Ich habe tatsächlich monatelang kein Fernsehn geguckt, also ich will damit sagen, es gibt schon Leute die eine Zeit lang kein Fernsehen gucken. Interessanterwesie fühlte ich mich dann etwas besser. Man bekommt weniger Komische Gedanken wenn wenn seltener Fernsehen guckt, vermutlich liegt das daran das da so viel Blödsinn kommt..
Ich nehme daher mal an, meine Vermutung, dass dieser Effekt bei den sozialen Medien noch schlimmer ist.
Man wird bekloppt davon… Weril man dann glaubt iegendwelche Sachen zu verpassen und ständig vom Alltag abgelenkt ist dass man viel zu viel Energie in Blödsinn vergeudet der eigentlich meist unwichtig ist.
Whatsapp benutze ich nur ,wenn ich bestimme wichtige Angehörige nicht erreichen kann.
Ich mag den meisten Kram nicht der da gepostet wird, vieles ist Quatsch.
Da so verdammt viel Quatsch den ganzen Tag zu lesen wird man anscheindend so vom leben abgelenkt, dass man teilweise realitätsverlust erleidet. Also nicht im Sinne von Leuten die in die „Anstalt“ kommen, sondern in dem Sinne, das der Überblick total verloren geht.
Die Birne „da oben“ unter den Haaren ist sonst voll bis zum platzen mit Unsinn. Das scheint eher krank zu machen.. Man wird neurotisch davon.. ungesund..
und man verliert viel Zeit für unwichtige Dinge zu lesen.. Ist auch ne Zeitverschwendung..
Ja, natürlich lieber ein gutes Buch als einen schlechten Film oder Doku. Aber „gutes Buch“ ist zu einem stehenden Begriff geworden, der unterschlägt, dass es massenweise schlechte Bücher gibt.
Es kommt nicht auf das Format, es kommt auf den Inhalt an.
Aber irgendwo musst Du dich doch informieren? Und weder Twitter noch BILD sind eine gute Alternative zum ÖRR. Zugegeben, das war jetzt etwas unfair, es gibt natürlich auch sehr gute Printmedien.
Facebook ist selbstverständlich nicht „der Teufel“ sondern nur ein extrem ekliger Auswuchs des Überwachungskaptialismus.
Einen Anwalt oder Arzt über Facebook suchen würde ich niemals machen. Es ist vollkommen egal, ob die Gruppe geschlossen oder offen ist. Facebook analysiert natürlich jedwede Kommunikation über seine Plattform und verkauft diese Informationen an den meistbietenden.
Ich bin - was sog. soziale Medien angeht - leider völliger DAU - kann man in einer abgeschlossenen Gruppe keinen Verschlüsselungsalgorithmus verwenden, der die dortigen Infos verschlüsselt, sodass sich das Weiterverkaufen gar nicht lohnt, da für den Käufer nur Nonsens rauskommt?
Oder gehört das Verbot derartiger Verschlüsselung zu den allg. Nutzungsbedingungen in diesen Medien?
könnte man theoretisch tun, aber der Aufwand ist doch recht hoch. Die sog. sozialen Medien sind ja gerade deshalb so erfolgreich, weil sie so einfach und intuitiv zu nutzen sind. Wer sich die Mühe machen möchte eine interne Facebook-Gruppe zu verschlüsseln, wird vermutlich eher direkt auf einen alternativen Messanger ausweichen, der schon mit Verschlüsselungsmöglichkeiten daher kommt.
Es geht doch gar nicht darum, was man auf Facebook schreibt. Durch die im ganzen Internet verbreiteten „kostenlosen“ Tools und Like-Buttions von Facebook, bekommt der Konzern jede Internet-Seite mit, auf die du surfst. Dadurch entsteht ein Persönlichkeitsprofil von Dir, daß man verkaufen kann.
Sehr gut verkaufen kann. Du bist schwanger? Oder Schwul? Oder Grünen Wähler?
Für alle diese Zielgruppen verkauft Facebook zielgerichtete Werbung, die sonst niemand sieht!
Da kannst du deine Kommunikation mit Whatsapp so viel verschlüsseln wie du willst. Das interessiert keinen.
Ich poste nichts privates, in meinem Profil befinden sich keine privaten Fotos und kein Mensch weiß, dass ich im Urlaub bin, ansonsten habe ich nichts zu verbergen.
Das Grundsatzproblem ist also wieder mal, dass wir uns einer Struktur bedienen, für die wir nicht mit Geld, sondern mit Daten bezahlen… Immer das selbe…
finde ich zumindest „schwierig“ (auch wenn ich das als pragmatischen Ansatz durchaus verstehe…)
Du hattest mal erwähnt, dass du mehrere Hunde im SUV durch die Gegend fährst.
Wenn du das auf Facebook schreibst, könntest du in einer Blase landen, die gezielt Fake News erhält wie z.B. „Grüne planen Verbot von SUVs für Tiertransporte“.
Finde ich nicht so schlimm, ich finde es auch nicht schlimm, wenn die Werbung personalisiert ist (wenn sie schon sein muss). Ich achte natürlich schon darauf, welche Daten ich herausgebe.
Es geht überhaupt nicht ums „verbergen“ es um „manipuliert werden“.
Wissen ist Macht.
Nur ein Beispiel: Es wurde nachgewiesen, daß man durch Nachrichten auf Facebook, das Wahlverhalten von Menschen beeinflussen kann: Wenn man weis, wen du wahrscheinlich wählen würdest, kann man die Wähler der einen Partei zur Wahl animieren und die der anderen Partei demotivieren. Und jetzt? Was macht ihr dagegen?
Wenn ich deine Browser-Historie kenne, weiß ich vermutlich mehr über euch, als eure Lebenspartner. Und was Facebook macht ist genau das gleiche Prinzip: Genau verfolgen, was ihr wann wie lange lest.
Ist schon klar - aber man ist eben umso besser geeignet für einen Manipulationsversuch, wenn man viel von sich veröffentlicht …
Das bedeutet natürlich noch nicht zwingend, dass der Versuch auch Erfolg haben muss …
Was muss ich dagegen unternehmen als das, was ich auch in der Zeit vor dem WWW? Ich werde mich selber sicher nicht von Internet-Kampagnen beeinflussen lassen - und die Mobilisierung der Wähler des politischen Konkurrenten - es kann sein, dass ich weniger effizient bin, wenn es darum geht, andere potentielle Wähler für meine Wahlentscheidung zu begeistern, als es die gezielte Werbung in Social Medien können - aber das ist eben Demokratie - wenn die Mehrheit sich für die Infos, die von dort kommen, „lieber“ beeinflussen lassen als von mir, habe ich eben Pech gehabt - es bleibt an dieser Stelle, wie ich weiter oben schon argumentiert habe, ein Bildungsproblem, damit immer weniger sich infiltrieren lassen…
Ich glaube das - zumindest für mich - kaum - zum einen, da meine Frau sehr, sehr viel von mir weiß - zum zweiten, da ich - jenseits des grünen Diskurses, Urlaubsplanung und einige wenige DInge, die ich über das Netz kaufe (von der meine Frau allesamt weiß!) das Netz kaum nutze - und es bleibt für die Netzanalyse durch besagte digitale „Mithörer“ ein großes Problem - es ist prinzipiell kaum ermittelbar, warum ich mich um bestimmte Informationen bemühe - es kann sein, dass ich das tue, weil ich Bestätigung meiner Position suche - es kann aber auch sein, dass ich Material dagegen suche - ob ich eine Sache also genau betrachte weil ich es liebe oder hasse - ist aus dem Browserverlauf allein nicht zu schließen (auch da ist meine Frau deutlich im Vorteil!)…
Natürlich kann man dass dann kombinieren mit den Infos, den ich hier oder in anderen Sozialen Medien (letztlich gehört auch so ein Forum weitgehenst zu den Social Medias - nur dass das hier digital gesehen eher noch geschlossen ist) - aber selbst dann ist meinen Frau immer noch im Vorteil, da sie die Hintergründe für meine Texte ebenfalls besser einzuschätzen weiß als jeder LauschBot…
A) Ich benutze Facebook nicht.
B) Ich wähle seit 40 Jahren grün
C) Ich lebe in einem kleinen Dorf, bin bei 2 Vereinen aktiv, die Menschen hier kennen mich ganz gut. Na und? Ich habe nicht den Anspruch, anonym im Geheimen zu leben. Davor habe ich in einer großen Stadt gewohnt, ich war erstaunt, als ich mal erfahren habe, was die Leute in der Straße alles über mich wussten.
Ich will ja nicht sagen, dass wir keinen Datenschutz brauchen, aber man muss sich einfach entscheiden, ob man am sozialen Leben teilhaben will. Analog und online.
Die Echokammern von Facebooks sind nochmal ein anderes Thema, aber die meisten leben auch ohne Facebook in ihren Kammern.
Das ist eine ziemlich … ‚laienhafte‘ Sicht auf den Datenschutz.
Wusstet Ihr z.B..
dass man alleine aus dem Browserverlauf mit >80% Wahrscheinlichkeit die sexuelle Orientierung bestimmen kann (auch wenn Ihr keine einschlägigen Seiten besucht habt)?
dass wenn Ihr das ganze Jahr über kommentarlos Fotos von Blumen auf Insta einstellt, man mit ziemlicher Sicherheit Euren Wohnort und den Urlaubsort bestimmen kann?
Und es geht nicht darum, jedes Detail über eine Einzelperson zu erfahren. Das ist was für Agentenfilme. Es geht vielmehr darum, Gruppen anzusprechen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit bestimmte Merkmale haben.
Ich fürchte sehr, Du hast recht! Deswegen will ich an dieser Diskussion teilhaben, um mehr zu erfahren und - hoffentlich - auch was ändern zu können
Auch das ist mir bekannt - wohl weiß ich auch, dass noch nicht wirklich in die Verästelungen durchdekliniert habe - ein Grund mehr, sich zu beiteiligen
Ist für mich im Prinzip auch klar - ich finde es immer extrem amüsant, was sich da alles ausgedacht/spekuliert wird, um sich meinem Charakter zu nähern/mich zu manipulieren - es wirkt auf mich, als sei ich ein löblicher Einzelfall - die mir per Prognose angebotenen Dinge liegen - gefühlt - zu 90 % falsch - aber auch das mag Selbsttäuschung/laienhafte Betrachtung sein - auch hier bin ich um jeden weiteren Impuls dankbar…
Das täuscht, weil die meiste Werbung - ist ja billig - sehr breit gestreut wird nach dem Motto: schicke es an jeden, den es ganz vielleicht doch irgendwie interessieren könnte.
Wenn ich hingegen Wahlbeeinflussung machen will, muss ich die Zielgruppen wesentlich enger fassen. Und das geht sehr gut. Da würde es Dir unheimlich werden.
Als Massenphänomen magst Du recht haben - wie finde ich nun Deiner Meinung nach heraus, wer im Einzelfall dafür empfänglich ist (vielleicht auch ich), und wer nicht - wenn es möglich ist herauszufinden, wie man im Einzelfall dagegen etwas resistenter werden kann, dann hätte man einen Ansatzpunkt, etwas im Allgemeinen daran zu verändern…