"Diesen Krieg kann keiner gewinnen. Kehrt jetzt Vernunft ein?"

Was ist unserer Grund, unser Anliegen, mit Russland zu verhandeln?

Die Ukraine muss selbst entscheiden, ob sie wieder auf Putins Sicherheitsversprechen reinfallen will, bis Russland fähiger ist, die allein da stehende Ukraine zu anektieren.

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Schön, du verlangtest das Original!

@lawandorder hat wahrscheinlich sich gar nicht alles durchgelesen. Er hat eine festgefahrene Meinung und meint dann immer ich widerspreche seiner Meinung. :wink:

natürlich habe ich nicht alles gelesen, was Du geschrieben hast.
Ich wage zu behaupten, das hat niemand getan, weil Du einfach viel zu viel schreibst, ich habe ja auch noch was anderes zu tun, so eine Art „Restleben“.
Ich habe nur immer wieder festgestellt, dass Deine Ausführungen mehr auf Wünschen als auf Fakten beruhen, und deshalb bemühe ich mich auch nicht mehr, sie zu lesen, siehe oben.
Die Kombination von endlosen Wiederholungen und Abschweifungen einerseits und mangelnder Realitätsbindung andererseits finde ich für den Leser sehr unattraktiv.

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Ich erleb es doch überall. Freund meinte, ich solle an seinem Auto die Glühkerzen wechseln. Das sind sicher nicht die Glühkerzen. Doch doch, er hatte sich erkundigt und wurde ausfallend. Nun, er hatte einen Benziner und einen in 200.000km nie gewechslten Luftfilter.
In meinem Job.
Der Kunde sagte was ich zu machen hätte. Ich sagte, entweder freie Hand oder gar nichts. Nun, doppelter Erfolg mit dem Manko, dass ich es nicht so gemacht habe wie er es immer machte.
Etc.
Google ist gefährlich, weil sich jetzt alle ebenbürtig mit Top Wissensspezialisten und Fachleuten fühlen, ihnen in Massen widersprechen. Nun, die Mehrheit oder die Lautesten haben immer Recht. Kennen wir ja.

Wie oft höre ich, dass Naturgesetze oder physikalische Grundgesetze veraltet sind und schon längst widerlegt. Wir sind auf dem Weg, wo alle alles wissen und gleichzeitig nichts. Chaos, Rebellion, Narzissmus, Egoismus kommen zusammen. Lüge und Wahrheit kann man nicht unterscheiden…

Ich bin schon älter, aber das hab ich gelernt, das hab ich erfahren. Problem, was tut man dagegen, wenn das Chaos der Google Superspezialisten keine andere Meinung oder gar Kompetenz zulassen? Ich werde müde. Meine Kinder sind noch nicht soweit.

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Ist das Wort „latent“ ein Tippfehler?

Technologie macht Dumme dümmer und Kluge klüger.
Es ist, wie Du sagst: 2 Minuten gegoogelt und jeder kann völkerrechtliche Verträge beurteilen.
Oder die Herkunft und Gefährlichkeit von Corona-Viren.
Oder die Risiken einer Imfpung.
Je mehr man von der Sache versteht, desto zurückhaltender ist man mit dem Urteil über wissenschaftliche Themen.

Das ist allerdings heftig, das kenne ich in der Form nicht.
Ist die Erde dann doch eine Scheibe?

Bildung Bildung Bildung, es ist immer dasselbe.

Einfach zu sagen, wir diskutieren nicht mehr, dürfte keine Lösung sein.

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Nein, ein Lesefehler

Vielleicht meinst du den berühmten, viel zitierten Satz „Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen…“? Nicht ein mal bei diesem Satz weiß man, woher er wirklich kommt, zeigt aber schön, wie sich so etwas verselbstständigen (und evtl. auch „mutieren“) kann.

Von einer Pflicht, die du erwähnst, habe ich nie gehört. Allerdings - in prominenten Reden abgewandelt immer wieder vorgetragen - als moralisches Gebot. J.Fischer hat ja in dieser Art etwa für den Kriegseinsatz der NATO gegen Serbien argumentiert. Nach dem Motto: Wer „Nie wieder Auschwitz!“ sagt, müsse den Anfängen währen.

Es gibt keine vertraglichen UN-Verpflichtungen, die von den Mitgliedsstaaten (auch nicht von Deutschland) verlangen, international aktiv gegen Kriegsverbrechen oder Völkerrechtsvergehen vorzugehen. Es könnte sein - bin gerade unsicher - dass die UN-Charta in solchen Fällen verlangt, dass der UN-Sicherheitsrat sich der Sache annimmt.
In der Tat fühlt sich Deutschland oft in besonderer Weise verantwortlich (z.B. Beziehung zu Israel und Schutz der Juden), was sich eher in Form von Reden oder Appellen äußert, selten in konkreten Handlungen. Deutschland ist „gut“ darin, (früher v.a. finanzielle) Beiträge zu internationalen Friedensmissionen zu leisten, hier könnten evtl. Pflichten in Form von „Mitgliedsbeiträgen“ oder Verträgen (z.B. Finanzierung von Int. Gerichtshöfen) bestehen.

Hinterfragen solltest nicht nur du, sondern wir alle. Ich nehme an, dass einige meiner Schulkenntnisse inzwischen fehlerhaft sind:

  • von der Forschung überholt/widerlegt oder zumindest in ihrer Eindeutigkeit in Zweifel gezogen
  • falsch gelehrt, und ich hab’s geglaubt
  • richtig gelehrt, von mir falsch oder unvollständig abgespeichert, inzwischen 90% vergessen
  • vermischt mit anderen Quellen, so dass ich nach Jahren und Jahrzehnten unmöglich noch sagen kann, woher ich das habe.

Vielleicht auch eine falsche Interpretation von GG Art. 25 und 26?

Wäre es ein Drama, wenn du dich in diesem Punkt geirrt hättest? Überhaupt nicht, weder für dich, noch für uns.

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Kluge Menschen fragen sich, was der andere damit meint. Hier ist es wohl easy herauszufinden was da fehlt und warum? Das können natürlich Leute nicht, denen der Fehler des Anderen wichtiger ist, als das Verständnis zur Wahrheitsfindung.

Das gestatte ich Dir gerne. Ich mag Menschen gerne, die so argumentieren. Nur finde ich schade, dass Du meine Meinungen, auch die zur Wahlrechtsreform, aber auch die zur Ukraine, die ganz anders war, als von Dir dargestellt, nicht einmal versuchst zu widerlegen. Hinzu muss ich für mich besorgt ausmachen, dass Deine Meinung an vielen Stellen, die ich in langen Vorträgen und sinnlosen, manchmal recht amüsanten Diskussionen mit anderen lese, soweit von meiner auseinander geht, dass ich nicht hoffe, dass dieses mehrheitsfähig ist. Es ist gar keine Politik, es hat was von Pontius Pilatus. Selensnkyi fragt nach Waffen, die Industrie kann das managen, die Industrie fragt, und wir aus der Politik segnen ab und eigentlich ist es uns doch egal was mit der Ukraine und dem Sicherheitsgefühl von Millionen von Menschen in Deutschland und Europa ist. Ist doch sowieso alles schlecht. Oh wie ist mir wohl, diese Meinungen von Dir, die Du nicht überprüfen lässt, mal in eigene Überlegungen und Thesen ummünzen zu können, wie Politik gemacht werden kann, als von Dir hier vorgestellt.

Wir haben das in der Präambel etwas anders ausformuliert in unserem Grundgesetz stehen:

Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen,
von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben.

Ich weiß nicht mehr warum wir da bekehrt werden sollen, von einem Narrativ heute, das wären als Hirngespinste, wenn noch nicht einmal dem Grundgesetz mehr etwas zugemessen wird. Außerdem war das Jahrzehnte lang Ausspruch deutscher Politik gewesen, schaut Euch doch mal die Rede Willy Brandts zur Öffnung der Legislaturperiode des Bundestages 1983 an, als die Grünen das erste Mal dabei waren. Alle waren aufgestanden, als es um diese Intention sich drehte, dass man aus der Vergangenheit die Schlüsse zieht, oder die Rede Richard Karl Freiherr von Weizsäcker, dem Bundespräsidenten, zum 40 jährigen Ende des 2. Weltkrieges am 08.05.1985. Ist das nun alles Quatsch von gestern, nur weil ein Bekloppter im Kreml den ersten Krieg zur Verwirrungsstiftung der Partei Bündnis 90/ der Grünen vom Zaun gebrochen hat? Sind wir sowas beleidigt von Lawrow und Putin, weil die uns nicht verraten hatten, dass sie diesen Angriffskrieg planen und bocken wir und hoffen auf die Blau-Gelben, anstatt denen abseits von Waffenlieferungen in einem politischen Dialog mit Russland zu helfen?

Nur, was hilft mir meine Bildung, wenn die nichts mehr wert zu sein scheint? Wie sorge ich bei anderen für Bildung?

Wer weiss wo das „u“ fehlt wird vor allen belobigt, oder auch nicht.

Ich mag die Regel. Warum sollte ich sie hinterfragen? Viele Politiker sind auch davon begeistert genauso wie viele Wähler. So ist mein Eindruck, wenn ich sehe, wie wenig die Bürger gegen das Vorgehen der Regierung im Ukraine Fall rebellieren.

Ich finde einfach keinen Grund, warum ich sowas lesen und mich damit auseinandersetzen soll.

Ich vermute, Du möchtest sagen:
„Ich bin anderer Meinung als Du und finde es nicht gut, dass Du Dich nicht mit meiner Meinung auseinandersetzt.“
Das würde ich lesen, könnte es verstehen und würde wahrscheinlich auch inhaltlich antworten.
Du schreibst 10mal soviel und ich bin trotzdem nicht sicher, was Du sagen willst.
Es lohnt aber auch nicht nachzufragen, weil dann wieder so ein (sorry) Wortsalat folgt.
Also lese ich idR nicht mehr, was Du schreibst, weil Aufwand und Ertrag in einem schlechten Verhältnis stehen.

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Entschuldigung, dass ich den Autor gefragt habe, was er damit meint.

Kluge Menschen drücken sich so aus, dass sie verstanden werden. Ich kann beim besten Willen mit „anderen latenten Erfahrungen“ (auch ohne die Schreibfehler) nichts anfangen. Sind das Erfahrungen, die sich noch nicht manifestiert haben? Klingt irgendwie paradox.

Manchmal gibt es auch Menschen, die wollen sich keinen Schritt weit bemühen, andere Meinungen zu verstehen. Wenn diese anderen Menschen, dann überzeugen wollen, werden diese Texte etwas mehr in Rage geschrieben. Komisch finde ich nur, dass exakt diese Menschen bereits mit mir diskutiert hatten. Ich hatte mich versucht in diese Ansichten der anderen hineinzudenken. Meine Argumente habe ich dann überlegt angepasst und dann diese Reaktionen! Darum hatte ich geschrieben, gar nicht irgendwo bösartig gemeint, sondern bezogen auf die Sache von gestern:

Anstatt vernünftig an der Stelle weiter zu diskutieren. @HarmsCar tat es zum Beispiel (zugegeben Antwort war sehr ausschweifend jeweils zum Punkt gebracht) bekomme ich dann die Antwort von @lawandorder:

Und bekomme noch nicht einmal eine Antwort, welche OT-Themen er meint. Das ist der Stil, der dazu führt, dass sich immer mehr von der Demokratie abwenden.

Die meisten Menschen hier sind durchaus willens und in der in der Lage, ‚andere Meinungen‘ zu verstehen… im Sinne von kognitiv erfassen und zu kontextualisieren.
Es ist - zurückhaltend formuliert - ziemlich unverfroren von Dir, wenn Du ‚Verstehen‘ mit ‚Akzeptanz‘ gleichsetzt. D.h. wenn Du dem Widerpart unterstellst, er wolle oder könne Dich nicht verstehen, solange Du keine Zustimmung von ihm erhältst.
Wie wäre es mit etwas intellektueller Demut: könnte es sein, dass die eigene Meinung oder die eigenen Argumente einfach nicht gut genug sind und der Widerspruch sachlich gerechtfertigt ist?
Ich weiß, ich weiß: bei solchen moralisch und ideologisch aufgeladenen Themen wird Widerspruch psychologisch oft gleich als Angriff auf die eigenen Identität gewertet…und ab dann wird es schwierig mit Rationalität.

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Kleiner Test:
Frage: Haben Verhandlungen mit Putin/Russland, bei denen der vollständige Rückzug der russischen Truppen aus der Ukraine Vorbedingung oder Mindestergebnis sind, Aussicht auf Erfolg?
@Abstimmungen

  • Ja
  • Nein
  • Weiß nicht
0 Teilnehmer

Ich habe das noch mal editiert:

Kein Widerspruch

Ich meine „verstehen“ und „akzeptieren“ in der Sache, und auch respektieren, bezogen zum Beispiel wie man Russland einen Nato- Eintritt positiv verkaufen kann, gehören dazu. Trotz Verstehen, Akzeptieren der anderen Meinung und Respektieren, kann die Meinung des Mitdiskutierenden komplett kontrovers sein, da sehe ich kein Problem. Ich hatte jedoch einen Ansatz, der mir scheinbar auf Widerstand stößt, weil man einerseits den Verhandlungen, sowieso keine Chance einräumt. (Abstimmung zurzeit 9:1, die eine Stimme bin ich). Aber es werden auch permanent Allgemeinplätze mir entgegengehalten anstatt sachlich meine Argumente zu lesen und dagegen zu argumentieren. Darüber rege ich mich auf.

Ich meine selber Antje Vollmer hat in ihrem Vermächtnis noch erklärt, dass sie die Grünen inzwischen für bellizistisch hält, Winfried Kretschmann meinte in einem mir bekannten Interview, die Grünen seien seit dem Bielefelder Parteitag 1999 aufgeklärt. Annalena Baerbock hatte bei der letzten BDK eine Rede gehalten, die den Krieg der Ukraine genauso legitimiert wie unsere Waffenlieferungen, um das noch wie ein Mogelpäckchen für den Namen Friedenspartei zu verkaufen, dabei setzte sie unsere Waffenlieferungen in das Licht einer Überlebenden des Warschauer Aufstandes. Für die Ukrainer würde ich den Vergleich gelten lassen, aber nicht für uns, wir können doch den Dialog für den Frieden beginnen, abseits der Waffenlieferungen. Karl. R. Potter hatte mich in seiner Erzählung der vielen weißen Schwäne und des einen schwarzen Schwans sehr nachdenklich gemacht. Ich glaube, dass wir Russland in seiner Entschlossenheit sich gegen Amerika und den Westen zu stellen unterschätzen und analog zur Kuba-Krise, kann ich dann nicht besonderes mutig sein, dass Putin und Biden (oder andere Staatschefs) genauso besonnen am Ende den Konflikt beilegen, wie das Chruschtschow und Kennedy einst gemacht hatten. Insgesamt sehe ich die Chancen positiv für einen Frieden, aber dafür muss die Politik auch etwas tun.

Quelle: Antje Vollmers Vermächtnis einer Pazifistin: „Was ich noch zu sagen hätte“ (berliner-zeitung.de)