Den Bauern sind speziell die Grünen ein Dorn im Auge und natürlich wollen sie mehrheitlich, genau wie der Verband und ganz besonders deren Präsident Rukwied, möglichst schnell wieder eine CDU-geführte Regierung. Die Streichung der Subvention ist vermutlich nur der Anlass, um die Ampel weiter zu schwächen.
Vielleicht ist es nur eine Verschwörungstheorie, erst bringt die CDU den KTF zu Fall, um die dann notwendigen Subventionsstreichungen für massive Proteste zu nutzen.
„Durch die Streichungen will die Bundesregierung insgesamt 920 Millionen Euro mehr einnehmen.“
Ich mache mal eine milchmädchenmäßige Überschlagsrechnung:
Wenn das auf die Lebensmittelpreise aufgeschlagen würde und wir alle regional essen würden, wären das 920 Millionen geteilt durch 83 Millionen Einwohner, also pro Einwohner 11 € im Jahr.
Ich denke, das müsste gehen.
Du sagst es, und die AfD springt auf (oder umgekehrt), wobei die AfD mir noch mehr Angst macht.
Aufgrund der Forderungen auf Abschaffung der Massentierhaltungen, Pestiziden etc. und in Sachen Artenschutz und Naturschutz sind die Grünen für die Großbauern schon immer ein Dorn im Auge, weil die Gewinne gemindert werden und es an ihren Geldbeutel geht.
Die CDU/CSU hat immer die Lobby der Großbauern unterstützt und der größte Teil der Bauern macht leider bei der CDU sein Kreuzchen, so kenne ich es wenigstens aus meiner Zeit in der Kommunalpolitik auf dem Land.
Gewisse Aussagen in gewissen Telegramm-Gruppen, die nicht privat sind, machen mir allerdings große Sorgen, was am 08.01. in Berlin passieren könnte.
Beispielsweise:
„Die Ampel muss weg!“
„Wir sind das Volk!“
Ich frage mich, warum Ophelia Nick das nicht in den Griff kriegt. Sie ist Staatssekretärin im Landwirschaftsministerium und hat selbst einen Bauernhof. Sie müsste jetzt mit einem guten Angebot an die Landwirte durchstarten (welches nichts mit Diesel zu tun hat).
Sei doch nicht naiv. Bisher hatte immer der Bauernverband das Ministerium in Griff. Warum soll es jetzt andersrum sein?
Und was soll sie anbieten? Geld ist doch keines mehr da. Und selbst wenn die Grünen jedem Landwirt 10.000 Euro schenken würden, wären die noch immer gegen uns.
das ist m.E. auch eine kulturelle Sache.
Vom veganen Lastenradfahrer aus Kreuzberg zum Bauern in der Oberpfalz ist es ein weiter Weg, nicht nur geografisch.
wirklich? was soll die tun? kann die hexen?
eben, mehr nicht.
Na ja …
„Gemeinsam mit einer Freundin betreibt sie eine Schäferei und besitzt einen Biobauernhof, den sie verpachtet hat.“
sie hat vor allem noch ganz andere Sachen
" Ophelia Nick ist Erbin des Technologiekonzerns VoithGmbH & Co. KGaA.[15] Von Mai 2010[16] bis zum 6. Dezember 2017 gehörte sie dem Aufsichtsrat des Unternehmens an.[4][17] Sie war Mitglied im Gesellschafterausschuss der Voith GmbH & Co. KGaA[11] und 2012 Geschäftsführerin der Familiengesellschaft J.M. Voith GbR.[6] 2022 war Nick aufgrund ihrer Unternehmensbeteiligung mit 1,74 Millionen € die Bundestagsabgeordnete mit den höchsten Nebeneinkünften.[18]"
Die lebt aus Sicht eines Bauern wahrscheinlich auf einem anderen Stern.
Dann muss sich aber auch niemand wundern, wenn die Landwirte ihr Kreuz bei der CDU machen. Das hängt dann aber nicht damit zusammen, dass sie dumm wären oder mehr Bildung bräuchten, oder was da immer so an Argumenten aus dem Hut gezaubert wird.
Das ganze Gejammer ist totaler Blödsinn. Ich gehe davon aus das es in den nächsten Jahre sehr schnell auch große E-Traktoren mit 500 PS oder mehr geben wird. Kombiniert mit einer Solaranlage auf dem Scheunendach fährt das Ding praktisch kostenlos (mir dem Strom, den der Bauer sonst für „ein Appel und ein Ei“ ins Netz einspeisen müsste.
Da kommt bzgl, Betriebskosten kein noch so subventionierter Diesel mit.
"Fendt Vario 1050: Mit 500 PS ist das Fahrzeug der derzeit leistungsstärkste Traktor auf dem Markt. Kostet so viel wie drei Porsche 911: Für den Hightech-Trecker müssen ambitionierte Landwirte 322.000 Euro auf den Tisch legen. Quelle:Google Search
Ein echtes Schnäppchen. In der E-Variante sicher noch günstiger, weil der teure Verbrennungsmotor wegällt. Bloß doof, wenn man gerade auf Kredit einen Diesel gekauft hat.
Andersherum wird ein Schuh daraus: Wenn ich mir einen Traktor für 422.000 Euro leisten kann, sind mir doch die paar Euro Subvention egal:
Der durchschnittliche Haupterwerbsbetrieb in Deutschland erhält laut Landwirtschaftsministerium rund 2.900 Euro Agrardieselvergütung pro Jahr. Höfe dieser Kategorie nahmen aber 2022/23 insgesamt 480.000 Euro ein und verbuchten 115.000 Euro Gewinn. Die Subventionen fallen bei diesen Unternehmen also kaum ins Gewicht.
Das Problem ist, wenn Unternehmer etwas auf Kredit gekauft haben.
Seit 2021 ist diese Regierung im Amt, da hätten sie es gleich sagen können wegen der Planungssicherheit. Ich sage ja gar nicht, dass das falsch sei, sondern es ist nur besser, ein bisschen Vorlauf zu haben.
Die Co2-Abgabe kommt ja auch noch dazu. Die war wenigstenst teilweise mit Ansage.
Du erinnerst dich schon noch, daß das ganze Problem erst Ende des letzten Jahres anfing, als die „Bauernpartei“ CDU vor dem Verfassungsgericht gewonnen hat und der Regierung daraufhin zig Milliarden fehlten?
Das „Problem“ dass unsere Partei bei der Landbevölkerung eher so mäßig beliebt ist, kennen wir eigentlich seit langem. Unserer tollen Konzepte für Soziales, Mobilität und Energie sind eben größtenteils an der Lebenswelt der Landbevölkerung vorbei gedacht. Und dass Veggie predigen bei Viehzüchtern und deren Freunde irgendwie aufstößt ist auch verständlich. Unter den Voraussetzungen war es vielleicht etwas naiv sich ins Pulverfass Landwirtschaftsministerium zu setzen. Der Agrardiesel ist nun nur der kleine Funke an dem es sich entzündet.
Ach, das war das einzige Problem? Ist ja interessant, dass gerade du das so siehst.
Ich sehe es als Problem, dass die Landwirtschaft seit ihrer Industrialisierung mit Diesel arbeitet und auch schon vor diesem Urteil alle Vorschläge, wie man das reduzieren könnte, lächerlich gemacht wurden bzw. gar nicht erst weiter darüber nachgedacht wurde. Ein Konzept existiert offensichtlich nicht.
die Frage bleibt doch.
Es macht wenig Sinn, den Bauern E-Traktoren zu empfehlen, wenn es keine gibt.
Ich lese von Prototypen, start- ups usw., aber offenbar noch nichts für den Massenmarkt.
zB
„Noch steht die Serienproduktion des Fendt-e 300 Vario in den Startlöchern. Um mit dem Bau der Elektro-Traktoren zu beginnen, will der Landmaschinenhändler Holland-Utrecht zuerst drei bis fünf Käufer der Traktoren finden. Dann könne laut eigenen Angaben mit der Serienproduktion des Elektro-Fendt begonnen werden. Aufgrund langer Lieferzeiten für einige Komponenten wird sich die Auslieferung der ersten Elektro-Traktoren auf das erste Quartal 2024 belaufen. Als Bruttopreis listet Holland-Utrecht stolze 495.000 Euro, inklusive eines neuen Fendt 314 Vario und dem Umbau auf Elektro-Antrieb.“
136 PS klingt nicht nach viel, es ist ein Umbau, offenbar teuer.
Da würde ich auch noch abwarten.
Fendt bietet jetzt regulär einen E-Traktor an, ist aber ein eher kleines Gefährt:
„Der Fendt e100 V Vario ist mit seiner Leistungsfähigkeit und Wendigkeit perfekt für den Weinbau geeignet. Mit seinem emissionsfreien Antrieb und dem Fendt Variogetriebe ist er nicht nur umweltfreundlich, sondern auch flexibel einsetzbar. Sein Einsatzschwerpunkt liegt auf Laubarbeiten, Bodenpflege (Mulchen), mechanischer Unterstockpflege und in der Erntelogistik.“
Also nach meinem Eindruck nix für den „Normalbauern“, der den üblichen Maisacker bearbeitet