Ich danke Dir für diese Abstimmung, kritisiere sie jedoch zugleich. Ich kenne die Grünen aus dem Kreisverband in Hamm, dass es bei Abstimmungen durchaus flexibel wurde, wenn jemand mit der Fragestellung nicht eiverstanden war, diese nochmal neu zu stellen. Ich hoffe Du wärest genauso flexibel. Was ich meine: Verhandlungen und ein Verhandlungsangebot sind etwas anderes . Ich habe zwar aus einer Abwägung heraus mit „ja“ gestimmt kann mir aber ein Verhandeln aus dem Nichts auch nicht vorstellen.
Daher würde ich eher empfehlen zu fragen: Hat ein Verhandlungsangebot an die russische Regierung eine Aussicht auf auf Erfolg, bei denen der vollständige Rückzug der russischen Truppen aus der Ukraine Vorbedingung sind und die Ukraine in die Nato aufgenommen werden soll, zur Konfliktlösung für die russisch-besetzten Gebiete in einer souveränen Ukraine in den Grenzen vor der Krim-Annexion 2014, und als Sicherheitsgarantie für die Ukraine perspektivisch als vollständiges Nato-Mitglied und vorübergehend zum Zeitraum möglicherer längerer Verhandlungsrunden ab einem Waffenstillstand (die vorübergehenden Sicherheitsgarantien sehe ich mehr als Kasus Knaxus, wären aber mit der Ukraine meiner Ansicht nach lösbar).
. NATO-Beamter sorgt für böses Blut in Kiew - Ukraine soll Land für Beitritt opfern (msn.com)
Zu diesem Focus-Online Bericht nehme ich auch eine Haltung ein, die sich entgegen einer Gebietsabgabe wendet. Russland darf mit dem Angriff keinen Erfolg haben, in dem es Landgebiete dazu gewinnt. Die Ukraine, trägt in ihrem Namen das Wort Grenzland. Im wahrsten Sinne des Wortes hat sich ein noch junger Nationalstaat gebildet gehabt, einerseits gegen Österreich/ Ungarn, gegen Polen und gegen die russischen Zaren*innen) und andererseits mit ihnen. Dieser Staat hat nach meinem Dafürhalten gute Aussichten auf Souveränität in den Grenzen von 2014 (vor der Krimannexion), wenn anders wie nach den Minsker Verträgen, wirkliche autonome Gebiete festgeschrieben werden und von Kiew aus gelenkt werden. In dem Sinne schaue ich optimistisch, da sowieso im ukrainischen Staat selber mehrere Einflüsse, u. a. russische, polnische, österreichisch-ungarische und die, der jeweiligen Auflehnung und Kooperation, mit und gegen diese Fremdmächte, Teil der ukrainischen nationalen Identität geworden sind. Russische Einflüsse waren daher auch Teil der ukrainischen nationalen Identität , da sind mehrheitlich russische Gebiete nur ein Mehr an diesen Einflüssen in einem souveränen ukrainischen Staat unabhängig von Moskau. Das wäre auch bei der Abstimmung zu berücksichtigen, dass dieses schnell von Kiew aus angeboten werden könnte, den Donbass, und die Krim autonom unter ukrainischer Flagge zu erklären (der Süden war wahrscheinlich aus Russland nur strategisch besetzt worden).