Eingeschränkte Krankenversicherungsleistungen bei über 80-Jährigen?

Klar, immer. Musste dazu allerding die KI bemühen, weil ich nicht mehr wusste wo ich das gelesen hatte. Ist jetzt etwas länger, aber die Realität ist halt manchmal etwas komplexer.

Frage: stimmt es, dass die höchsten Krankheitskosten in den 5 Jahren vor dem Tod entstehen?

Antwort Gemini:

Ja, das stimmt im Kern, allerdings ist der Effekt im letzten Lebensjahr am extremsten. In der Gesundheitsökonomie wird dieses Phänomen oft als „Death-Related Costs“ (sterbebezogene Kosten) bezeichnet.

Hier sind die wichtigsten Fakten dazu, wie sich die Krankheitskosten vor dem Tod verteilen:

1. Das „letzte Jahr“ ist der entscheidende Faktor

Studien zeigen immer wieder, dass nicht das hohe Alter an sich die Kosten explodieren lässt, sondern die Nähe zum Tod. Ein 80-Jähriger, der noch zehn Jahre vor sich hat, verursacht oft geringere Kosten als ein 60-Jähriger in seinem letzten Lebensjahr.

  • Konzentration: Rund 10 % bis 12 % der gesamten Gesundheitsausgaben eines Menschen fallen allein in seinem letzten Lebensjahr an.
  • Steigerung: In den letzten 12 Monaten steigen die Kosten oft auf das Zehnfache eines „normalen“ Jahres an.

2. Der 5-Jahres-Verlauf

Wenn man den Zeitraum auf die letzten fünf Jahre ausweitet, sieht man eine stetige Kurve nach oben:

  • Die letzten 2–5 Jahre: Hier steigen die Kosten bereits an, meist durch die Behandlung chronischer Leiden (Herz-Kreislauf, Diabetes, Mobilitätseinschränkungen) und die Zunahme von Pflegebedarf.
  • Die letzten 3 Jahre: Diese Phase verursacht bereits etwa 25 % der gesamten lebenslangen Gesundheitskosten.
  • Das Finale: Den massivsten Sprung macht die Kurve in den letzten 3 bis 6 Monaten vor dem Tod, getrieben durch Krankenhausaufenthalte, Intensivmedizin und teure Medikamente.

3. Warum steigen die Kosten so stark?

Die hohen Kosten entstehen meist nicht durch „bewusste“ Lebensverlängerung um jeden Preis, sondern durch die Art der Versorgung:

  • Akute Krisen: In der Endphase kommt es häufiger zu Notfällen, die teure Klinikaufenthalte nach sich ziehen.
  • Multimorbidität: Kurz vor dem Tod versagen oft mehrere Organe gleichzeitig, was eine komplexe und teure Überwachung erfordert.
  • Pflege: Neben den rein medizinischen Kosten steigen die Kosten für professionelle Pflege (stationär oder ambulant) massiv an.

4. Eine überraschende Beobachtung: Kosten sinken bei Hochbetagten

Interessanterweise sind die Sterbekosten bei sehr alten Menschen (über 90) oft niedriger als bei „jüngeren“ Verstorbenen (ca. 70 Jahre).

  • Bei 70-Jährigen wird oft noch mit maximalem technischem Aufwand (Operationen, Chemotherapien) versucht, das Leben zu retten.
  • Bei Hochbetagten rückt oft die Palliativversorgung (Linderung statt Heilung) in den Vordergrund, die meist weniger technikintensiv und damit kostengünstiger ist als die Intensivmedizin.

Zusammenfassend: Die These ist korrekt. Die Nähe zum Tod ist der stärkste Treiber für Gesundheitsausgaben. Ob man 70 oder 90 Jahre alt ist, spielt für die Krankenkasse eine geringere Rolle als die Frage: „Wie viele Monate verbleiben dieser Person noch?“

Da man einer KI nicht vorbehaltlos glauben sollte habe ich noch nach Quellen gefragt:

Zu diesem Thema gibt es eine sehr gute Studienlage. Die Forschung bestätigt, dass die Gesundheitsausgaben nicht linear mit dem Alter steigen, sondern exponentiell mit der Nähe zum Tod.

Hier sind die zentralen Quellen und Studien, die diesen Effekt für Deutschland und international belegen:

1. Die „Health Affairs“-Studie (2017)

Eine der am häufigsten zitierten internationalen Vergleichsstudien (u. a. von der Universität Duisburg-Essen mitverfasst) untersuchte die Ausgaben in neun Ländern, darunter Deutschland.

  • Ergebnis: Auf das letzte Lebensjahr entfallen in Deutschland ca. 9 % bis 11 % der gesamten jährlichen Gesundheitsausgaben, obwohl diese Gruppe weniger als 1 % der Bevölkerung ausmacht.
  • 5-Jahres-Perspektive: Die Studie zeigt, dass die letzten drei Lebensjahre bereits etwa 25 % der gesamten Gesundheitskosten eines Menschen verursachen.
  • Quelle: French, E. B. et al. (2017): „End-Of-Life Medical Spending In Last Twelve Months Of Life Is Lower Than Previously Reported“, veröffentlicht in Health Affairs.

2. Daten des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP)

Das WIP analysiert regelmäßig die Profile von Versicherten und bestätigt die „Kompression der Kosten“ am Lebensende.

  • Ergebnis: Die Kostenkurve verläuft bis zum 60. Lebensjahr relativ flach und steigt danach an – aber der entscheidende Faktor ist die „Sterbekosten-Hypothese“. Sobald der Tod innerhalb der nächsten 12 bis 24 Monate eintritt, schießen die Kosten unabhängig vom exakten Alter in die Höhe.
  • Quelle: WIP (2020): „Auswirkung des Alters auf die Gesundheitsausgaben“.

3. Analysen von Krankenkassendaten (z. B. BARMER/DAK)

Analysen großer gesetzlicher Krankenkassen zeigen detailliert, wohin das Geld im letzten Jahr fließt:

  • Kosten pro Kopf: Während die durchschnittlichen Krankheitskosten pro Kopf in Deutschland bei ca. 5.900 € pro Jahr liegen (Destatis 2022), steigen sie im letzten Lebensjahr oft auf über 40.000 € bis 45.000 €.
  • Verteilung: Fast 50 % dieser Kosten fallen in den letzten drei Lebensmonaten an, primär durch Krankenhausbehandlungen (ca. 55 %) und Arzneimittel (ca. 19 %).
  • Quelle: Aktuelle Auswertungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zu Krankheitskosten und ergänzende Studien (z.B. im Journal of Health Monitoring des RKI).

4. Das „Red-Herring“-Phänomen (Zweifel-Studie)

In der Gesundheitsökonomie wird oft die „Red Herring“-Hypothese (Ablenkungsmanöver) diskutiert. Sie besagt, dass das Alter als Kostenfaktor ein „roter Hering“ ist – also nur scheinbar die Kosten treibt.

  • Kernaussage: Würden wir 120 Jahre alt werden, würden die hohen Kosten einfach erst mit 119 Jahren entstehen. Das Alter ist also nur der Zeitmarker, die Sterbenähe ist die eigentliche Ursache.
  • Quelle: Zweifel, P. et al. (1999/2004): „The Red Herring of Aging“.

Zusammenfassung der Zahlen für Deutschland:

Zeitraum vor dem Tod Anteil an den Gesamtkosten (ca.) Haupttreiber
Letzte 3 Monate ~ 12-15 % Intensivmedizin, Klinik
Letztes Jahr ~ 10-12 % (jährl. Budget) Diagnostik, Akutpflege
Letzte 3-5 Jahre ~ 25 % Chronische Pflege, Medikamente

Wie schön dass es die KI gibt, dann muss man nicht selber denken und schreiben. Vielleicht sollte ich lieber mit der KI diskutieren, als mit dir.

OK- dann gibt mir die KI recht, weil du es nicht willst oder kannst.

Fassen wir zusammen:

Meine These:
Kindern und Jugendlichen gehts schlecht, wir geben zu wenig Geld für sie aus.
Deine Antwort: Stimmt nicht, gucke wieviel Sozialausgaben wir haben.
Meine Antwort: der größte Teil sind Ausgaben für Rente und Gesundheit, aber nicht für Kinder. Gesundheitsausgaben betreffen vor allem alte Menschen
Deine Antwort: wir sind alle nicht so krank und die Gesundheitsausgaben haben andere Ursachen.
Meine Antwort: guck dir die pro Kopf Ausgaben nach Alter an, die Alten verursachen die hohen Ausgaben.
Deine Antwort: Ich frag die KI, ob die höchsten Krankheitskosten in den 5 Jahren vor dem Tod entstehen?

KI sagt: ja!

Gut, wenn wir also über 60% der Sozialausgaben für Rente und Kranke alte Menschen ausgeben, dann stimmt meine Behauptung, dass wir zuwenig Geld für Kinder und Jugendliche ausgeben.
Q.E.D.

Kannst du Gegenargumente schlecht vertragen? Solange ein Argument den Fakten entspricht, ist es doch egal von wo es kommt.

Das ist nicht logisch. Auf was beziehen sich die 60%? Ich vermute auf den Bundeshaushalt? Wenn man sich den gesamten Staatshaushalt anschaut, sind es ca. 40% Und wenn sie auf das BIP bezieht, sind es ca. 30%. Quelle: https://de.statista.com/infografik/34239/sozialleistungen-im-verhaeltnis-zum-bruttoinlandsprodukt-in-deutschland/

Und ein großer Teil der staatlichen Sozialausgaben kommt auch den Kindern zugute. Außerdem erfolgt natürlich die primäre Absicherung der Kinder über die Eltern, nicht über den Staat.

Du vergleichst hier munter Äpfel-Prozent mit Birnen-Prozent. Was du eigentlich sagen willst, ist mir unklar? Dass die Deutschen mehr für ihre Kinder tun sollten?

Was kommt vielleicht als nächstes?

Bitte den Sarkasmus nicht übersehen:

Vielleicht bei den Komapatienten, die vielleicht eine Chance haben wieder aufzuwachen, die Maschinen abstellen, denn, wenn sie irgendwann doch sterben sollten, haben diese zuviel gekostet?

Oder bei schwer behinderten Menschen die Behandlungskosten einschränken, die bekommen eh nicht viel mit? (Sorry)

Und warum gibt es die vielen Organtransplantationen, die Menschen sterben doch eh irgendwann?

Im Grunde braucht es eine komplette Gesundheitsreform, doch da traut sich keiner richtig ran, genauso wie bei der Rente.

Ich bin schon seit Jahren gegen ein sogenanntes “Zweiklassengesundheitswesen”.

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Da bin ich jetzt mal gespannt, was sich Nina Warken und Co. sich jetzt ausgedacht haben.

Das allein hilft nicht viel, weil viele Praxen ohne Privatzahler nicht überlebensfähig wären. Als Folge müssten die Honorarsätze angepasst werden. Dann müsste man auch die Bemessungsgrenze hochsetzen, um mehr Geld in die Gesetzlichen zu pumpen.

Wenn man das macht, sollte man auch an die kostenlose Mitversicherung der Ehefrauen ran, wie ja auch geplant.

Das ist ein ganz zentraler punkt, den man beachten muss - das zeigt aber auch das Dilemma. ein gesetzlich Versicherter ist empört darüber, dass er nicht einem Privatversicherten gleich gestellt ist - übersieht aber dabei, dass gleiche Listung eigentlich auch gleiche Zahlungsbeteiligung bedeutet - ich habe mich mal vor ein paar Jahren ausführlich über das Problem mit meinem Kiefernchirurgen unterhalten. die Hebesätze und der Grundbetrag sind in den letzten - man kann fast schon sagen - Jahrzehnten nicht in dem Umfang gestiegen, wie sie - vor allem auch vor dem Hintergrund einer verbesserten Behandlung - hätten steigen müssen.

Es braucht also mehr Geld für die Behandlung überhaupt, und - sollte man eine Gleichstellung aller Patienten realisieren wollen, auch eine Gleichverteilung der Kosten. Bei weiterhin gleich bleibendem Solidargedanken.

Ich bin trotzdem für diese Änderungen, weil es zwar für sehr viele dadurch deutlich teurer wird - aber es macht transparent, was flächendeckende Gesundheitsversorgung tatsächlich aktuell kostet. Die frage ist, ob das so viele so explizit wissen wollen, oder ob die meisten, die dann mit deutlichen Erhöhungen konfrontiert werden, sich nicht doch lieber in den eigenen Elfenbeinturm zurückziehen, ohne sich mit der Realität auseinander zusetzen.

Was meine Person angeht, so würde ich durchaus deutlich steigende Kosten Inkauf nehmen, da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie unbezahlbar Gesundheit ist, und wie sehr gerade das Thema Solidarität bei Gesundheit notwendig ist (Gesundheit darf keine Frage des Geldbeutels werden!).

Auch dann, wenn dabei der nächste Urlaub gestrichen werden muss (neben all den vielen anderen gestrichenen Urlauben wegen steigender Kosten in anderen Bereichen :slight_smile: . Gesundheit geht deutlich vor (teurer) Erholung - auch wenn wir alle wissen, dass Erholung natürlich auch ein wichtiger Baustein ist, um Gesundheit zu erhalten/verbessern. Natürlich muss man dabei ebenso wie das Ehegattensplitting auch die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern zumindest kritisch hinterfragen

das ist auch so ein Satz … sehr beliebt, aber m.E. an der Realität vorbei.
In unserem System macht es in nahezu jedem Bereich einen Unterschied, wie voll der Geldbeutel ist. Glaubst Du, dass man die Gesundheit davon ausnehmen kann?
Warum?
Versuch mal eine paralle Aussage:
Ernährung darf keine Frage des Geldbeutels werden!
Wohnen darf keine Frage des Geldbeutels werden!
Bildung darf keine Frage des Geldbeutels werden!
Hält alles nicht.

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Auch hier im Forum wird von einigen über die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern nachgedacht. Manche Familien, die bisher ohne auskamen, wären dann auf Leistungen der staatlichen Armutsverwaltung angewiesen. Wer käme dafür auf? Die anderen Beitragszahler. Lars Klingbeil hatte unlängst wieder eine Bezahlung der Kassenbeiträge durch Steuermittel abgelehnt. Es werden weiterhin nur die kleinen Leute und der Mittelstand zur solidarischen Mitfinanzierung der sog. Gesundheitskosten der Bürgergeld- und Grundsicherungsempfängerherangezogen. Die anderen lachen sich ins Fäustchen. Toll!

Doch das Hineinpumpen von immer mehr Geld in dieses bodenlose Fass ist nur das eine Problem. Das andere ist die mangelhafte Effizienz dieses Systems. Nicht nur die medizinische Praxis, sondern auch Forschung und Lehremüssen von den Gewinninteressen so mancher Akteure entkoppelt werden. Ich hatte bereits die erfolgreiche Bekämpfung meiner Herzprobleme angeführt. Da gibt es sicher auch bei anderen Krankheiten manches zu entdecken, sofern dies nicht bereits geschehen ist.

Der Satz ist dann an der Realität vorbei, wenn wir davon ausgehen (und das ist aber leider bei vielen immer noch die Denke), dass “keine Frage des Geldbeutels implizit unterstellt, dass das Dinge enthält, die jenseits einer lebensnotwendigen Grundversorgung liegen. Nun kann man bei einem Blick über den großen Teich auf den Gedanken kommen, dass z.B. Gesundheitsversorgung ein Nice to have wäre. Nicht jeder muss unbedingt krankenversichert sein. Und wenn es keine Tafeln gibt, die die Defizite stattlicher Versorgung aus einem caritativen Gedanken aus der Mitte der Gesellschaft ausgleicht, verhungern eben mehr Leute. (das ist jetzt ein etwas überzogenes Bild.

Es könnte also im Zuge der Verhinderung des schon viel zitierten möglichen Bürgerkriegs “billiger” sein, einen Mindeststandard einzuführen bzw. aufrecht zu erhalten, der ein Überleben jenseits des individuellen Geldbeutels ermöglicht.

Es ist wie immer eine Frage, welche solidarischen Leistungen dazu gehören. Die Vorstellung, ein solches Mindestmaß am aktuellen Mittelstand zu orientieren, ist natürlich überzogen (wenn vielleicht auch immer noch Mainstream).

Wenn wir die allgemeine Schulpflicht aufheben würden (Thema: Mindeststandards in der Bildung), weil es nicht mehr genügend Lehrkräfte gibt und die schulische Infrastruktur zu teuer wird, dann wird sich übrigens evtl. auch die Industrie - die jetzt schon über nachlassendes Bildungsniveau jammert, beschweren.

Ist also der Gedanke eines Mindeststandards in vielen Bereichen gesellschaftlichen Zusammenwirkens wirklich so an der Realität vorbei?

Die findet an zum großen Teil an den Universitäten statt. Da spielt das Gewinninteresse keine große Rolle. Und wenn die die Forschung und Medikamentenentwicklung in der Industrie vom Gewinn entkoppeln würdest, würde die eingestellt werden und es würden nur noch Generika produziert werden.

Und wenn die medizinischen Praxen keine Gewinne machten, müssten die Ärzte und ihre Familien von der Sozialhilfe leben.

Aber ich glaube, wir zahlen in Deutschland, verglichen mit anderen Staaten, zu viel für Medikamente (ist zur Zeit beim Sprit ganz ähnlich). Ich weiß auch nicht, woran das liegt, aber hier sehe ich Handlungsbedarf. Und es gibt sicher noch einige andere Ecken, an denen das System effizienter gemacht werden könnte.

Aus meiner Sicht müssten die Krankenkassenbeiträge der Menschen, die nicht selbst einzahlen, weil es der Staat ihnen ermöglicht, aus Steuermitteln gezahlt werden, also auch die kostenlose Familienversicherung.
Für Bürgergeldempfänger zahlt der Staat aber zum Beispiel viel zu geringe Beiträge in die KV. Wie ist es bei den Asylbewerbern und anerkannten Flüchtlingen?

Also der Staat (das sind wir) soll einer wohlhabenden, gesetzlich versicherten Familie die KV der Frau zahlen? Neben dem Beitrag für die Kinder?

Aktuell zahlt es ja die Gemeinschaft der gesetzlich Versicherten für sie mit.
Mit dem Ergebnis, dass die KV für die über 80-jährigen eventuell nichts mehr tun kann, weil sie dazu zu wenig Geld hat, wie in der Überschrift dieses threads angedacht.

Ja, ich denke, die kostenlose Familienversicherung für reiche Ehefrauen ohne Job müsste der Staat aus Steuermitteln bezahlen, wenn er es für richtig hält, weil er dieses Familienmodell bevorzugen möchhte.

Sarkasmus: Wie wäre es mit einem Gesundheitssystem wie in der USA?

Trump-Fans würden sich garantiert freuen.

Das haben wir ja schon als Parallelsystem bei uns (in Form der privaten KV)

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Wenn man den Kerngedanken der ursprünglichen Fragestellung aufgreift, so könnte man mit Verweis auf die Statistik folgendes vorschlagen:

Die meisten Patienten werden mit Renteneintrittsalter oder etwas davon in der Krankenversicherung defizität - das hängt einerseits mit den geringeren Beiträgen der Rentner zusammen, aber auch mit dem nicht linear steigenden Erkrankungsrisiken. der Vorschlag wäre also nur dann wirklich effizient entlastend, wenn man den Zeitraum vorverlegt: eingeschränkte Krankenversicherungsleistungen für über 60jährige (oder, um die Beiträge gar schrumpfen zu lassen, für über 55-jährige)

Der zweite Punkt ist, dass von den Krankenkassen am meisten Geld für die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgegeben wird - wenn man die Lösungen bei der Zahlmedizin zum Vorbild nimmt, so würde das bedeuten, dass es künftig eine Herz-Kreislauf-Zusatzversicherung geben sollte.

Das Problem an beiden Vorschlägen ist: in beiden Fällen ist der Kreis der Leute, die davon betroffen wären (ohne natürlich betroffen sein zu wollen) zu hoch ist - denn anders als bei den über 80-jährigen, die immer noch eine kleine Minderheit ist, die einfach überstimmt würde, haben wir bei den über 60jährigen doch eine sehr große Minderheit, die dies politisch nicht mittragen würden.

Gleiches gilt für Herz-Kreislauf-Probleme - hier kann jeder zudem sehr viel dafür tun, dass er/sie nicht betroffen ist (viel Sport, nicht rauchen, nicht trinken, gesunde ernährung, kein Übergewicht, etc.), so dass sich eine solche Zusatzversicherung vielleicht sogar sehr in Grenzen halten würde.

Rein intellektuell wären das also Maßnahmen, die, wenn man so was zur Entlastung des Gesundheitssystems diskutiert, viel zweckmäßiger und effizienter wären.

Offenkundig geht es aber bei der Idee, das Gesundheitsystem über den Weg zu entlasten, gar nicht (nur) darum, sondern vor allem, dass die dann davon betroffene Zielgruppe klein genug bleibt. Ist das also als Forderung sinnvoll?

Dafür waren sie lang genug profitabel. Man sollte den Menschen über sein ganzes Leben betrachten.

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:grinning_face:

Wenn es darum geht, möglichst viel einzusparen und gar eine deutliche Entlastung für Beitragszahler (und nicht zu vergessen Arbeitgeberanteil) zu erwirken, dann kann man darauf vielleicht keine Rücksicht nehmen. Schließlich haben wir neben dem Geschrei um das Steigen der Beiträge auch ein Geschrei darüber, das sie Beiträge heute schon viel zu hoch sind (und das das auch unsere Wettbewerbsfähigkeit untergräbt).

Es ist noch nicht einmal so, dass ich diese Vorschläge wirklich umsetzen wollte - aber wir diskutieren doch in diesem Thread darüber, wieder zu bezahlbaren Beiträgen zurückzukehren.

Überdies wird das Defizit in den kommenden Jahren sich noch deutlich erhöhen. Es gelte also, jetzt mit deutlichen Einsparungen die zu erwartenden Kostensteigerungen frühzeitig abzuändern. Schließlich gilt: jedes Defizit zieht eine zusätzliche Zinsbelasrung nach sich (irgendwo muss das aktuell fehlende Geld schließlich herkommen). Der dafür notwendige Einschnitt muss also weit über das hinaus gehen, das “nur” die steigende zusätzliche Unterfinanzierung gestoppt wird. Oder verstehe ich da was falsch?

das ist machbar, ist aber was anderes als

Aber auch wenn der Staat (wie auch immer) eine medizinische Mindestversorgung für alle garantiert, ist und bleibt Gesundheit eine Frage des Geldbeutels.
Weil dann jeder, der es sich leisten kann, sich Zusatzleistungen kauft, zB über eine Versicherung. Die Mindestversorgung wird ausreichend Lücken haben, die man mit privatem Geld füllen kann. Wenn die staatliche Versorgung keine Haut- oder Darmkrebsvorsorge bezahlt (oder nur alle 10 Jahre), zahle ich gerne die nötigen Untersuchungen aus eigener Tasche.
Und so wird das im Zweifel immer sein.

Deshalb ist der Satz

an der Realität vorbei.
Gesundheit ist (wie fast alles) auch eine Frage des Geldbeutels.
Ich vermute, dass Bildung und Intelligenz noch wichtiger dafür sind, aber das ist ein anderes Thema.