Danke für die Info - finde isch schon mal sehr interessant (da ich noch nicht einmal Halbwissen habe ![]()
Wie ist das mit den Autokonzernen und den schon seit Jahren diskutierten Umsiteg auf Elektromobilität? War das so erwartbar, dass hier mehr Investitionen (statt Dividenden) hätten erfolgen müssen - und wenn das nicht so erwartbar war, und es „unternehmerisches Risiko“ war? Warum ist dazu plötzlich eine „Transformations“-kostenbezuschussung notwendig? Die Besitzer (=Aktionäre) haben sich seinerzeit zu hohe Dividenden genehmigt - Geld, das jetzt als Investition fehlt - warum muss/sollte der Staat das jetzt mit Steuermitteln bezuschussen?
Das unternehmerische Risiko der Aktionäre würde dann auf den Steuerzahler übergehen (auch das wieder die Frage eines Laien und n- zumindest derzeit nicht als ernsthaftes Verneinen gängiger Praxis argumentativ zu verstehen!)…
Warum eigentlich? Die Gewinne sind Vergangenheit. Wenn ein Unternehmen mit immensen Kosten, die es nicht auf die Preise umlegen kann, auf CO2-freie Produktion umstellt, bekommt es erst dann Geld, wenn es schon fast pleite ist?
Ist es wirklich etwas Böses, wenn ein Unternehmen angemessenen Gewinn macht? Darüber, was angemessen ist, kann man natürlich streiten.
So ist es ja auch. Zwar nicht die Investitionskosten selber, aber die jährlichen Kapitalkosten, wenn ich das Bilanzrecht richtig verstehe. Wir sind da aber alle keine Experten.
@Kalo
Danke für die Info…![]()
Das ist ein tatsächliches Problem, das besondere Aufmerksamkeit verdient. Zm Glück sind die 10 Mrd. noch nicht an Intel geflossen. (Ich hoffe, das ist an strenge Kontrollen geknüpft.) Es gibt leider genügend Beispiele dafür, dass staatlich Subventionen nicht zur Erreichung der Ziele geführt haben
Besser wäre es natürlich, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sich erwünschtes Verhalten finanziell rentiert und damit Gewinne zu machen sind. Aber das ist nicht immer möglich.
Seit wann wird darüber diskutiert und gewarnt?
Viel, viele, Jahre.
Seit wann baut Tesla E-Autos?
Sind auch schon einige Jahre.
Es ist Aufgabe des Firmenmanagements aus den Gewinnen für die Zukunft zu tätigen.
Wenn sie das nicht ausreichend machen um hohe Dividenden ausschütten zu können, sollten die Folgen nicht vom Steuerzahler getragen werden.
Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren ist nicht nachhaltig.
Da würde ich gern mal die Rechnung für ein Stahlwerk, das auf Wasserstoff umstellt, sehen.
Außerdem ist ein gewisse Dividende existentiell für ein Unternehmen, sonst fällt der Börsenwert und Übernahmen drohen. Dann wird plattgemacht und versilbert.
Wenn wir keine Einigkeit darüber erzielen können, dass Unternehmen Dividende erwirtschaften müssen, können wir uns jede weitere Diskussion sparen.
Ja, ich sehe das auch so.
Läuft es gut, wird an die Aktionälre ausgezahlt.
Läuft es schlecht, kommt bei vielen Unterehmen schnell der Ruf nach staatlicher Unterstützung.
Hätte VW 10 Jahre lang 50% weniger Dividenden gezahlt, hätten sie heute wahrscheinlich -zig Milliarden auf der Bank und wären nicht gefährdet.
Werden sie jetzt staatlich unterstützt, ist das eine Sozialisierung des unternehmerischen Risikos.
Aber es gibt natürlich einen Grund dafür, dass der Staat das mitmacht:
geht VW wirklich pleite, wird es viel teurer als die jetzige staatliche Hilfe.
Es fallen dann viele Arbeitsplätze und hohe Steuereinnahmen weg.
Also werden solche großen Firmen zähneknirschend gestützt, soweit das zulässig ist (bis hin zum Kauf der AKtien, siehe CoBank).
Das ist nicht schön, aber nicht leicht zu ändern, wenn man nicht den Staat in die unternehmerischen Entscheidungen eingreifen lassen will.
Die Schlussfolgerung für den Einzelnen daraus: Aktien kaufen, wenn möglich!
na ja, da ist prinzipiell natürlich was dran.
Aber wenn alle Unternehmen mehr Vorsorge betreiben würden, gäbe es diesen Effekt nicht.
Und ich denke, bei VW zB gab es durchaus Spielraum für mehr Vorsorge, ohne dass der Ausverkauf drohte.
Ich bin kein Betriebswirt, aber ich glaube bei Investitionsentscheidungen spielen viele Faktoren eine Rolle. Das Barvermögen dürfte nicht der entscheidende sein. Der entscheidende Faktor dürfte das erhoffte ROI sein. Und damit wären wir wieder bei der Rendite, die gerade für AGs extrem wichtig ist. Auch wenn das in linken Kreisen nicht gerne gesehen ist.
Oder VW wäre ein extrem gefährdeter Übernahmekandidat. Dass das keine rein hypothetische Gefahr ist, hat Porsche gezeigt.
Die Dividendenrendite von VW (rechte Spalte), bis auf das letzte Jahr nichts Exorbitantes:
Wir sind hier eigentlich etwas Off-Topic mit der Dividenden-Diskussion, aber es nervt mich einfach, wenn jedes Argument pro Subvention mit dem Dividenden-Argument totgeschlagen wird.
Es gilt dabei 2 Szenarien zu unterscheiden
- Einem Unternehmen dem die Insolvenz droht, wird aus übergeordneten Gründen (Systemrelevanz, Arbeitsplätze) vom Staat geholfen. Hier dürfen natürlich keine Dividenden gezahlt werden. Das sehe ich übrigens auch sehr kritisch, es geht oft schief (Karstadt).
- Rechtzeitige Strukturanpassungen, die mit Subventionen unterstützt werden, sind ein anderer Fall. Auch hier ist das Thema Dividende sehr sensibel zu betrachten, aber für mich kein Auschlusskriterium. Diskussion darüber aber evtl. in einem anderen Thread.
Wohl nicht teurer als ein neues zu bauen.
Das können sie ja auch.
habe ich auch nicht bezweifelt.
Ich bezweifle aber das es richtig ist zugunsten hoher Dividenden die Zukunft der Firma zu gefährden um dann Geld vom Staat zu fordern.
Ansonsten bin ich da auch ganz bei @lawandorder
Das wissen wir nicht das ist auch gar nicht der Punkt. Ein Unternehmen wäre aber verrückt, wenn ein neues Werk baut, obwohl es ein funktionierend hat, das den Bedarf decken kann.
Solche unüberlegte Antworten sind eigentlich unter deinem Niveau.
Das hält niemand für richtig. Das jetzt mal ein ganz typisches Strohmann-Argument. Reine Rhetorik.
Das sehe ich auch so. Dividenden richten sich ja auch nach den Ergebnissen in der Vergangenheit und natürlich können Fehler in der Unternehmensführung zu einer Schieflage in der Zukunft führen. Aber VW ist vielleicht ein ganz gutes Beispiel. Aus meiner Sicht wäre es falsch VW selbst bei noch größerer Schieflage staatlich zu unterstützen ( kann dennoch passieren, weil ja Niedersachsen großer Aktienanteile hält). Mal abgesehen, dass VW „to big to fail“ ist droht allenfalls eine Übernahme, was leider etliche Arbeitskräfte kosten würde. Aber so ist eben der Markt. Was anders ist aber was geselllschaftlich als zukünftige Wirtschaft gewollt ist. Und wir benötigen eben niedrigere Energiepreise für unsere Wirtschaft, bessere Transportmöglichkeiten auf der Schiene, eine bessere digitale Infrastruktur etc. Sicherlich gehört hierzu auch bestimmte Industrien, die wir generell in Europa halten müssen ( Landwirtschaft) oder gar wieder ansiedeln müssen ( Beispiel Pharmaindustrie). Und da s muß der Staat natürlich sichern. Bei der Ampel fehlt mir da etwas der Plan.
Willst du mich falsch verstehen?
Ich habe nicht geschrieben, dass sie ein neues Werk bauen sollen, sondern habe die kosten der H2-Umstellung mit dem Bau eines neuen Werkes in Relation gesetzt.
Mehr dazu weiter unten bei Strohmann.
Nein, das ist heutzutage leider oft der Fall.
Du benutzt Strohmann Argumente indem du mir z. B. unterstellst ich würde schreiben sie sollen ein neues Werk bauen oder sollten keine Dividenden mehr ausschütten.
"
Beim Strohmann-Argument wird der Eindruck erzeugt, dass ein gegnerisches Argument widerlegt wird, obwohl eigentlich ein Argument zurückgewiesen wird, das der Gegner gar nicht vorgetragen hat, sondern ihm lediglich unterstellt wurde.
"
In der Vergangenheit wurde zugunsten der Dividenden zu wenig in F&E investiert, was jetzt für Probleme sorgt. Daher gehört das schon zusammen.
Aber es geht doch gerade um die Kosten. Die fallen bei der Umstellung an, führen aber nicht zu einem höheren Produktionsvolumen (wie bei einem neuen Werk) und können wegen des Wettbewerbs vor allem aus China und Indien nicht auf die Preise umgelegt werden. Also werden sie es nur machen, wenn es Subventionen auf grünen Stahl oder CO2-Preise auf schwarzen Stahl gibt (und alle Folgeprodukte daraus).
Nur das war mein Punkt und da ging dein Argument voll ins Leere.
Wann habe ich dir das unterstellt? Und Strohmann bezog sich auf etwas ganz anderes. Einfach nachlesen.
Aber bei manchen, und ich weiß nicht, ob du dazu gehörst, ich unterstelle dir gar nichts, habe ich das Gefühl, sie wären der Meinung, unsere Industrie müsste auf Non-Profit-Unternehmen aufgebaut werden. Stichwort: „profitgierige Konzerne“
Da gehöre ich ganz sicher nicht dazu.
Aber gehörst du zu denen, die meinen der Staat hat für die Unternehmensgewinne zu sorgen indem alle Belastungen vom Staat auszugleichen sind? Liest sich manchmal irgendwie so.
Würde mich jetzt schon interessieren, aus welchem Beitrag du das herausliest.
Das lese ich aus der Summe deiner Beiträge heraus.
z. B. auch
Das lese ich aus der Summe deiner Beiträge heraus. z. B. auch
Schon interesant, wenn du das aus meinem Text herausliest, dass ..
der Staat hat für die Unternehmensgewinne zu sorgen indem alle Belastungen vom Staat auszugleichen sind
Da ich ja nicht annehme, dass du unter Halluzinationen leidest, kann das nur gewollte Polemik mir gegenüber sein.
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