Israelkritik? Ja! Antisemitismus? Nein!

Wenn jemand Kritik an der Politik und der Kriegführung des Staates Israel übt, gibt es oft Stimmen, die dem Israelkritiker Antisemitismus vorwirft. Dabei sind Israelkritik und Antisemitismus zwei verschiedene Dinge. Man sieht es schon daran, dass es auch Juden gibt, in Israel und anderswo, die die israelische Regierung kritisieren.

Denn Kritik an einer Regierung, ob die eigene oder die eines anderen Staates, muss in einer Demokratie immer erlaubt sein, sofern es sich Kritik an der konkreten Politik einer Regierung und keinen Hass gegen das Staatsvolk handelt. Und an der Politik der Regierung Netanyahu gibt es viel zu kritisieren. Israel hat natürlich das Recht, sich gegen Terrorangriffe zur Wehr zu setzen. Aber was das Netanyahu-Regime seit drei Jahren im Gazastreifen betreibt, geht über das Maß legitimer Verteidigung gegen Terrorismus weit hinaus. Es handelt sich um einen Vernichtungskrieg gegen das palästinensische Volk mit dem Ziel, den Gazastreifen zu entvölkern und dauerhaft dem Staat Israel einzuverleiben – das gleiche Ziel, das die israelische Regierung und die israelische Armee im Westjordanland betreibt.

Das ist einer Demokratie, wie Israel beansprucht, eine zu sein, absolut unwürdig. Tatsächlich ist Israel keine echte Demokratie, sondern eher eine Militärdiktatur mit demokratischer Fassade, in der Dinge wie Wirtschafts- und Sozialpolitik demokratisch ausgehandelt werden, der Sicherheitsapparat aber ein Staat im Staate ist, der den Palästinensern elementare Menschenrechte verweigert, eine imperialistische Herrschaft über das Westjordanland ausübt und über den Gazastreifen anstrebt, und zu allem bereit ist, wenn die zivile Regierung nicht mitzieht, wie man im Mordfall Yitzhak Rabin gesehen hat.

Dennoch hat Israel wie jede Nation ein Recht auf Existenz, Frieden und sichere Grenzen. Aber die Besatzungspolitik im Westjordanland und der Krieg im Gazastreifen schaffen weder sichere Grenzen noch Frieden. Israel muss sich aus beiden Gebieten zurückziehen und den Palästinensern einen eigenen Staat zubilligen. Krieg schürt nur Hass und stärkt diejenigen Fraktionen unter den Palästinensern, die Israel vernichten wollen. Israel das Recht auf Existenz, Frieden und sichere Grenzen abzusprechen ist Antisemitismus; Kritik an der Politik der israelischen Regierung ist es nicht. Wenn Israel eine Demokratie sein will, dann muss es seine Armee und seinen Geheimdienst unter zivile demokratische Kontrolle stellen und den Palästinensern die Menschenrechte gewähren, die es seinem eigenen Staatsvolk gewährt.

Das bedeutet, die jüdischen Siedlungen im Westjordanland zu räumen und das gesamte Westjordanland der Palästinensischen Autonomiebehörde zu übergeben. Das bedeutet, den Krieg im Gazastreifen einzustellen und auch diesen der Palästinensischen Autonomiebehörde zu übergeben. Das bedeutet, die Palästinensische Autonomiebehörde als palästinensischen Staat anzuerkennen, und eine internationale Friedenstruppe mit UN-Mandat aufzustellen, die die Sicherheit beider Staaten garantiert. Es empfiehlt sich des weiteren, eine israelisch-palästinensisch-jordanische Wirtschaftsgemeinschaft einzurichten, mit einem Handelsabkommen mit der Europäischen Union. Das bedeutet aber auch im Umkehrschluss für die Palästinenser, terroristische Angriffe auf Israel und seine Bürger zu unterbinden. Und für die Sympathisanten der Palästinenser weltweit, in keiner Weise mit Terroristen zu sympathisieren. Denn Terrorismus ist durch nichts zu rechtfertigen, und Sympathie für palästinensischen Terrorismus ist Antisemitismus.

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Im Prinzip ja, aber du unterschlägst zwei wichtige Punkte

  • Nicht nur Israel sollte Bedingungen erfüllen, sondern auch die Palästinenser. Dazu gehört vor allem die Anerkennung des Existenzrechts für den Staat Israel.

  • Du forderst, den Gaza-Streifen an die Palästinenser-Behörde zu übergeben. Das ist kaum machbar, da im Gaza-Streifen die Hamas herrscht, abgesehen von der momentanen, teilweisen Besetzung durch Israel. Die Forderung wäre also nicht nur an Israel, sondern auch an die Hamas zu richten. Und auch sie müsste das Existenzrecht Israels anerkennen.

Daran dürfte dein schöner Plan scheitern.

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Du hast Recht, auch die Palästinenser müssen Bedingungen erfüllen, unter anderem müssen sie das Existenzrecht Israels vorbehaltlos anerkennen und muss die Hamas entwaffnet und aufgelöst und müssen ihre Funktionäre vor Gericht gestellt werden.

in welchen geographischen Grenzen? Der Teufel steckt im Detail - zum Beispiel in Ost-Jerusalem.

Beinhaltet das auch die alleinige Hoheit über die natürlichen Ressourcen (z.B. Trinkwasser) dieses Gebiets?

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Wie sieht es dort jetzt eigentlich aus? Weiß das jemand?

Ist der Gazastreifen noch bewohnbar?

Google hat kürzlich aktualisierte Satellitenbilder in Maps und Earth eingepflegt … man kann kann an den einzelnen Geschäften (die Google zynischerweise als „vorübergehend geschlossen“ markiert) auch noch Fotos von früher finden.


Screenshot vom Norden Rafahs

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Da kann ich Dir nur zustimmen. Die Gleichsetzung geschieht aus politischem Kalkül. Sowieso ist in der BRD derzeit de facto, jede israelkritische Äußerung, der nicht sogleich ein Verweis auf das Attentat vom 7. Oktober folgt, des Antisemitismus verdächtig. Wie schön sich mit Antisemitismus Politik machen lässt, sieht man auch gerade am Fall Berlin. Nichts bringt die Politikerblase mehr in Wallung.

Wenn’s um Israel geht, gilt anders Recht und angesichts der 10Tausende von toten Frauen, Kindern und Greisen in Gaza zuckt man mit den Schultern und konstatiert: „Selbst schuld! Die hätten ja der Hamas die Gewehre wegnehmen können. Ach was! Die sind ja sowieso alle gleich“. Und auch wenn der israelische Sicherheitsminister Ben-Gvir fordert, dass man im Gaza-Streifen pro Nacht 30-40 - nicht nur militante - Palästinenser töten solle, weil sie das Leben nicht verdient hätten (=lebensunwertes Leben sind), gibt es hier nur ein kurzes Stirnrunzeln . Dann folgt umgehend der Verweis auf die Hamas und das Selbstverteidigungsrecht, dass Israel in jedem Fall in Anspruch nehmen dürfe. (Man sagt als um Sinne von Ben-Gvir und in Anlehnung an die dunkle deutschen Vergangenheit nicht anderes als, dass es lebenswertes und weniger lebenswertes Leben gibt)

Ich habe die Hoffnung inzwischen aufgegeben, dass die deutsche Politik in näherer Zukunft in Hinsicht auf Israel erwachsen werden wird. Da müssen noch Jahrzehnte ins Land gehen. Irgendwann werden sich mutige Historiker der Thematik annehmen. Vielleicht werden zuerst nicht-deutsche Historiker diesen Schritt tun.
Man sollte in diesem Zusammenhang auch nicht vergessen, dass die mangelnde Kritikfähigkeit bezüglich der Vorgänge in Israel damit zusammenhängt, dass es 1945 nicht wirklich zu einem Bruch mit der Nazivergangenheit gekommen ist. Tatsächlich gab es ja eine große personelle Kontinuität. Sicher die oberste Riege der Naziverbrecher hat man vor Gericht gestellt, aber Nazigrößen ab der zweiten Hierarchieebene bewerkstelligten ohne Probleme ihre Rückkehr in hohe Position in Staat und Gesellschaft der jungen BRD. Israel schwieg dazu. Man brauchte Waffen für den Kampf gegen die arabischen Nachbarn. Diese Waffen liefert die Adenauer-Regierung (bis zum 6-Tage-Krieg blieb Deutschland Israels größter Waffenlieferant) als Wiedergutmachung und Schweigegeld. An diesen Deal möchte heute niemand erinnert werden. Und schon gar nicht mag man jemanden an die Legenden rühren lassen, die sich um bestimmte Politiker der jungen Bundesrepublik ranken.

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Du rührst hier munter alles zusammen und bedienst dich des alten Tricks, um einen wahren Kern herum Legenden zu stricken.

Kalkül von wem?

Nein, man zuckt nicht mit den Schultern, wir hatten hier intensive Debatten dazu. Auch wenn ich anfangs angesichts der vielen, noch festgehaltenen Geiseln eine Berechtigung des Einmarsch in Gaza sah, so hat sich doch bei mir zunehmend der Eindruck einer maßlos übertriebenen Gewalt verfestigt, bis hin zu eventuellen Kriegsverbrechen. Ich glaube, vielen in deutschalnd ging es ähnlich. Dein Schulterzucken ist rein Polemik.

Eine vollkommen haltlose Behauptung. Wer ist „man“? Es gibt kaum einen Deutschen, der Ben-Gvir auch nur ansatzweise zustimmt.

Adenauer hat das bewusst in Kauf genommen, nicht weil er wieder einen Nazi-Staat errichten wollte, nicht weil er Mitleid mit ihnen hatte, er was alles andere als ein Freund der Nazis. Aber er brauchte Fachleute, um einen Staat, der am Boden zerstört war, wieder aufzurichten. Ihm das vorzuwerfen, ist mehr als billig, es ist vollkommen geschichtsvergessen. Oder wie hättest du einen Regierung aufgebaut? Richtige Gesinnung vor Kompetenz auf allen Ebenen?

Es gibt zu dem Thema Untersuchungen und Studien, hier stellvertretend ein Link: Westdeutsche Beamtenelite nach 1949 - Wie Altnazis und Mitläufer den neuen Staat aufbauten

„Wir haben sogar gelernt, dass die Gründung der Bundesrepublik, oder ihre Entwicklung, nicht zuletzt mit Hilfe von ehemaligen Nazis erfolgreich war, die bereit waren, dem neuen Staatswesen zu dienen, ihm oft sogar Modernisierungsimpulse gegeben haben oder auch leichter lenkbar waren, weil ihre Loyalität jetzt dem neuen Staat in besonderer Weise galt, um die eigene Belastung aufzuheben.“

Der Erfolg hat Adenauer recht gegeben.

Anscheinend wäre es dir lieber gewesen, die arabischen Staaten hätten die Juden ins Meer getrieben.

Ich bin mir nicht sicher, ob das bei dir noch Israel-Kritik ist.

Hier ein Veranstaltungshinweis zum Thema:

22. Oktober 2026 von 18:00 bis 19:30 Uhr

Der Zustand der Demokratie: Israel vor den Wahlen
mit dem Soziologen und emeritierten Historiker Moshe Zuckermann

In Israel ist der Wahlkampf vor den anstehenden Knesset-Wahlen im Oktober in vollem Gange. In unserer nächsten Veranstaltung werfen wir einen Blick auf die parteipolitischen Protagonisten
und ihre ideologische Interessenlage, mögliche Wahlentscheidungen der Wähler*innen, sowie daraus entstehende Zukunftsszenarien. Beleuchtet werden außerdem die Funktion und Wirkung des genozidalen Krieges in Gaza und der Konfliktlage der Großregion, sowie die Rollen der israelischen Zivilgesellschaft sowie externer Akteure. Mit Blick auf den Zustand der Demokratie in Israel stellt sich dann die Frage: Was können hilfreiche Beiträge aus der deutschen Zivilgesellschaft sein?

Moshe Zuckermann wurde 1949 in Tel-Aviv geboren. Lebte zwischen 1960 und 1970 in Deutschland (Frankfurt am Main). Nach der Rückkehr nach Israel Studium der Soziologie, Politologie und Geschichte an der Universität Tel-Aviv.
Lehrte seit 1990 am Cohn Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas
2000-2005 Direktor des Instituts für Deutsche Geschichte
2009-2013 akademischer Leiter der Sigmund-Freud-Privatstiftung in Wien.
Seit Oktober 2017 emeritiert.
Forschungsschwerpunkte: Geschichte und Philosophie der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften; Frankfurter Schule; Ästhetische Theorie und Kunstsoziologie; der Einfluss der Shoah auf die politischen Kulturen Israels und Deutschlands.

Anmeldung Online-Seminarreihe | IPPNW.DE

Schon in den Tagen unmittelbar nach dem 7. Oktober machte die IDF kein Geheimnis daraus, dass sie keinen Stein auf dem anderen lassen werden.

Nur wenigen Wochen später war die Beweislast ausreichend groß um Anklage wegen Völkermord am IGH zuzulassen - inklusive einstweiliger Verfügungen, die Israel allesamt ignoriert hat.

Jetzt zu behaupten da hätte sich langsam eine andere Lage abgezeichnet ist Heuchelei vor dem eigenen Gewissen. Jeder der Augen im Kopf hat konnte und musste sehen was die letzten Jahre in Gaza geschah. Dank YouTube, Twitter und Co waren wir alle live dabei.

Wer Augen im Kopf hat kann übrigens auch ganz aktuell diesen Film im Kino sehen:

nichts für schwache Nerven, aber wer noch immer Waffenexporte nach Israel befürwortet sollte zumindest wissen, welche „Werte“ damit „verteidigt“ werden.

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Das wurde ausführlich diskutiert. Müssen wir nicht erneut machen.

Es gibt starke Hinweise auf Kriegsverbrechen, aber nicht auf Völkermord. Ist auch schon rauf und runter diskutiert worden.

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Ja, vieles ist hier zu dem Thema schon diskutiert worden.

Eins fehlt aber noch:

@XXXX wie ist dein Konzept zum Umgang mit gewalttätigem Islamismus?

Ein Krieg endet entweder mit einem Waffenstillstand oder einer Kapitulation.
Und wenn eine Seite keinen Waffenstillstand will, geht ein Krieg eben bis zu einer Kapitulation weiter. Die Toten während dieser Zeit gehen auch auf die Kappe der Seite, die miltärisch keine Chance mehr hat und nicht kapituliert. Hier die Hamas.
Wobei Netanjahu wohl an einer Kapitulation der Hamas aus meiner Sicht auch kein Interesse hat zur Zeit.

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Das ist allgemeines Gerede. Kannst Du konkretisieren, was Du mit „alten Tricks“ meinst . Worum handelt es sich? Und über welche Legenden sprichst Du. Auch hier bitte eine klare Erklärung, mit der man etwas anfangen kann.

Das Kalkül besteht darin, man versucht, die Tatsache, dass im Gaza-Streifen in einem teilweise religiös verbrämten, ziellosen israelischen Rachefeldzug ca. nach dem 75’000 Menschen zu Tode gebombt wurden und auf der Westbank jeden Tag Palästinenser von radikalen Siedlern wahllos vertrieben und umgebracht werden zu einer Art Kollateralschaden relativiert wird. Man baut dabei (a) auf die in Deutschland mit Fremdenhass verwobene grassierende Islamophobie und (b) auf die Furcht des Antisemitismus verdächtigt zu werden.

Hauptakteur ist hier ganz klar die Union, aber auch in der SPD und bei den Grünen gibt es Personen, die ins gleiche Horn b

Ich denke, dass inzwischen klar ist, dass die IDF im Gaza Kriegsverbrechen begannen hat, auch wenn diese bestimmte Leute abstreiten. Ich denke Trump und die Reps streiten würden heute noch abstreiten , dass in Abu-Ghuraib Kriegsverbrechen begangen wurden. Darum wird auch der Gerichtshof in DenHaag von den USA nicht anerkannt

(Dies soll übrigens nicht die Verbrechen und Taten der Terroristen entschuldigen. Bei diesen handelt es sich aber um Terrorbanden und Terrornetzwerke und damit per se um Gruppierungen, die Verbrechen begehen.)

Adenauer wurde im wilhelminischen Kaiserreich sozialisiert. Seine Haltung war konservativ-autoritär. Adenauer war in der Seele kein Demokrat. Er wäre mit den Nazis ausgekommen, wenn er nicht Katholik gewesen wäre. Deshalb misstrauten sie ihm.

Die Mär von den Fachleuten gehört zu den Legenden, die sich um Adenauer ranken und bis heute gepflegt werden. Adenauer wusste ganz genau, wen er da zu sich holte, und er wusste genau, was diese Leute von 1933 bis 1945 gemachten hatten. Es gab sicher auch unbelastet Fachleute. Aber diesen Personen misstraute Adenauer, auch weil er gegen die Sozialdemokratien ein tiefes Misstrauen hegte. Es war das Misstrauen, das seiner konservativ-reaktionären Grundhaltung entsprang. Da waren ihm in seinem Umfeld Altnazis schon lieber. Die waren wenigstens keine Kommunisten.

@taegerei auch dein Konzept interessiert mich.
Wie würdest du mit solchen Terrorbanden umgehen, die vom Ausland aus agieren?

(Wie man es nicht machen soll, wissen wir ja nun)

Kann ich.

Wahr ist, dass dies häufig geschieht, es ist auch verständlich, dass manche fundamentalistische Israelis das sagen, aber daraus gleich ein politische Kalkül (von wem eigentlich) zu machen, ist ein solcher Trick und

, wenn du nicht erklärst, wer deiner Meinung nach kalkuliert.

Du weißt schon, dass das Ziel, zumindest am Anfang, die Befreiung der verschleppten Geiseln war? Bei der darauf folgende Eskalation handelt es sich vermutlich um Kriegsverbrechen. Auch die Behandlung der Palästinenser in der West Bank verstößt gegen Menschenrechte. Das wird inn Deutschland von einer Mehrheit auch so gesehen, was mit Antisemitismus nichts zu tun hat.

Also die Union insgesamt als auch Teile SPD und Grüne bauen auf Fremdenhass und Islamophobie?

Ich kann nicht in de Seele Adenauers blicken, sie ist mir auch egal. Aber er hat ganz wesentlich die deutsche Demokratie mit aufgebaut.

Ja natürlich, aber er wußte auch, dass sie sich (aus Opportunismus oder Überzeugung) geändert hatten.

Adenauer war, im Gegensatz zur damaligen Sozialdemokratie gegen den Marxismus, für die Integration in den Westen und hatte große Sorge vor dem real existierenden Sozialismus in der SU. Und das vollkommen zur Recht, wie man an der DDR sieht. Ich sehe das nicht als reaktionär, wo siehst du in seiner Politik reaktionäre Züge?

Jede Gewalt hat eine Ursache - warum die Hamas mit ihrem Extremismus so stark werden konnte wurde hier auch schonmal diskutiert. Man kann diese Ursachen erkennen und bestenfalls frühzeitig abstellen. Ansonsten gibt es zum Umgang mit Gewalt Regeln - innerstaatlich und zwischenstaatlich. Und wenn man überhaupt nicht mehr weiter weiß, kann man sich auch immernoch Hilfe holen (vorausgesetzt man ist selbst an einer Beilegung der Gewalt interessiert).

Damit der IGH vorläufige Maßnahmen erlassen kann, bedarf es der Plausibilität des Vorwurfs. Diese hat das Gericht bejaht. Zu behaupten es gäbe keine Hinweise auf Völkermord ist damit offensichtlich falsch.

gilt natürlich nicht für die Ukraine … so flexibel muss unsere Doppelmoral schon sein :wink:

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Eine Jüdin hat Angst im Interview mit dem deutschen Fernsehen ihre Meinung zu sagen. Sie befürchtet angesichts der ideologischen Debattenverschiebung zensiert zu werden … ist das auch Antisemitismus?

Wie lauten die?