Und ich sehe es auch wiederum anders:
Hat uns Gewalt nicht in diese Situation bereits geführt, die Gewalt vieler und großer Kriege, ist dadurch etwas besser geworden? Nein, versuchen wir also etwas anderes, analog zu der Zukunft mit regenerativen Energien.
Ihr Vorschlag massivster, militärischer Abschreckung beinhaltet doch dreierlei.
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Zur Umsetzung der Drohung müsste die Nato letztendlich bereit seien, der Ukraine militärisch mit eigenen Truppen zu helfen und notfalls selber Atomwaffen einsetzen.
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Die Gefahr einer militärischen Eskalation ist bereits heute vorhanden und würde drastisch durch die Umsetzung Ihrer Vorschläge und gegenseitige Provokationen unermesslich steigen, zumal es am Rande eines bereits heißen Kriegsgeschehens mit klarer Parteieinnahme geschehen würde.
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Würde die Nato nach einem Truppenaufmarsch und der Verlegung von Atomwaffen zur russischen Grenze in der Hitze der militärischen Androhung Verhandlungen anbieten und Putin sagt dann „Nein“, wie eskalieren wird dann noch, um der Ukraine zu helfen?
Ich merke bereits bei der Vorstellung wie meine Gedanken von gerade noch geradezu verpuffen. Wieviel Propaganda und Kriegsgerede haben wir bereits heute schon von beiden Seiten, die uns einen klaren Verstand rauben? Sollen wir dem Narrativ von Putin folgen und am Ende wirklich, wie er es vorhergesagt hat, uns mit Gewehren gegenüberstehen? Mich erinnert das an irgendwelche Filme in denen die Armeen gegenüberstehen und hasserfüllt noch kurz überlegen, bevor sie sich gegenseitig angreifen.
Zurück zur Vernunft: In Verhandlungen laufen 80 % nach dem subjektiven Empfinden, das bedeutet, wenn erstmal Verhandlungen stattfinden bedeutet das bereits ein Vertrauensgewinn. Putin hatte entgegen der Erwartung von 2014, als im Westen wenige sich wirklich dagegen gestemmt hätten, damals nicht die ganze Ukraine einkassiert, sondern war auf die Minsker Verträge eingegangen. Hätte er das Interesse verfolgt, die ganze Ukraine einzunehmen, hätte er damals nicht unterschrieben. Der Druck auf ihn den es damals gab war ungleich niedriger als heute, aber er hatte unterzeichnet. Kein Vorwand - er hätte auf die süffisante Art Merkels vor einigen Monaten nicht so gereizt reagiert, diese Abkommen hätten der Ukraine auch die Möglichkeit gegeben sich aufzurüsten.
Dem „Spiegel“-Bericht zufolge glaubt Merkel, beim NATO-Gipfel in Bukarest 2008 und auch später bei den Verhandlungen in Minsk die Zeit gekauft zu haben, die die Ukraine habe nutzen können, um sich einem russischen Angriff besser zu widersetzen. Die Ukraine sei jetzt ein stärkeres, wehrhafteres Land. Damals, sei Merkel sicher, wäre sie von Putins Truppen überrollt worden, so der „Spiegel“.
Merkel zu Russland-Politik: „Haben nach der Krim-Annexion alles versucht“ | tagesschau.de
Zur Beendigung des Konflikts in der Ukraine muss nach den Worten von Russlands Präsident Wladimir Putin eine „Einigung“ erzielt werden. „Das Vertrauen ist natürlich fast auf dem Nullpunkt (…), aber letztendlich muss eine Einigung erzielt werden“, sagte Putin auf dem Gipfel der Eurasischen Wirtschaftsunion in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek. „Ich habe schon oft gesagt, dass wir zu einer Vereinbarung bereit und offen sind“, fügte er hinzu.
„Dachte, sie handelt ehrlich“: Putin gibt sich enttäuscht von Merkel - n-tv.de
Westeuropa, Mitteleuropa und große Teile Osteuropas haben durch die Gründungsväter der europäischen Einigung zusammengefunden, sich eng miteinander verbunden. Dieses macht uns so stark Angriffe auf unsere Demokratie aus Russland oder China abzublocken. Anders wie bei einem Militäraufmarsch, machen wir doch nicht den gleichen Fehler, wie die Russen 2021, denn Verhandlungen scheiterten damals an diesem Aufmarsch der Russen, sind wir jetzt noch in der Lage Relationen zueinander voneinander zu trennen: Relationen von Russland-Ukraine, Nato -Staaten-Russland, Nato-Staaten der Nato-Ostflanke - Russland, Nato-Staaten-Ukraine.
Die Nato-Staaten jetzt haben ihre Stärke in der klaren Ansage für einen Waffenstillstand. Auf der Seite unterzeichnen die Kriegsbeteiligten, Ukraine und Russland einen Waffenstillstand, auf der anderen Seite vereinbaren die Nato-Staaten und Russland, dass Russland den Waffenstillstand nicht zu eigenen militärischen Vorteilen nutzt und die Nato-Staaten Waffenlieferungen für den Zeitraum eines Waffenstillstandes an die Ukraine unterlassen.
Die Stärke in Verhandlungen liegt auch im chinesischen 12-Punkte-Plan, der unter Punkt 1, der Ukraine die territoriale Integrität und die Souveränität einräumt. Wichtig an der Stelle war die Erklärung Chinas bei dem letzten Kanzlerbesuch, dass der Einsatz von Atomwaffen nicht geschehen darf.
Zwischen den Nato-Staaten und der Ukraine müssen die gleichen Ziele klar sein, die Rückkehr zu den Grenzen von 2014 und die Souveränität der Ukraine. Die Nato-Staaten können derzeit mehr als nur Waffen liefern und sollten dabei den Frieden im Auge haben, nicht die Falken des Krieges.
Wozu, das Ganze, nur weil Sie die Weisheit mit dem Löffel gefressen haben zu scheinen und denken Putin verstehe nur die Sprache der Gewalt? Wo her nehmen Sie diese Überzeugung, wenn doch abseits der Gewalt nach dem Überfall am 24.02.2022 kaum Gespräche zwischen Putin und westlichen Politkern, geschweige denn wirkliche persönliche Treffen, stattgefunden haben. Scholz gab nach einem seiner Telefonate mit Putin an, der Ton sei immer freundlich gewesen.
Dies sei so gewesen, auch wenn es „in der Sache sehr, sehr unterschiedliche, ja weit unterschiedliche Ansichten“ gebe, die er klar vorgetragen habe, sagte Scholz im „Interview der Woche“ des Deutschlandfunks.
Scholz: Gespräche mit Putin „im Ton immer freundlich“ - ZDFheute