"Diesen Krieg kann keiner gewinnen. Kehrt jetzt Vernunft ein?"

Das ist der falsche Zusammenhang. Obama war möglicher Weise nicht so unwichtig. In seiner Zeit wurde Osama bin Laden aufgespürt und zur Strecke gebracht. Allerdings hatte ich mir in Hinblick auf 2001 9/11 von Obama eine andere Politik erhofft, des Ausgleiches zwischen der islamischen Welt und dem Westen als es dann eingetreten war. Ich habe irgendwie im Gefühl, dass die islamischen Terroristen zurzeit sich relativ wenig zeigen, weil die sehen, dass der Westen nahezu dabei ist, sich selber zu vernichten. Harter Tobak, aber ich habe das Gefühl die warten ab, was passiert. Aber meine Aussage war auf Obama in Bezug auf eine Russlandpolitik Amerikas bezogen, da hat Obama ebenfalls nichts Weltbewegendes zustande gebracht. Er hätte schon etwas mehr Amerika und Russland zusammenbringen können. Ich fand auch die Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis falsch. Wenn man dazu Willy Brandt als Vergleich nimmt, dann hatte Obama bei weitem nicht den Grund den Preis zu bekommen. Ist meine Meinung dazu. Menschlich mag Obama ganz anders sein. Interviews mit ihm sind hochinteressant, aber er scheint mir etwas durchsetzungsschwach gewesen zu sein.

Für Russland nicht und mit denen haben wir es zu tun. :slightly_smiling_face:

Da könnte was dran sein. Nichtsdestotrotz hätte man die Kritiken von Wladimir Putin an jenem Tag später auf Augenhöhe mit ihm besprechen können. Irgendwie hat glaube ich Ischinger später gesagt, war man dann nicht mehr dazu kommen. Obwohl sich Putin und Bush gar nicht so schlecht verstanden hatten.

Quelle: Vor 20 Jahren: Putin und Bush tanzen in Sotschi - YouTube

Ich möchte nicht das Niveau verlieren, aber ich werde das Gefühl nicht los, Du siehst vieles sehr eng. Man sollte es durchaus eng sein, aber auch sich öffnend. Beleg dafür ist, dass Du viele Ansätze von mir nicht reflektierst, sondern Dich auf die Suche nach den möglichen Ungereimtheiten in meinen Beiträgen begibst. Die Beiträge sollten von mir öffnen. Wie siehst Du denn das von mir, was Du nicht in eigenen Beiträgen erwiderst?

Keine Ursache, Passt schon!

Solange Putin in Europa und anderen Teilen der Welt wie ein Berserker wütet, halte ich seine Befindlichkeiten für irrelevant. Das sehe ich sehr eng.

Ich habe es schon mal geschrieben: ich finde Deine Ansätze unrealistisch, weil Du von der Annahme ausgehst, man könnte mit Putin konstruktiv verhandeln. Er hat bewiesen, dass diese Annahme nicht zutrifft. Insofern sind alle Deine Gedankenspiele für mich Zeitverschwendung.

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Möglicher Weise haben die Russen nicht die hochmodernen Waffen wie die USA, die allerdings 1999 auch mal eben die chinesische Botschaft getroffen haben. Als wütender Chinese wäre ich bei jeder Frage zu Taiwan, um es mal so wie Thachter auszudrücken, not amused. Aber wahrscheinlich haben sich die USA danach entschuldigt.

Mit wem willst Du verhandeln, wenn Du für das Verhandeln warst? Mit seinen ultra-nationalistischen Nachfolgern? Zeitverschwendung zu artikulieren und Demokratie passen nicht zusammen. :face_with_raised_eyebrow:

Ich bin für Verhandeln, wenn es etwas zum Verhandeln gibt. Momentan kann man mit Putin nur zu seinen Bedingungen verhandeln und die sind nicht akzeptabel.

Doch. Ich muss mich doch nicht mit allem befassen.

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Bedingungen der Nato-Staaten und der Ukraine demokratisch zu einer Gesamtbedingung machen und ein Verhandlungsangebot?

Wärest Du dafür?

Natürlich kann sich nicht jeder mit allem und allen beschäftigen. Es käme darauf an eine Demokratie zu organisieren und Transparenz zu schaffen. Oft werden Zeit, Wissen und komplexe Zusammenhänge dazu führen, dass einzelne Entscheidungen nicht als Fundament die Überzeugung, und Zustimmung der gesamten Basis in demokratischer Abstimmung haben. Eine Demokratie fußt im Konflikt hierzu jedoch darauf Fehler zu erkennen und dafür sich die Meinung möglichst Vieler anzuhören und viele zu beteiligen, um einen Ausgleich herzustellen.

Eine Übersicht über bisherige und aktuelle Friedensverhandlungen gibt dieser Online-Artikel: Die Friedenskonferenz in Dschidda – ehrlicher Ansatz zur Konfliktlösung oder gezielte PR-Aktion?

Allerdings handelt es sich bei diesen „Nachdenkern“ ganz offensichtlich um einen antiamerikanischen Propagandakanal. Zum Friedensplan aus den ersten Monaten des Krieges schreibt der Autor:

(Quelle: 1. April 2022 „Russland-Ticker.de)

Angeblich soll der ukrainische Präsident Selenskyj die Vorschläge grundsätzlich positiv bewertet haben und bereit gewesen sein, darüber direkte Gespräche mit dem russischen Präsidenten zu führen.

Dazu ist es wegen der Intervention von Boris Johnson, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im Vorfeld mit den USA abgestimmt worden war, nicht gekommen. Deshalb weiß man nicht, ob diese Verhandlungen erfolgreich gewesen wären.

Es waren nicht Boris Johnson und die USA, weshalb die Ukraine die Friedensverhandlungen abbrach. Es war Russland selber, weil seine Truppen als Begleitprogramm zum angeblichen Friedenswillen ein Massaker an der Zivilbevölkerung in Butscha veranstalteten. https://www.zdf.de/nachrichten/politik/butscha-massaker-tote-zivilisten-ukraine-krieg-russland-100.html

Es ginge nach meiner Intention nicht ausschließlich darum, wann die Ukraine verhandeln möchte. Erst dann Verhandlungen, wenn die russische Armee ukrainisches Territorium verlassen hat oder besiegt wurde, ist das richtig?

Die Bedingungen könnten so lauten: Waffenstillstand, (keine weiteren Truppenverlegungen und Militärgerät der russischen Armee an die Front, keine Verschiebungen von Truppen und Militärgerät der russischen Front und die russische Bereitschaft über einen Abzug der Truppen und des Militärgeräts aus der gesamten Ukraine, einschließlich Halbinsel Krim, sowie die Aufnahme der Ukraine in die Nato zu verhandeln. Durchaus sind dabei militärische Zusammenarbeit gefragt. Vielleicht wissen die Russen besser, wo sie ihre Minen alle verlegt haben, von denen die Ukraine schließlich wieder befreit werden muss z.B. Im Gegensatz könnten die Nato-Staaten einstweilen die Waffenlieferungen stoppen.

Die Massaker in Butscha waren schrecklich. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Massaker eine Auswirkung darauf hatten, ein Angebot der Russen damals, welches auf dem Tisch gelegen haben soll, abzulehnen. Möglich aber auch, dass Boris Johnson da ein Wort mitgesprochen hat, oder noch vor den Massakern mitgesprochen hatte.

Hier einen Auszug von Kriegsverbrechen der Deutschen im 1. Weltkrieg:

Am 4. August begingen deutsche Soldaten in den belgischen Dörfern Visé, Berneau und Battice bei Lüttich erste gewaltsame Übergriffe auf die Zivilbevölkerung. In den kommenden Wochen verübten deutsche Truppen zahlreiche Gräueltaten an der Zivilbevölkerung in Belgien und Frankreich, die mit Angriffen von Franc-tireurs begründet wurden. Die ersten Massenerschießungen von belgischen Zivilisten erfolgten am 5. August, besonders schwere Kriegsverbrechen verübten deutsche Truppen in Dinant, Tamines, Andenne und Aarschot. Den Repressalien fielen zwischen August und Oktober 1914 rund 6500 Zivilisten zum Opfer.

Quelle: Erster Weltkrieg – Wikipedia

Was soll das Wikipedia-Zitat in diesem Kontext?
Der Angriff auf das neutrale Belgien und die begangenen Gräueltaten waren unbestritten ein Verbrechen (nicht das letzte durch die deutsche Armee). Und weil Belgien die ‚Unverschämtheit‘ beging, sich gegen den Überfall zu wehren und nicht kapitulierte, verlor die deutsche Militärführung offensichtlich alle Hemmungen. Alle Kriege des 20 Jhds. waren voller ‚Verbrechen gegen die Menschlichkeit‘ (obwohl dieser Rechtsbegriff erst durch die Nürnberger Prozesse zum Teil des Völkerrechts wurde.)
Was soll das im Kontext mit Butcha?
Ist es ‚normal‘, wenn Aggressoren Kriegsverbrechen begehen?
Oder sollen wir als deutsche Kritiker die Untaten Russlands nicht so scharf kritisieren? Schließlich hat Deutschland historisch sehr viel ‚Dreck am Stecken‘.

Wie man bei u.a. Münkler (‚Der große Krieg‘) nachlesen kann, haben diese Gräuel auf Seiten der Entente dazu geführt, dass sich auf britischer Seite viele Kriegsfreiwillige (häufig aus außereuropäischen Teilen des Empire) meldeten und das Expeditionskorps rechtzeitig stärkten.
Die einzige Parallele - die ich hier sehe - ist, dass Butcha einen ähnlichen (zumindest wachrüttelnden) Effekt auf die europäischen ‚Öffentlichkeiten‘ hatte. Und das war gut und wichtig.

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Die Ukraine muss gewinnen, so dass die Russen ihren Wiederaufbau zahlen und die Unterstützer ihre Entschädigungen bekommen.
So wie es auch im WKII Usus war.

Deutschland musste sich den Siegermächten gegenüber verpflichten, dass Greultaten, wie von Deutschland begangen in Zukunft von Deutschlang global bekämpft werden. Was erst richtig durchführbar war, als Deutschland dem Kreis der UN beitrat.
Deutschland ist da eine historische Verpflichtung eingegangen. Darum muss sich Deutschland auch mehr einsetzen, bei solch Angriffskriegen.

Das ist eigentlich auch meine Meinung, ich frage mich aber immer häufiger, ob das nicht Wunschdenken ist. Unsere Regierung tut genau so viel, dass die Ukraine nicht verliert, aber auch nicht gewinnt (ist auch offizielle Scholz-Strategie). Beispiel ist jetzt wieder das Hick-Hack um die Tauron-Marschflugkörper. Erst auf keinen Fall (Eskalation), dann vielleicht, dann wird geprüft, dann müssen die Waffen noch instandgesetzt und umgebaut werden. Bis dahin haben sich die Russen längst darauf eingestellt und der taktische Effekt verpufft zum Teil. Wie gesagt, nur EIN Beispiel.

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Nun, bis jetzt ist auch noch nicht klar, wie sie abgeschossen werden können. Mit Gummistrapsen an den Flügeln, ist mit 1,4to wohl nicht drin.

Ausserdem bekommt Deutschland ein Problem, wenn so eine Flugkörper in Moskau landet. Wofür brauchen die Ukrainer ein Marschflugkörper der 200km weiter fliegt, als die schon vorhandenen Scalp und Shadows?

Dass davon hunderte im Schrott liegen und wieder brauchbar gemacht werden können, spricht dagegen für eine Lieferung.

Das geringste Problem, bei den französischen und britischen hat es auch funktioniert. Aber es braucht auch noch mal Zeit.

Weil ihnen diese ausgehen. Warum liefern die und wir nicht? Die Reichweite kann man technisch begrenzen, wenn man der Ukraine nicht vertraut.

Ja, bitte. Und bitte schnell.

Und woher weisst du alle diese kleine Kniffe die den Kontras eines Kanzlers entgegenstehen?
Stell dir vor, Scholz liefert, „weil es schon immer geklappt hat“. Liefert er jetzt? Liefert er wenn die f16 bereit stehen? Liefert er, wenn die Programmierung fertig ist?..

So etwas entscheidet die Union innerhalb eines Tages, ein Kanzler wird sich hüten, vorallem wenn er dermassen unter Druck gesetzt wird.

Die Entscheidung basiert auf ein Team, das sich besser als der Kanzler auskennt. Die machen Machbarkeitsstudien und Wert- und Risikoanalysen, bevor man daraus dann eine sichere Entscheidung kreirt.

Und bis dahin haben sich die Russen immer tiefer eingegraben, ihre Stellungen immer besser befestigt, ihre Truppen aufgestockt, Waffen und Munition nachproduziert usw.

Ist Dir eigentlich schon mal der Gedanke gekommen, dass in einem solchen Krieg Schnelligkeit eine entscheidende Rolle spielt und es keine sicheren Entscheidungen gibt? Auch Nicht-Entscheiden birgt Risiken.

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ja, und du weißt das aus deinen Kriegserfahrungen woher? Scholz wägt ab zu Gunsten seines Volkes und wagt keine Husarenstreiche zu Gunsten der Ukraine. Deutschland tut sehr viel für die Ukraine, und damit hat sie ein Recht erworben, auch abzuwägen.
Die Union will, dass die Ampel scheitert, also muss sie alles anders machen, sonst würden sie es ja nicht besser machen. „No Progress without Change“.

wobei ich nach wie vor nicht verstehe, warum wir Kriegspartei werden, wenn die Ukraine mit den Marschflugkörpern auf russisches Gebiet schießt. Ich halte das für Unsinn.
Warum werden nicht Kriegspartei, wenn eine deutsche Kugel in den Körper eines Russen einschlägt, aber sehr wohl, wenn eine Rakete irgendwo in Russland einschlägt? Beides abgeschossen von einem Ukrainer.
Die Unterscheidung ist Voodoo.

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weil ein Marschflugkörper die etwas direkt angehen, die am Einschlagort stehen. Das ist bei einer Kugel nicht der Fall. Da ist man ja, Putin seine Propaganda sei Dank, nicht dran beteiligt.

Wer einem angegriffenen Land mit der Lieferung von Waffen zur Verteidigung hilft, wird dadurch nicht Kriegspartei. Putins Propaganda versucht das Narrativ zu erzeugen, das doch die Russen hier einen Verteidigungskrieg führen müssen-…aber dann doch zu einer Spezialoperation abwiegeln.

Alle Waffen die zur Verteidigung nütze sind, sind dabei übrigends rechtlich erlaubt.
Zur Verteidigung vor russischen Marschflugkörpern muss man um wirklich geschützt zu sein die russischen Marschflugkörper zerstören bevor diese abgefeuert werden können oder die Abschusseinrichtungen müssen zerstört werden.

Meiner Meinung nach sind das abgesehen von Kampfjets mit ukrainischer Lufthoheit die einzigen Mittel zu einer Bewaffnung mit realen Verteidigungschancen.

Mir fällt dabei aber kein Grund ein weshalb das völkerrechtlich problematisch sein könnte.

Sehe ich auch nicht. Nur, die Bewohner werden den Treffer als Gruß aus Berlin sehen. Wollen wir das? Der Propaganda Putins gefällig sein? Den alten Hass wieder heraufbeschwören?