Wenn du sensen lernen möchtest, kannst du entweder mit einer neuen Sense aus dem Baumarkt, die bereits geschärft ist, beginnen, oder dir Hilfe beim Schärfen suchen.
Nicht so leicht zu finden. Ich will außerdem nicht mein ganzes Leben auf die Pflege meines kleinen Gartens ausrichten.
Ich finde die Kombi im Frühjahr ausblühen lassen, dannach mit Roboter kurz halten und zusätzliches Blumenbeet und blühende Büsche als vollkommen ausreichend
Sinngemäß. Sie sind aneinander gewöhnt und haben ihre Streitigkeiten ausgefochten.
Beispiel:
a) Eiche und Eichengallmücke. Man kennt sich. Die Mücke legt ihr Ei ins Blatt und die Eiche macht die Galle.
b) Rosskastanie und Miniermotte: Die Kastanie ist neu hier.. Rest muss ich kurz nachschauen. Jedenfalls kann die Kastanie (noch) keine Gallen bilden, so schnell geht die Ko-Evolution nicht, noch mag ein heimischer Vogel die Miniermotte.
c) Der Buchsbaumzünsler: Hat alle Buchse platt gemacht, früher nur in Basel: Vor zwei Jahren waren meine Hecken dran. Happ und weg. Kein Vogelbaby verträgt die durch den Buchs giftigen Raupen - obwohl es mittlerweile angeblich Meisen gibt, denen das gelingt. Nun sind aber de Buchse weg.
Jedenfalls dauert die Sache immer eine Weile und neue Arten OHNE Feinde ins Ökosystem zu werfen ist nie eine gute Idee.
d) Die Fliegen in Australien waren harte Känguruhköttel gewohnt und mögen keine matschigen Kuhfladen. Nach Einführung der Rinder ersoff Australien in Kuhscheiße. ABER man war klug genug nicht irgendeine Fliege zu holen, sondern hat in Afrika (alte Welt, Säugetierwelt) wohl getestet.
e) Die Kamele in Australien (Säuger) fressen alles kurz und klein und werden wohl vom Flugzeug aus geschossen. Mitleidige Veganer haben daraufhin Petitionen zugunsten der armen Kamele gestartet.
Mit der Motte ist es wohl auch interessant: Die MOTTE kommt ggfs. aus der Neuen Welt, während die Rosskastanie hier heimisch ist.
" Die Rosskastanienminiermotte wurde erstmals 1984 in Mazedonien in der Nähe des Ohridsees entdeckt. 1989 wurde sie in Österreich (im Raum von Linz und Steyr[1]) erstmals nachgewiesen[2] (eine erste Massenvermehrung fand hier bereits 1990/91 statt[3]). Seither breitet sie sich sehr schnell weiter in Mitteleuropa, sowohl nach Osten als auch nach Westen, aus. Ihre extrem schnelle Vermehrung ist dadurch zu erklären, dass die Art in Mitteleuropa nur wenige natürliche Feinde hat bzw. dass sich mögliche Fressfeinde diese neue Nische noch nicht erschlossen haben. Bei den mitteleuropäischen Populationen ist zudem (bisher?) der Parasitierungsgrad noch gering.
Das Ursprungsgebiet der Art wurde zunächst kontrovers diskutiert, da die meisten nahe verwandten Arten ausschließlich in Nordamerika vorkommen. Im Nachhinein konnten aber Funde auf einem Herbarbeleg nachgewiesen werden, der 1879 in Griechenland gesammelt worden war.[4][5] Das Ursprungsgebiet sind tiefe, auch heute noch schwer zugängliche Schluchten und Täler in Albanien, Nordgriechenland und Makedonien, wo die Gewöhnliche Rosskastanie heute noch natürlich vorkommt."
" Natürliche Feinde
Blaumeise in einer Rosskastanie vertilgt Miniermotten
Da sich die Rosskastanienminiermotte erst seit relativ kurzer Zeit in Mitteleuropa ausbreitet, gibt es keine Fressfeinde, die sich auf diese Tiere spezialisiert haben. Es wurden aber wiederholt Blau- und Kohlmeisen beobachtet, die zu bestimmten Zeiten in Kastanien in größeren Trupps Blatt für Blatt absuchen. Um zur Bekämpfung der Rosskastanienminiermotte gezielt Meisen anzulocken, wurden in verschiedenen deutschen Städten direkt an den Kastanienbäumen Nistkästen für Meisen angebracht, womit der Befall sichtlich verringert werden konnte.[24][25] Auch der BUND empfiehlt daher das Anbringen von Meisenkästen direkt an den befallenen Kastanienbäumen.[26]"
Auch Impfen ist möglich!!!
" In der Schweiz ist der Wirkstoff Revive® von Syngenta zugelassen, der unter kleinem Druck in den Baum injiziert wird, sich vorwiegend in den Blättern einlagert und die Entwicklung der Miniermottenraupen für mehrere Jahre unterdrückt.[38][39]"
Krass.
Was möchtest du denn wissen?
Nach meiner Kenntnis läuft das über GPS.
Ja, ich habe Futterhäuschen im Garten. Da kamen in der Vergangenheit Spatzen vorbei. Aber die Spatzen kommen seit 2 Jahren auch nicht mehr. Es ist wirklich traurig.
Abgesehen davon sind auch im der warmen Jahreszeit nur sehr wenige Insekten unterwegs. Es gibt ein paar Hummeln und auch Bienen. Letzter stammen wahrscheinlich aus den zahlreichen Bienenstöcken, die Imker inzwischen in der näheren Umgebung aufstellen
Ob nun Zeitschriften, Zeitungen, Internet: alles ist voll mit Hinweisen für Gärtner, wie wir Igel unterstützen können, welche Pflanzen Bienengeeignet sind, was wir für die Vögel tun können, an den Blumentöpfen stehen Extraschilder “Bienenweide” und schon kostet er einen Euro extra.
Die bösen Mähroboter, die die Tierwelt töten (aber niemand fragt, wieviele Wildtiere auf der Straße überfahren werden), die bösen Laubpuster, (aber niemand fragt, warum die Kommune jedes Blatt wegpustet), die bösen invasiven Pflanzen (aber niemand fragt, warum die im öffentlichen Grün gepflanzt werden).
Gärtner sollen die ganze Tier und Pflanzenwelt erhalten und schützen, während draußen vor der großen Stadt die Landwirtschaft Tieren und Pflanzen keinen Lebensraum mehr bietet.
Ja, aber das ist doch super.
Gärten sind extrem divers oder können es sein. Nur wird das oft unterschätzt. „Dieser kleine Fleck.. Das fällt doch nicht ins Gewicht.“
Woher @taegerei weiß, dass die Bauern wie blöd spritzen? Oder genauer gefragt, gibt es Daten darüber, wie hoch der Pestizid in Deutschland ist, auch im Vergleich mit anderen Ländern und ob er sich in den letzten Jahren verändert hat.
“Der Pestizidabsatz in Deutschland bewegt sich seit Jahrzehnten auf zu hohem Niveau. Rund 30.000 Tonnen reiner Pestizidwirkstoff werden jährlich ausgebracht mit katastrophalen Folgen für die Artenvielfalt sowie für Böden und Wasser. Im Jahr 2023 sank der Absatz jedoch und erreichte einen historischen Tiefstand. Welche Faktoren trugen dazu bei?” (….) “Die Analyse ergab: Maßgeblicher Faktor für den deutlichen Rückgang des Inlandsabsatzes waren die hohen Preise für Pestizide: Seit 2021 stiegen die Preise für Pestizide um rund 20%, während die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte 2023 stabil blieben. Die Daten zeigen: Werden Pestizide teurer, werden sie eingespart.”
Nicht nur. Vögel brauchen auch Brutmöglichkeiten, Verstecke, z.T. Ansitzwarten.
Wenn sie das, wie ich @taegerei verstanden habe, bisher in der Umgebung hatten, brauchten sie bei ihm nur Futter.
Bei uns (mitten in der Stadt) brauchen sie auch im Garten alte Bäume, Hecken und Ruheinseln.
Das mit dem zusätzlichen Futter ist dann Spielkram für uns zum besseren Beobachten.
Vielleicht tust du sogar jemandem einen Gefallen, wenn du dies machst:
Wenn der Roboter dabei einen kleinen Ameisenhaufen durchmäht, freut sich der Grünspecht (voraus gesetzt, es ist einer in der Nähe) und frisst die Ameisen
Wirklich nette Animation, aber mit wenig Aussagekraft, solange die Pestizidmenge nicht ins Verhältnis zur Fläche bzw. der Produktionsmenge gesetzt wird und alle Pestizide in einen Topf geworfen werden. Gibt es da keine Unterschiede in Bezug auf Schädlichkeit?
Es gibt genügend Käferzüchter, die das können. Ganz ohne Habilitation.
Und nach Schopenhauer bin ich sowieso unschuldig:
„Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“
Pestizide pro Hektar nach Land: Pesticide Use by Country - Worldometer
Deutschland verbraucht 4 kg pro Hektar, Spitzenreiter sind die Malediven (52,6 kg/ha), die aber wegen des sandigen Bodens nur Hinterhofgärtnerei betreiben. Dort werden die Pestizide vor allem im Tourismus in Hotel-Ressorts eingesetzt.
China liegt bei 13,1 kg/ha, Niederlande bei 7,9 kg/ha, USA 2,5 kg/ha, Ukraine bei 2,3 kg/ha, Dänemark bei 1,1 kg/ha. Der Einsatz hängt wohl auch davon ab, ob man Gemüse/Obst oder Getreide anbaut. Holländische Tomaten und italienischer Wein sind weitaus anfälliger für Krankheiten als Getreide.
Zu den verwendetet Giften: „Benbrook (2016) analysierte die Trends bei der Verwendung von Glyphosat in den Vereinigten Staaten und weltweit. Er zeigte, dass sich die Verwendung von Glyphosat weltweit um das 15-fache erhöht hat, seit 1996 sogenannte „Roundup Ready“-gentechnisch veränderte glyphosattolerante Pflanzen eingeführt wurden.“ (Fairway)
Von der eingesetzten Menge kann man allein nichts ableiten, da z.B. Insektizide z.B. schon in geringen Mengen stark wirken.
”Herbizide, wie Glyphosat, zielen auf das Zellwachstum, die Photosynthese oder den Stoffwechsel von Ackerbegleitkräutern, den sogenannten „Unkräutern“ ab. Fungizide, wie Epoxiconazol, greifen meist in Stoffwechselreaktionen zur Energiegewinnung oder zum Zellaufbau ein. Sie wirken oft unspezifisch auf verschiedene taxonomische Gruppen wie Algen, Pflanzen, Wirbellose und Wirbeltiere.10 Insektizide, wie Acetamiprid, beeinträchtigen meist das Nervensystem. Ihr Absatz beträgt zwar weniger als vier Prozent des Gesamtverbrauchs, sehr geringe Mengen reichen aber aus, um eine hohe Anzahl an Nicht-Ziel-Organismen zu schädigen. Gerade Nervengifte können auch auf Wirbeltiere wirken.” (Nabu)
“Neonikotinoide werden in geringerer Dosis als herkömmliche Pestizide auf den Acker ausgebracht, aber sind dafür umso giftiger. Bei insektenfressenden Vögeln in den USA sorgen sie
für eine jährliche Rückgangsrate von 3 Prozent.” (global 2000)