Wohnungskonzerne enteignen?

@lawandorder Willst du diese Überzeugung, selbst nicht dumm zu sein, mit ins Grab nehmen? Hat das was mit Identität zu tun?

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was soll ich differenzieren?
jeweils unterscheiden zwischen dumm, kurzsichtig, vorurteilsbehaftet, ideologisch verbohrt?
oder was meinst Du?
Mach mal einen Vorschlag

xxxx

usw usw

Diese Aufzählung hilft überhaupt nicht weiter.
Dass Vonovia so vorgeht, sagt nichts darüber aus, ob Enteignung die richtige Lösung ist.
Du beschreibst (hoffentlich) die Wirklichkeit, aber das ist noch keine Lösung.

Wenn VW 4 Milliarden an die Aktionäre ausschüttet, ist das ein toller Erfolg.
Bei Vonovia ist es ein Verbrechen.
Dabei werden die Mieten der Sozialwohnungen vom Staat bezahlt, nicht von den Mietern.
Die Autos bezahlt jeder selber.
Warum beschweren sich dann die „Sozial-Mieter“, die Autokäufer aber nicht?
Das ist alles verkehrte Welt.
Es ist eine irrationale Mischung aus Verzweiflung, Wut und Ideologie, die Vonovia zum Gott-sei-bei-uns und zur Wurzel allen Übels erklärt.

xxx

M.W. liegt die Durchschnittsmiete der Vonovia-Wohnungen in Berlin bei EUR 8.
Das klingt nicht wie Mietwucher.

und außerdem:

Kontrollfrage: wenn Vonovia so scheisse ist, warum mieten die Leute nicht andere Wohnungen, die dann der Staat bezahlt?
Oder warum weist ihnen der Staat nicht einfach andere Wohnungen zu?

mal wieder eine dumme Frage :slight_smile:

Nein. Es hat wohl eher etwas damit zu tun, dass mir viele Menschen seit über 30 Jahren mehrere 100 EUR pro Stunde dafür bezahlen, dass ich ihre Probleme analysiere und ihnen bei der Lösung helfe.
Das ist kein wissenschaftlicher Beweis, aber doch ein brauchbares Indiz dafür, dass ich Sachverhalte erfassen und analysieren, logisch denken und ganz anständig kommunizieren kann.
Ich kann natürlich trotzdem ein arrogantes Arschloch, ein Reaktionär und ein kaltherziger Kapitalist sein.
Aber es spricht einiges dagegen, dass es mir an Intelligenz mangelt.
Und ja, derzeit sieht es so aus, als würde ich diese Überzeugung „mit ins Grab nehmen“, auch wenn ich nicht weiß, was das für eine Rolle spielt.

Kontrollfrage für Dich persönlich:
Wenn dieses Forum von außen in seiner Existenz bedroht wäre, und wenn wir uns dagegen wehren wollten - würden die Mitglieder und Nutzer dann Dich oder mich in die entscheidende Verhandlung mit der Gegenseite schicken (wenn nur einer teilnehmen dürfte)?

Das Forum ist leider bereits von innen gescheitert, da muss man überhaupt niemanden mehr schicken.

Das bedeutet nur, dass sie von der Rechtslage weniger Ahnung haben als du, aber nicht, dass du besonders klug bist.

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Du brauchst für deinen Beruf spezielle Fähigkeiten: dir schnell einen Überblick über einen Sachverhalt zu verschaffen, die wesentlichen Punkte schnell erfassen, sie auf dem Hintergrund von Wissen, Erfahrung und wahrscheinlich gutem Instinkt einzuordnen, eine Strategie zu entwickeln und die dann mit den jeweils notwendigen Mitteln durchzuziehen.

Eine Runde zurück und nochmals die Voraussetzungen zu überdenken wird sicher gelegentlich nötig sein, aber dafür braucht es wohl einen Anstoß, wie zusätzliche Informationen etc.

Bei mir ist das „nochmal zurück und prüfen“, noch genauer verstehen wollen, eher angelegt und verursacht häufig „zu viel nachdenken“ und Probleme, mich zu entscheiden.

Beim Thema Vergesellschaftung warst du sehr schnell mit einer scharfen Position dabei, und hast die vehement durchgezogen. Vielleicht wäre einmal zurückgehen und neu überlegen hier angebracht.

Ich wollte es eigentlich im Monatsthema Wohnen unterbringen, aber dieser Thread hat schließlich das Thema Vergesellschaftung.
Hier haben Ökonomen mit gutem Ruf das durchgearbeitet:

Mir scheint es zumindest nicht fern aller Möglichkeiten, einiges muss wahrscheinlich vom BVerfG endgültig geklärt werden, zb, was die Berechnung der Entschädigung angeht (Verkehrswert oder Ertragswert).
Es muss eh durch ein Gesetz begründet werden.
Ein möglicher Nachteil könnte die Überforderung der Verwaltung sein und Ressourcen vom Neubau abziehen.
Aber wenn das Ganze einmal verfassungsrechtlich ausgelotet würde, weiß man hinterher auch mehr. Auch andere Kommunen könnten sicherer vorgehen.
Elif Eralp ist Juristin, sie wird einige auf der Hand liegende Dummheiten hoffentlich vermeiden.

Man kann die Vergesellschaftung befürworten oder ablehnen, für beides gibt es gute Gründe. Aber die schlechten Gründe der Befürworter als Grundlage deiner Ablehnung ist etwas dünn.

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Man kann Enteignen, aber dann sollte man nicht glauben, dass irgend jemand noch privat baut um zu vermieten. So bescheuert ist niemand.

Erwartest du im Ernst, dass Menschen Wohnungen bauen und dann andere umsonst, nur gegen die Erstattung der laufenden Kosten, darin wohnen lassen. Hör auf mit dieser Aktionärsbeschimpfung. Ohne Aktiengesellschaften gäbe es fast nichts bei uns, schon gar keine modernen Wohnungen.

Vonovia hat Kredite aufgenommen, um die Wohnungen zu kaufen, ganz freier Markt.
Wenn Unternehmen bauen, geht das meist in enger Kooperation mit der Kommune, das ist eine andere Ausgangslage.

So funktionieren im Wesentlichen Genossenschaften und kommunale Baugesellschaften.

Aktiengesellschaften haben einen wichtigen Anteil an der Wirtschaft. Wohnen ist aber ein sehr spezieller Markt mit eigenen Gesetzmäßigkeiten.
Das ist nicht besonders gut am Bedarf orientiert, da an den Börsen etwas anderes einen hohen Wert darstellt als praktisch in den Kommunen. Entsprechend gibt es ein Überangebot an teurem, teils leerstehenden Wohnraum und Büroimmobilien, und zu wenig kostengünstige Wohnungen für Familien.

Es ist nicht einfach, in einem Markt zu navigieren, in dem es so viele Bedingungen gibt.

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Das ist ein eigenes Thema wert.

„Dummheit“ als persönliche Beleidigung, „Dummheit“ als philosophisches, aufklärerisches Konzept im Sinne von Mangel an Vernunft (Kant, Nietzsche, Musil, Bonhoeffer) und „Dummheit“ in der pädagogischen Sichtweise.
Als Pädagogin würde ich mich fachlich selbst diskreditieren, wenn ich Menschen als „dumm“ bezeichne, weil ich dann nicht in der Lage wäre, Formen und Ursachen kognitiver Einschränkungen zu differenzieren und zu benennen.

Angesichts der inflationären Verwendung des Wortes „dumm“ seitens einiger User in diesem Forum ist es daher notwendig, eine tiefere Diskussion über die unterschiedliche Verwendung und Bedeutung zu führen.
Dazu muss ich mir erstmal ein oberflächliches Halbwissen über die philosophische Verwendung aneignen und daher zuerst den Text von Robert Musil „Über die Dummheit“ lesen, bevor ich einen Thread darüber anfange.
Diejenigen, die hier im Forum andere Menschen als „Dumm“ bezeichnen, seien an Sokrates erinnert:
οὐκ οἶδα, οὐδὲ οἴομαι

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Manche Leute hier machen es allerdings auch mir schwer ruhig zu bleiben … :wink:

Genossenschaften schütten auch oft Dividenden aus. Sie beschließen jedes Jahr über die Höhe der Dividende.

Vergesellschaftung als Handlungsform des Staates kann sinnvoll sein und funktionieren, denke ich.
In der speziellen Situation in Berlin erwarte ich aber ein Fiasko. Da ist mir zuviel Populismus und zuviel Ideologie dahinter.
Vonovia ist der Feind, der besiegt werden muss, nicht ein Problem, das bearbeitet werden muss. Diese Haltung bringt im Wahlkampf bei einer gewissen Klientel Stimmen, ist aber bei der Problemlösung gefährlich.
Das Projekt ist aber so groß, dass es nicht schiefgehen darf, sonst ist das Land Berlin am Ende.
und dann müssen sie vielleicht wirklich die Banken enteignen :grin:

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darüber bin ich hinweg.
Warum musst Du ruhig bleiben?
irgendwann ist Ehrlichkeit der bessere Weg.

Nicht zu vergessen die „angeborene Dummheit“!

Sie „bewahrt“ uns vor langfristigen Konzepten, lässt uns Kinder in eine Welt setzen, die längst überbevölkert und in Folge dessen mit schlechten bis sehr schlechten Prognosen für eben jene Kinder - und, noch schlimmer, für deren Kinder - einher geht, und lässt uns in vielen Fällen intuitiv von unbegrenzeten Ressourcen ausgehen und „gebietet“ uns daher - ebenfalls intuitiv - Handlungen, als ob es tatsächlich so wäre, obwohl wir es längst intellektuell besser wissen.

Da dies die Mehrheit tut, ist dann schon die Frage, ob - selbst wenn die Erkenntnis da ist, das ob der Begrenztheit der Ressourcen nicht flächendeckende Verzicht das bessere Konzept wäre - es allzu „klug“ ist, trotzdem auf den eigenen Vorteil zu verzichten, da er nicht nur nichts bewirkt sondern auch noch das so entscheidende Individuum „vermeintlich“ schädigt - ein wahrer „Teufelskreis“…

Das ist doch genau mein Punkt!
niemand muss alles wissen und beurteilen können. Wichtig ist, seine Grenzen zu erkennen.
jetzt schau dich mal um, wer das hier tut.
wer sagt denn auch mal „davon verstehe ich nichts, da kann vielleicht xy was zu sagen“?

es ist nicht schlimm, wenn man keine ahnung hat. schlimm wird es dann, wenn man trotzdem meint, zu allem was sagen zu müssen.

es gibt teilnehmer, die sich schon 1000 mal durch völlige ahnungslosigkeit blamiert haben, die das aber konsequent ignorieren und jeden tag aufs neue ihren Unsinn schreiben über themen, bei denen sie nicht mal die grundbegriffe verstehen.
das ist in der diskussion ärgerlich.
aber es steht auch für das grundlegende problem der politik: kompetenz interessiert nicht, Wahlen werden mit dummen Sprüchen gewonnen.
Dummheit und fehlende Sachkenntnis sind kein Makel mehr.
wegen dieser grundlegenden Zusammenhänge reite ich so auf dem Thema Dummheit herum.

da habe ich ein wenig erfahrung.
ein beispiel:
ein mittelgroßer projektentwickler baut mehrere hundert wohnungen in D.
seine finanzierung beruht vor allem auf dem geld us-amerikanischer investoren, einzelpersonen.
werden diese investoren nochmal in Berlin bauen? interessieren die sich für die strukturen und zwänge in einer deutschen kommunalverwaltung?
nicht die bohne.
und die kommunen begreifen nicht, wie so ein investor tickt, die wollen das zT auch einfach nicht begreifen.

die chance, dass euer supermarkt einem holländischen fonds gehört, ist höher als ihr denkt. wir haben eine globalisierte wirtschaft, aber was das wirklich bedeutet wird politisch häufig ignoriert. Jeht ja nur um Balin, wa?!

und die armen genossenschaften sollen dann immer. alles kompensieren. das ist der deutsche traum der gemütlichkeit an der immobilienfront.
die können bauen, klar. aber das sind dann 10-20 einheiten, das habe ich auch schon gehabt.

Ich bin ziemlich skeptisch, was Enteignung von Wohnungskonzernen betrifft. Ich stelle mein neuestes Blogpost zu dem Thema mal hier rein:

Was tun gegen Wohnungsknappheit?

In Deutschland – wie in vielen anderen Ländern – fehlen Wohnungen. Vor allem günstige, bezahlbare Wohnungen. Es wird zwar viel gebaut, aber am Bedarf vorbei, weil hochwertige Eigentumswohnungen mehr Rendite bringen als günstige Mietwohnungen. Die Folge: hohe Mieten, und Stadtflucht. Um überhaupt eine bezahlbare Wohnung zu finden, ziehen immer Menschen immer weiter hinaus aufs Umland. Die Folge: immer mehr Pendlerverkehr, aufgrund des oft unzureichenden ÖPNV-Angebots auf dem Land fast ausschließlich mit dem Auto, der die Straßen verstopft. Nachhaltig ist das nicht.

Die „Trickle-Down“-Theorie, wonach der Bau von mehr Luxuswohnungen bewirkt, dass mehr preiswertere Wohnungen frei werden, hat sich als Irrtum erwiesen. Des weiteren blüht die Spekulation mit Wohnungen, lassen Vermieter Wohnungen leerstehen, weil sie auf einen weiteren Anstieg der marktüblichen Miete hoffen. Der freie Markt versagt – und das bedeutet, dass die Politik eingreifen sollte. Der Wohnungsmarkt muss reguliert werden!

Die Linke in Berlin redet davon, private Wohnungskonzerne zu enteignen. Eine Idee aus der sozialistischen Mottenkiste, die wahrscheinlich nicht so recht funktionieren würde. Verstaatlichungen ganzer Branchen sorgen nicht unbedingt dafür, dass das betreffende Gut weniger knapp wird. Tatsächlich können sie sogar zu weiterer Verknappung führen, wie sich im Ostblock gezeigt hat, wo fast alles Mangelware war, obwohl – oder gerade weil – die Herstellerbetriebe „volkseigen“ waren. Es wäre auch rechtlich problematisch und wahrscheinlich sogar verfassungswidrig.

Nein, neue Ideen sind gefragt, um mehr Wohnraum zu schaffen. Eine ist, die vielen leerstehenden Büroflächen in Wohnungen umzubauen, was freilich mit einem Aufwand verbunden wäre, der fast einem Abriss und Neubau gleichkäme. Ein Start-up will Plattenbauten aus Holz bauen. Ein weiterer Ansatz wäre, Kurzzeitvermietungen, etwa per AirBnB, einzudämmen oder gänzlich zu verbieten. Wenn die Mieten sinken und Wohnungen wieder bezahlbar werden, würde das auch der Spekulation den Boden unter den Füßen wegziehen.

Der systematische Fehler, den du dabei machst, ist, dass du für dich selbst nur fehlende Sachkenntnis, nicht aber Dummheit reklamierst, und hartnäckig darauf beharrst mit konstruierten Indizien.

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Es gibt auch erfolgreiche Positivbeispiele von großen Genossenschaften, z. B. den Spar- und Bauverein in Hannover

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Ich habe sicher auch schon dummes Zeug geschrieben.
Statistisch sehe ich mich aber eher in den unteren Rängen bei dem Thema.
Dich sehe ich hingegen ganz vorne.
Bei Dir fehlt in 80% der Fälle schon die Sachkenntnis, eine logische Gedenkenabfolge und die Fähigkeit, beim Thema zu bleiben.
Das ist für jeden erkennbar, nur für Dich nicht.
Eine unglückliche Konstellation, die das Diskutieren mit Dir nahezu unmöglich macht.

Wer ernsthat eine Quelle hierfür verlangt, der disqualifiziert sich für dieses Thema.

Aber das schert Dich nicht, Du laberst einfach weiter, Fakten sind Dir egal, Wissen ist Dir egal, alles wurscht.
Das ist extrem ermüdend.