"China hängt uns ab!"

Ich denke, wir sollten uns als EU mit immerhin 450 Mio Leutchen sehen. Genau aus diesem Grund, weil Deutschland alleine zu klein ist.

Der Antrieb ist natürlich, den Wohlstand auch zukünftig zu erhalten und nicht komplett zum Spielball der Großmächte zu werden. Was hindert uns eigentlich daran, so erfolgreich wie die USA (340 Mio) zu werden?

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Ich frage mich schon die ganze Zeit, was sich manche Politiker und Medientreibende denn unter systemischem Wettbewerb vorstellen. Ich bin mir inzischen sicher das die sich gar nichts vorstellen außer:

Keine Ahnung was für ein Wettbewerb, aber wir sind die Größten…

Auf die Idee , das wir uns an den Wettbewerb anpassen müssen, würde nie einer kommen…

Die Chinesen haben sich angepasst. Auch wenn es Ihnen überhaupt nicht gefiel…

Jetzt sind sie in diesem Teilgebiet besser als Demokratische Marktwirtschaften.

Was hindert die Amerikaner eigentlich daran, so glücklich wie die Finnen zu werden? Die Antwort ist die selbe.

Das ist hier zwar Off-Topic, aber wesentliche Unterschiede zwischen Deutschland und USA sind unsere Sozialgesetze, das Verursacherprinzip und die Formalkriterien bei der Einstellung von Mitarbeitern.

Das habe ich jetzt alles mal ganz wertfrei aufgelistet.

Zwischen China und Deutschland gibt es bezüglich der von mir genannten Punkte vermutlich auch Unterschiede.

In welchem der drei Länder man am Liebsten leben möchte, muss dann jeder für sich selbst überlegen.

Sehe ich genauso - so lange unser System auf Konkurrenz aufgebaut ist (und es - unabhängig von der Frage, wie sinnvoll das ist, nicht absehbar, dass sich daran etwas ändert), ist der Versuch Chinas, uns abzuhängen, “sportlich” zu sehen. Ganz ohne Vorwurf in irgend eine Richtung. Wohl wissend, dass wir bei allen Anstrengungen auch mal zu den Verliereren gehören (werden). Da hilft nur “Fitnesstraining” im Glauben, den vielleicht gerade entstandenen Rückstand demnächst wieder aufzuholen.

Die Schlagzeile „China hängt uns ab!“ - wohlgemerkt war bezogen auf Umstellung des Energiesystems - ist nicht mehr als das: Eine Schlagzeile, die Aufmerksamkeit erzeugt.

Denn um welches „Rennen“ geht es denn? Und was bitte ist das Ziel bzw. der Gewinn, wenn man erster ist?

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Wohlstand

Also die Finnen haben weniger Wohlstand, weil ihr Bruttosozialprodukt auf Rang 48 liegt?
Warum geht es denen dann so gut?

Wäre nicht in einer gerechten Welt, das Bruttosozialprodukt der Länder in etwa äquivalent zur Größe der Bevölkerung? Und entwickelt sich die Welt nicht in diese Richtung?

Was Strom aus erneuerbaren Energien betrifft: Äthiopien, Albanien, Kongo, die Zentralafrikanische Republik und einige andere Länder haben 100% schon erreicht. Dann kommen Länder wie Norwegen, Namibia und Uganda und auf Platz 56 kommt Deutschland - hinter Nord Korea. :-).

Ja ich weiß, wir brauchen/verbrauchen auch viel mehr Energie als Nordkorea. Aber wir haben auch etwas mehr Geld, oder?

Es geht nicht darum Erster zu sein, aber der Abstand zum Ersten sollte nicht zu groß sein.

Mit einem Pro-Kopf-BIP von 40 700 EUR belegt Finnland den neunten Platz in der Europäischen Union und liegt damit deutlich über dem EU-Durchschnitt (37 600 EUR). Auf das Land entfallen 1,6 % des gesamten BIP der EU.

Aber in einem hast du recht, BIP alleine macht nicht glücklich.

Ja, das wäre schön. Ob und wenn, wann es so kommt steht aber in den Sternen.

Die Rangliste ist nicht so wichtig, relevant ist der Abstand. Auch wenn von 100 Staaten alle fast gleichauf liegen, ist einer auf dem letzten Platz. Das alleine sagt also gar nichts.

Shoppen wie ein Milliardär?

Ich habe da eine beunruhigende Sache gefunden

https://www.focus.de/panorama/welt/norweger-entdecken-ploetzlich-dass-china-850-ihrer-elektrobusse-fernsteuern-und-stoppen-kann_ba3c10a0-fa18-48a7-8f47-2670f49304c2.html

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Wenn man nach “glücklich” sucht, lohnt vielleicht ein Blick in den World Happiness Report, da liegt Finnland auf Platz 1, die USA nur auf Platz 24, noch hinter CostaRica und Mexiko.

In Bhutan hat man sogar versucht die Zufriedenheit zu quantifizieren und ein “Bruttonationalglück” definiert, welches als zentraler Indikator für politisches Handeln dienen soll.

Die Vorstellung, dass ein hohes und immer weiter gesteigertes BIP zu einer zufriedenen und glücklichen Bevölkerung führt, ist ein Trugschluss. Insofern ist auch fraglich, ob wir uns wirklich in einem Wettstreit mit anderen Ländern um “Wohlstand” sehen sollten. Erst recht wenn man dafür auch kriegerische Mittel in Betracht zieht um Wohlstand zu sichern, geht es gleichzeitig mit der Zufriedenheit rapide bergab - genau das sehen wir gerade in Deutschland.

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Ich sehe uns nicht in eienm Wettstreit um Wohlstand, ich gönne jedem Land seinen Wohlstand und möchte Wohlstand in möglichst jedem Land. Das ist kein Nullsummenspiel.

Es geht schlicht und einfach um ein Reduzierung der Abhängigkeiten von und damit der Erpressbarkeit durch China und - mittlerweile muss man sagen - auch der USA.

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Seit 2018 ist eCall für alle neu zugelassenen Kfz in der EU verpflichtend. Kennst du einen einzigen Hersteller, der diese Datenverbindung nicht auch für eigene Interessen nutzt? Zumindest Diagnosedaten versenden sie alle. Ein benutzerfreundlicher Fernzugriff ist heute auch Standard. Mit “over the air” Updates wird offen geworben, auch von besagtem Bushersteller. Was nutzt du sonst noch für “smarte” Geräte mit Cloudanbindung? Sogar meine Waschmaschine von AEG will jeden Waschgang ins Ausland melden. Für die Hersteller ist das in erster Linie eine Form von Kundenbindung und Upselling-Option.

Mich wunderts, dass dabei um China immer so ein Drama konstruiert wird, während jedes Smartphone gedankenlos in die Google- oder Applecloud gehängt wird. Etwas mehr digitale Souveranität würde uns als Gesellschaft und auch jedem einzelnen ganz gut tun.

Wie kommt sie ins WLAN?

es gibt keine gerechte Welt.
Das ist ein völlig naiver Ansatz.
Entweder ich kaufe ein Auto von VW oder von BYD.
Entweder der Gewinn aus dem Verkauf geht nach Wolfsburg oder nach … Peking, wo auch immer BYD seinen Sitz hat.
Was ist gerechter?
Die Frage ist sinnlos.

nein, natürlich nicht.
Weil kaum jemand „Gerechtigkeit“ will, alle wollen selber gut leben.
Und weil jeder etwas anderes unter Gerechtigkeit versteht.
Die Vorstellung von globaler Gerechtigkeit ist eine Illusion und eine gedankliche Sackgasse.

solange die globale Wirtschaft auf Konkurrenz aufgebaut ist, sind wir gezwungen, kompetitiv zu denken.

weil sie Finnen sind und anders ticken als wir oder die Amis oder die Chinesen.
Sowas kann man nicht von einem Land auf das andere übertragen.

was?!? in D gibt es hunderte oder tausende von Unternehmen, die in ihrem (uU kleinen) Bereich Weltmarktführer sind (noch), insb. im Maschinenbau. Bis vor 5-7 Jahren waren wir in Sachen Kfz führend in der Welt. Und wenn man die EU nimmt, sind wir > 400 Mio. In einigen oder sogar vielen Bereichen können wir Weltspitze sein, wenn wir uns etwas Mühe geben.

Die USA haben nur ein Viertel oder Fünftel der Einwohner Chinas und sind (noch) deutlich erfolgreicher als die Chinesen.

was ?!? wer redet davon?

Merkwürdiges Verständnis von Wirtschaft und Wettbewerb
Wettbewerb schließt doch Zusammenarbeit nicht aus.

jede Industrie schließt sich in Verbänden zusammen, VCI, VDA, BDI usw.
Das sind untereinander alles Wettbewerber, aber sie arbeiten dennoch zusammen.

Unsere Kanzlei ist auch Mitglied in Verbänden mit anderen Kanzleien, aber dennoch versuche ich, bei der Mandatsarbeit besser zu sein als die anderen beteiligten Kanzleien.

Oder nimm die EU: wir sind beim Handel auch Wettbewerber vieler anderer EU-Staaten.
Das hakt manchmal ein bisschen (Luftfahrt, Militärproduktion), aber es schließt doch nicht aus, sich politisch als EU zusammenzuschließen.

Über eine App

Es erschwert sie aber durch Betriebsgeheimnisse und Dumpingpreise.

Muss man die haben?

Wenn du mit dem Gerät kommunizieren möchtest