Damit du es besser verstehst: Lawandorder hatte oben aus der Emma zitiert:
Darauf bezog sich mein Beitrag:
Aber vielleicht hast du die vorhergehenden Beiträge gar nicht gelesen und kamst so zu deiner Fehlinterpretation:
Oder anders: bei woken Studenten darf man nicht kritisch über Islamismus forschen, noch Transmenschen biologisch in Frage stellen. Dass ein Islamist nun einen Terrorakt gegen eine Homo-Trans-Lesben-Veranstalung verübt, ist ein nicht aufzulösender Widerspruch in der woken Ideologie, weil die Islamisten ja zu den „Guten“ zählen und nicht kritisiert werden dürfen.
Gibt es dafür eine Quelle? Nach meiner Erinnerung wehren sich die „Woken“ nur dagegen, bei Muslimen sofort Islamismus zu unterstellen, genau so wie du es auch nicht toll finden würdest, im Ausland aufgrund deiner Nationalität oder Religion reflexartig als Hitler-Fan eingeordnet zu werden oder als Kreuzritterbraut.
Falsch, die „Islamisten“ sind nicht die Guten und nicht jeder muslimische Mensch ist gleich ein Islamist.
Islamismus ist fast vergleichbar mit Faschismus, nur die einen handeln in ihrem religiösen Wahn und die anderen aus rechtsnationalistischen Ideologien.
Von beiden Seiten kommt die Queerfeindlichkeit in Deutschland.
Was ich nur inzwischen sehr seltsam finde, dass diese Anschläge immer kurz vor irgendwelche Wahlen stattfinden.
Zufall? Na ja, irgendwie und irgendwann finden in Deutschland ja immer irgendwelche Wahlen statt.
Nein, deshalb habe ich geschrieben „nach meiner Erinnerung“. Ich beschäftige mich mit „Wokismus“ nich so internsiv, muss ich gestehen, aber wenn sie aktiv Islamismus unterstützen würden, wäre mir das sicher aufgefallen. Ich lese das von dir jetzt das erste Mal, deshalb hatte ich nach einer Quelle gefragt. Aber wenn du keine hast, hake ich das einfach ab.
queers for palestine
in Palästina regiert … richtig, die Hamas
da wird bei den queers nicht nach guten Muslimen und bösen Islamisten unterschieden.
Das ist strunzdumme Ideologie von Leuten, die in Palästina bekanntlich lebendig vom Hochhaus gestoßen werden.
"Völlig auf die Hündin gekommen sind sie am Freitag. Traditionell ist das ein Fest am Abend vor einer CSD-Parade für lesbische Sichtbarkeit – dieses Jahr mit einem Umzug durch die Viertel im Bezirk Neukölln, die als besonders arabisch und, aus Perspektive der Veranstalter, extraqueerwürdig gelten. Was man jedoch sah, war eine ideologische Demutsgeste den eigenen potenziellen Peinigern gegenüber: Die Demonstration verbündete sich am Ende mit Pro-Hamas-Leuten aus dem Viertel, die ihr Glück, solche Alliierten zu finden, gar nicht fassen konnten."
Derr erste link handelt ja tatsächlich von Queeren, wobei aber nicht klar wird, ob sie wirklich den Islamismus fordern oder nur das Ende der Bombardierungen.
Im zweiten link kommt das Wort „queer“ oder „woke“ nicht" vor.
Es bei jeder Demo ein Problem, dass du nie vorher wissen kannst, wer da sonst noch mit demonstriert. Mit ein paar Reichsbürgerflaggen zum Beispiel könntest du theoretisch jede Demo entwerten.
Das Phänomen, sich zur Durchsetzung (oder zumindest Stärkung) eigener Interessen sich mit fragwürdigen Strukturen zu verbünden/zu koalieren ist nicht neu. Das galt für den Afghanistankrieg, bei dem man das menschenverachtende, unterdrückerische System der Sowjetunion durch die noch viel menschenverachtenden religiössen Fundamentalisten der Taliban bekämpfen wollte, das gilt sicherlich für solche Zweckbündnisse (so es sie denn gibt) bei solchen Demos, und könnte am Ende nächster Wahlen in einer zumindest Duldung zwischen AfD und Union führen.
Das Gegenmodell tatsächlicher Brandmauern (egal, ob Demo oder Bundestag) wird dann schnell unattraktiv, wenn dadurch die eigene Position zur Bedeutungslosigkeit zu verkommen droht.
Das ist ein durchaus interessantes Paradox in der Demokratie: die vermeintliche eigene Effizienz leidet unter der Oppositionsrolle infolge von Abgrenzungen/Brandmauern. Die spannende Frage ist, ab wann die Korrumpierung der eigenen Position durch falsche Kompromisse zu groß.
Die Frage stellt sich natürlich schon bei Koalitionen unter Demokraten (Union/Grüne/Linke)
Das ist natürlich ein Problem, dass dort das Wort „Woke“ nicht vorkommt. Dazu müsste man sich dann mit der Selbstdefinition von „woke“ beschäftigen, was ich bereits getan habe.
Vielleicht sind seit Corona auch die politischen Grenzen unscharf geworden.
Bei den Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen vereinigten sich plötzlich grüne Anthroposophen mit AFD, Reichsbürgern und Veschwörungsschwurblern.
Beim Protest gegen den Ukrainekrieg standen plötzlich die Linken und die AFD, die „linke“ Sarah Wagenknecht, die Feministin Alice Schwarzer, sowie Ex-Grüne Friedensbewegte zusammen.
Beim Protest gegen Israels Abwehrkampf gegen die Hamas in Gaza saßen die Linken, die woke (Trans)-Bewegung, Amnesty International und militante Islamisten in einem Boot.
Wer soll da noch so richtig durchsteigen? Beim CSD in Berlin hatten die Teilnehmer jedenfalls mehr Angst vor den Rechten und Anschläge seitens militanter Islamisten gar nicht auf dem Schirm.
Das ist sicher richtig - allerdings ist nicht ganz klar, warum die unscharfen Grenzen plötzlich zu mehr Sachverständnis führen sollte, nur weil es Leute gibt, die ihre „politische Heimat“ aufgeben, und politisch umsiedeln. Wenn sie vorher nicht unbedingt aufgrund von sachlichen Argumenten diese oder jene Gruppe unterstützten - warum sollten sie das hinterher tun?
Du kannst nicht von allen Menschen Sachverstand zu allem Themen erwarten. Das ist höchst unrealistisch.
Wenn du in einer Demokratie Entscheidungen beeinflussen willst, jenseits vom gelegtnlichen wählen, muss du dich zu Interessengruppen zusammenschließen. Dann kann man gemeinsam seine Vorstellungen in die Entscheidungsprozesse einfließen lassen.
Das „gemeinsam“ erfordert aber ein gewisses Maß an Loyalität.
Als die Transaktivisten sich überlegt haben, welche Partei für sie in Frage kommt, um das Selbstbestimmungsgesetz durchzusetzen, haben sie sich für die Grünen entschieden. Im Gegenzug haben sie die Grünen Narrative und das grüne wording übernommen, und die Grünen den Genderstern und die FINTA-Kategorie.
Ist es das, was du unter „gemeinsam“ verstehst?
Nein, es geht nicht um die Übernahme von Narrativen und Wording, es geht um Loyalität, wenn man gemeinsame Ziele hat. In Gewerkschaftskreisen heißt das Solidarität.
Wie weit das geht, muss jeder selber entscheiden. Aber es sind keine Werte, die auf den Müllhaufen der Geschichte gehören.
Mir ging es ja gerade darum, wenn man eigentlich keine gemeinsamen Ziele hat, sondern die Ziele der jeweils anderen Gruppe mit unterstützt, um gemeinsam stärker zu sein. Da kommen dann eben manchmal schrullige Konstellationen heraus.
Das ist etwas ganz anderes, weil da alle dieselben Ziele haben.
Mag vorkommen. Hast du Beispiele? Die Unterstützung der Palästinenser durch die Linken vielleicht? Das läuft eher nach dem Muster " der Feind meines Feindes muss mein Freund sein"
Es geht hier ja um die Grünen und den CSD, deshalb will ich jetzt nicht noch andere Beispiele bringen, das würde nur ablenken.
Ich denke, die Grünen fahren beim CSD auch ein bisschen auf dem Trittbrett mit, denn welche Demo schafft es heutzutage sonst noch, so viele Leute auf die Straße zu bringen?
Ein Beispiel für den Rückzug aus der Umweltpolitik, seitdem das Selbstbestimmungsgesetz durch ist, könnte zum Beispiel Tessa Ganserer sein.