Die traurige Stunde der Gartenvögel

Du sprichst in der Vergangenheit. Wie ist es jetzt?

Der neue Trend sind ja in verschiedenen deutschen Städten die Halsbandsittiche.

Habt ihr sie schon?

Und sinnlos.
Krähen haben mehrere Nester, brüten aber nur in einem. Schießt man ranghohe Tiere, werden deren Nester frei und benutzt.
Ergebnis: noch mehr Krähen

@Biologin kannst du vielleicht den Titel anpassen?

Warum?

Was schlägst du vor?

Vielleicht einfach nur „Gartenvögel“.
Manche negativen Überschriften passen im Verlauf des Gespräches nicht mehr

Dann wäre es kein Clickbait mehr.

Das Ziel ist ja, die Kategorie öffentlich zu machen und neue user anzuziehen.

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Hier ein Beitrag zum Abschießen von Krähen in Niedersachsen (zu bestimmten Zeiten erlaubt):

Zitat daraus: „Am 1.August jeden Jahres beginnt in Niedersachsen die Jagd auf Rabenkrähen, Gänse und einige andere Wildtiere. Dies nehmen Jagd-Geschäfte zum Anlass, im Vorfeld mit Rabatten für entsprechende Ausrüstung, insbesondere Waffen, Lockinstrumente und Tarnkleidung zu werben“.

aber was hilft ?
die zustände sind teilweise schwer erträglich.

welche krähen?
rabenkrähen oder saatkrähen?
oder beide?
mW sind vor allem saatkrähen das problem, und gerade die sind streng geschützt. abschuss verboten.

Den folgenden link habe ich zufällig gefunden, ob’s hilft, weiß ich nicht (da ich bisher noch nie das Bedürfnis hatte, Krähen zu verscheuchen):

https://www.vogelscheuche-geschaeft.de/kraehen-und-raben-vertreiben/

Falls das unerlaubte Werbung ist, darf er gern gelöscht werden.

Die meisten Saatkrähen sind ja Wintergäste, die brüten überwiegend in anderen Ländern. Was kann man da machen? Die Grenzen dicht machen?

Mindset ändern? Verkehr stört nicht, Krähen aber schon?

Es kommt immer darauf an, was die Krähen machen.
Ein bisschen „Krah-Krah“ im Park finde ich nett, das stört mich nicht.

Dies hier dagegen würde mich auch stören:

Da darf man (nach meinem Verständnis) als Landbesitzer auch ruhig mal einschreiten. :slightly_smiling_face:

In meinem Garten hatte ich übrigens mal ein interessantes Erlebnis mit Krähen. Ich hatte eine größere Menge alter Walnüsse mit Schale, die nicht mehr so lecker waren, im Winter im Garten ausgestreut, um mal zu sehen, wer sich für sie interessiert.
Nach ein paar Tagen kamen zwei Saatkrähen und haben ein paar davon gefressen. Am nächten Tag kamen 5, und am übernächsten Tag 50 gleichzeitig.
Einige haben immer Wache gehalten, während die anderen gefressen haben, dann wurde gewechselt, bis die Nüsse alle waren.
Dann kamen sie nicht mehr.
Sie kommunizieren offensichtlich darüber, wo es was zu holen gibt.

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Die haben da ca 5 Jahre ihre Kolonie gehabt und waren Dauerthema und dann sind sie irgendwann plötzlich nicht mehr wiedergekommen.

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ich vermute du hast noch nie unter den bäumen einer saatkrähen kolonie mit 200 vögeln gestanden.
ein unglaublicher lärm.
das ist nicht witzig, nicht mal im park.
wenn du da wohnst wirst du irre.

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Leider konnte ich online keinen anderen Beleg als die Jagdzeitung finden: Kiel hat 2008 ein extra Verkehrsschild „Krähenalarm“ gebastelt, als ein Kinderspielplatz in einem Park abgesperrt wurde, weil die brütenden Krähen in den Bäumen drumherum die spielenden Kinder angriffen:

Nun kann man es den Krähen nicht anlasten, dass sie das Stadtleben bequemer finden als das Landleben, weil sie in Städten leichter Nahrung finden.
Ebenso werden die Möven hier auch immer frecher und betrachten Imbisse und Cafes mit Außensitzgelegenheit als ihr Jagdrevier, so dass man in Kiel sehr vorsichtig sein muss, wenn man offen Essen in der Hand trägt. Ich wurde auch schon einige Male überfallen.
An der Ostsee: Wieso Möwen am Strand so aggressiv sind

Jedenfalls, um wieder auf das Thema zurückzukommen, fällt mir auch ohne Nabu-Zählung auf, dass es in den letzten 30 Jahren immer weniger Gartenvögel werden, auch immer weniger Käfer rumkrabbeln, aber die Zahl der Krähen stark angestiegen ist. Vielleicht, weil sie intelligenter sind und sich der menschlichen Zivilisation besser anpassen können.

Mein Schwiegervater (meine Angetraute war die Jüngste von 6 Schwestern) benutzte in seinem großen Garten nur die Sense. Erst nach seinem Tod (der Krebs hatte ihn dahingerafft) schaffte die Schwiegermama einen Rasenmäher an.

Sich ins Knie zu sensen (ich habe auch schon mit diesem Gerät gearbeitet) ist schon etwas schwierig.

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Also alle Pflanzen, die nicht vom amerikanischen Kontinent kommen sind OK ?

Was mich an diesen ganzen Appellen an die Hobbygärtner so nervt, dass die allein für den Artenschutz verantwortlich gemacht werden. Während die Landwirtschaft und die zugebauten Städte keinen Platz mehr für Tiere lassen, soll es der Häuslebesitzer in seinem Vorgarten richten. Oder der Schrebergärtner.
Letzten Sommer, nachdem die Schnecken mal wieder alle meine Erdbeeren gefressen hatten, hab ich mich schon gefragt, warum auf dem Selbstpflücker-Erdbeerfeld draußen auf dem Land keine einzige Erdbeere angefressen und keine einzige Schnecke zu sehen war. Laufen diese ewigen Aufrufe an Hobbygärtner, ihren Garten als Lebensraum für Vögel und Insekten zu gestalten nicht an den wirklichen Ursachen für das Artensterben vorbei?
Ich soll Stauden über den Winter stehenlassen, während in der Landwirtschaft „Klinisch reine“ Monokulturen keinerlei Platz für andere Pflanzen und Tiere lassen. Ich darf kein Schneckenkorn streuen, um meine Erdbeeren vor Schneckenfraß zu schützen und muss sie statt dessen im Supermarkt kaufen, wo sie aus Anbau mit Pestizideinsatz stammen?

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Bei mir im Garten gibts im Augenblick fast gar keine Vögel mehr. Selbst Spatzen sind inzwischen sehr rar. Die Abnahme der Vögelpopulation war beim mir im Garten - ich wohne am Südrand es Ruhrgebiets in einer Gegend mit recht viel Grün (Wald und Feldern), die auch eine Naherholungsgebiet dient - in den letzten Jahren sehr deutlich zu beobachten.

Ja, nach Einbruch der Dunkelheit hört man jetzt schon ein paar Amseln, die vom Licht der Straßenlaternen verwirrt sind und ich sehe gelegentlich im Garten auch ein Rokehlchen und auch manchmal eine Meise. Aber sonst ?

Ich denke ( bin mir das sehr sicher!), dass für das Verschwinden der Vögel die Landwirtschaft verantwortlich ist - ganz in erster Linie. Die Bauern spritzen und düngen wie blöd. Und wenn es dann keine Insekten mehr gibt, gibt es auch keine Vögel mehr.

Ausserdem stehen überall Lampen, die die Nacht zum Tage machen. (Ich habe mal bei meiner Kommune (40’000 Einwohner) gegen den Lampenwahnsinn an einem in unmittelbarer Nähe liegenden Kreisverkehr Einspruch zu erheben gewagt und gebeten die Lampenzahl zu halbieren. Ich bekam daraufhin von der Stadtverwaltung einen obrigkeitsstaatlichen Brief, in dem darauf hingewiesen wurde, dass die Flutlichtbeleuchtung nach Verordnung XYZ vorgeschreiben sei)

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Das werden sie nicht.

Es soll ihnen einfach nur Möglichkeiten aufzeigen, wie sie auch etwas beitragen können…

…und Argumente gegen die Kommentare einiger Nachbarn geben, wenn z.B. der Rasen nicht gemäht ist.

Ich habe es nie geschafft. Das größte Problem ist wohl, die Sense ausreichend scharf zu kriegen.

Mich auch! Danke.

Ich glaube, die meisten Bauern sind nicht blöd und versuchen schon, mit möglichst wenig Pestiziden auszukommen. Die sind auch ein Kostenfaktor.

Hat jemand Infos zum aktuellen Spritzverhalten der Bauern ?