolvenz hat Gründe.

Wenn Wohnungen keinen „Profit“ abwerfen, werden sie nicht gebaut und der Bestand wird nicht saniert und instandgehalten. Du weißt, wie die Wohnungen nach der Wende in Ost-Berlin ausgesehen haben? Das passiert, wenn die Wohnungen niemandem gehören.

Es ist eine Illusion zu glauben, wohnen nach unseren Standards könne billig sein. Irgend jemand muss zahlen.

1 „Gefällt mir“

Dieser Satz ist so abgrundtief dumm … unfassbar.

„Dumm“ ist ja bekanntlich Dein Lieblingswort.

Wirklich dumm ist nur, wenn man so dumm ist und nicht bemerkt, wenn es sich um Sarkasmus oder einen Witz handelt.

Tja, irgendjemanden muss diese auch bezahlen und vor allem auch können.

Hast Du Dich eigentlich mal im jetzigen Wohnungsmarkt umgeschaut?

Mein Mann ist 81 Jahre alt und wir haben 2 Hunde.

Unsere jetzigen Vermieter verkaufen ihr Elternhaus (Zweifamilienhaus) und aufgrund der zu erwartenden Eigennutz-Kündigung durch evtl. Käufer suchten wir eine bezahlbare Wohnung im Erdgeschoss zumindest mit Terrasse.

Unser Name ist leider nicht „Rockefeller“ :grinning_face: (Achtung Witz!) und in unserem Alter muss man tatsächlich einkalkulieren, dass man vielleicht irgendwann die Wohnung alleine bezahlen muss. Ist halt so. :pensive_face:

Bei den meisten angebotenen Wohnungen wäre die komplette Rente meines Mannes futsch.

Beispiel (habe ich gerade erhalten):

Dieses Angebot habe ich bei ImmoScout24 gefunden:
https://www.immobilienscout24.de/expose/159983202?utm_medium=social&utm_campaign=expose_sharing&utm_content=expose_toolbar&utm_source=other&referrer=taf

    Details

Kaltmiete 15 €/m²: 1.275 €
Zimmer: 3
Wohnfläche: 85 m²
Warmmiete: 1.635 €

Andreas-Bräm-Straße 45b
47506, Neukirchen-Vluyn

Das beste was ich gesehen habe:

Eine tolle Neubauwohnung, wohlgemerkt auch noch auf dem Lande, mit Fußbodenheizung, Wärmepumpe etc., aber mit einer Warmmiete i.H.v. 2.500 Euro.

Bei preiswerteren Wohnungen braucht man in der Regel oft einen Wohnberechtigungsschein, nur dumm, wenn man tatsächlich keinen bekommt, weil man etwas über den Regelsatz zur Verfügung hat.

Fast 2 Jahre haben wir gesucht.

Jetzt haben wir tatsächlich eine gefunden, aber sie ist uns quasi zugeflogen, weil ich auf Facebook einen Aufruf in vielen privaten Gruppen in der Umgebung gestartet habe. Ab und an sind auch die Sozialen Medien nützlich.

Es ist zwar eine Altbauwohnung mitten auf einem kleinen Pferdehof, völlig ländlich gelegen in einer Anliegerstraße, zwar ohne Keller, leider nur DSL-Anschluss möglich, Fernsehen über Satellit, aber mit einer großen Terrasse und einen großen pflegeleichten Garten und wir zahlen nur 10 Euro mehr wie jetzt. Wir haben leider keine Wärmepumpe, sondern Ölheizung, aber im Wohnzimmer steht tatsächlich noch ein alter Pelletofen, der noch funktioniert. Man muss auch mal Glück haben.

Mittwoch findet der große Umzug statt.

Ehrlich, zwischendurch hatte ich tatsächlich Zukunftsängste und Panikattacken, weil ich nicht wusste, ob wir jemals etwas passendes und bezahlbares finden würden.

Jetzt mache ich nur noch 3 Kreuze, wenn alles vorbei ist und ich freue mich auf die Ruhe auf dem Lande mit meinem Mann und den Hundis.

Und wie sieht es in den Großstädten aus?

Meine Tochter wohnt mit Mann und Kind in Köln in einer 4-Zimmerwohnung (sie arbeiten beide teilweise im Home-Office und brauchen ein Arbeitszimmer) und müssen jeden Monat über 2.000 Euro blechen.

In München und Umgebung wirst du keine solche Wohnung zu dem Preis bekommen.

1 „Gefällt mir“

Also noch teurer und bedeutend schlimmer.

Wenn man dann bedenkt, wie hoch muss dann das monatliche Einkommen sein, um noch nebenbei den Lebensunterhalt, Auto etc., und die restlichen Kosten zu bezahlen.

Anderes Beispiel, auf Anhieb ohne lange Suche:

https://www.immobilienscout24.de/expose/170255145?referrer=HYBRID_VIEW_LISTING&searchId=8bb5a60d-d0d6-3e90-a2c6-fccdeed37ff9&searchType=district&fairPrice=FAIR_OFFER#/

Schöne, helle und gut aufgeteilte 4,5 Zimmerwohnung mit 2 Badezimmer und Garage.

46487 Wesel, Wesel (Kreis)

620 €

Kaltmiete 7,29 €/m²

4

Zi.

85 m²

Fläche

890 €

Warmmiete

Man muss ja als Rentner nicht in München wohnen. Ich bin aus dem Großraum München weggezogen, weil ich woanders für das gleiche Geld mehr bekommen habe.

Offensichtlich geht es. Z. B. zwei Personen beide gutverdienende.

Es gibt ja auch einige, die in kleineren und günstigeren Wohnungen leben. Dann gibt es auch die, die einen Mietvertrag schon seit vielen Jahren haben und die „bösen Vermieter“ die Miete zurückhaltend erhöhen.

Solange man noch körperlich fit und geistig flexibel ist, lässt sich so ein Neustart gut bewältigen. Andererseits soll man aber ja auch noch so lange arbeiten, bis man es nicht mehr ist… :thinking:

Plädierst du gerade für Rente mit 80?

Ich plädiere für einen flexiblen Renteneintritt.

Nein, man MUSS sicher nicht als Rentner in München wohnen, aber man möchte auch nicht nur deshalb seinen angestammten Wohnort verlassen und seine ganzen sozialen Kontakte abbrechen, weil man Rentner geworden ist. Und wohin soll denn ziehen? Wo wird es billiger? Der Bereich mit hohen Mieten, der sich um München zieht, ist riesig. Da muss man schon sehr weit Richtung Norden und aufs Land ziehen, um auf niedrigere Mieten hoffen zu können. Aber auf dem Land gibt es aber oftmals keine Mietwohnungen und sofern man doch eine findet, gibt es weder Geschäfte noch Ärzte, noch eine Apotheke in der Nähe , und natürlich gibt es auch keinen ÖPNV.

In Berlin ist wahrscheinlich nicht anders. Da muss man dann in die AfD-Steppe ziehen.

Ja, in München (Berlin etc.) ist die Mietsituation echt schlimm. Inzwischen steigen die Mieten aber nicht mehr. Sie verharren auf sehr hohem Niveau und werden dort auch noch für längere Zeit bleiben. Viele Wohnungen sind erst kürzlich gebaut bzw. erneuert worden. Bei den Besitzern, auch bei denen, die erlebt haben wie der Wert ihrer Wohnung in den letzten Jahren explodiert ist, haben sich gewisse Vorstellungen festgesetzt, von denen sie erst einmal nicht lassen werden. Außerdem kann man ja auch einen Leerstand steuerlich absetzten. Es wird also ggf. mehrere Jahre dauern, bis sich am Mietwohnungsmarkt etwas tut - wenn überhaupt. Vielleicht verharrt der Markt auch nur auf dem jetzigen Plateau, und beginnt dann irgendwann wieder zu steigen.

1 „Gefällt mir“

Man kann häufig einfach in seiner alten Wohnung bleiben. Die Mieten im Bestand steigen in der Regel nicht so stark, wie bei Neuvermietungen.

Außerhalb des S-Bahn-Bereiches wird es deutlich billiger.

Es wird dich überraschen zu hören, aber auch auf dem Land gibt es Apotheken und Ärzte in der Nähe.

Und es gibt außerdem viele Städte, in denen Wohnen billiger ist.

Es gibt also nur München, Berlin und AfD-Steppe?

Ja, es gibt bedauerliche Härten in unserem Land („seine ganzen sozialen Kontakte abbrechen“), wir haben ein sehr gut ausgebautes Sozialsystem um vieles davon abzufedern. Gegen alle Unbillen der Gesellschaft werden wir die Menschen aber nicht schützen können. Und wer sich aus irgendeinem Grund eine Wohnung in einem nachgefragten Ballungszentrum, in dem fast alle leben möchten, nicht mehr leisten kann, muss eben in den sauren Apfel beißen.

Ich sehe das Problem, für Arbeitnehmer, die außerhalb keine Stelle finden, da müssen wir Lösungen finden (Neubau fördern z.B.), aber zugespitzt formuliert, es gibt kein Recht auf ein Seegrundstück am Starnberger See.

Es sollte auch kein Recht auf Privateigentum an Wohnraum geben, mit dessen überteuerter Vermietung sich die Eigentümer eine goldene Nase verdienen, um selbst als Rentner ihre Villa am Starnberger See allein weiter bewohnen zu können und dort ihre sozialen Kontakte zu pflegen.
Die können auch in ne Hütte auf ein Dorf in Sachsen Anhalt ziehen, anstatt den Jungemanagern ihren angemessenen Wohnraum zu nehmen. Ihre persönliche, unterbezahlte, illegale osteuropäische Altenpflegerin wirds nicht interessieren, wo sie ihre Fronarbeit verrichtet.

Ein bemerkenswerte Aneinanderreihung abgedroschener Klischees. Bravo.

1 „Gefällt mir“