Also wenn D zu 90% ein zusamenhängendes NSG wäre, in das 10% Betoninseln aka Städte eingebettet wären, dann sollen diese Inseln die Vielfalt behindern? Sorry, das ist bislang für mich nicht nachvollziehbar.
Andersrum.. nicht die Fläche macht die Vielfalt sondern die Struktur.
Die 10% „Beton“ sind extrem strukturreich und können daher weitaus artenreicher sein als das Gebiet drumherum..
Wenn man diese Strukturen dann wieder entfernt, geht überproportional viel verloren.
Die Wahrscheinlichkeit, dass auf den wenigen Promille, die geschottert werden, was Seltenes war, ist tatsächlich recht hoch.
Wir könnten eine neue Kategorie zu Erklärungen am Wahlkampfstand aufmachen oder einen neuen thread.
Zu diesem Thema wäre vermutlich der Slogan
„Einfamilienhäuser? Ja bitte!“
oder
„bunte Gärten“
passend.
Die Erklärung für den Skeptiker wäre dann, dass wir für den Artenschutz Biotopverbundysteme schaffen müssen, die nicht voneinander isoliert sind, damit sich die Gene besser austauschen und keine „Inzucht“ entsteht.
Das Wort erklärt eigentlich alles. Um das den Wählern näher zu bringen empfiehlt es sich zum Beispiel bei Veranstaltungen zum Thema ins Gespräch zu kommen.
Vorträge und Vorführungen zu den wissenschaftlichen und praktischen Grundlagen zum Gärtnern oder zum Thema kreative Vorgartengestaltung Pflanzenflohmärkte zu veranstalten machen sich da sehr gut.
Ich befürchte, da müssen wir auch innerhalb der Grünen für Aufklärung sorgen.
Leider befürworten viele Grüne diese Entwicklung wegen des Ziels, neuen Wohnraum zu schaffen.
Pro versiegeltem entnaturisiertem Hektar gibt eine Einzel oder Reihemhaussiedlung unangenehm wenig Wohneinheiten. Mit unzumutbaren Schwierigkeiten die 30 % sozialen Wohnungsbau darin umzusetzen.
Inzwischen ist die Hauptschwierigkeit in Vor- und Kleinstädten Ghettoisierung zu vermeiden.
Für eine gut durchmischte Struktur wären neue Schrebergartenkolonien eine gute Ergänzung.
Auch für Verbundachsen eine gute Grundlage.
Ist schwierig. Im Prinzip ist Verdichtung ja gut. Aber man muss nicht alle Pflanzen wergwerfen und Thujas da hinsetzen. Man hätte die Sachen ja wieder einpflanzen können. Wenigstens teilweise.
Ja, voraus gesetzt, dass dort die Insekten nicht vergiftet werden.
Dort geht es ja Vielen um Ertrag und Ordnung.
Finde ich nicht. Ich finde es zwar gut, Mehrfamilienhäuser statt Einfamilienhäusern zu bauen, aber nur, wenn dann mehr Fläche frei wird. Nicht, wenn die gewonnene Fläche mit weiteren Häusern und Stellplätzen zugebaut wird.
Bereits vor 3 Jahren hat das Land Baden-Württemberg das Anlegen von Schottergärten verboten.
Die Stadt Karlsruhe hat eigens einen Posten geschaffen: eine Beauftragte für Schottergärten und Begrünung. Natur- und Klimaschutz sollen damit vorangebracht werden.
Weil es eben kein Personal gibt, das zu bewachen. Die Leute haben zu 99% keine Ahnung, was sie da machen und wollen so gut und sauber sein, wie der Nachbar.
Eigentlich wächst alles von allein, wenn man einfach gar nichts macht und einmal im Jahr mit einem leistungsstarken Rasenmäher rüber geht, am Besten immer nur das halbe Grundstück, damit die Insekten auf die andere Hälfte fliehen können.
Habe genau die Methode probiert. Da wachsen dann irgendwann nur langweilige, blütenarme Gräser und ab und zu versucht es eine Staude. Obwohl ich eine Blumenmischung ausgesät hatte. Nicht sehr überzeugend.
ich bin kein Experte, aber ich vermute, es kommt auch darauf an, wo man es „einfach wachsen“ lässt.
Wenn nicht von irgendwoher die gewünschten Pflanzensamen antransportiert werden, wachsen diese Pflanzen halt auch nicht.
wir haben einen eher kleinen garten, haben aber gezielt Pflanzen gewählt, die für Bienen, Insekten, Vögel interessant sind, und Nistkästen, Tränken und Bienenhäuser aufgestellt und legen Vogel- und IgelFutter aus. Das funktioniert auch in einer ansonsten eher naturfernen Umgebung.
Die Bienenkästen sind rappelvoll, es brüten Spatzen, Stare, Meisen, und es gibt ein paar Igel.
Nur das Hummelhaus wird nicht angenommen, keine Ahnung warum.
Peter Lustig hatte mal den Tipp gegeben, Mäusekot dort hinein zu tun, weil Hummeln oft in verlassene Mauselöcher gehen. Ausprobiert habe ich das aber noch nicht.
Das ist natürlich vorbildlich. Die Variante „einfach wachsen lassen“ war für die Leute gedacht, die sich nicht drum kümmern wollen.
Das liegt daran, dass viele schöne Blumen (z.B. Klatschmohn, Kamille u.a.) Pionierpflanzen sind. Da müsstest du dann mal umpflügen, gern auch im Zusammenhang mit dem einbau einer Zisterne oder einer Erdwärmebohrung. Dann wachsen sie dort oft von allein, falls die Samen bereits in der Erde sind, oder wenn du sie aussäst.
Aber selbst die „langweiligsten“ Gräser sind interessanter als Schotter mit Plastikmatten darunter.